Warum O2
Warenkorb
Service
TESTBERICHT DES JAHRES

Testbericht: eScooter ePF-2 XT 835

  • 30 November 2023
  • 0 Antworten
  • 132 Aufrufe
Testbericht: eScooter ePF-2 XT 835
Benutzerebene 5
Abzeichen +1

Da o2 aus unterschiedlichen Gründen leider keinen eScooter zum Testen anbieten kann, musste ich mir leider selbst einen zulegen 😜

Hier also mein Eindruck nach einem halben Jahr mit dem ePowerfun EPF-2 in der Variante XT 835.

Der ePF-2 in voller Pracht. Mit selbst montierter Handyhalterung und Faltschloss

Technische Daten

Akku-Kapazität: 835Wh
Motor Nennleistung: 500W
Reichweite auf dem Papier: 100km
Gewicht: 21kg
Zuladung: max. 120kg

 

Versicherung

Der ePF-2 ist straßenzugelassen und muss daher versichert werden, wenn man nicht nur auf Privatgelände unterwegs sein will. Angeboten werden eScooter-Versicherungen (“Versicherungsplakette für Elektrokleinstfahrzeuge”) eigentlich bei allen Anbietern. Beim Versicherer meines Vertrauens kostet der Spaß (inkl. Kfz-Haftpflicht mit Selbstbeteiligung von 150€) knapp über 30€ im Jahr und muss jedes Jahr erneuert werden. Man bekommt nach Abschluss einer Versicherung entweder das Kennzeichen als Aufkleber per Post oder kann es sich direkt vor Ort beim Versicherer abholen.

 

Bedienung

Links befindet sich die Bremse (in rot), daneben der Blinker und der Haken welcher den Lenker beim zusammenklappen am Unterteil fixiert. Rechts ist meine Handyhalterung, das Daumengas und dahinter der Bremshebel. Unten an der Lenksäule sieht man noch einen Haken für Einkaufstüten z.B.

Die Bedienung des Scooters ist simpel: Unter dem Display befindet sich der Ein/Aus-Schalter. Drückt man diesen bei eingeschaltetem Scooter ein mal, schaltet man das Licht an / aus. Ein doppelter Druck wechselt im eingeschalteten Zustand durch die drei Betriebsmodi Eco, D und Sport mit einer Höchstgeschwindigkeit von jeweils 5 km/h (als Schiebehilfe), 15 km/h und 22 km/h. Auf dem Papier liegt die Höchstgeschwindigkeit bei 20km/h. Da der Gesetzgeber allerdings eine Toleranz von 10% erlaubt, hat sich der Hersteller nicht lumpen lassen und die Geschwindigkeit auf ebendiese Toleranzgrenze optimiert.

Am Lenker gibt man mit dem rechten Daumen Gas, mit dem linken Daumen betätigt man die elektrische Bremse auf dem Hinterrad. Durch diese Bremse wird auch rekuperiert. Zusätzlich gibt es rechts noch einen klassischen Bremshebel, wie man ihn auch vom Fahrrad kennt. Dieser Hebel betätigt gleichzeitig die vordere und die hintere Bremse für maximale Bremskraft. Mir ist diese Bremse sogar ein wenig zu stark, weshalb ich quasi ausschließlich die eBremse nutze.

Sowohl das Daumengas, als auch die Daumenbremse lassen sich wohl dosiert betätigen. 

Ebenfalls mit dem linken Daumen erreicht man den Blinker. Betätigt man diesen, ertönt ein einmaliger Piepton und auf dem Display erkennt man, dass der Blinker aktiv ist. Ich würde mir allerdings wünschen, einen wiederholenden Ton auswählen zu können. Mir ist es durchaus öfter passiert, dass ich dachte ich hätte den Blinker ausgeschaltet, während er allerdings noch aktiv war. Gerade wenn man auf der Straße unterwegs ist, birgt das natürlich einer gewissen Gefahr.
Die Blinker selber sind von außen sehr gut zu sehen. Vorne befinden sich die LEDs an den Enden des Lenkers und werden dadurch auch nicht durch den Fahrer verdeckt. Die hinteren Blinker befinden sich direkt neben dem Hinterrad.

 

Display

Das Display ist im Großen und Ganzen sehr gut zu erkennen. Nur bei direkten Sonnenschein aus einem speziellen Winkel lässt sich manchmal nur schwierig erkennen was auf dem Display angezeigt wird. Das passierte mir bisher aber nur sehr selten. Ich finde die Lesbarkeit insgesamt sehr gut.

Die Anzeige an sich ist auch auf das allernötigste reduziert. Man sieht den aktuell ausgewählten Fahrmodus, die aktuelle Geschwindigkeit, den Blinker (sofern aktiv) sowie eine Art Drehzahl- / Bremskraftbalken und natürlich den aktuellen Ladezustand des Akkus.

 

Fahrgefühl

Der EPF-2 ist mein erstes vollelektrisch angetriebenes „Fahrzeug. Demnach hatte ich vor meiner ersten Fahrt kein vergleichbares Gefühl der elektrischen Beschleunigung. Und es bereitet einen nichts auf das Gefühl vor, wenn man zum ersten Mal im Sportmodus Vollgas gibt. Beschleunigung ist an sich schon ein affengeiles Gefühl und noch heute zaubert mir der EPF-2 mit jeder Beschleunigung ein Lächeln ins Gesicht. Innerhalb von ~3 Sekunden geht der Scooter von 0 auf 22km/h. Die anderen beiden Modi habe ich jeweils nur ein einziges mal probiert. Go big or go home! Wer es nicht ganz so schnell mag, kann übrigens in der zugehörigen App auf dem Smartphone (welche sich via Bluetooth verbindet) die maximale Geschwindigkeit im Sport-Modus einstellen. 

Einer der Gründe weshalb ich mich für dieses Modell entschieden habe ist die Tatsache, dass der Scooter eine Federgabel vorne besitzt. Hiervon darf man sich jetzt keine Wunder erhoffen, wenn man viel über Kopfsteinpflaster fahren muss (vermeidet das am besten!), auf „normalem“ Untergrund wie Radwegen oder festen Feldwegen nimmt die Feder aber merklich Vibrationen ab und sorgt für ein angenehmeres Fahrgefühl als ein Modell ohne Federung.

Ich nutze den Scooter für eine Tagesstrecke von und zur Arbeit von knapp über 20km. Im Vorfeld hatte ich die Befürchtung, dass es bei über 30 Minuten am Stück pro Fahrt anstrengend sein könnte einfach nur “rumzustehen”, allerdings ist das ganz und gar nicht der Fall. Jede Fahrt mit dem Scooter ist eine absolute Freude, solange man sich nicht die Straße mit ungeduldigen Autos bzw. ihren Fahrern teilen muss. Ich bin zu 95% auf Radwegen unterwegs.

Hobbymäßig nutze ich das Gerät ansonsten um kleine Fototouren zu machen. Und da machen sich die Offroad-Fähigkeiten auch zu Nutze. Ich würde jetzt nicht direkt über Felder fahren, allerdings machen Feldwege dem kleinen nichts aus. Man muss nur aufpassen dass man nicht zu schnell über zu hohe Wurzeln oder zu tiefe Schlaglöcher fährt.

 

Preis

Den EPF-2 gibt es in unterschiedlichen Preisklassen. Je nach Reichweite und damit Akku-Kapazität. Die vom Hersteller angegebene Reichweite ist natürlich unter optimalen Bedingungen angegeben. Hier mal ein Überblick über die Modelle von der offiziellen Website:

Los geht’s beim ePF-2 Start mit 739€ und es endet beim XT 835 mit 1.049€.

Aufgrund meiner langen Tagesstrecke habe ich mich, hauptsächlich aus Bequemlichkeit den Akku nicht am Ende jedes Tages laden zu müssen, für den XT 835 entschieden. Das war mir den Aufpreis wert.

 

Reichweite

Die tatsächliche Reichweite weicht nicht ganz so weit von der Herstellerangabe ab, wie von mir im Vorfeld befürchtet. Allerdings bin ich mit meinen knapp über 70kg Gewicht auch nicht ganz weit entfernt von den 75kg die der Hersteller zur Reichweitenberechnung genutzt hat. An einem normalen Arbeitstag kommen bei mir dann noch einige kg Gepäck hinzu. Meine Strecke ist recht eben mit ein paar kleinen Hügeln.

Meiner Erfahrung nach komme ich mit einem Prozent Akku ungefähr 0,8km weit. Demnach reicht eine Akkuladung im Schnitt 80km. Alles in allem ist das ein richtig guter Wert mit dem ich sehr zufrieden bin.

 

Fazit

1.000€ ist 'ne Menge Geld für einen Kickscooter. Den ePF-2 zeichnet allerdings einiges aus, was man bei der Konkurrenz so nicht findet. Allen voran die Federgabel und vor allem der Blinker. Dazu unterstützt man einen deutschen Hersteller und kann jedes einzelne Ersatzteil im Online-Shop nachbestellen, sofern man sich selbst an die Reparatur traut.

Letztendlich muss jeder für sich entscheiden, ob es das Geld wert ist. Ich bereue meine Entscheidung kein bisschen. Von mir gibt es daher eine uneingeschränkte Kaufempfehlung!


0 Antworten

Keine Antworten

Deine Antwort