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Xiaomi 17T im Alltag: T wie Tauglich?

  • September 7, 2026
  • 1 Antwort
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derzwo
Stammgast
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Hallo zusammen!

In den letzten Wochen durfte ich ein Smartphone unter die Lupe nehmen, auf das ich tatsächlich recht neugierig war: das Xiaomi 17T.


Zwei Dinge über mich: Ich bin bekennender Hardware- und IT-Nerd (siehe meinen Vorschlag für das RedMagic 11...), nehme bei Display-Panels und Prozessor / KI-Architekturen lieber 3 Etagen zu viel als zu wenig und traue keiner Hochglanz-Tech-Broschüre, ohne das Gerät selber in der Hand gehabt zu haben.
Zweitens steckt in meiner Hosentasche als Daily Driver ein Xiaomi 15 „der Bolide“, einem kompromisslosen Flagship seit Release.
Die T-Serie? Viel Leistung vom großen Bruder, dem „T Pro“, aber meistens deutlich erschwingli
cher. Oft sogar zu einem Preis, der freundlich für das Sparschwein ist. (Wahlweise natürlich via o2 als Vertragsgerät!)

Kann man das 2026 machen? Nach einem Xiaomi 12T Pro, welches ich schon hatte, und nun dem Xiaomi 15 war die Messlatte schon recht hoch. Taugt die NPU für echte brauchbare lokale KI - ohne an eine Cloud gekettet zu sein?
Besteht die Leica-Kamera im Test geg
en mein Xiaomi 15? Und wie schmerzhaft ist der Kompromiss des T-Modells im Alltag?
 

 

Nur so viel: Es gab Überraschungen. Sowohl im Positiven als auch deutlich im Negativen.

  1. Unboxing und Haptik: Wieder ne Hülle dabei, yay!

Es sind die Tage, da freut man sich besonders, ein neues Smartphone auszupacken. Schneeweiß zeigt sich die Verpackung des Handys, ich kann wie immer kaum es erwarten, diese aufzumachen. Und zu meiner Freude befindet sich sowohl ein passendes Ladekabel als auch eine passende Hülle mit im Lieferumfang. Woanders zahlt man dafür auch gerne mal 10-35 €. SO sieht ordentlicher Lieferumfang aus! Können sich andere Firmen gerne ein Beispiel dran nehmen. Lediglich der 67-W-Ladeklotz fehlt diesmal. Aber: Ich habe bereits einen 120-W-Hypercharger zuhause, der funktioniert hier auch problemlos.

Als jemand, der schicke kleine Smartphones wie das Xiaomi 15 mag, bin ich erstmal geschockt. IST DAS DING GROSS! Haptik: Ganz cool, aber schon fast zu groß für mich.
Ich liebe meinen kleinen kompakten Boliden, umso schwieriger ist es, entsprechende Liebe f
ür das voll ausgewachsene 6,59“-Phone zu erbringen. Aber dazu später mehr.

Immerhin: Xiaomi hat auch beim 17T einen echt dünnen Rahmen und ein schönes Display. Keine Kanten. Kein Schnickschnack. Nur Display. Außerdem: Es ist wieder eine Displayfolie ab Werk aufgebracht. Macht auch nicht jeder Anbieter. Daumen hoch!

Die Verarbeitung selber ist tadellos, Tasten haben einen schönen Druckpunkt und ich mag den Unibody des Geräts. Da klappert einfach nix. Klar, in der Preisklasse hat man kein „Premium-Glass“ wie die „Ultra“-Phones der Hersteller. Sind wir aber ehrlich. Fas
t jeder hat eine Hülle bereits in der Preisklasse. Da stört die „nicht so Premium-Rückseite“ dann auch nicht.
Fingerabdrücke hab ich auch nach ein paar Tagen ohne Hülle nicht viele gefunden.

  1. Das Display - 144 Hz und knalliges Sonnenlicht

Der Bildschirm war schon immer schick bei Xiaomi. Warum sollte sich das beim 17T-Modell ändern? Ein 1,5K-AMOLED-Display mit üppigen 144 Hz sucht hier Challenger.

Wie auch beim Unboxen: Sitzt gut, fühlt sich gut an, sieht sexy aus. Was will man mehr?
Stop! Das Gerät wirbt doch eigentlich eher mit.. Kamera?
Kurz: Display ist für mich eher „Standard“, kein großer Ausreißer nach oben oder unten.

  1. KI inzwischen sinnvoll auf dem Handy?!

Das Xiaomi 17T sehe ich bereits als ein Gerät der Oberklasse an. Nicht „Premium-Oberklasse“, aber durchaus schon.. Im höheren Segment für anspruchsvollere Nutzer. Ergo wollte ich wissen: Geht hier eigentlich auch lokale KI?

Neben den Standard-Cloud-Features, die heute jeder Hersteller auf die Bühne zerrt (und die im Grunde nur Daten über Server farmen), interessiert mich vor allem: On-Device Computing. Also KI direkt auf der NPU berechnen lassen, offline, ohne Cloud-Zwang und
ohne Netzverbindung.

Zum Einsatz kam hierfür praktischerweise die Google AI Edge Gallery und das Gemma-4-E2B-it-Modell.
Und was soll ich sagen? Ja! Man kann lokale KI in 2026 nutzen.
Das Modell wird einfach komplett in den RAM geladen und die integrierte NPU generiert die Ausgabe flüssig und lesbar. Auch bei aktiviertem Flugmodus und deaktiviertem WLAN. Heißt: Es wird wirkl
ich lokal generiert. Antworten, Zusammenfassungen. Beantwortung von „sehr“ allgemeinen Fragen. Die teilweise auch etwas... Falsch beantwortet werden. Wäre mir zumindest neu, dass o2 Deutschland zur Vodafone-Gruppe gehört!

Da macht sich das doch etwas größere Gehäuse gegenüber meinem Xiaomi 15 doch bezahlt. Mehr Gehäuse, mehr Abluft! :D

  1. Kamera: Schnappschüsse und Sternenhimmel

Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, warum es „Leica Authentic“ und „Leica Vibrant“ gibt. Bis ich angefangen habe, mit dem Xiaomi 17T Fotos in beiden Modi zu schießen.
Mein Praxistest fand auf dem morgendlichen Flohmarkt statt - wuselige Stände, wechselnd
es Licht, die „mal eben“ Schnappschüsse erforderten. Hier ein Beispiel:



Fokus & Auslöser: Zackig. Draufhalten, abdrücken, scharf. Das gefällt! Gerade in Situationen, wo man fix mal was fotografieren möchte.

Der Haken im Vergleich zu meinem Xiaomi 15 „Boliden“: Trotz messerscharfer Bilder fehlt mir etwas. Gefühlt... etwas Seele. Wenn ich beide Bilder nebeneinander halte, hat mein Xiaomi 15 natürlichere Farbtöne und schafft die Belichtung harmonischer. Das 17T schärft scheinbar(?) etwas nach, um irgendetwas zu kaschieren.

Mein Highlight? Die Nacht: Dachte ich mir, komm... Gehste mal nachts bei Sternenhimmel raus, machst mal ein paar Fotos. Der Nachtmodus holt viel Licht aus dunklen Szenen. Detailfotos von weiten Sternenkonstellationen gelingen aber eher nicht.
 Hier die best
e Aufnahme, die mir gelungen ist – sowohl mit dem Xiaomi 15 als auch mit dem Xiaomi 17T am selben Ort/Zeit:

Xiaomi 15:


Xiaomi 17T:


 

  1. Ladezeit und Akku: KABEL! Nicht kabel...los.

Beim Xiaomi 15 habe ich abends immer eine komfortable Situation: Schön aufs Qi-Pad gelegt, lädt das Handy ganz ohne Kabel langsam schonend auf. 
DAS kann das 17T-Testgerät eben NICHT. Schade eigentlich! :-(


Allerdings: Das Testgerät hat bei Navigation, durchaus bemerkenswertem Kamera-Einsatz und KI-Tests noch 35 % Akkustand. Da wäre locker noch ein Morgen oder Mittag drin!

Ladezeiten-Test: Innerhalb von 51 Minuten ist das Gerät von 5 bis 100 % wieder voll. Meine einzige volle Ladung – da ich normalerweise Handys nur bis 80 % auflade. Einfach, weil ich den Akku möglichst schonen möchte. Ja, die Akkus werden größer - aber auch moderne Akkus altern.
 



Bleibt der Kabelzwang. Unterwegs mit langem USB-C-Kabel aus dem Rucksack aber gut machbar. (Hier kommen Erinnerungen an lange Pokemon GO Touren von 2016 hoch!)
Aber: Das ist halt das T-Modell, nicht das Pro. Irgendwo muss Xiaomi ja Abstriche machen.

  1. HyperOS: Fluch und Segen

HyperOS... Ist ungefähr bei mir genauso (wenig) beliebt wie das Wort „One-UI“ von Samsung. Etwas, was über das schöne Shiny-Roh-Android gelegt wird. Was jedoch hier im Ergebnis echt flüssig ist. Ich konnte kein Ruckeln oder Hängen feststellen. Auch unter Last, beispielsweise beim Wild Life Extreme (stabile 4500 Punkte!), lief alles flüssig.
 


Einziger massiver Kritikpunkt: Muss man unbedingt haufenweise Bloatware aufs Handy packen? Da ist eine Deinstallations-Orgie leider vorprogrammiert. Nervt!
Generell aber: Stabil und Smooth!

  1. Fazit, Vor- und Nachteile

Vorteile:
- Ich empfinde das Xiaomi 17T (finde Lila als Farbe durchaus interessant!) als solides Kraftpaket, was aber eben.. ein T-Modell ist. Und kein 17 Pro, Pro Max oder Ultra.
- 144-Hz-Display (warum braucht man sowas?)
- Eine schöne Kamera (wenn auch nicht so toll wie beim 15er!) und ordentlich Dampf unter der Haube
(mag ich!).
- Dazu eine nutzbare Unterstützung für kleinere KI-Modelle via Edge-Gallery
- ein durchaus sehenswerter Akku und eben...
- die Hülle mit im Lieferumfang.


Nachteile:
- Wireless Charging wäre schon schön gewesen.
- Zusätzlich muss ich leider die Kamera bemängeln, die mir zu sehr nachschärft. Außerdem nachts nicht so schöne Fotos schießt wie mein Xiaomi 15.
- Letztendlich wäre es noch schön, wenn man nicht so viel B
loatware auf dem Handy vorinstallieren würde. Immerhin: Man kann diese fast komplett deinstallieren.

Bis hierhin gelesen? Yay!
Dann nur noch zwei Fragen an euch: Nutzt ihr kabelloses Laden im Alltag? Und: Wie wichtig ist euch, dass das Handy schnell geladen ist – ohne z. B. 60 Minuten warten zu müssen?


Ein dickes Dankeschön an das gesamte O₂-Team für die Bereitstellung des Testgeräts und das anhaltende Vertrauen!
 

Transparenz-Hinweis gemäß den Community-Richtlinien:

Da ich mich im Testbericht u. a. mit lokalen Sprachmodellen und AI beschäftige, kam auch bei der Entstehung des Testberichts KI zum Einsatz.

  • Die Gliederungsstruktur

  • das Lektorat zur Lesbarkeit

wurden mit Unterstützung von Google Gemini Pro optimiert.
Die Praxistests, KI-Runs, Schnappschüsse/Bilder, Messungen sowie sämtliche persönlichen Meinungen und Bewertungen stammen von mir.

1 Antwort

Triskilia
Legende
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  • Legende
  • September 8, 2026

Das ist ja mal ein Testbericht. 👍🏻

Ein optisch hübsches Gerät, wie ich finde. 

Ich lade mein Smartphone NUR kabellos, über Nacht auf meiner Nachttischlampe, die gleichzeitig ein Ladegerät ist. Über den Tag geht mir äußerst selten der Akku aus, also ist mir schnelles Laden in der Regel nicht wichtig. Trotzdem ist es natürlich geil, nicht lange warten zu müssen. 😁