Die Telekom gibt in der PPPoE-Discovery-Phase PPP-Max-Payload-Tags (gesetzt auf 1500) zurück. In der PPPoE-Configure-Phase kann dann auch standardkonform die PPP-Default-MRU von 1500 in beide Richtungen ausgehandelt werden. (Es kommt zuerst ein Configure-Request mit MRU 1492, diese MRU kann man aber rejecten, und dann bekommt man ein neues Configure-Request mit der Default MRU von 1500.) Also unterstützt die Telekom RFC 4638. Ich schreibe hier Telekom, weil das noch vor dem Senden meines o2-PPP-Benutzernamens abläuft. Das deckt sich auch mit den “Technische Richtlinien der Deutschen Telekom AG, 1TR112; Stand 05/2017”, in denen eine Frame-Size von 1522 festgelegt wird, die eine maximale PPP-Payload von 1500 zulässt. Die o2 Schnittstellenbeschreibung verweist auch auf dieses Dokument.
Im Upload funktioniert das auch wunderbar, ich kann volle 1500-Byte-Pakete rausschicken. Aber im Download fragmentiert der letzte Hop von o2 IPv4 und IPv6 Pakete trotzdem nur auf 1492 Byte Größe. (Dass es der letzte Hop ist, weiß ich nur bei IPv6 sicher, weil bei IPv4 das Dont-Fragment-Bit ignoriert wird.) Wenn ich eine niedrigere MTU als 1492 aushandele, werden die Pakete auch auf solche MTUs korrekt fragmentiert. Daher scheint dem o2 Last Hop die ausgehandelte MTU übermittelt zu werden, nur dass dieser Wert dann unnötigerweise auf 1492 limitiert wird.
Können Sie diese Limitierung bitte aufheben, sodass auch MTUs größer als 1492 korrekt funktionieren?