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Auf einmal DSL-Verbindungsabbrüche


Hallo,

ich bin seit zwei Monaten o2-DSL Kunde in einem neu ausgebauten VDSL-Gebiet und bisher lief mein 100Mbit-Anschluss tadellos und (wenigstens im Downstream) mit der vertraglich zugesicherten Kapazität. Seit drei Tagen gibt es nun auf einmal wiederkehrende Verbindungsabbrüche und die FritzBox meldet “nicht behebbare Fehler”. An der Hardware (FritzBox, Kabel, TAE-Steckdose) hat sich absolut nichts geändert und es wurde auch nicht daran gewackelt. Auch der für meinen Anschluss zuständige “graue Kasten” steht wie immer gerade mal 120m vom Haus entfernt. Was kann ich tun, bzw. an wen kann ich mich wenden?

22 Antworten

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  • June 15, 2020

Hier ein Screenshot der FritzBox-Statistik.

 

 


  • Autor
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  • June 15, 2020

In der ersten Woche nach der Installation sahen die Werte wie folgt aus (und ich hatte sogar noch 40Mbit Upstream):

Der Upstream wurde nach der ersten Woche heruntegedrosselt; die Werte bei Störabstandsmarge und Leitungsdämpfung waren aber seit Wochen stabil bei 14 bzw. 6 und 7 bzw. 5, wie oben im Screenshot abgebildet.


rentek
Legende
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  • June 15, 2020

Es gibt zu viele Fehler auf der Leitung.

Wie viele Telefondosen sind in der Wohnung?

Nutzt du PLC-Adapter?

Ist die neueste Firmware 07.12 installiert?

Kannst du testweise auch mal ein anderes DSL-Kabel ausprobieren?

Kannst du von allen vorhandenen Telefondosen mal die Blende abschrauben und Bilder der dahinter zum Vorschein kommenden Adernpaare machen? Es sind die Adern, die in die TAE-Dose gehen, von Relevanz (Zustand, Farbe).


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  • June 15, 2020

Wie gesagt: Es funktionierte bisher alles über Wochen hinweg wunderbar, und nun sind OHNE jegliche Änderungen meinerseits Fehler auf der Leitung. 


rentek
Legende
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  • June 15, 2020

Ein Auto kann auch jahrelang zuverlässig laufen, bis es urplötzlich nicht mehr startet, obwohl der Fahrer immer pfleglich mit dem Auto umgegangen ist, weil der Anlasser aus heiterem Himmel kaputt ist. :wink:

Mit anderen Worten: auch Telefondosen o. a. Dinge können plötzlich kaputt gehen, oder eine bislang latent fehlerhafte Verkabelung macht sich erst durch eine Umstellung am DSLAM bemerkbar, pp..


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  • June 16, 2020

Wenn der gesamte Stadtteil erst vor zwei Monaten umgegraben und auf VDSL umgestellt wurde und teilweise noch immer Bagger unterwegs und Techniker am DSLAM zu sehen sind, bei mir in der Wohnung hingegen seit ebenfalls zwei Monaten an keinem einzigen Kabel gewackelt wurde und auch keine Bagger in Sicht sind, an welcher Stelle ist die Problemursache dann wahrscheinlicher zu finden?

Ich werde trotzdem das DSL-Kabel tauschen und die (einzige) Telefondose inspizieren.


Denner
Legende
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  • June 16, 2020

Bei Dir liegt eine Störung vor, die hier nicht gelöst werden kann. Tel:08005251378 Kostenfrei. Rufe die Störungshotline bitte möglichst von deinem Mobiltelefon aus an, da zur Problembehebung u. U. der Router neu gestartet werden muss und dadurch Anrufe vom Festnetz unterbrochen werden. 
 


o2_Lars
  • Moderator
  • June 18, 2020

Hallo @fidocom,

wenn es am DSL Anschluss zu Abbrüchen und Fehlern kommt, ist das ärgerlich. Es kann dafür eine ganze Menge unterschiedlicher Ursachen geben, viele können auch im eigenen Einflussbereich liegen.

Ein wichtiger Punkt ist immer und auf jeden Fall, einmal alle Kabel und Steckverbindungen zu prüfen. Am besten einmal alle Stecker rausnehmen und neu in die jeweiligen Buchsen stecken. Auch der Tipp von @rentek, hier einmal einen Blick auf die Kabel in der TAE zu werfen ist nicht verkehrt. Denn auch, wenn man der Meinung ist, keinerlei Änderungen vorgenommen zu haben, gibt es Faktoren, die auf die Steckverbindungen wirken. Das können zum Beispiel ganz banale Dinge wie Staubsauger oder Haustiere sein, der versehentliche Tritt auf ein Kabel, das drüber rollen mit einem Bürostuhl bis hin zu Vibrationen, die auftreten, alleine dadurch ,dass in der Umgebung ein Auto fährt, gebaut wird, in der Wohnung herum gelaufen wird, etc… all diese Faktoren zahlen darauf ein, dass eine Steckverbindung oder auch ein Kabel, was vielleicht schon einen latenten Wackelkontakt hat, auf einmal “über die Klippe” geschubbst wird und dann Fehler verursacht.

Wenn Deiner Aussage nach in der Umgebung noch gebaut wird, kann es genau so gut auch sein ,dass die Verbindung zum kleinen grauen Kasten auf der Straße aktuell nicht stabil läuft, weil zum Beispiel weiter hinten an der Infrastruktur gearbeitet wird. Auch kann es zu einer Beschädigung des Kabels zwischen diesem Kasten und dem APL im Gebäude gekommen sein.

Was es war, werden wir hier in unserer Community ber nicht fest machen können. Ich empfehle dazu den Kontakt mit unserer DSL Technik, die aktuelle Rufnummer dafür findest Du auf unserer Seite mit Tipps zur Ersten Hilfe am DSL Anschluss unter Schritt drei.

Vielleicht hast Du unsere Technik ja auch schon informiert? Oder ließ sich das ganze vielleicht auf anderem Wege bereits klären? halte uns hier gerne auf dem Laufenden :-)

Gruß,

Lars

 


  • Autor
  • Besucher:in
  • June 22, 2020

@o2_Lars Vielen Dank für diese freundliche und kompetente Antwort! Das Problem hat sich “leider” von selbst erledigt – die letzten Tage über gab es erst weniger, dann gar keine Verbindungsabbrüche mehr, sodass ich noch nicht einmal das DSL-Kabel tauschen musste. Ich schreibe “leider”, weil ich nun absolut nicht weiß, was die Fehlerursache war – aber ich bin natürlich froh, dass es wieder funktioniert! Ich muss nun offenbar außerdem mit einer verringerten Upload-Rate leben, 26,99 Mbit statt der zu Beginn des Vertrags tadellos funktionierenden 40 Mbit. Aber das ist verschmerzbar, sofern die Leitung nun tatsächlich stabil bleibt.

Interessieren würde mich noch, wieso die Upload- und nicht auch die Download-Rate gedrosselt wurde. Kann da anhand meiner oben geposteten FritzBox-Screenshots vielleicht jemand etwas herauslesen?


Lil.Biene
Stammgast
  • June 22, 2020

@fidocom

Temporäre Probleme bei VVDSL kommen immer mal wieder vor. Das passiert leider wenn man bis zum Teufel komm raus wenn die alten Kupferleitungen mit solch hohen Geschwindigkeiten nötigt (VVDSL, SV, G.fast) und dann am besten auch noch eine hohe Anzahl von Kuden über diese alten Leitungen mit VVDSL versorgt.

 

Ich muss nun offenbar außerdem mit einer verringerten Upload-Rate leben, 26,99 Mbit statt der zu Beginn des Vertrags tadellos funktionierenden 40 Mbit.

Wenn deine Leitung über einen längeren Zeitraum stabil läuft sollte DLM den Upstream wieder hochregeln (stufenweise). Denke mal das mit deiner aktuellen Fritzbox auf ein 116/37er Profil hochgeregelt wird (vorausgesetzt deine Leitung ist und bleibt stabil).

Du scheinst eine relativ kurze Leitung zu haben (siehe Dämpfung und Leitungskapazität im Downstream) und zum aktuellen Zeitpunkt scheint die Leitung auch nicht hoch beschaltet zu sein. Die vergleichsweise geringe Kapazität im Upstream lässt auf ein scharfes/hohes UPBO schließen, was bei kurzen Leitungen leider häufig der Fall ist.

 

Interessieren würde mich noch, wieso die Upload- und nicht auch die Download-Rate gedrosselt wurde. Kann da anhand meiner oben geposteten FritzBox-Screenshots vielleicht jemand etwas herauslesen?

Warum man bei dir nur den Upstream begrenzt hat ist schwierig zu sagen aber anscheinend war DLM der Meinung das es im Upstream zu Problemen gekommen ist. Denke mal das es an einer hohen Anzahl von CRC im Upstream in Verbindung mit den Syncverlusten gelegen hat.

Wenn deine Hausverkabelung in Ordnung ist könnte ein Modem mit Broadcom Chipsatz noch etwas mehr im Upstream herausholen, wobei dich DLM dafür erstmal wieder hochregeln müsste. Mit einem Broadcom Modem wären bei deiner Leitung schätzungsweise ~42mbps im Upstream möglich, evtl auch noch ein wenig mehr.

Poste doch bitte mal einen Scrennshot vom Spektrum. Dort erkennt man unter umständen ob die Upstream Frequenzen gestört sind. Desweiteren wäre ganz interessant zu wissen welche Firmwarestand/Versionsnummer deine Linecard besitzt.


o2_Lars
  • Moderator
  • June 23, 2020

Danke für die Rückmeldung, @fidocom :-)

Eine Einschränkung, die scheinbar einfach so wieder aufhört ist immer etwas unglücklich. Irgendwie hat man dann immer im Hinterkopf, dass es wieder passieren kann. Das kenne ich…

Der Tipp von @Lil.Biene mit dem Screenshot vom Spektrum ist schon sinnvoll, das eine und andere lässt sich dort ablesen :-)

Es kann in diesem Fall auch einfach sein, dass es durch den Ausbau an der Infrastruktur noch zu Einschränkungen und Abbrüchn gekommen ist und dass sich das DLM in Kürze wieder fängt und ein höhreer Upload zur Verfügung steht :-)

Gruß,

Lars


  • Autor
  • Besucher:in
  • June 24, 2020

@Lil.Biene Danke für deine ausführlichen Infos! Den UPBO-Effekt kannte ich bisher noch gar nicht. Habe mich jetzt mal eingelesen und finde, das klingt absolut plausibel für meinen Fall, da ich wirklich in allernächster Nähe zum DSLAM bin und ihn quasi bis hier her summen hören kann. Dachte bisher immer, dass das ein gewaltiger Vorteil wäre, aber die Realität ist wie immer komplizierter :-)

 

Wenn deine Hausverkabelung in Ordnung ist könnte ein Modem mit Broadcom Chipsatz noch etwas mehr im Upstream herausholen, wobei dich DLM dafür erstmal wieder hochregeln müsste.

 

Ein Modem mit Broadcom-Chipsatz kann ich bei Gelegenheit mal ausprobieren. Ab wie vielen Verbindungsabbrüchen schlägt das DLM denn eigentlich zu? Oder “bemerkt” es in diesem Fall das neue Modem und regelt daher erstmal hoch?

 

Desweiteren wäre ganz interessant zu wissen welche Firmwarestand/Versionsnummer deine Linecard besitzt.

Adtran Broadcom, 193.218

 

Poste doch bitte mal einen Scrennshot vom Spektrum. Dort erkennt man unter umständen ob die Upstream Frequenzen gestört sind.

 

 


Lil.Biene
Stammgast
  • June 24, 2020

@Lil.Biene Danke für deine ausführlichen Infos! Den UPBO-Effekt kannte ich bisher noch gar nicht. Habe mich jetzt mal eingelesen und finde, das klingt absolut plausibel für meinen Fall, da ich wirklich in allernächster Nähe zum DSLAM bin und ihn quasi bis hier her summen hören kann. Dachte bisher immer, dass das ein gewaltiger Vorteil wäre, aber die Realität ist wie immer komplizierter :-)

Der UPBO Wert ist für jeden Anschluss unterschiedlich und bei vielen (kurzen Leitungen) wie ich finde viel zu scharf eingestellt aber da kann man als Kunde leider nichts gegen tun. Habe jedenfalls bei vielen kurzen VDSL Anschlüssen beobachtet das mit einem Target-SNRM von 9dB kein Vollsync im Upstream möglich ist. Bei SV sieht das wiederum anders aus, hier erreichen die meisten Vollsync im Upstream (auch bei extrem kurzen Leitungen).

Ein Modem mit Broadcom-Chipsatz kann ich bei Gelegenheit mal ausprobieren. Ab wie vielen Verbindungsabbrüchen schlägt das DLM denn eigentlich zu? Oder “bemerkt” es in diesem Fall das neue Modem und regelt daher erstmal hoch?

Die genauen Parameter von ASSIA Expresse bzw DLM sind leider nicht bekannt bzw werden von der Telekom nicht öffentlich kommuniziert aber der Hauptgrund für einen Deckel ist im Regelfall wohl das Zusammenspiel zwischen Fehleranzahl und Synverlust in einem gewissen Zeitraum (denke mal 24-48h). Temporäre Störungen im Vectoring Verbund können DLM soweit ich weiß auch triggern.

Welches Modem du benutzt ist DLM komplett egal, es geht nur die Leitungswerte und Fehlerstatistik und mit einem Broadcom Modem fährt man da in der Regel am besten. Die Chance das dich DLM wieder zeitnah hochregelt sind mMn mit einem Broadcom Gerät am höchsten. Falls deine Fritzbox in den nächsten 29 Tagen stabil und syncron ist brauchst du dir aber auch erstmal kein neues Modem zu besorgen. Nur mit der Fritzbox werden es nicht mehr als 37mbps im Upstream werden, das kann ich dir zu 99% versichern. Mit einem Broadcom Gerät werden es unter Umständen 42mbps aber das kann man leider auch nicht garantieren!

Am besten wäre es in so einem Fall wie bei dir DLM erstmal komplett abzuschalten (1&1 macht das z.B. auf Kundenwunsch hin) bzw das Profil zu resetten um halt zu schauen was die Leitung ohne Deckel (stabil) hergibt aber bei O2 ist das meines Wissens nach nicht möglich. An für sich ist DLM ja auch keine schlechte sache aber teils 4 Wochen zu warten bis DLM einen wieder hochregelt kann halt unter Umständen sehr nervig sein (besonders wenn man verschieden Engeräte an seiner Leitung testen möchte).

Adtran Broadcom, 193.218

Hmm, dabei handelt es sich meines Wissens nach bereits um eine SV Linecard. Komisch das die Kapazität im Upstream an deinem Anschluss damit so niedrig ausfällt. Hast du im Syslog deiner Fritzbox irgendwas von “unzulässiger Verkabelung” stehen? Ist SV bei dir verfügbar bzw buchbar?

Poste doch bitte mal einen Scrennshot vom Spektrum. Dort erkennt man unter umständen ob die Upstream Frequenzen gestört sind.

 

 

Sieht soweit in Ordnung aus. Ein Screenshot vom Spektrum bevor der Upstream gedeckelt wurde hätte natürlich eine höhere Aussagekraft, da die Upstream Frequenzen aktuell durch den Deckel schwach belegt sind. Ein Screenshot vor dem Eingriff durch DLM hast du nicht zufällig parat?


o2_Lars
  • Moderator
  • June 25, 2020

Hm…. und ich hätte gedacht, dass UPBO bei Vectoring nicht mehr benutzt wird, da hier ja gerade das “übersprechen” mit dazu dient, bestimmte Geschwindigkeiten stabil zu erreichen, man lernt nie aus :-)

Das Spektrum sieht für mich erst mal soweit in Ordnung aus, @fidocom, zumindest was den Downstream angeht, da scheinen einige gute Kabel in der Erde zu liegen. Das passt auch zu den Werten aus dem ersten Beitrag, wo eigentlich Werte zu erkennen sind, wie sie an einem Supervectoring Anschluss aussehen, wenn ein Anschluss mit “nur” 100MBit/s aktiv ist. :-)

Hast Du eigentlich Einstellungen an den Reglern für die Störsicherheit vorgenommen? Mitunter kann das dazu führen, dass sich hier DSLAM und Router ein wenig in die Quere kommen.

DLM schaut bei der Stabilität der Leitung wahrscheinlich nicht nur auf Verbindungsabbrüche. Dämpfungen und Fehler in bestimmten Frequenzbereichen, etc… aber wirklich lässt sich da der Vorleister nicht in die Karten schauen… :-/

Einen CB-Funker hast Du nicht rein zufällig in der Umgebung, oder?

Gruß,

Lars

 


Lil.Biene
Stammgast
  • June 25, 2020

@o2_Lars Soweit ich weiß gibt es auch Vectoring Anschlüsse an denen überhaupt kein UBPO aktiv ist aber das ist wohl eher eine Seltenheit. UPBO dient ja primär zum Schutz der weiter entfernten Anschlüsse (um deren Performance nicht allzu sehr zu beeinflussen) aber leider ist man dadruch bei extrem kurzen Leitungen Upstream teschnisch oft etwas im Nachteil. Wiegesagt in ich bin auch der Meinung das UPBO bei vielen kurzen TALs zu scharf eingestellt ist aber damit muss man halt leben.

Bin mir jetzt auch ziemlich sicher das beim TE eine SV Linecard (193.218) aktiv ist und deshalb die Kapazität im Downstream so hoch ausfällt. Im Vergleich dazu ist die Kapazität im Upstream aber etwas gering und meiner Erfahrung nach sind mit SV Linecards auch bei kurzen Leitungen in der Regel Vollsync im Upstream möglich (je nach Profil 42-46mbps), wobei ich mir gerade nicht zu 100% sicher bin ob das nur auf 35b/SV Anschlüsse zutrifft.

@fidocomKannst du nochmal einen aktuellen Screenshot von der Fehlerstatistik posten. Hat sich an der CRC und ES Statistik etwas getan? Welche Fritzbox kommt eigentlich bei dir zum Einsatz?


  • Autor
  • Besucher:in
  • June 25, 2020

Vorweg: Ich bin beeindruckt, mit wie viel Fachwissen und Elan ihr euch hier kümmert! Dankeschön! :-)

Hast du im Syslog deiner Fritzbox irgendwas von “unzulässiger Verkabelung” stehen? Ist SV bei dir verfügbar bzw buchbar?

@Lil.Biene FritzBox meldet keine unzulässige Verkabelung. Und ja, SV ist hier verfügbar, habe ich aber (vorerst) absichtlich nicht gebucht. Ich hatte bisher jahrelang (gezwungenermaßen) einen anderen Provider und will o2 erst mal mit 100mbit eine Weile testen, bevor ich “in die Vollen” gehe. Aber wenn ich dich richtig verstehe…

Habe jedenfalls bei vielen kurzen VDSL Anschlüssen beobachtet das mit einem Target-SNRM von 9dB kein Vollsync im Upstream möglich ist. Bei SV sieht das wiederum anders aus, hier erreichen die meisten Vollsync im Upstream (auch bei extrem kurzen Leitungen).

...bestünde mit SV eine höhere Wahrscheinlichkeit, auch bei sehr kurzer Leistung eine bessere Upstream-Charakteristik zu bekommen? Gut zu wissen, dann werde ich mein Upgrade auf 250 mbps evtl. vorziehen!

 

Nur mit der Fritzbox werden es nicht mehr als 37mbps im Upstream werden, das kann ich dir zu 99% versichern. 

Genau, die ersten Wochen über war mein Maximalwert knapp bei 38 mbps.Die DSLAM-Kapazität wurde mit 46,7 mbps angegeben.

 

in Screenshot vom Spektrum bevor der Upstream gedeckelt wurde hätte natürlich eine höhere Aussagekraft, da die Upstream Frequenzen aktuell durch den Deckel schwach belegt sind. Ein Screenshot vor dem Eingriff durch DLM hast du nicht zufällig parat?

Leider nicht, damals habe ich nur Screenshots von den “ausgehandelten Verbindungseigenschaften” gemacht. Einen Screenshot des Spektrums meines vorherigen, mageren 16mbps-Vertrags hätte ich anzubieten, aber der bringt wohl nix :-)

Ich warte jetzt einach mal vier Wochen ab und schaue, ob das DLM sich gnädig erweist. Mit der momentanen Leitungskapazität kann ich zur Not aber auch leben. Ist halt nur bisschen schade, dass meine Cloud-Backups nicht so schnell laufen, wie sie könnten, weil der Upstream ein wenig limitiert ist - aber die finden ja sowieso nachts statt.

 

Kannst du nochmal einen aktuellen Screenshot von der Fehlerstatistik posten. Hat sich an der CRC und ES Statistik etwas getan? Welche Fritzbox kommt eigentlich bei dir zum Einsatz?

Gerne. Die Leitung ist jetzt seit 6 Tagen stabil, ES bei Vermittlungsstelle seither konstant bei 2.

@o2_Lars 

Hast Du eigentlich Einstellungen an den Reglern für die Störsicherheit vorgenommen? Mitunter kann das dazu führen, dass sich hier DSLAM und Router ein wenig in die Quere kommen.

Nein, die stehen auf ihren Standardwerten.

Einen CB-Funker hast Du nicht rein zufällig in der Umgebung, oder?

Nicht, dass ich wüsste. Aber jetzt ist schon wieder mein Interesse geweckt: Kann CB-Funk ernsthaft in die Leitung streuen?! :-O


Lil.Biene
Stammgast
  • June 25, 2020

...bestünde mit SV eine höhere Wahrscheinlichkeit, auch bei sehr kurzer Leistung eine bessere Upstream-Charakteristik zu bekommen? Gut zu wissen, dann werde ich mein Upgrade auf 250 mbps evtl. vorziehen!

Bin mir da aktuell nicht zu 100% sicher aber ich glaube mit SV/35b würde der Upstream bzw die Kapazität noch mal zunehmen. Da bei mir (noch) kein SV verfügbar ist kann ich dir das leider nicht aus erster Hand beantworten.

Ich warte jetzt einach mal vier Wochen ab und schaue, ob das DLM sich gnädig erweist. Mit der momentanen Leitungskapazität kann ich zur Not aber auch leben. Ist halt nur bisschen schade, dass meine Cloud-Backups nicht so schnell laufen, wie sie könnten, weil der Upstream ein wenig limitiert ist - aber die finden ja sowieso nachts statt.

Aktuell liegt die Kapazität im Upstream (nur noch) bei ~34mbps, daher denke ich das dich DLM mit den aktuellen Werten erstmal nur auf ein 32er Profil im Upstream hochstufen wird. Das nächsthöhere Profil wäre danach das 37er aber dafür sollte die Kapazität auch über 37mbps liegen. Finde es jedenfalls etwas komisch das die Kapazität bei dir so schwankt. Eventuell sind ja doch noch Wartungsarbeiten in deiner Gegend vorhanden und deshalb schwankt die Kapazität so oder deine Fritzbox leidet an Altersschwäche.

Welche Fritzbox hast du denn nun im Einsatz?


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  • June 26, 2020

Eine 3490 – alt, aber bewährt.


Lil.Biene
Stammgast
  • June 26, 2020

Eine 3490 – alt, aber bewährt.

Tja leider ist dieses Gerät, wie auch die 7490, mit einem (älteren) Lantiq xDSL Chipsatz (Lantiq XWAY VRX288) ausgestattet. Dieser Chipsatz ist für eine nicht so dolle Performance im Upstream bekannt (gerade in Verbindung mit einem hohen UPBO Wert). Daher ist es kein Wunder das die Kapazität im Upstream bei dir so niedrig ausfällt. Mit einer aktuellen (SV fähigen) Fritzbox (z.B. 7530/7590), welche einen aktuellen Intel/Lantiq SV Chipsatz besitzen, kannst du eine weitaus bessere Performance erwarten (besonders beim Upstream).

Ein Gerät mit SV Broadcom Chipsatz (z.B. BCM63138) wäre aber nach wie vor meine erste wahl, wobei die neuen Intel/Latiq Chipsätze mit aktuellen Treibern auch sehr gut an SV Anschlüssen performen (laut diversen Erfahrungsberichten sogar teils besser). Bei normalen Vectoring Anschlüssen sind die Geräte mit Broadcom Chipsatz aber nach wie vor das non plus ultra, vor allem beim Thema Upstream Sync und bei der Stabilität.

Wenn du die Vesandkosten übernimmst kann ich gerne ein Modem mit BCM6138 Chipsatz zuschicken (schreib mir bei Bedarf einfach eine PN). Damit kannst du dann mal testen ob sich für dich ein neues Modem bzw Router an deiner Leitung lohnen würde. DLM würde einen aktuellen xDSL Chipsatz sicherlich auch begrüßen… :wink:


  • Autor
  • Besucher:in
  • June 27, 2020

Vielen Dank für dein Angebot, aber wie gesagt warte ich besser erst einmal vier Wochen ab, ob sich der Upstream nicht von selbst (bzw durch DLM) wieder normalisiert und möchte in dieser Zeit nicht an der Leitung wackeln. Danach komme ich gerne auf dein wirklich sehr freundliches Angebot zurück!


o2_Lars
  • Moderator
  • June 29, 2020

Hallo @fidocom,

zur Frage, ob Amateur Funk DSL beeinflussen kann, lässt sich durchaus mit einem “Ja” beantworten, es kommt halt immer ein wenig drauf an, wie die Gegebenheiten so sind. Letztendlich sind die DSL_Signale ja auch nichts anderes als Funk, wo die “Antenne” zufällig direkt vom Sender zum Empfänger geht. Es gibt da noch die tollsten Effekte, die da mit hineinspielen, letztendlich ist die Datenübertragung über ein elektrischen Leiter schon eine faszinierende Sache.

An den aktuellen Anschlüssen läuft Kupfer im Regelfall nur noch zwischen dem letzten Kasten auf der Straße und der TAE, alles davor ist über Glasfaser gelöst (viel schicker, viel schnellere Übertragung, keine komplexen Sachen wie “Vectoring” erforderlich, einfach Licht unterschiedlicher Wellenlänge rein und dann am Ende wieder aufsplitten). Bei nicht so idealer Schirmung auf den “letzten Metern” oder Abzweigungen in der TAE Verkabelung kann ein Funksignal, was auf der gleichen Wellenlänge arbeitet, als Störsignal aufgefangen werden.

Ich hatte vorher von CB-Funk geschrieben, der läuft um die 27MHz, da kann es unter nicht idealen Umständen erst bei Supervectoring Anschlüssen zu Einstreuungen kommen, bei den Vectoring-Anschlüssen kann aber der Amateurfunk um die 10MHz durchaus einen Einfluss haben, wenn dort einige Dinge unglücklich zusammen kommen.

Passieren sollte soi etwas natürlich nicht, es kann aber unter bestimmten Voraussetzungen durchaus eine Überlegung wert sein ,da einmal nachzuschauen.

In Deinem Fall bin ich da dann aber auch eher auf der Seite von @Lil.Biene, gerade alles, was die Datenübertragung über Kupferleitungen am DSL Anschluss angeht, hat sich in den letzten Jahren einiges getan, neuere Geräte haben da meistens doch etwas idealere Hardware verbaut.

Halte uns auf jeden Fall mal auf dem Laufenden, wie es mit dem Anschluss weiter geht :-)

Gruß,

Lars


Lil.Biene
Stammgast
  • June 30, 2020

@fidocom 
Nur keine Eile, deine herangehenweise ist völlig korrekt und mein Angebot steht dir selbstverständlich auch noch in ein paar Wochen zur Verfügung.

Amateurfunk kann eine Vectoring Verbindung unter Umständen beeinträchtigen, da kann ich @o2_Lars auf jeden Fall zustimmen aber zum Glück kommt das aber eher selten vor bzw. führt selten zu erheblichen Problemen/Einschränkungen.

Schlimmer sind da meiner Meinung nach diverse Powerline Adapter, die zum Teil für erhebliche Probleme/Einschränkugen bei Vectoring Anschlüssen verantwortlich sind. In einigen Fällen kommt es bei der Nutzung von Powerline neben einer hohen Anzahl von CRC Fehlern sogar zu häufigen Ausfällen der DSL Verbindung und das (nervige) Problem bei Powerline und Amatuerfunk ist leider auch das diese Störfaktoren meist nicht im Persöhnlichen Einflussbereich liegen. Wenn z.B. der Nachbar durch die Nutzung von Powerline die Leitung stört und auf Stur schaltet hat man, ohne zutun der Bundesnetzagentur, schlechte Karten das Problem zu beseitigen.