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Battle der Musik-Streaming-Dienste: YouTube Music Premium

Battle der Musik-Streaming-Dienste: YouTube Music Premium

Kennst du das: Du schaust dir ein Musikvideo auf YouTube über dein Handy an, willst nur kurz eine WhatsApp-Nachricht beantworten und zack – die Musik geht aus? Mit YouTube Music Premium oder YouTube Premium ändert sich das jetzt: Keine nervigen Werbeanzeigen zwischen den Videos mehr, und wenn du andere Apps benutzt oder dein Display sperrst, läuft deine Musik im Hintergrund weiter.


Was mit einer reinen Videoplattform begann, hat sich mittlerweile zu einem qualitativen Musikportal entwickelt. Der absolute Vorteil von YouTube Music Premium: Du kannst zwischen Audio- und Videomodus wechseln und dir deine Lieblingsmusikvideos, -Playlists oder -Songs auch für unterwegs downloaden – ein würdiger Teilnehmer für unseren Battle der Musik-Streaming-Dienste!

Die YouTube Music Premium App

Ich bin begeistert: Gegenüber der vorinstallierten YouTube-App auf meinem Huawei Mate 10 lite kann die kostenpflichtige Version mit Übersichtlichkeit, Komfort und einem ansprechenden Design punkten. Mein absolutes Highlight ist der Wechsel zwischen Video- und Audioversion und die Möglichkeit, nun endlich auch ganze Alben und Musikvideos von meinen Lieblingsartists herunterladen zu können.

YouTube Music Premium gewöhnt sich schnell an meinen Musikgeschmack und schlägt mir personalisierte Mixtapes zum Download vor. Gegenüber den meisten anderen Musik-Streaming-Anbietern gibt es hier sogar die standortbasierten Empfehlungen (optional). Die YT-App erkennt dann z. B., wenn ich mich im Fitnessstudio befinde und empfiehlt mir eine passende Playlist zum Sport.

Auch die Suchfunktion ist in der YT-App optimiert: Hier findet sie auch durch Eingabe von Auszügen aus Songtexten das gewünschte Lied. Angeblich soll hier auch nach Beschreibungen das Passende gefunden werden. Diese Funktion lässt sich allerdings noch optimieren: Suche ich z. B. nach
deutschsprachicher Rapper mit Maske, schlägt er mir Mark Forster, Cro und Udo Lindenberg vor. 😏


Absolutes Pro: Wenn ich zwischendurch meinen Browser öffnen will oder mein Smartphone sperre, läuft die Musik in der YT-App nahtlos weiter. Die gewohnten Werbeeinspielungen und Unterbrechungen sind in der Aboversion von YouTube Geschichte.Auch die Downloadfunktion von Playlists, einzelnen Songs und Videos ist standardmäßig integriert.



Aboversionen von YouTube Music Premium und YouTube Premium

Für 9,99 EUR im Monat oder 14,99 EUR im Family-Tarif (bis zu sechs Personen) ist das digitale Musikportal preislich vergleichbar mit anderen Anbietern wie Spotify oder Deezer. Wobei bei diesen keine Musikvideos im Angebot enthalten sind. Der einzige Musik-Streaming-Dienst, der dieses Feature auch für einen Aufpreis enthält, ist der High Fidelity Anbieter Tidal. Auch wer YouTube Music Premium über iOS bucht, kann mit einem höheren Monatspreis rechnen: Hier kostet das Abo 12,99 EUR für Einzelpersonen und für Familien 19,99 EUR.

Mit meiner Android-Version für 9,99 € im Monat bin ich also höchst zufrieden.
☺️Wer übrigens schon Google Play Music abonniert hat, erhält auch ohne Aufpreis Zugang zu YouTube Music Premium.

Wer noch mehr zusätzliche Funktionen haben möchte, kann sich YouTube Premium für 11,99 EUR (iOS: 15,99 EUR) oder als Family-Tarif für 17,99 EUR (iOS: 22,99 EUR) im Monat abonnieren. Hier stehen mir dann zusätzlich noch von YouTube produzierte Serienformate (YouTube Originals) und Filme zum Download zur Verfügung. Bei dieser Aboversion erhalte ich also als Androidianerin für 11,99 EUR ein Serien-, Film- und Musikportal in einem. Die Auswahl ist allerdings ausbaufähig und derzeit gibt es die Inhalte nur in englischer Sprache (mit optionalen Untertiteln).

YouTube Music Premium und YouTube Premium – Mein Fazit

Durch die zusätzliche Möglichkeit, Musikvideos ansehen und herunterladen zu können, ist YouTube Music Premium für mich eine echte Bereicherung. Was mir im Gegensatz zu anderen Musikportalen nicht so gut gefällt, ist, dass ich mir für die Erstellung von eigenen Playlists erst einen YouTube-typischen Kanal erstellen muss. Bei vergleichbaren Anbietern ist der Weg zu einer privaten Playlist einfacher.

Zudem ist es offensichtlich nicht möglich, YouTube-Links, die ich über Messenger wie Telegram oder WhatsApp empfange, direkt über die YT-App zu öffnen. Hier liegt die Krux im Detail: Standardmäßig unterstützte Links beginnen hier immer mit

music .youtube.com etc… Standardmäßig geteilte Inhalte von YouTube beginnen jedoch mit
www .youtube.com oder ähnlichem. So werden Inhalte, die nicht direkt von der YT-App geteilt wurden, nur in meiner vorinstallierten YouTube-App geöffnet. Wenn jemand dafür schon eine androidianische Lösung herausgefunden hat, freue ich mich über Tipps.
Insgesamt scheint das Ganze ein wenig durcheinander: Die standardmäßige YouTube-App, YouTube Premium und YouTube Music Premium sowie die Verwandschaft mit Google Play Music, dem Aufpreis für iOS-User sowie die appinternen URLs sorgen ein wenig für Verwirrung.

Wenn ich mich allerdings nur auf die YouTube Music Premium App konzentriere, bleibt mein Eindruck positiv. Für mich steht sie durch die werbe- und unterbrechungsfreie Musikvideofunktion, die optimierte Personalisierung und den dafür angemessenen Abo-Preis in echter Konkurrenz zu anderen Musik-Streaming-Diensten wie z.B. der günstigeren Napster Music-Flat +mobile oder dem Dauerbrenner Spotify.

Du kannst YouTube Music Premium übrigens für einen Monat kostenlos testen. Wenn du sowieso gerne YouTube nutzt, wird dir die optimierte Version sicher gefallen.

Ich bin gespannt: Bist du auch der Meinung, dass sich hier ein neuer Marktführer der digitalen Musikportale etablieren könnte oder reicht dir ein reiner Musik-Streaming-Dienst ohne Videofunktion und den ganzen „Schnick-Schnack“


➡️Hier geht´s zu den Ergebnissen von unserem Battle der Musik-Streaming-Dienste: Hast du auch schon für deinen Favoriten abgestimmt?


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