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Testbericht

Testbericht zum Samsung Galaxy Z Flip6 - Noch zum 6er greifen oder direkt das 7er?

  • September 4, 2025
  • 4 Antworten
  • 700 Aufrufe
tech4one
Legende

 

Dank ​@o2_Angetestet durfte ich für einige Wochen das Samsung Galaxy Z Flip6 ausführlich testen und schildere nun meine Erfahrungen und beantworte, ob sich der Kauf dessen noch lohnt, oder ob man direkt das neue Flip7 in Erwägung ziehen sollte.

Mein erster Kontakt mit einem Foldable war bereits 2023, als ich das Flip4 ebenso bewerten durfte. Ich war bereits da sehr angetan von dessen Format, bis auf die vorhandenen Einschränkungen und Bedenken zur Langlebigkeit.

Zwei Jahre später kann man festhalten, dass sich die Akkulaufzeit leicht verbessert hat, auch die Kamera ist ordentlich, aber auf keinem Flaggschiff-Niveau eines konventionellen Smartphones. Der Fingerabdrucksensor ist recht zuverlässig, die Gesichtsentsperrung das absolute Gegenteil. Und wie ist die Verarbeitungsqualität und der Rest? Der Reihe nach:

 

Das getestete Flip6 kam in der Farbe Peach, einem orangenen Pfirsich Ton mit Tendenz zur Hauptfarbe. Ist mal etwas anderes, aber grundsätzlich nicht meins. Die Ausstattung: 12 GB RAM und 256 GB Speicher.

 

6,7” AMOLE-Display (Crease sichtbar)
Außendisplay zusammengefaltet
Matte Peach Rückseite

 

Der Lieferumfang: Flip6 + USB-C Kabel

Es liegt mit 187g grundsätzlich gut in der Hand. Die Tasten sind recht weit oben, aber alle auf der rechten Seite platziert. Der Startknopf/Fingerabdrucksensor war ein wenig locker. Des Weiteren bemerkt man, dass das Gerät im Vergleich zu damals komplett schließt. Beim Flip4 gab es noch eine Lücke zum Durchsehen.

Der Faltmechanismus und die Verarbeitungsqualität bereitete mir ein wenig Sorgen, denn beim Schließen und beim Öffnen des Flip sowie beim mäßigeren Tippen auf der rechten Seite über der Crease (Falte) hörte man ein Plastikgeräusch. Ein offensichtlicher Hardwaredefekt aus der Box ließ sich nicht feststellen. Trotzdem hat man hier schon gewisse Sorgen bzgl. der Langlebigkeit.

 

Die Crease an sich fand ich bei bestimmten Blickwinkeln und vor allem bei weißem Hintergrund als störend. Die Plastikfolie auf dem Hauptbildschirm ist auch ein Magnet von Fusseln und Schmutz.

Die farbige matte Rückseite ist ideal und sollte beibehalten bleiben. Das Außendisplay ist in die Jahre gekommen. Hier kann man auch gleich direkt auf den Fortschritt im Flip7 zu sprechen kommen. Beim Flip6 ist diese noch mit dicken Rändern und einem Screen in Ordnerform ausgestattet und beim 7er ist der Screen um die Kameras randlos und deutlich angewachsen.

Der Elefant im Raum bleibt aber weiterhin, dass man Good Lock braucht, um auf eine größere Anzahl an Apps zugreifen zu können. Im Normalzustand sind eben banale Dinge wie Uhrzeit, Wetter, Kalender, Wiedergabesteuerung von Musik aufrufbar. Das hat Motorola oder Xiaomi seit Jahren besser gelöst und Samsung verspielt hier schon sein Potenzial. Das Always-on- Display hatte ich nur beim aktiven Laden aktiviert.

 

Eine gute Konstante ist weiterhin das 1080p FullHD+ 6,7“ AMOLE-Display. Auch wenn bei der Größe andere eine höhere Auflösung haben und dieses recht langezogen ist, bietet dies weiterhin starke Farben, gute Kontraste, eine solide Schärfe und eine alltagstaugliche Helligkeit. Hier gibt es nichts zu meckern. 120 Hertz ist auch dabei, muss man ja sagen, wegen manch anderem Hersteller. Hust hust!

PWM (Pulsweitenmodulation) ist auch unauffällig (zumindest am Hauptbildschirm). Das Außendisplay ist 3,4“ groß.

 

Verbaut ist ein Flaggschiffprozessor, der Snagdragon 8 Gen 3, vorgestellt Ende 2023. Dieser ist absolut noch performant, daher alle Apps laufen flüssig und es gibt hier absolut keine Zweifel, dass die sieben Jahre Softwareupdates ihren Dienst leisten können. Beobachten konnte man nur, dass das Gerät zu Beginn sehr warm wurde, vor allem der obige Teil des Flip6. Ein, zwei kleine Hickups waren auch dabei; dies sollte aber ein normales Verhalten sein, da der Einrichtungsprozess am meisten das Smartphone strapaziert.

 

Benchmark vom SD 8 Gen 3: 1979 Single Core // 6468 Multi Core
GPU OpenCL Score: 13407

 

Die Stereo-Lautsprecher sind gut, nur bei höherer Volume verzerren sie. Die Mikrofonqualität ist ebenso brauchbar, aber keine Studioqualität. Telefonqualität, GPS usw. ist unauffällig; nur das WLAN Signal ist teils schlechter bei gleicher Umgebung; vor allem wenn es auf einer Fläche liegt.

Die 50MP Hauptkamera mit einer f1,8 Blende macht bei normalen Lichtbedingungen hervorragende Bilder. Diese sind farbenfroh, scharf und haben gute Kontraste. Nur bei dunkleren Umgebungen liegen sie unter dem Durchschnitt. Der Zoom, welcher bis zu 10x digital steuert, ist ok. Die 12MP Ultraweitwinkel-Kamera ist eher durchwachsen und liegt weit hinter den Ergebnissen der Hauptkamera. Dasselbe gilt auch für die 10MP Frontkamera, welche alles andere als ein Selfiemonster ist. Da eignet sich eher die Funktion des Flips, dass man die Hauptkamera für Selfies verwenden kann. Die Videofunktion ist grundsolide, man kann bis zu 4k 60fps filmen, aber bei anderen Modellen, habe ich schon bessere Aufnahmen erzielen können.

 

 

Wenn man das Gerät normal verwendet kommt man gut durch den Tag, aber die allgemeine Akkulaufzeit der 4000 mAh großen Batterie liegt deutlich hinter der, eines normalen Flaggschiffmodels wie S25 etc. Die Schnelligkeit beim Wiederaufladen (max. 25 W) ist ebenso in die Jahre gekommen. Das Flip6 hat kein Samsung DeX; diesen Fehler hat man endlich mit dem Flip7 korrigiert. Der USB-C Port unterstützt USB 3.2 Gen.1. Weitere Spezifikationen: WiFi 6E (kein 7), Bluetooth 5.3 (kein 5.4 oder 6).

Die KI Funktionen über Galaxy AI stecken derzeit noch in den Kinderschuhen und sind nur funktionstüchtig, wenn man den Browser von Samsung verwendet bzw. einen Samsung Account besitzt. Da hat es mehr Sinn gemacht direkt die Plattform übergreifende Google Apps zu verwenden via Google Gemini (wie Circle to search) zu verwenden. Der Dolmetscher liegt leider oft komplett daneben. Das meiste wie Objektkorrektur ist bisher eher eine Spieleri als ein sinnvolles Tool. Privat benutze ich öfters Perplexity Pro mit seinen unterschiedlichen Modellen u.a. GPT-5 oder Claude Sonnet 4.0.

 

Galaxy AI Funktionen

 

Sollte man bei Interesse an einem Samsung Galaxy Z Flip das 6er oder 7er nehmen?

 

Meiner Meinung nach kann man direkt zum 7er greifen. Denn das Display ist vorm Format breiter und größer geworden (von 6,7“ auf 6,9“), der Akku ebenso (4000 mAh auf 4300 mAh), das größere Außendisplay (4,1“ statt 3,4“). Nur beim Prozessor muss man aufpassen: das Flip6 hat noch einen Snapdragon 8 Gen 3, das Flip7 ist auf einen Exynos 2500 umgestiegen (sollte trotzdem solide sein). Das Flip 7 hat endlich DeX und kommt bereits mit One UI 8 (Android 16), der Vorgänger hat derzeit noch Android 15 (Frage der Zeit). Das 7er hat WiFi 7, 6er WiFi 6E, 7er BT 5.4, 6er BT 5.3. Zusätzlich ist das Flip7 sogar bei fast identischem Gewicht dünner geworden. Preislich kostet das Flip6 derzeit rund 760€, das Flip7 rund 765€. Ehm Entscheidung gefallen! 😉

Sorgen macht mir nur die Langlebigkeit von solchen Modellen. Einerseits unterstützen sie sieben Jahre Softwareupdates, andererseits dieses Plastikgeräusch (siehe oben) sollte out-of-the-Box beim Öffnen/Schließen/Tippen an gewisse Stellen nicht auftreten und bei Vorgängern musste häufig die Schutzfolie von einem Service Partner ausgetauscht werden, da sie sich an der Falte gelöst hat.

 

4 Antworten

TMoney
Legende
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  • Legende
  • September 4, 2025

Sehr schöner Testbericht und Vergleich zu den beiden Modellen 👍

Danke hierfür 


andante
Legende
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  • Legende
  • September 4, 2025

Finde ich auch 🏆


nosch_ja
Legende
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  • Legende
  • September 4, 2025

Schöner Bericht 👍Und jetzt lohnt wohl tatsächlich mal direkt das neue Modell. Oft sind die Veränderungen ja nur marginal, hier bin ich ganz deiner Meinung.

Zu den Folien: ich musste inzwischen schon die zweite Folie bei meiner Mutter wechseln, da diese sich im Knick löst. Hatte schon Sorgen, dass das Display darunter schaden genommen hat. Hat für mich dahingehend immer noch einen großen Abschreckungsfaktor...


o2_Dennis
  • Moderator
  • September 8, 2025

Oft sind die Veränderungen ja nur marginal, hier bin ich ganz deiner Meinung.

Stimmt. Jedes Jahr auf das neueste Modell zu wechseln, egal bei welchem Modell, ist inzwischen oftmals keine große Verbesserung mehr. Darum finde ich es sinnvoll, einfach immer ein paar Modelle zu überspringen. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass die Geräte schnell altern. Aber das ist am Ende dann vermutlich auch eine Frage der individuellen Nutzung.