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(Zwangs-)Umstellung auf VDSL - technische Infos benötigt

  • September 7, 2017
  • 6 Antworten
  • 1707 Aufrufe

jmozd
Besucher:in
Hallo allerseits,

unser bisheriger ISDN/ADSL-Anschluss (alte Alice-Geschichte) wird im Oktober auf neue Technik umgestellt, eine entsprechende E-Mail mit der Ankündigung und den erforderlichen Zugangsdaten habe ich letzte Nacht erhalten. Aufgrund eines kürzlich geführten Telefonates mit einem Hotline-Mitarbeiter gehe ich davon aus, dass es sich um VDSL handeln wird; das Schreiben selbst ist hinsichtlich der Technologie extrem inhaltsarm. (Der Hinweis, man möge sich bei eigenen Routern mit dem Hersteller unterhalten ist zwar richtig, aber auch die bräuchten die Info, was denn für ein Anschlusstyp vorliegt und welche "Parameter" erwartet werden...)

Ich möchte mich hier nicht beschweren - im Gegenteil, aus internen Gründen kommt mir die Technologie-Umstellung durchaus gelegen und die Ankündigung sechs Wochen vor dem Termin erscheint mir ausreichend. Allerdings fehlen mir eine Reihe technischer Informationen, daher mein Fragen hier:

Es ist ein geschäftlich genutzter Anschluss - wir setzen eine eigene Router/Firewall-Maschine ein, die bislang die PPPoE-Einwahl übernimmt und die fest zugewiesene IP-Adresse nutzt. Dazu wurde das bisherige O2-"Modem" im bridge mode betrieben, was nach der Umstellung wohl nicht mehr als Option zur Verfügung steht. Ich bin jedoch gerne bereit, ein eigenes VDSL-Modem zu beschaffen und die gesamte Konfiguration selbst umzustellen, ebenso auch eine VoIP-Anbindung anstelle der bisherigen ISDN-Ankopplung einzurichten.

Erste Frage: Gibt es Tipps für ein sinnvoll zu nutzendes VDSL-Modem, das ich zwischen den O2-Anschluss und den Ethernet-Anschluss unseres Routers packen kann? Ich habe Referenzen auf das Vigor130 gesehen, wobei ich dessen "Zusatzfunktionen" (Router, Firewall) nicht benötige. Auch die anderen Geräte, die ich so finde, scheinen immer gleich "Combos" zu sein, immerhin fand ich für das Vigor130 einen Hinweis, dass es als reine bridge nutzbar ist. Gibt es gar keine reinen "modems" für diesen Einsatzzweck?

Zweite Frage: Habe ich es richtig herausgelesen, dass ich weiterhin mittels PPPoE "ins Netz komme", der entsprechende Datenverkehr jedoch über ein tagged VLAN (VLAN ID 7) geleitet werden müssen? Ich habe Netzwerk-Erfahrung, insofern geht es mir nicht um Konfigurationstipps - jedoch vor allem um die Frage, ob es auch bei O2 (bzw. den von O2 genutzten Telekom-Anschlüssen) auch so ist und es tatsächlich das VLAN 7 wäre. An anderer Stelle wurde "BNG" erwähnt und dass dort keinerlei Berechtigung mehr nötig sei, aber ob das bei unserem Anschluss überhaupt zum Tragen kommt, habe ich nicht herausgefunden.

Dritte Frage: Der VoIP-Datenverkehr muss ja irgendwie von uns zum O2-Gateway gehen, uns wurde der DNS-Name eines entsprechenden Servers (und natürlich die Zugangsdaten) mitgeteilt. Bauen wir die Verbindungen dorthin über die normale Internet-Verbindung auf - oder wird dieser Datenverkehr über ein separates VLAN abgewickelt? Falls Letzteres, wie wäre dort dann die Konfiguration (unsere IP-Adresse, remote gateway, DNS-Server etc), evtl. per DHCP? Sub-Frage, falls der Zugang über das reguläre Internet abgewickelt wird: Können wir diese Zugänge (oder vergleichbare Test-Accounts) bereits vorab testen oder stehen diese erst zum Tag der Anschlussumstellung zur Verfügung?

Leider gibt "das Internet" selbst nach längerer Recherche nur spärlich Informationen weiter, zudem in der Regel alt (z. B. 2013) und Telekom-bezogen. Und zusätzlich habe ich den Eindruck gewonnen, dass die beiden Akronyme eine andere Bedeutung haben, als man mir bislang weismachen wollte: ADSL nicht als "asynchronous digital subscriber line", sondern "ATM-based DSL" und VDSL entsprechend "VLAN-based DSL" 😀

Über mögliche Antworten auf meine Fragen würde ich mich freuen und falls dazu erst weitere Informationen benötigt werden, bitte einfach nachfragen.

Vielen Dank schon mal,

Jens

6 Antworten

Klaus_VoIP
Legende
  • September 7, 2017
Es ist ein stinknormaler Anschluß (Telekom-Bitstream), der bezüglich Internet weitgehend unproblematisch ist:

Schnittstellenbeschreibungen der Netzbetreiber nach FTEG §5 | Telefónica Deutschland 

Nur VoIP ist etwas kniffliger. So lange der Anschluß nicht steht, so lange nutzt es wenig rumzuspekulieren. Hier im Forum sind insbesondere Wiki-Beiträge in ausreichender Zahl, die alle Infos liefern. Bei einem Modem würde ich auf Anbieter achten, die auf Telekom-VDSL angepaßte Firmware-Updates liefern, denn das hat sich in letzter Zeit als wichtig herausgestellt.


jmozd
Besucher:in
  • Autor
  • Besucher:in
  • September 7, 2017
Hallo VoIP-Droide,

vielen Dank für die Antwort... nach ein wenig "hin und her" habe ich die Rubrik "Documents" (Lesenswert ) gefunden, in der auch einige als "Community Wiki" markierte Dokumente vorliegen. Ein link auf ein Wiki osä fand ich nicht und auch auf den Documents-link bin ich nur über ein gefundenes Dokument und dort dann zurück über die Navigationsangabe gestoßen - ich habe immer noch nicht herausgefunden, wie ich diese Liste direkt erreichen könnte 😞 .

Durch Suche nach "VDSL" in den Dokumenten bin ich dann auf *eines* gestoßen, das die Einrichtung bei eigenen Routern beschreibt (https://hilfe.o2online.de/docs/DOC-2795 ). Dort werden auch die beiden möglichen VLAN-IDs bei VDSL-Anschlüssen (7 oder 11, je nach Anschlusstyp) genannt. Zusammen mit den anderen Infos und Andeutungen, die ich mir zusammengesammelt habe und anhand einer Ergänzung in der von Dir verlinkten Schnittstellenbeschreibungsseite (danke dafür!) ist jetzt auch geklärt, dass immer PPPoE zum Einsatz kommt. Das macht die Sache recht plausibel und einfach.

Das mit der Telekom-unterstützenden firmware werde ich berücksichtigen - leider habe ich bislang jedoch noch gar kein (aktuelles/Neuware-) Modem am Markt gefunden, lediglich Modem/Router-Combos.

Hinsichtlich der VoIP-Unklarheit bin ich leider trotz nochmaliger Suche nicht schlauer: die Informationen, die hier in der Community auftauchen, gehen anscheinend von der Nutzung bspw. einer Fritzbox aus, die aber leider die technischen Details "verschleiert". Wenn man eine eigene VoIP-Lösung nutzt mag es dem O2-Erfahrenen klar sein, wie die Daten bei VDSL fließen... mir jedoch nicht. Zu ADSL-Zeiten lief es meines Wissens über einen separaten ATM-Kanal, der Zugang war für Nutzer externer Lösungen nicht zugänglich. Auch Dein Dokument (https://hilfe.o2online.de/docs/DOC-3082-community-wiki-info-zugangsdaten-voip-routerfreiheit-fteg-für-fritzbox-ua ) schweigt sich da aus und fokussiert auf die Ermittlung der Zugangsdaten, was wohl mittlerweile weniger ein Problem ist - dies ist bei uns schon die zweite Umstellung und beide Male kamen die Daten direkt mit der Ankündigung mit. (Allerdings nutzen wir bei der ersten Umstellung (anderer Standort) die O2-Box, daher ist die jetzige Umstellung die erste mit eigenem Router und eigener VoIP-Lösung). Vielleicht noch einmal zur Klärung: wir nutzen einen eigenen *Router* und nicht "so'n neumodisches Ich-kann-alles-einschließlich-Mediacenter-Gedöns" 😀 von bspw. AVM. So gesehen tragen wir in unserem Router auch keine VoIP-Zugangsdaten ein (wie in Deinem Dokument angenommen), das passiert in der Telefonanlage. Und die muss dann mit O2's VoIP gateway reden, der Verbindungsweg zwischen den beiden ist das, was ich suchte ("Internet" oder "separates VLAN"). Hierzu habe ich auch kein einziges Dokument gefunden, z. B. gesucht nach "sip" oder "voip".

Der PPPoE-Teil ist schon mal recht hilfreich, das mit den VLANs für die PPPoE-Einwahl scheint auch geklärt. Dafür also schon mal herzlichen Dank. Falls ich woanders noch die weiteren Informationen finde bzw. die Lösung per "try&err" lauffähig bekommen habe, werde ich das hier natürlich zurückmelden.


Klaus_VoIP
Legende
  • September 7, 2017
jmozd schrieb:

So gesehen tragen wir in unserem Router auch keine VoIP-Zugangsdaten ein (wie in Deinem Dokument angenommen), das passiert in der Telefonanlage. Und die muss dann mit O2's VoIP gateway reden, der Verbindungsweg zwischen den beiden ist das, was ich suchte ("Internet" oder "separates VLAN"). Hierzu habe ich auch kein einziges Dokument gefunden, z. B. gesucht nach "sip" oder "voip".
Tja, ab da wird es interessant bis unmöglich. Alles andere ist eher durch Ausprobieren hinzubekommen, da Standard.

Und ja - hier ist ein Forum von 99% Consumern und wenn da der Bedarf nach professionelleren Lösungen fehlt und keiner andere Infos anliefert, dann findet man da auch nichts.


blue_screen
Einsteiger:in
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  • Einsteiger:in
  • September 7, 2017
An allen aktuellen O2 DSL Anschlüssen auf Basis des Telekom Vorleistungsprodukts Bitstream Access erfolgt nur eine einzige PPPoE-Einwahl, über die sowohl die Daten für Internetzugang als auch für die Telefonie übertragen werden. An den VDSL-Anschlüssen (Internetbenutzername endet auf @s93) kommt nur ein VLAN=7 zum Einsatz. Es gibt ebenso wie bei den Telekomkunden kein separates für VLAN für die Telefonie.


jmozd
Besucher:in
  • Autor
  • Besucher:in
  • September 7, 2017
> und wenn da der Bedarf nach professionelleren Lösungen fehlt und keiner andere Infos anliefert, dann
> findet man da auch nichts.

ist klar - Deine ursprüngliche Antwort klang für mich nach "SuFu nutzen, nicht jammern", da wollte ich nur rückmelden, dass ich (ergebnislos) gesucht hatte.

Das mit dem "(noch) keine Infos da" werde ich ändern, sobald ich die passenden Infos habe. Aufgrund der Zwangsumstellung dürften wir schließlich nicht die einzigen sein, denen so etwas blüht ☺️


jmozd
Besucher:in
  • Autor
  • Besucher:in
  • September 7, 2017
Vielen Dank für diese Infos! Jetzt fühle ich mich vorbereitet und sehe der Umstellung gelassen entgegen... sobald unser separates VDSL-"Modem" geliefert wurde ☺️