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Testbericht

Samsung Galaxy S26 Ultra im Test: Evolution mit Ecken, Kanten und einem echten Game-Changer

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Das neue Flaggschiff von Samsung ist da. Nach ausgiebiger Nutzung im Alltag kristallisiert sich ein klares Bild heraus: Das Galaxy S26 Ultra erfindet das Rad nicht neu, bringt aber ein paar Features mit, die im Alltag den Unterschied machen – während alte Macken und neue Designentscheidungen für Gesprächsstoff sorgen. Im Laufe dieses Tests werde ich das Gerät immer wieder mit meinem bisherigen Daily Driver, dem Pixel 10 Pro XL, vergleichen.

Verpackung des Samsung Galaxy S26 Ultra in der von mir getesteten Farbe “Black”

Unboxing & Erster Eindruck: Schlank und Direkt

Der Unboxing-Prozess ist, wie bei Samsung gewohnt, minimalistisch und effizient. Die schlanke schwarze Box enthält nur das Nötigste. Nach dem Öffnen liegt das Smartphone direkt vor einem, und das Zubehörfach verbirgt lediglich ein USB-C-Kabel sowie ein paar Dokumente. Hier gibt es keine Überraschungen – weder positive noch negative.

Verpackungsinhalt

Design & Haptik: Ein Kampf der Konzepte

Nach dem Auspacken habe ich das Galaxy S26 Ultra sofort mit meinem Pixel 10 Pro XL verglichen.

Rückseiten vom Samsung Galaxy S26 Ultra (rechts) im Vergleich mit einem Google Pixel 10 Pro XL in der Farbe Moonstone (links)

Der direkte Vergleich: S26 Ultra vs. Pixel 10 Pro XL

  • Gewicht & Haptik: Es ist sofort spürbar: Das Galaxy S26 Ultra ist zwar ein Biest, aber das Pixel 10 Pro XL ist noch ein Stück schwerer. Das S26 Ultra wirkt im direkten Vergleich haptisch etwas kompakter und liegt trotz der Größe angenehmer in der Hosentasche.

  • Rahmen: Ein fundamentaler Design-Unterschied fällt sofort ins Auge: Samsung setzt beim S26 Ultra auf matte Rahmen. Das Pixel 10 Pro XL kommt dagegen mit hochglänzenden, polierten Rahmen daher. Das ist Geschmackssache, aber die matte Oberfläche des S26 Ultra wirkt im Alltag deutlich unempfindlicher gegen Fingerabdrücke.

Seitlicher Vergleich der beiden Smartphones, insbesondere beim Rahmen
  • Tisch-Stabilität (Kippeln): Dies ist ein entscheidender Ergonomie-Minuspunkt für Samsung. Wegen des massiven, neu gestalteten Kamera-Hügels wackelt das Galaxy S26 Ultra extrem stark, wenn man es flach auf den Tisch legt und darauf tippt. Hier punktet das Pixel 10 Pro XL massiv: Durch den markanten, durchgehenden Kamerabalken liegt es absolut stabil und flach auf dem Tisch und kippelt nicht.

  • Auch im Vergleich mit einem Samsung Galaxy A56 5G steht die Kamera des Samsung Galaxy S26 Ultra weit draussen und kippelt mehr. 

Samsung Galaxy A56 5G (links) und Samsung Galaxy S26 Ultra (rechts)

Weitere Design-Details:

  • Das Kamera-Design: Optisch bricht Samsung mit alten Mustern. Das neue Design des Kamera-Hügels ist schwer nachzuvollziehen – es sei denn, man betrachtet es im Kontext der Marke: Samsung erzwingt hier offensichtlich dieselbe Designsprache wie beim Fold 7.

Rückseite des Samsung Galaxy S26 Ultra mit dem geänderten Kameradesign
  • Zubehör-Wunsch: Wer auf magnetisches Zubehör steht, wird enttäuscht. Kein MagSafe oder PixelSnap-Äquivalent an Bord. Hier muss wieder die Zubehör-Industrie per Hülle nachhelfen.

Display: Licht, Schatten und ein absolut beeindruckender Privatsphäre-Sieg

Samsung-Displays gehören traditionell zur Weltspitze. Dieses Jahr gibt es jedoch ein paar dicke Überraschungen – im Guten wie im Schlechtem.

Der heimliche Star: Das Privacy Display

Das Privacy Display ist extrem beeindruckend und für mich ein absoluter Game-Changer im Alltag! Ich habe den Effekt auf zwei Fotos festgehalten, die den Vorher-Nachher-Vergleich perfekt veranschaulichen:

Eingeschaltetes Privacy Display von vorne
Eingeschaltetes Privacy Display von der Seite
  1. Schaut man ganz normal und direkt von vorne auf das Smartphone (wie auf dem ersten Bild), sieht man einen vollkommen klaren, scharfen und brillanten Startbildschirm.

  2. Wechselt man nun den Blickwinkel und schaut schräg von der Seite auf das Gerät (wie auf dem zweiten Bild), greift der Filter sofort: Das Display verdunkelt sich dramatisch, und der Inhalt wird für Außenstehende nahezu unsichtbar. Getestet im härtesten Szenario mit der eigenen Ehefrau daneben – perfekt für die volle U-Bahn oder den Bus!

Besonders stark gelöst sind die vielseitigen Einstellungsmöglichkeiten in der Software. Samsung lässt dem Nutzer hier freie Hand:

  • Komplett: Der Blickschutz ist dauerhaft systemweit aktiv.

  • Nur Benachrichtigungen: Schützt sensible Pop-ups auf dem Sperrbildschirm vor neugierigen Blicken.

  • Bestimmte Apps: Der Filter schaltet sich nur dann nahtlos zu, wenn man zuvor festgelegte Apps (z. B. Banking oder Messenger) öffnet. Im normalen Betrieb merkt man dann überhaupt nicht, dass ein Blickschutz aktiv ist.

Gibt es auch Nachteile? Ja, zwei Kleinigkeiten fallen auf. Zum einen stört mich der zuschaltbare Extremmodus – dieser übertreibt es im Alltag einfach und beeinträchtigt die Usability zu stark. Zum anderen sorgt die Filter-Technologie dafür, dass das Display insgesamt eine Nuance dunkler wirkt. Da ich aber kein "Pixelzähler" bin, stört mich der minimale Einfluss auf die effektive Auflösung oder Bildschärfe überhaupt nicht. Das Plus an Privatsphäre wiegt das locker auf.

Wo Licht ist, ist auch Schatten:

  • Blickwinkelstabilität: Wenn das Privacy Display deaktiviert ist, schwächelt das Panel leider im Vergleich zum Vorgänger. Die generelle Blickwinkelstabilität ist spürbar schlechter geworden, Farben verfälschen sich schneller, wenn man schräg draufschaut.

Displayvergleich Pixel 10 Pro XL (links) und Samsung Galaxy S26 Ultra (rechts)
  • Super HDR / Ultra HDR: Das Feature ist sowohl in der Samsung Gallery als auch in Google Fotos voll verfügbar. Allerdings sticht es nicht so ins Auge wie beim Pixel 10 Pro XL, da Samsung bei der Maximalhelligkeit in diesen Szenarien etwas konservativer zu Werke geht.

Performance & Software: Galaxy AI und eine verlässliche Basis

Der Großteil meines Tests fand vornehmlich unter Android 16 mit OneUI 8.5 statt. Hier hat Samsung bereits gezeigt, wie geschmeidig und zuverlässig ein System im Alltag laufen kann.

  • Galaxy AI & KI-Assistenten: Die neuen KI-Funktionen der Galaxy AI machen sich im Alltag positiv bemerkbar. Besonders beeindruckend ist die Bildmanipulation direkt durch Prompts, die reibungslos funktioniert und kreative Möglichkeiten eröffnet. Was die smarten Helfer angeht: Ich habe im Test ausschließlich auf Google Gemini gesetzt. Das neu überarbeitete Bixby oder die Integration von Perplexity kamen bei mir nicht zum Einsatz.

  • Produktivität: Samsung DeX wurde kabelgebunden getestet und funktioniert (wie von Samsung gewohnt) absolut zuverlässig und produktiv.

  • Ausblick auf Android 17 (Beta): Erst kürzlich habe ich mir die Android 17 Beta mit OneUI 9.0 auf das Gerät geladen. Das System läuft weiterhin absolut flüssig und butterweich – bisher sind mir keinerlei Fehler aufgefallen. Samsung macht bei der Software wirklich einen exzellenten Job. Optisch muss man die Neuerungen allerdings mit der Lupe suchen; am ehesten fällt noch das veränderte Aussehen der Schnelleinstellungen ins Auge.

Kamera: Nahtlose Performance mit Software-Hürden

Die Kamera hinterlässt im Test ein gemischtes, aber tendenziell sehr gutes Gefühl. Samsung schraubt an den richtigen Ecken, baut sich aber an anderer Stelle selbst Hürden auf.

Die Stärken:

  • Alltagsfotos bis 10x Zoom: Die Ergebnisse sind sehr gut und absolut auf Augenhöhe mit dem Pixel. Die Farbwiedergabe ist über alle Linsen hinweg erstaunlich konsistent. Im Vergleich zum Pixel wirken die Fotos etwas heller, freundlicher und lebendiger, ohne dabei unnatürlich zu wirken.

  • Nahtloser Linsenwechsel: Ein Traum! Der Wechsel zwischen den Linsen (z. B. von 1x zu 5x) läuft extrem flüssig. Keine Denkpause, kein Ruckeln – hier zieht Samsung am Pixel vorbei.

Die Schwächen & Software-Frust:

  • Die 3x Zoom-Linse: Ein Schwachpunkt im System. Dem 3x Zoom fehlt es schlichtweg an Auflösung und knackiger Schärfe.

  • Space Zoom: Wer auf extreme Vergrößerungen hofft, verliert. Gegen das "Pro Zoom" des Pixels hat Samsungs Space Zoom in hohen Vergrößerungsstufen absolut keine Chance.

  • Der 24-MP-Modus: Aktivierbar über den Camera Assistant. Die Fotos bieten einen Mehrwert, aber der Preis ist hoch: Das Smartphone benötigt spürbare Berechnungszeit nach dem Auslösen und das Gerät wird dabei spürbar warm.

  • Kamera-Menü-Frust: Wer ZSL (Zero Shutter Lag) bei Bewegungsfotos nutzen möchte, muss diesen tief im Kamera-Menü aktivieren. Im Alltag ist das völlig unpraktikabel. Zudem greift die smarte Szeneerkennung nur dann, wenn man die Bildoptimierung auf die höchste Stufe stellt – Flexibilität sieht anders aus.

Hier ein kurzer Bildervergleich mit dem Pixel 10 Pro XL: 

Samsung Galaxy S26 Ultra (0,6x)
Samsung Galaxy S26 Ultra (1x)
Samsung Galaxy S26 Ultra (2x)
Samsung Galaxy S26 Ultra (3x)
Samsung Galaxy S26 Ultra (5x)
Samsung Galaxy S26 Ultra (10x)
Samsung Galaxy S26 Ultra (30x)
Samsung Galaxy S26 Ultra (100x)
Google Pixel 10 Pro XL (0,5x)
Google Pixel 10 Pro XL (1x)
Google Pixel 10 Pro XL (2x)
Google Pixel 10 Pro XL (5x)
Google Pixel 10 Pro XL (10x)
Google Pixel 10 Pro XL (30x, Pro Zoom) 
Google Pixel 10 Pro XL (100x, Pro Zoom)

Akkulaufzeit: Solide, aber schwer zu messen

Der Akku bringt einen sicher durch den Tag. Vor allem der Standby-Verbrauch ist hervorragend. Ein direkter, fairer Vergleich mit dem Pixel ist allerdings schwer, da unterschiedliche Apps im Hintergrund laufen und die Nutzungsmuster variieren. Man kann aber festhalten: Samsung hat das Powermanagement im Griff.

Fazit des ersten Eindrucks: Ein starkes Stück Technik, aber mein Herz bleibt beim Pixel

Das Samsung Galaxy S26 Ultra ist zweifellos ein beeindruckendes Stück Technik und hat mich in einigen Kernbereichen nachhaltig begeistert. Allem voran das im Vergleich zum Pixel angenehmere, leichtere Gewicht in der Hosentasche und die exzellente Akkulaufzeit – besonders im Standby – sind echte Ansagen. Auch bei der Ladegeschwindigkeit hat Samsung endlich einen spürbaren Schritt nach vorne gemacht: Mit nun maximal 60W ist das Gerät angenehm schnell wieder einsatzbereit.

Ein absolutes Highlight ist für mich das integrierte Privacy Display. Wenn man in einer großen und vollen Stadt wie München tagtäglich in Bus und Tram unterwegs ist, ist dieser Blickschutz ein Segen. Es ist einfach ein ungemein beruhigendes Gefühl, auf dem Weg zur Arbeit sensible Nachrichten oder Mails zu lesen, ohne dass der Sitznachbar mitschauen kann. Zusammen mit der tadellosen Software-Arbeit liefert Samsung hier ein extrem starkes Paket ab.

Trotz dieser beeindruckenden Vorstellung werde ich als Daily Driver dennoch fest beim Pixel 10 Pro XL bleiben. Das hat ganz pragmatische Gründe, die im Alltag für mich den Ausschlag geben. Der wichtigste Faktor ist die Kamera: Wenn man ein Kind hat, das sich ständig schnell bewegt, ist eine zuverlässige Schnappschuss-Performance ohne umständliche ZSL-Menü-Frickelei essenziell – und hier liefert Google im entscheidenden Moment einfach die schärferen Ergebnisse. Auch beim extremen Zoom zieht das Pixel mit seinem Pro Zoom gnadenlos davon. Dazu kommen die unschlagbaren Komfort-Vorteile des Google-Ökosystems: Ich möchte im Alltag schlicht nicht mehr auf die Pixel-Snap-Kompatibilität bei magnetischem Zubehör verzichten, und auch die Einbindung und Synchronisation mit meiner Pixel Watch läuft im reinen Google-Kosmos einfach runder und nahtloser.

Wer ein pfeilschnelles Arbeitstier mit grandioser Akkulaufzeit und einem echten Game-Changer bei der Privatsphäre sucht, macht mit dem S26 Ultra alles richtig. Für meine ganz persönlichen Bedürfnisse bleibt das Pixel jedoch die smartere Wahl.

5 Antworten

Triskilia
Legende
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  • Legende
  • May 16, 2026

Ein schöner Test und ein schönes Smartphone. 🫶🏻


The_Voice_70
Legende
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Ein sehr guter Vergleichstest. Da muss ich sagen das in einigen Dingen für mich das Pixel das bessere Gesamtpaket ist. Bei Samsung wird jährlich nichts weiter als Marketing veranstaltet. Und bei den Selfies ist die Cam des S25 Ultra sogar noch besser. Die Akkukapazität und Ladegeschwindigkeit ist in der Preisklasse einfach … sorry … unwürdig. 😉


TMoney
Legende
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  • Legende
  • May 16, 2026

@skulldragonXT 

Sehr schöner und ausführlicher Testbericht, echt top!


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@TMoney : Vielen Dank!


FunThomas.de
Legende
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@skulldragonXT MEGA! Der Zoom ist absolut Krass! Danke für den tollen Testbericht! Und ich denke auch das das Pixel für dich die bessere Wahl ist.