Testbericht

Xiaomi Roborock S50 - Ein kleiner Test

  • 16 Dezember 2019
  • 3 Antworten
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Benutzerebene 3

Unser Xiaomi Roborock - oder kurz: Robby… naja fast unser. 3 Wochen durften wir den kleinen Saubermann in unserem Zuhause testen bevor wir ihn schweren Herzens wieder einpacken mussten und unsere Reaktion? Wir vermissen ihn schon jetzt - und das nicht nur, weil er einem das Saugen und Wischen zu einem Größen teil abnimmt.

 

Tops und Flops
 

:thumbsup_tone2: Sehr gute Saugleistung auf verschiedenen Böden

:thumbsup_tone2: Einfach verständliche und leicht bedienbare App

:thumbsup_tone2: Relativ leise

:thumbsup_tone2: Wischaufsatz

 

:thumbsdown_tone2: Nicht geeignet für sehr hochfloorige Teppiche

:thumbsdown_tone2: Sperrt sich gern ein

:thumbsdown_tone2: Wischt relativ feucht

:thumbsdown_tone2: Erreicht nicht alle Ecken

 

 

Auspacken - Aufbauen - Loslegen
 

Die Installation des Saugers ist denkbar einfach. Auspacken, die Ladestation an einer geeigneten Stelle aufstellen (laut Handbuch ca 60 cm Abstand an den Seiten und 1 m nach vorn) einstecken und den Sauger auf seinen Platz stellen. Dann fix die App runter laden, über das Wlan mit dem Sauger verbinden und schon kann es los gehen. Bei uns hatte Robby nicht ganz so viel Platz an den Seiten was dazu führt, dass er diese Ecken schlicht und ergreifend nicht säubern kann.  Den Platz vorn braucht er aber, sonst kann er seine Station nicht richtig anfahren.

 

 

Navigation
 

Die ersten 2-3 Runden durch die Wohnung waren leicht holperig - klar, denn Robby muss ja erstmal seine Umgebung scannen um sich später dort zurecht zu finden. Hierbei entsteht auch eine Karte der gesaugten Wohnung in der man später verschiedene Bereiche zur Reinung auswählen bzw Bereiche für den Roboter sperren kann. Dies ist ziemlich nützlich wenn man z.B. einen Teppich hat, den Robby nicht händeln kann oder man eben nur die Bereiche mit harten Boden zum wischen auswählen möchte.

Plus hierbei: Robby reagiert auch auf neue Objekte wie z.B. abgestellte Taschen oder verrückte Stühle. Auch der vor ihm flüchtenden Katze konnte er im Test ausweichen. Mich hat er in der Küchenecke stehend aber doch mal leicht angefahren. Kleidungsstücke die auf dem Boden vergessen wurden, wie Socken saugt er nicht ein, sondern fährt größtenteils drum herum. Viele Dinge lässt man aber eh nicht mehr rumliegen wenn man weis, dass Robby morgen saugen will :D

 

 

Saugkraft

 

Die Saugkraft des kleinen Robbys ist wirklich stark. Er saugt problemlos auch lange dicke Haare oder Katzenhaare aus dem Teppich. Beim Müslitest jedoch musste er schon 2 mal über den verdreckten Boden fahren um alles zu erwischen. Wenn man aber daran denkt dass Robby nur durch seinen Lasersensor und nicht mit einer Kamera sieht kann man denke auch das verkraften. Unseren Kurzfloorteppich in Schlaf- und Arbeitszimmer hat er ordentlich durch gekämmt und auch mit den Badteppichen ist er im Handumdrehen fertig geworden.

 

 

Wischen

 

Der Wischaufsatz des Roborock ist denkbar einfach aufgebaut und noch einfacher zu montieren. Einfach den Wasserbehälter mit Wasser und ein Paar Tropfen Spüli befüllen, den Behälter anklipsen, das Moptuch einfädeln und los gehts. Je nach befeuchtung des Tuchs und Wasserstand im Tank wischt Robby mal nasser mal trockener. Hierbei fährt die Saugeinheit stehts vor und kehrt eventuellen Dreck auf bevor der Mop über die Fläche wischt. Manko hier: er wischt relativ feucht. Für Fliessen und PVC Böden kein Problem. Auf unser Laminat durfte Robby aber nicht.

Kleiner Tipp: Der Nachfolger vom S50, also der S6, hat einen zusätzlichen Regler mit dem man zwischen 2 Feuchtestufen wählen kann. Wer also hier Wert drauf legt lieber ein paar Scheine mehr in die Hand nehmen.

Das Ergebnis des Wischvorgangs kann sich aber sehen lassen. Grade in Küche und Bad wo regelmäßiges Saugen und Wischen zu einem gewissen Wohlfühl/Hygienefaktor beitragen sehr nützlich.

 

 

Reinigung

 

Der Staubbehälter lässt sich wie auch der Mop einfach per Druckknopf entnehmen und über dem Mülleimer entleeren. Hierbei entsteht, wie bei allen beutellosen Staubsaugern, ein bisschen Dreck - je nach dem wie geschickt man sich anstellt. Die Bürsten lassen sich beide entnehmen und, bei Bedarf, gegen kleines Geld tauschen. Zusätzlich liegt dem Sauger aber auch ein kleines Messer bei mit dem man z.B. Haare die sich um die Bürste gewickelt haben aufschneiden kann. Wenn ich überlege, dass meine Haare für den alten Vorwerk Kobold meiner Mama ein echter Dealbreaker waren, ein echt gutes Gimmick.

 

 

Fazit

 

Der Roborock ist ein wirklich tolles Gerät der im Alltag hilft und die Wohnung immer ein bisschen sauberer wirken lässt. Für das kleine Geld (im Vergleich zum Marktführer Roomba) definitiv eine Empfehlung wert und irgendwie müssen wir ja zugeben: Er hat sich in unsere Herzen gesaugt und ist ein kleines Familienmitglied geworden. :two_hearts:


3 Antworten

Benutzerebene 7

Wie schön! Vielen lieben Dank für diesen tollen Bericht. Freut mich sehr, dass dir der Test so gut gefallen hat.

Ich finde es erstaunlich, dass ein technisches Gerät solche Gefühle bei uns auslöst, weil es einem die lästige Hausarbeit abnimmt :relaxed:

Hast du vielleicht noch ein paar Fotos von Robby? Evtl. einen Screenshot aus der App?

LG, Ines.

Benutzerebene 7

Danke für deinen Bericht @SkylerBlack. Ich kann verstehen, dass es dir schwergefallen ist den Kleinen wieder abzugeben. 

Staubsaugen ist das, was ich mit Abstand am ungernsten im Haushalt mache, da könnte ich mich auch nur schweren Herzens von Robby trennen…

Hast du schon gesehen, dass wir im Bereich Neues und Aktuelles gerade einen Bericht über den Xiaomi Roborock 2 veröffentlicht haben?

Liebe Grüße, Tatjana

Benutzerebene 7
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Guter Bericht. 

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