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Mein wohl größter Test! Ein fast 20 Jahre altes Haus frei von Fossilen – Heizen mit der Klima-Alternative statt teurer Wärmepumpe!

  • June 8, 2026
  • 1 Antwort
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FunThomas.de
Legende
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Deutschland, wo man dank mangelnder Digitalisierung 3 Jahre auf seine Stromrechnung wartet. 

Man glaubt es kaum, aber ich musste leider fast drei Jahre auf die Daten meines Stromversorgers warten, weil Smartmeter in Deutschland leider immer noch die Ausnahme sind. 😉 Bei der Installation der Zähler ging damals wirklich alles erdenkliche schief… Neuland eben!
Aber heute habe ich endlich die echten Zahlen schwarz auf weiß bekommen, endlich Zeit mal nachzurechnen! Damit kann ich mein Experiment – den kompletten Ausstieg aus fossilen Energien – endlich mit harten Fakten ausrechnen. Und ja, war ein blödes Gefühl die letzten Jahre im dunklen zu tappen ob der Test so eine gute Idee war… 
😆 Aber der Reihe nach.

Der Startpunkt dieser Reise war die Vision, mein 18 Jahre altes Haus von Grund auf zukunftsfähig zu machen und komplett frei von fossilen Brennstoffen zu bekommen.

Das Besondere an meinem Plan: Das Ziel war es, das Haus ohne den Einbau einer teuren, klassischen Zentralheizungs-Wärmepumpe warmzuhalten (ja, das BÖSE Wärmepumpen Wort!).
Ich wollte die alte Gasheizung stattdessen rein durch ganz normale, kostengünstige Split-Klimaanlagen ersetzen. Diese Alternative macht nämlich auch z.B. den teuren Umbau auf eine Fußbodenheizung komplett überflüssig!

Vorweg: Es war nie mein primäres Anliegen, Geld zu sparen. In erster Linie ging es mir darum, komplett weg von Gas und Öl zu kommen und einfach etwas für die Umwelt zu tun, anstatt nur darüber zu reden – und das weit vor den Spritpreiserhöhungen oder der komischen Politik der neuen Regierung... aber das ist ein anderes Thema. 😅

2022 begann mein wohl größter Test.

Ein Test, bei dem es keinen Weg zurück gab und den keiner meiner Bekannten bis dahin so radikal gegangen ist... ich konnte niemanden so richtig um Rat fragen, ob das Heizen ausschließlich mit Klimaanlagen in einem Bestandshaus überhaupt so funktioniert.😳 Und heute kann ich endlich mit Fakten rechnen, die mich selbst überrascht haben.

Alle Dachflächen bestmöglich ausgenutzt für Solar

Ein ganz wichtiger Punkt dabei war für mich die Finanzierbarkeit. Statt einer riesigen Summe auf einmal, habe ich das Projekt Stück für Stück – "Step by Step" – umgesetzt. Erst kam die Solaranlage auf das Dach, dann die erste Klimaanlage, etwas später die zweite. Erst als dieses System lief, wurde Aug. 2024 die Gastherme endgültig deinstalliert, alle Heizkörper rausgeworfen.
Auch den Energiespeicher habe ich über die Zeit immer weiter erweitert – und zwar immer genau dann, wenn gerade Geld "über" war. Alles wurde ohne staatliche Förderung umgesetzt. Ja, Klimaanlagen sind tatsächlich auch förderfähig, aber eben nicht, wenn man so „stückelt“ wie ich. 😉 Dieses Stückeln war finanziell und baulich um ein Vielfaches entspannter, als wenn alle Kosten und Gewerke auf einmal angefallen wären, wie es bei einer klassischen Zentralheizungs-Wärmepumpe der Fall gewesen wäre. Zudem hat niemand – kein Netzbetreiber oder Staat – „Zugriff“ auf meine Anlage, wie es bei einer Förderung verlangt wird.

Schauen wir uns die Umbaukosten im Detail an:

  • Brauchwasserwärmepumpe (Warmwasser) inkl. Einbau: 3.500 €
  • Klimaanlagen inkl. Einbau: 5.500 €
  • Infrarotheizungen: 150 €
  • Smarte Wallbox für die eAutos (kann selbstständig günstige- Smarte Stromtarife nutzen): 700 €

(Hinzu kommt für die riesige Solaranlage inkl. Speicher eine monatliche Pachtgebühr von 210 €, die das System ohne riesiges Startkapital sofort einsatzbereit gemacht hat.)

Warum das Heizen mit Klimaanlagen so genial funktioniert

Viele wissen gar nicht, dass normale Split-Klimaanlagen im Grunde hocheffiziente Luft-Luft-Wärmepumpen sind. Statt nur durch Strom Wärme zu erzeugen, entziehen sie der Außenluft thermische Energie und pumpen diese ins Haus. Aus einer einzigen Kilowattstunde Strom machen moderne Geräte das Drei- bis Fünffache an nutzbarer Wärme🤓

Zudem bietet das System einen entscheidenden Vorteil gegenüber Heizkörpern oder Fußbodenheizungen: die Raumluftfeuchtigkeit

Eine Klimaanlage entzieht der Luft nur beim Kühlen im Sommer die Feuchtigkeit – beim Heizen im Winter jedoch nicht. In meinem Fall lag die durchschnittliche Luftfeuchtigkeit im kalten Dezember bei wunderbaren 51%.

Luftfeuchtigkeit im Winter, angenehm hoch bei einer Klimaanlage - ganz ohne trockene Heizungsluft


Außerdem ist das System extrem schnell, man kann nach Bedarf heizen:
Binnen max 15 Minuten ist der Raum auf jeder erdenklichen Wunschtemperatur. Ein stundenlanges, träges Vorheizen entfällt komplett.

Mit einer Investition von gerade mal 80€ habe ich meine Klimaanlagen zudem komplett smart gemacht. Sie werden über ein kleines Gerät automatisch gesteuert, welches die Fernbedienung imitiert und die Raumtemperaturen berücksichtigt.
Fällt die Temperatur in einem festgelegten Zeitraum unter einen bestimmten Wert (z. B. 20 Grad), wird im Winter automatisch die Heizfunktion aktiviert. Ist die Wunschtemperatur erreicht, schaltet sich die Anlage von alleine wieder aus. Genau so läuft es auch im Sommer – ein echter Komfortgewinn, weil es sich ähnlich einfach bedienen lässt wie das Thermostat einer klassischen Heizung. Natürlich ist alles steuerbar über Alexa, Google Home oder die SmartWatch von unterwegs.
Dank dieser smarten Einbindung schalten sich die Geräte ganz nach Wochentag und Temperatur selbstständig ein. Sogar wenn die Luftfeuchtigkeit nach dem Duschen sehr hoch ist, erfolgt automatisiert das Trocknen der Luft…

Stromspeicher an der Häuserwand.
Stromspeicher an der Häuserwand - mit Verkleidung

Zwei Infrarotheizungen sind in Räumen verbaut, die zu weit weg von den Klimageräten liegen um diese auf Wunschtemperatur zu bringen, wie z.B. das Badezimmer, wo es ja gern mal über 24 Grad sein darf. Die Infrarot-Heizungen brauchen nur eine Steckdose, besitzen ebenfalls WLAN und eigene Temperaturwerte, sodass sie sich automatisch ein- und ausschalten – das Badezimmer ist dadurch morgens immer wunderbar warm.

Klar, bis alle Automatisierungswerte perfekt passten, dauerte es einige Zeit. Wer da Tipps will, wie er für kleines Geld seine Klimageräte smart macht, kann mich gern anschreiben, das sprengt hier sonst den Rahmen. 

Aber das Ergebnis zeigt: Es ist absolut möglich, mit Klimageräten genauso komfortabel zu leben wie mit klassischen Heizkörpern – plus dem riesigen Bonus im Sommer, wenn das Haus auch im Hochsommer angenehm kühl bleibt.

Der Vorher-Nachher-Vergleich (Die nackten Zahlen)

Um zu sehen, was das Experiment gebracht hat, vergleiche ich mein „Basisjahr“ 2022 (als noch die Gasheizung lief) mit dem reinen Stromjahr 2025.

Links: Gastherme - rechts: neue Brauchwasserwärmepumpe - sie erzeugt mit der Umgebungsluft im HWR nun kostengünstig warmes Wasser.

Die reinen Haus-Energiekosten (Warmwasser, Heizung, Haushaltsstrom)

  • 2022 (Gasheizung & Netzstrom): Ich hatte einen Strombezug von 8.380 kWh (1.965,04 €) und einen Gasverbrauch von 10.472 kWh (594,20 €). Gesamtkosten Haus: 2.559,24 €.
  • 2025 (Klimaanlagen-Heizung, Solar & Pacht): Trotz Heizen über Strom, Warmwasser und Autoladen lag mein Netzbezug bei nur noch 6.977 kWh (1.594,01 €). Abzüglich der Solar-Einspeisevergütung für 4.630 kWh (-311,60 €) plus die jährliche PV-Pacht (12 Monate x 210 € = 2.520,00 €) ergibt das Gesamtkosten Haus: 3.802,41 €.

Die große Überraschung beim Verbrauch: Obwohl ich das gesamte Haus inklusive Heizung komplett auf Strom umgestellt habe, ist mein Strombezug aus dem Netz im Vergleich zu 2022 um über 1.400 kWh gesunken! Die Solaranlage und die smarten Speicher fangen den Verbrauch perfekt ab. Ok, das bedeutet zwar rund 1.200 € Mehrkosten im Jahr für den reinen Hausbetrieb – aber der dicke Brocken kommt erst noch… 

Der geniale Nebeneffekt: Die Zero-Tankkosten

Bei einer Fahrleistung von ca. 5.000 km pro Jahr und Fahrzeug (insgesamt 10.000 km) sieht die Rechnung im Vergleich zu früher so aus:

Smarte Wallbox lädt das Auto nur über solar oder wenn der Strompreis gerade niedrig ist. Ladesäule weiß wann das Auto benötigt wird und die KI entscheidet anhand der Wetterlage und am Smarten Stromtarif wann das laden am billigsten ist. Stecker rein, alles andere übernimmt die Ki. 😎 So dauert laden 4 Sekunden. 2 Sekunden Stecker rein, 2 Sekunden Stecker raus. 😏
  • Früher (Benzin/Diesel): Bei einem normalen Durchschnittsverbrauch von 7 Litern auf 100 km und einem durchschnittlichen Spritpreis von ca. 1,75 € (heute Traumpreis) fielen für die 10.000 km vorher rund 1.225,00 € an der Tankstelle an.
  • Heute (E-Auto über Hausnetz/Solar): Die kompletten Kosten für das Tanken/Laden beider Autos sind in der oben genannten Stromrechnung von 2025 bereits voll enthalten! Auch im Winter, ohne viel Solarertrag. 
  • Auch nicht zu vernachlässigen: Für beide E-Autos fallen weder Kfz-Steuern noch teure Service-Gebühren an – regelmäßige & teure Wartungskosten gibt es hier einfach nicht mehr. Obendrein kommt noch die THG-Quote die viele gar nicht auf dem Schirm haben, von rund 400 bis 500 € pro Fahrzeug, die jedes Jahr aufs Konto erstattet wird, im Vergleich zum Verbrenner-Auto.  
Kosten Gegenüberstellung - Gas VS Erneuerbare in meinem Haus

Was hat das Experiment unter dem Strich gebracht?

Nimmt man die fixen Betriebskosten inklusive der Raten für die gepachtete Solaranlage zusammen, zeigt sich das reale Bild:

Bereich

Kosten 2022 (Fossil)

Kosten 2025 (All-Electric)

Haus (Strom, Klima-Heizung & PV-Pacht)

2.559,24 €

3.802,41 € (inkl. Solar-Abzug + 2.520 € Pacht)

Mobilität (10.000 km gesamt / 2x PKW)

~1.225,00 € (Treibstoff)

0,00 € (bereits im Hausstrom enthalten)

Effektive Gesamtausgaben

~3.784,24 €

3.802,41 €

 

Mein Fazit

Unter dem Strich bin ich finanziell fast exakt bei einer schwarzen Null gelandet (3.784 € zu 3.802 €). Das ist ein absolutes Phänomen: Inklusive der kompletten PV-Pacht und den Tank/Ladekosten für zwei Fahrzeuge bezahle ich heute nicht mehr als im Jahr 2022 für den reinen Hausbetrieb und Treibstoff.

Der entscheidende Unterschied bei diesem Vergleich ist, dass die Gelder eben nicht mehr an Tankstellen oder Energiekonzerne verloren gehen, sondern quasi im Haus verbleiben. Jede anfängliche Investition war gleichzeitig eine Wertsteigerung des Gebäudes und eine Absicherung für die Zukunft.

Während andere unter Preissteigerungen leiden, steigt mein Erspartes mit jeder Erhöhung der Gas- oder Spritpreise an. Weil die Preise für Solarpanels (unter 80€ für 500 Watt) und stationäre Speicher (ca. 250€ pro kWh) massiv gefallen sind, werde ich das System noch in diesem Jahr weiter ausbauen und meine monatlichen Kosten weiter versuchen zu senken.

Der radikale Schritt tragen Früchte, auch wenn ich zugeben muss, dass ich manchmal echt gezweifelt habe. Aber es fühlt sich einfach super an, unabhängiger, sauberer und zukunftssicher zu sein. Und später den Enkeln auf dem Schoß sagen zu können: „Alle haben nur geredet, aber Opa hat es einfach gemacht. Er hat seinen Fußabdruck so klein wie möglich gehalten – nun seid ihr dran, es noch besser zu machen und die fossilen Energien ganz abzuschaffen!“ 🤓

Ich hoffe, ich konnte dich mit meinem nicht ganz alltäglichen Testbericht inspirieren. Solltest du Fragen haben, melde dich gern. Ich helfe bei jeder Frage, die ich beantworten kann. 
 

✍️ Hinweis zur Texterstellung & Transparenz: 

Zur sprachlichen Optimierung, Strukturierung grafischen und grammatikalischen Anpassung des Textes habe ich die Hilfe meines KI-Assistenten genutzt. Die KI hat hierbei also die Rolle eines erweiterten Lektorats eingenommen, um den Lesefluss zu verbessern.

Der Text stammt nicht aus der Feder der KI, sondern ist das Ergebnis meiner eigenen Tests und meines Urteils.

 

1 Antwort

TMoney
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  • June 8, 2026

Respekt 👍