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Apple-Keynote: iPhone 7 und Apple Watch "Series 2"

  • 7 September 2016
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Hallo zusammen,

ich wurde gebeten ein paar Zeilen zum aktuellen Apple-Event zu verfassen und hier kommts ☺️

Viele Grüße

Dominik

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Apple Watch "Series 2"





Dass eine neue Applewatch kommen musste, war im Grunde klar - anscheinend hat sich Apple hier auf einen 2-Jahres-Rhythmus festgelegt. Zunächst die große Enttäuschung vorweg: An den Gehäuseabmessungen hat sich nichts verändert. All diejenigen, denen die Apple Watch nicht gefallen hat, weil sie zu “dick” ist, werden auch mit der Series 2 nicht glücklich werden.

Es gibt allerdings auch erfreuliche Neuerungen, die viele Leute nun zum Kauf bewegen werden:

  1. Wasserdicht: Die neue Apple Watch ist wasserdicht bis 50m. Und damit ist nun wirklich wasserdicht gemeint, denn Apple bewirbt explizit, dass man mit der Uhr auch Schwimmsport betreiben kann. Ein nettes Detail ist der in der Präsentation erwähnte Lautsprecher, welcher nach dem Tauchgang automatisch das Wasser aus dem Gehäuse drängt.

  1. GPS: Mit dem neuen watchOS ist die Smartwatch schon ziemlich selbstständig geworden, aber das hier fehlte noch: Nun kann man endlich das Smartphone zu Hause lassen und die Uhr sammelt weiterhin genaueste Daten zur sportlichen Betätigung.

Weiterhin ist selbstverständlich eine neue Prozessorgeneration verbaut worden, die das Ganze noch etwas beschleunigt. Interessant hier ist, dass die “alte” Apple Watch, also “Series 1”, weiterhin im Programm bleibt und sogar ebenfalls den neuen Prozessor spendiert bekommt. Diese wird als Einstiegsmodell zum vergünstigten Preis verkauft. Greift man auf dieses Modell zurück, muss man auf GPS, Wasserfestigkeit und ein helleres Display verzichten.

Ein neues, vielleicht schlankeres, Design für die Smartwatch von Apple wird dann wohl frühestens in 2 Jahren auf uns warten. Für den großen Geldbeutel gibt es übrigens auch noch eine Version, die aus Keramik gefertigt wird - 1449€ werden hier im deutschen Applestore fällig.

iPhone 7 und iPhone 7 Plus





Vorab gab es wie immer viele Gerüchte und Wünsche rund um das neue Apple Smartphone. Natürlich wurde auch hier nicht alles erfüllt, aber Apple hat einige lang herbeigesehnte Verbesserungen nun endlich umgesetzt.

Das Design hat sich nicht vollkommen verändert, allerdings wurden die beim iPhone 6 noch spärlich vorhandenen Ecken und Kanten nun komplett eliminiert. Das neue iPhone soll “wie aus einem Stück” wirken - lediglich die Kamera ragt weiterhin aus dem Gehäuse.

Bei den Farben gibt es allerdings Neuigkeiten: Aus “Spacegrau” wird nun ein dunkles “Schwarz”. Silber, Gold und Rosegold bleiben im Programm im gewohnten matten Aluminiumfinish. Zusätzlich wird es ein glänzendschwarzes iPhone geben, welches auf den Fotos etwas an das 5c erinnert. Ich bin mir aber sicher, dass es sich dann doch etwas hochwertiger anfühlen wird. Hier wäre nur interessant, wie kratzanfällig diese Variante wohl sein wird. Lustigerweise wurde diese Farbvariante übrigens von “Jetblack” auf Deutsch zu “Diamantschwarz” übersetzt.

Eine große Diskussion ist bereits vorab entbrannt, als es sich abzeichnete, dass Apple keinen Kopfhöreranschluss mehr verbauen wird. Die Umsetzung gefällt mir eigentlich recht gut: Mit im Paket liegen Ohrhörer (Earpods) mit Lightning-Anschluss und ein Adapter, mit dem man einen Klinke-Stecker ebenfalls noch anschließen kann. Das ist wirklich nett, dass der Adapter direkt mit dazugegeben wird, es ergeben sich trotzdem zwei offene Fragen: Wie kann man das iPhone laden und gleichzeitig Musik hören? Und funktionieren diverse Gadgets weiterhin, welche bisher über den Kopfhörer-Anschluss verbunden wurden (Selfie-Sticks, Kartenleser, …)? Wer unbedingt auf kabellosen Musikgenuss umsteigen möchte, ohne die Apple-Produkt-Palette zu verlassen, darf nun zu den Airpods greifen, welche allerdings stolze 179€ kosten. Man bekommt zwei autark lauffähige Ohrhörer und eine kleine Aufbewahrungsbox, welche gleichzeitig als Ladestation fungiert. Ob sich das Geld lohnt, lässt sich wohl nur beim Probehören feststellen.

So wie sich die Apple Watch hinsichtlich der Wasserfestigkeit weiterentwickelt hat, so hat es auch das iPhone getan, hängt aber trotzdem noch etwas zurück. Das iPhone darf nur kurz untergetaucht werden und ist sicher bei Regen. Der ein oder andere Unfall, bei dem das Smartphone im Waschbecken baden geht, ist dann in Zukunft immerhin kein Grund zur Sorge mehr.

Der fehlende Kopfhöreranschluss hat sicher dafür gesorgt, dass die Wasserfestigkeit leichter umgesetzt werden kann. Und hier spielt auch ein weiteres neues Feature perfekt in die Karten: Der Homebutton ist nun nicht mehr beweglich, sondern ähnlich “druckempfindlich” wie das Force-Touch-Trackpad im Macbook oder auch das iPhone-Display. Der typische “klick”, den man spürt wenn man den Homebutton drückt, wird durch das überarbeitete Vibrationsmodul “Taptic-Engine” simuliert.

Die Kameras wurden sowohl auf der Front als auch auf der Rückseite überarbeitet. Das “kleine” iPhone 7 bekommt nun endlich auch die optische Bildstabilisierung, die bisher nur im Plus-Modell verfügbar war. Außerdem wurde die Kamera grundsätzlich verbessert und besonders der Einsatz bei wenig Licht optimiert. Im iPhone 7 Plus gibt es nun zwei vollwertige Kameras auf der Rückseite mit unterschiedlichen Brennweiten. So kann man beim Fotografieren einen “optischen Zoom” nutzen oder, mit Hilfe eines für Ende des Jahres angekündigten Softwareupdates, schöne Tiefenunschärfe-Effekte erzielen. Ein interessantes Detail, welches ebenfalls erwähnt wurde: Ein Extra-Sensor soll das Flackern von künstlichem Licht auf Videos und Fotos entfernen können.

Die Grafikleistung und auch die Prozessorleistung wurden im Vergleich zu den Vorgängern noch einmal deutlich gesteigert. Der neue Prozessor “A10 Fusion” ist ein Quad-Core, wobei nicht alle CPU-Kerne gleichberechtigt sind: 2 sind deutlich langsamer jedoch auch viel energiesparender. Die auf dem Smartphone laufenden Prozesse sollen intelligent auf die Kerne verteilt werden, um eine ideale Ausbeute von Performance und Akkulaufzeit zu erreichen. Apple sagt, dass unter anderem durch diese neue Technik das iPhone 7 etwa zwei Stunden länger durchhalten soll als das iPhone 6S.

Der Speicher im iPhone lässt sich natürlich nach wie vor nicht durch externe Speichermedien erweitern. Apple hat hier - längst überfällig - etwas nachjustiert und das 16GB Modell aus dem Programm entfernt. Das Einsteigermodell verfügt nun über 32GB, weiterhin erhältlich sind 128GB und 256GB. Beachten muss man hierbei noch: Wer gerne das glänzend schwarze iPhone haben möchte, muss zu den größeren Speicherkonfigurationen greifen. Die Kombination Diamantschwarz 32GB wird es nicht geben. Für alle anderen liegt der Einstiegspreis für ein iPhone 7 32GB bei 759€.


1 Antwort

Benutzerebene 7
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Sehr schön geschrieben!

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