Skip to main content
Warum O2
Warenkorb
Service
Testbericht

Xiaomi 17 Ultra - Vom Unboxing bis zum Fazit - wirklich Ultra?

  • June 9, 2026
  • 3 Antworten
  • 42 Aufrufe
RLPhotopro
Stammgast
Forum|alt.badge.img+3

Servus Ultra-Smartphone-Fans,

erst einmal wieder herzlichen Dank an das O2-Team, dass mir das neue Flaggschiff, das Xiaomi 17 Ultra, für einen vollen Monat Testen zur Verfügung gestellt habt! 😍


Nach meinem intensiven 3-Monats-Fazit zum Xiaomi 15 Ultra im letzten Jahr (auf YouTube), waren meine Erwartungen an den Nachfolger natürlich riesig – aber ehrlich gesagt auch meine Skepsis.
Das 15 Ultra hat nach mir, meine Freundin übernommen, weshalb ich es natürlich noch gut mit dem neuen 17 Ultra vergleichen konnte.

Hat Xiaomi aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt? Und vor allem: Rechtfertigen die technischen Neuerungen ein 2026er Ultra?

Ein kleiner Hinweis vorab: Wer das vollständige Unboxing und meine allerersten Live-Eindrücke zum Gerät sehen möchte, findet das passende Video dazu bereits auf meinem YouTube-Kanal RLPhotopro: Das ultimative Kamera-Smartphone 2026? Xiaomi 17 Ultra Unboxing

Der graue Farbton sah wirklich super edel aus!
Das Kameramonster 😈
Links Xiaomi 17 Ultra | Rechts Oppo Find X9 Ultra
Die Lautstärketasten mit getrennten Buttons - für mich schöner als eine Wipptaste

Technische Highlights und Daten: Der Generationen-Vergleich

Bevor ich in die Praxis übergegangen bin, hatte ich mich natürlich vorab über die Neuerungen im Vergleich zum Vorgänger informiert. Aber nicht jede Änderung ist automatisch ein Fortschritt vorallem was die Zoomkamera betrifft.

Hier ist der direkte Vergleich zwischen dem aktuellen Xiaomi 17 Ultra und dem Vorgänger 15 Ultra:

  Xiaomi 15 Ultra Xiaomi 17 Ultra (Neu)
Hauptkamera 50 MP (1-Zoll LYT-900) 50 MP (1-Zoll Light Fusion 1050L)
Tele-Kameras Dual-Tele (50 MP 3x + 200 MP 4.3x Periskop) Single-Tele: 200 MP (Samsung HPE) mit mechanischem Zoom
Zoom-Art Digitaler Crop zwischen den Linsen Echter stufenloser optischer Zoom (3,2x bis 4,3x / 75-100mm)
Makro-Abstand 10 cm (sehr nah dran) Rückschritt auf mindestens 30 cm
Display

6,73” OLED
3200cd/m² maximale Helligkeit
3200 x 1440 mit 522ppi
Xiaomi Shield Glass 2.0

6,9” HyperRGB-OLED
3500cd/m² maximale Helligkeit
2608 x 1200 mit 416ppi
Xiaomi Shield Glass 3.0

Akkukapazität 5410 mAh
90W kabelgebunden und
80W wireless charging
6000 mAh
90W kabelgebunden und
50W wireless charging
Updates 4 Jahre Android / 6 Jahre Sicherheit 5 Jahre Android / 6 Jahre Sicherheit
Prozessor
& Speicher
Snapdragon® 8 Elite
mit 16GB RAM
und 512GB oder 1TB
Snapdragon® 8 Elite Gen 5
mit 16GB RAM
und 512GB oder 1TB

 

Design, Haptik und der berüchtigte "Leica-Ring"

Das Xiaomi 17 Ultra ist und bleibt ein absolutes Kamerasmartphone. Durch das gigantische, runde Kameramodul auf der Rückseite ist das Gerät leicht kopflastig. Der Kamerabump ist wie immer Geschmacksache, ich mag in allerdings schon, da es mich eben immer an DSLm Kameras und deren Objektive erinnert. Positiver Nebeneffekt für mich: Man kann den massiven Bump gut als Stütze für den Zeigefinger nutzen.

Bildqualität und Leistung: Licht und Schatten beim Kamera-Dilemma

Xiaomi geht dieses Jahr ein großes Risiko ein und streicht eine Linse: Aus dem gewohnten Quad-Kamera-Setup wird eine Triple-Kamera.

Schönes Bokeh bei 100mm (4,3x)
Grandiose Schärfe und natürliche Farben beim 3,2x Tele (75mm) mit Leica Authentic

 

Auch Sport/Tierfotografie ist im Pro Modus mit manuellen Einstellungen möglich!

 

Auf den ersten Blick gut, das ging mit dem 3x beim Xiaomi 15 Ultra aber besser!
Der automatisch Nachtmodus beim 75 bis 100mm Zoom überzeugt noch nicht so recht...
Der Nachtmodus bei der 1 Zoll Hauptkamera hingegen schon! 

Das absolute Highlight – Der mechanische Zoom:

Die neue 200-MP-Telekamera ist für ein Smartphone natürlich genial!

Dank eines mechanisch beweglichen Linsensystems zoomt das Smartphone im Bereich von 3,2-fach (75mm) bis 4,3-fach (100mm) komplett stufenlos und optisch. Kein digitaler Zwischen-Crop! Gepaart mit der Leica APO-Zertifizierung sind chromatische Aberrationen (Farbsäume) so gut wie eliminiert. Die Schärfe, Kontraste und Details in diesem Zoombereich sind absolut brachial und schlagen das 15 Ultra (selbst beim verlustfreien In-Sensor-Crop bis 8,6-fach) sichtbar.

3,2x
vs. 4,3x
75mm zu 100mm macht nicht sooo viel aus, wie man oft denkt...

Aber es gibt für meine Smartphone-Fotografie auch einen heftigen Rückschritt:

Für Close-Up- und Makro-Fans wie mir, ist das neue System allerdings eine Enttäuschung. Konnte man mit dem Vorgänger noch bis auf 10 cm an das Motiv herantreten, benötigt die neue All-in-One-Telelinse einen Mindestabstand von 30 cm. Man muss deutlich weiter weggehen, wodurch echte Extrem-Makros spürbar schwieriger geworden sind und beim 15 Ultra definitiv deutlich besser gelingen!

Xiaomi 17 Ultra Naheinstellgrenze für Makro vs.
Xiaomi 15 Ultra Naheinstellgrenze

Hauptkamera & RAW-Frust im Alltag:

Der neue Light Fusion 1050L Sensor der Hauptkamera liefert zwar ein wunderschönes, natürliches Bokeh, aber die variable Blende bleibt leider nachwievor Xiaomi 14 Ultra Geschichte (fest bei f/1.67). Was mich als Fotografen im Alltag aber am meisten frustriert: Die RAW-Nutzung im Pro-Modus ist softwareseitig immer noch nicht durchgängig für alle Brennweiten und Auflösungen freigeschaltet. Warum bremst Xiaomi die grandiose Hardware hier wieder über die eigene Software aus?

Software, HyperOS und Performance

In Sachen Leistung gibt es natürlich absolut nichts zu meckern. Das System rennt brachial flüssig, Apps starten verzögerungsfrei und das neue HyperRGB-OLED-Display ist knackig scharf, wenn auch nicht so scharf wie der Vorgänger, aber völlig ausreichend.
Zwar sind die beworbenen 3500 Nits Spitzenhelligkeit ein utopischer Marketing-Wert, aber die im Alltag real erreichten ca. 2100 Nits laut diverser Testberichte, sind spürbar heller als beim Vorgänger und exzellent ablesbar.

Bei der Software zeigt sich HyperOS im Vergleich zum 15 Ultra leicht verbessert (zumindest wenn man den Softwarestand bei Markstart betrachtet). Das 15 Ultra hat mittlerweile auch HyperOS 3 bekommen und dadurch quasi die gleichen Neuerungen und Verbesserungen!

  • Benachrichtigungen: Apps werden im Hintergrund nicht mehr ganz so aggressiv gekillt. Dennoch ist es nicht perfekt – wichtige Sync-Apps (wie der Google Kalender oder die Kopplung zur Garmin-Uhr) kamen bei mir teilweise immer noch verzögert an.

  • WLAN: Der nervige Dualband-WLAN-Bug des Vorgängers wurde endlich weitestgehend behoben, die Verbindung läuft nun stabil.

Das Akku- und Hitze-Rätsel

Auf dem Papier verbaut Xiaomi ein echtes Monster: Einen riesigen 6000-mAh-Silizium-Kohlenstoff-Akku. Die Ernüchterung folgte bei mir jedoch schnell im Alltag, gerade an den ersten Tagen, an denen man natürlich viel damit rumspielt und probiert: Trotz der enormen Kapazität hält der Akku bei mir auch nur gerade so einen intensiven Tag durch.

Die (vermutete) Ursache – Kamera-Drain & Hitzeentwicklung:

Sobald man die Kamera intensiv nutzt, schmilzt der Akkustand rapide dahin. Unter Dauerlast (besonders bei Foto- und Videonutzung) erhitzt sich das Gerät auf bis zu 48 Grad. Diese extreme Hitzeentwicklung zeigt, dass viel Leistung in wärme umgewandelt wird, was aus Fotografischer Sicht bei einem 1 Zoll großen Sensor “normal” ist, aber das und die Bildverarbeitung des Prozessors saugt den Akku regelrecht leer. Die Effizienz bei der Kameranutzung bleibt leider auch in diesem Jahr Xiaomis Achillesferse. Komischerweise ist das bei z.B. einem Vivo X200 Ultra, oder dem Oppo Find X9 Ultra nicht so extrem. Diese haben war keinen vollen 1 Zoll Sensor, aber die Sensoren sind ähnlich groß!

 

Die Sache mit der Leica Edition (die ich übrigens nicht selbst hatte, aber schon mal kurz bei einem Fotografenfreund probieren durfte):
Wer bereit ist, bis zu 2000 € auf den Tisch zu legen, bekommt die exklusive Leica Edition mit einem physischen, drehbaren Steuerungs-Ring um das Kameramodul. Bis auf den Rind und ein paar zusätzliche, digitale Filter in der Kamerasoftware, ist alles identisch zum normalen 17 Ultra!
Die Idee klingt im Prospekt genial: Durch Drehen am Ring lassen sich Zoom oder Belichtung wie an einer echten DSLm-Kamera verstellen.

Die Realität im Alltag? Es nervt leider eher, als dass es hilft (Meinung meines Kumpels). Man kommt beim normalen Halten ständig unabsichtlich an den Ring, verstellt ungewollt Werte oder hat plötzlich plötzlich einen leichten Digitalzoom aktiviert, den man nicht wollte. Ein schickes Design-Gadget, das sich in der Praxis oft als unpraktisch erweist.

Da findet er und auch ich einen echten Auslößer a la Sony Xperia 1 Smartphones oder etwas wie bei den Apple, Vivo und Oppo Ultramodellen mit einem Touchauslöser, deutlich besser gelöst. Aber das ist natürlich nur unsere persönliche Meinung! 😉

Btw, das Oppo Find X9 Ultra gefällt mir optisch bei der Rückseite nochmal etwas besser und ist dank der Kunstlederelemente griffiger als die Rückseite des Xiaomi 17 Ultra.

Mein Fazit: Lohnt sich das Xiaomi 17 Ultra?

Das Xiaomi 17 Ultra ist technisch ohne Frage ein absolutes Kameraschiff. Der mechanische, stufenlose Zoom auf kleinem Raum ist eine technische Meisterleistung und die Bildschärfe beeindruckend. Ich hoffe die Brennweite wird mit neueren Modellen noch weiter (z.b. 70 bis 150mm wäre da so mein Traum), da der aktuelle Zoombereich nicht besonders groß im Alltag ausfällt.
 Auch bei den Software-Bugs (WLAN) wurde nachgebessert.

ABER: Der verschlechterte Makro-Abstand ist für mich ein deutlicher Rückschritt, der mich eher zum 15 Ultra treiben würde, die Software schränkt das RAW-Potenzial künstlich ein, und trotz des fetten 6000-mAh-Akkus enttäuscht die Laufzeit bei starker Nutzung.

Kaufempfehlung? Bei einer stabilen, aber hohen Basis-UVP von 1499 € und unfassbaren 2000 € für die Leica Edition – gepaart mit einer Update-Politik, die der Konkurrenz hinterherhinkt – kann ich das Gerät zum aktuellen Startpreis nicht empfehlen.
ABER der Preis ist ja zum Teil schon auf 1200€ gesunken, was für ein Smartphone wie dieses schon interessanter ist.

Für Foto-Enthusiasten gilt: Wartet unbedingt, bis der Marktpreis deutlich fällt (oder kauft euch eine kleine Kamera wie z.B. die Lumix S9, die auch noch weniger kostet als ein Xiaomi 17 Ultra, wenn es nur ums Fotografieren geht und ihr eigentlich mit eurem Smartphone zufrieden seid😆).

Ach und übrigens:
In sehr vielen Youtube Reviews zu den neuen Ultra Smartphones wird immer wieder behauptet, dass diese Smartphones, DSLm Kameras überflüssig machen. Glaubt mir, wenn man die Bilder Seite an Seite betrachtet, sind das immernoch Welten unterschied!
Das Smartphone macht eben nur schon direkt ein Instagram-fertiges Bild, was eine professionellere Kamera eben nicht macht. Dafür habt ihr dann deutlich bessere Schärfe, mehr Details und auch mehr spaß am fotografieren!
Aber klar wer nicht schleppen will hat bei den Ultra Smartphones mittlerweile immer eine sehr gute Kamera dabei, weil man das Smartphone meistens ja eh in der Hosentasche hat 😊
...aber auch das ist wieder nur meine persönliche Meinung 🤣


Und jetzt noch eine Frage an euch:
Was haltet ihr vom Xiaomi 17 Ultra und auch von der 500€ teureren Leica Edition? Ach und vorallem dem neuen mechanischen Zoom?

Danke fürs Lesen und bis zum nächsten mal 😊✌
Euer Robby von RLPhotopro

3 Antworten

pixsofsoul
Mentor:in
Forum|alt.badge.img+5
  • Mentor:in
  • June 9, 2026

Informativ geschrieben, hat mir gut gefallen. Vor allem der Fokus auf die Kamera. Der Unterschied bei den  Naheinstellungen fand ich schon extrem. Da habe ich mehr erwartet bei dem 17 vor allem bei dem Preis. Ich versuche auch immer eine Kamera auf meinen Radtouren mitzunehmen, aber manchmal ist eben doch die beste Kamera die, die man dabei hat.


The_Voice_70
Legende
Forum|alt.badge.img+31

Sehr schöner Bericht und wirklich alle Seiten beleuchtet und auch den Finger in die Wunden gelegt : 

Preis, Akkuverbrauch, Updatepolitik. Problem ist ja oft: je mehr du reinpackst desto mehr Saft braucht der Akku. Und passt da die Optimnierung nicht dann hat man echt ein Problem. 


o2_Dennis
  • Moderator
  • June 9, 2026

Super Testbericht. Vielen Dank. 🙂

Was haltet ihr vom Xiaomi 17 Ultra und auch von der 500€ teureren Leica Edition? Ach und vorallem dem neuen mechanischen Zoom?

Tja, gute Frage. Ich bin ohnehin kein Fan von irgendwelchem Extragelöt, welches ich mir an mein Smartphone “kleben” soll. Mich nervt schon, dass eine Handyhülle sinnvoll ist. Da brauche ich aber nicht nochmal 500 Euro obendrauf für einen Drehmechanismus, der mir jedes Mal die Konfig zerschießt. 

Ich muss auch gestehen, dass mir das inzwischen teilweise irgendwie alles zu klobig wird. Ja, die Geräte sehen cool aus und das Xiaomi 17 Ultra finde ich auch echt schick. In der alltäglichen Nutzung wäre es mir aber einfach zu wuchtig.