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Massive Paketverluste beim Kabel-Internet macht VoIP unbrauchbar - seit 2023

  • June 29, 2026
  • 7 Antworten
  • 39 Aufrufe

Hallo zusammen,

ich wende mich an diese Community, da ich nach mehreren Jahren und zahlreichen Supporteskalationen leider keine nachhaltige Lösung durch den regulären o2-Support erzielen konnte und auf eure Erfahrungen hoffe.

Symptombild

Mitten in VoIP-Gesprächen kommt es zu abrupten Verbindungsabbrüchen, denen regelmäßig ein lautes, digitales Knarren und Knacken in der Leitung vorausgeht. Paketloss-Messungen während aktiver Telefonie zeigen wiederholt Werte von 0,2–0,5%, begleitet von teils erheblichen Latenzschwankungen. Aktuell wird es wieder schlimmer.

 

Fehleranalyse FRITZ!Box 6690 – Kabelkanäle

Ein Blick in die Kabel-Statusinformationen der FRITZ!Box zeigt ein eindeutiges Bild:

  • Downstream-Kanäle im Bereich 570–578 MHz (Kanal 33 & 34) weisen nicht korrigierbare Fehler im Bereich von Millionen auf – augenscheinlich der darstellbare Maximalwert der Fritz!Box

  • Downstream-Kanal 3 ist ebenfalls auffällig

  • Die übrigen Kanäle zeigen zwar geringere, aber ebenfalls deutlich erhöhte Fehlerraten

Bisherige Maßnahmen (Inhouse 2023 ff.)

  • Hausanschluss und Hausanschlussverstärker (HAV) wurden bereits zweimal vollständig erneuert und statisch neu eingemessen

  • Die gesamte Inhouse-Verkabelung ist nachgemessen worden und einwandfrei laut Techniker - eine hausinternen Ursache halte ich für ausgeschlossen

NE3-seitige Störung (Vodafone-Vorleistungsnetz)

Da sämtliche Inhouse-Maßnahmen keine Verbesserung gebracht haben, liegt die Ursache meiner Einschätzung nach im Straßennetz (Netzebene 3). Tatsächlich wurden im Straßenbereich bereits vor circa 2 Jahren zwei defekte Verstärker ausgetauscht – offenbar ohne dass das Problem vollständig behoben wurde.

Meine konkrete Frage an die Community

Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit persistenten NE3-Störungen im Kabelnetz gesammelt – insbesondere mit temperaturabhängigen Fehlermustern bei Außenverstärkern? Und: Wie habt ihr es geschafft, o2 bzw. den beauftragten Subunternehmer dazu zu bewegen, die Fehlersuche konsequent auf der Straße fortzuführen, anstatt immer wieder im Keller zu messen?

Zum aktuellen Stand

Meine offenen Tickets werden seit geraumer Zeit kommentarlos geschlossen. Nach mehr als fünf Techniker-Besuchen und dem vollständigen Austausch der Inhouse-Infrastruktur erwarte ich, dass o2 und Vodafone ihrer Versorgungspflicht nachkommen und den Fehler dort beheben, wo er tatsächlich liegt – nämlich im Außennetz. Ein weiterer Hausbesuch ohne vorherigen messtechnischen Nachweis einer internen Ursache ist für mich nicht mehr akzeptabel. Es gibt erst wieder Technikerbesuch mit Kaffee und Keksen, wenn er auch was ausrichten kann.

Über konstruktive Erfahrungsberichte und Hinweise freue ich mich sehr.

Beste Grüße,

 

 

Kanal 34 Katastrophe, Kanal 3 ebenfalls mies, Rest auch nicht fehlerfrei

 

Spektrum der fritzBox

 

VoIP funktioniert manchmal und mit Glück aber nicht sehr lange, massive Lags mit Paketverlust.

 

 

7 Antworten

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Hi,

ausser einen Technologiewechsel (z.B. zu xDSL), sehe ich erstmal keinen Ausweg, wenn Vodafone als Infrastrukturbetreiber noch nicht dazu kam, dein Segment nachhaltig zu entstören (z.B. durch einen Nodesplit).

Ansonsten, weiter fleissig Störungen melden.

Hast du die Möglichkeit dich in der Nachbachschaft umzuhören und ggf. auch dort die Modemwerte zu vergleichen? Ggf. sollten auch die, sofern deren Anschlüsse auch gestört sind, fleissig Störungen melden.


Ein Wechsel auf DSL scheidet als Alternative aus: Die Kupferleitungen in unserer Straße sind in einem Zustand, der bereits bei leichtem Regen zu Verbindungsabbrüchen führt – was auch erklärt, warum praktisch keine Nachbarn mehr auf DSL zurückgreifen. Diese Option ist schlicht keine.

Die Problematik betrifft nicht nur meinen Anschluss. Die Nachbarschaft hat die Auseinandersetzung mit dem Infrastrukturbetreiber mittlerweile aufgegeben – Vodafone sitzt das Problem schlicht aus, und das offenbar mit Erfolg. Das sollte kein Vorbild sein.

Das Muster wiederholt sich in identischer Weise: Störung wird gemeldet – Techniker erscheint – stellt fest, dass die Ursache bei Vodafone im Außennetz liegt – und verlässt das Haus ohne Ergebnis.

Inzwischen kommen die Techniker gar nicht mehr, was aus ihrer Perspektive sogar nachvollziehbar ist: Solange Vodafone nicht handelt, gibt es im Haus schlicht nichts zu reparieren.


So, Vodafone hat tatsächlich gearbeitet und die 100% Paketverlust geschafft.

Ich habe seit seit meinem Posting, seit dem 29.06.2026 23:44, einen Totalausfall.

  • Kein Internet
  • Keine Telefonie
  • Kein Kabel-Signal, Großstörung

Dankeschön Vodafone - o2 verkauft ja nur weiter.

 


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So ist das leider, o2 ist auf die verschiedenen Infrastrukturbetreibern angewiesen. Wenn deren Infrastruktur unsauber läuft (sei es xDSL, Glasfaser oder Kabel) verstecken sich die Infrastrukturbetreiber aber auch gerne hinter den jeweiligen (am besten fremden) Internetanbieter… manche Infrastrukturbetreiber meinen ja auch, es würde besser laufen wenn man zu denen wechselt (wie denn, es ist ja die gleiche kaputte Infrastruktur)…

Ganz selten liegt das Problem tatsächlich beim Internetanbieter, kommt auch vor, auch bei o2. Meistens sind die Probleme auf dem Access Netz zum Kunde hin (oder besser gesagt zwischen Customer Premises Equipment (CPE) und “aktive Komponente” (DSLAM, CMTS, OLT)), und da ist es eben Sache des Infrastrukturbetreibers.

Ggf. über den Regulierer etwas Druck aufbauen (das gleiche gilt für die anderen betroffenen)?


o2_Manga
  • June 30, 2026

Hallo ​@WaterBucket 

willkommen zurück. Schade, dass es bei deinem Anschluss immer wieder zu Schwierigkeiten kommt. 🙁

Hast du die letzte Störung über den technischen Support gemeldet? Es ist wichtig, immer wieder zu reklamieren, auch um bei Nicht-Behebung um eine außerordentliche Kündigung bitten zu können. 

Vielen Dank an almightyloaf für die Unterstützung.

Manga


Hallo o2_Manga, vielen Dank für den Tipp.

Ich habe eine Vertragslaufzeit von einem Monat und will eigentlich nicht kündigen. Bei mir gibt es leider nur Kabel-Internet.

Inzwischen funktioniert der Kabelanschluss wieder genauso schlecht wie zuvor. Gibt es irgendeinen Prozess, der vodafone dazu bringt das Netz zu reparieren, dass es besser als “gerade so Internet ohne VoIP” funktioniert?

Auf dem Screenshot seht ihr die Fehler nach genau 18 Minuten Internet:

 

 


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Gibt es irgendeinen Prozess, der vodafone dazu bringt das Netz zu reparieren, dass es besser als “gerade so Internet ohne VoIP” funktioniert?

Ausser über den Regulierer zu gehen und/oder stets die dir zustehende Enschädigung einzufordern, nicht dass ich wüsste…

Ich frage mich allerdings, ob o2 sich da an seinen Infrastrukturbetreiber wenden kann, da o2 als Internetanbieter ja schon damit rechnen kann, dass die jeweiligen Infrastrukturbetreiber saubere Anschlüsse liefern und entsprechend auch dort vertraglich sich selbst entschädigen lassen können, sowohl für den Ausfall selbst (und die Mehrbelastung, weil ja o2 bzw. Telefonica den Endkunden entschädigen muss), aber auch für die Supportleistung, denn letztendlich ist ja die Störung nicht auf Telefonica’s seite.

Die Gefahr sehe ich allerdings darin, dass eventuell Telefonica dir den Vertrag kündigt, da dieser unrentabel wird (die Margen sind leider sehr dünn in diesem Geschäft, noch dünner sind sie bei xDSL, da dort der Infrastrukturbetreiber recht teuer ist). Alles in allem eine sehr uncoole Situation, wenn 2 infrastrukturen vorliegen und beide Infrastrukturbetreiber es nicht schaffen, diese sauber zu kriegen.