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Testbericht

Testbericht zum Lenovo IdeaPad Slim 5: Snapdragon X Plus, OLED & Windows zweiter Versuch auf ARM-Basis!

  • September 5, 2025
  • 2 Antworten
  • 232 Aufrufe
tech4one
Legende

 

Für einige Wochen durfte ich das Lenovo IdeaPad 5, ein Copilot+ PC testen. Ausgestattet mit einem Snapdragon X Plus Chip auf ARM-Basis, vorinstalliertem Windows 11 Home 24H2 und der Spezifikation 16 GB Arbeitsspeicher (LPDDR5X) und einer 512 GB SSD (M.2 2242 PCle 4.0 TLC).

 

 

Der Laptop wiegt 1,46 kg, welcher damit im Durchschnitt der 14“ Modellen liegt; das Metallgehäuse knarzt ein wenig beim Hochheben und beim Öffnen oder Schließen des Laptops. Die hintergrundbeleuchtete Tastatur ist klasse, das Schreibgefühl und der Tastenhub ist ideal für längeres Tippen, das verbaute mechanische Trackpad ist relativ laut, hat aber einen guten Druckpunkt, nur das Antippen des Trackpads wirkt ein bisschen unpräzise.

 

 

Verbaut ist ein 14“ WUXGA OLE-Display (16:10), welches mit 1920 x 1200 auflöst, es ist ebenso spiegelnd, unterstützt 100% DCI-P3, wird maximal 400 Nits hell, die Bildwiederholrate beträgt nur 60 Hz und es ist kein Touch Display. PMW ist leider ein wenig problematisch, da das Display hin und wieder leicht flackert. Zur Schärfe kann man sagen, dass man schon einzelne Pixel erkennen kann und Schrift bei normalen hinsehen verpixelt wirkt. Wer einmal Retina Display Qualität gewohnt ist, dem wird dies direkt auffallen. Ansonsten ist dies ein gutes OLED-Panel. Zu den Blinkwinkeln kann man sagen, diese sind gut. Die Tonung von weißen Hintergründen wirkt zentral leicht warm, schräg geht es ins minimal ins Bläuliche. Die Farben sind knackig, aber es beschleicht einen das Gefühl, dass diese teils zu kontrastreich dargestellt werden.

 

 

Die 14 Zoll Größe liegt mit ihrem Layout knapp unter der Grenze, dass z.B. auf X die Seitenleiste nur vollständig angezeigt wird, wenn man den Browserzoom auf 90% stellt, auch bei YouTube und anderen Webseiten konnte man dies feststellen. Nur eine Randnotiz – bei der Voreinstellung wird leider ein wenig der Platz verschenkt.

 

 

Auf der linken Seite befinden sich zwei USB-C (10 Gbit/s) Anschlüsse, ein HDMI 1.4 (max. 4K 30 Hz) Port, ein Kopfhörer/Mikrofon-Kombianschluss.

Linke Seite

Auf der rechten Seite gibt es eine Wiederherstellungstaste, ein MicroSD-Kartenleser und zwei USB-A (Hi Speed) Ports.

Rechte Seite

 

Snapdragon X Elite/Plus Varianten: Letzteres ist die erhaltene Konfiguration (X1P-42-100)

 

Dieses Modell kam zu einem späteren Zeitpunkt noch mit dazu.

 

Der Prozessor auf ARM Basis ist der Snapdragon X Plus mit der genauen Bezeichnung X1P-42-100, jener 8 CPU-Kerne (Geekbench 2413 Single Core // 10904 Multi Core) besitzt, er tacktet bei 3,2 GHz (Boost im Single Core 3,4 GHz), 1,7 TFLOPS & 45 NPU TOPS. Die Grafikeinheit ist von Qualcomm, der Adreno X1-45 beträgt nur 128 MB und ist im Vergleich zu anderen Modellen ein wenig schwach auf der Brust (Open CL Score 9543).

Der Laptop ist extrem flüssig, alle Programme starten im Handumdrehen, den Lüfter hört man nur beim Benutzen mehrerer Apps gleichzeitig, die Wärmeentwicklung ist top, so vergleichsweise geringe Temperaturen hatte noch kein Windows Laptop. Nur mysteriöserweise friert manchmal ein Programm ein, bzw. muss es neu gestartet werden – scheint eher ein Softwareproblem zu sein. Windows Updates wie die monatlichen Kumulativen Updates oder App-Updates über den Microsoft Store werden sehr schnell installiert. Nur bei Erstinstallationen mancher Programme fror der Balken ein und blieb für eine Weile lang stecken. Irgendwann war dann das Programm installiert vorzufinden.

Flüssiger Videoschnitt ist möglich, nur bereits mit 4K 60fps zwingt man ihn in die Knie, hier bei DaVinci Resolve ist die Timeline sehr ruckelig.

Für das alltägliche Arbeiten, Browsen, Office, Videostreaming, Cloud-Gaming usw. ist er extrem schnell und sagenhaft flüssig beim Bedienen.

 

CPU Geekbench 6
OpenCL Score GPU

 

Ansonsten ist WiFi 7 und Bluetooth 5.3 mit dabei mit guten und stabilen Reichweiten.

Die Batterie umfasst 57 Wh und geladen wird mit einem 65 W USB-C Netzteil. Die Akkulaufzeit ist top, kein Vergleich zur x86 Plattform, man schafft locker 1 ½ Arbeitstage ohne Strom. Bei arbeitsintensiveren Dingen bekommt man ihn aber auch in sechs Stunden leer.

Unterseite

 

Das Lenovo besitzt zwei Frontlautsprecher mit Dolby Audio Unterstützung. Diese klingen wirklich überdurchschnittlich gut, ordentlich laut werden sie, nur leider fehlt hier komplett der Bass.

 

Die 1080p Webcam mit mechanischer Abdeckung geht in Ordnung. Der verbaute Fingerabdrucksensor könnte schneller sein. Die Mikrofonqualität ist solide.

 

Vorinstallierte Software: Dolby Access, Lenovo (Hotkey, Smart Key & Vantage), McAfee Live Safe Testversion (mMn Bloatware, extrem nervig), Microsoft 365 (Testversion).

 

Der Microsoft Copilot mit u.a. Recall Funktion ist leider absolut nicht mit Google Gemini oder anderer vergleichbar. Die Recall Funktion kam erst letztens in Europa mit dazu und man sollte von diesem Feature absehen; es zeichnet immer noch Passwörter und Kreditkarten Informationen mit auf, was neueste Tests nach wie vor belegen. Daneben gibt es noch Tools wie Bilderstellung nach dem Zeichnen einer Skizze, was eher eine Spielerei ist. Viele Funktionen sind nur verwendbar, wenn man den Edge Browser verwendet. Da dieser absolut mit sinnloser Werbung und Voreinstellungen vollgepflastert ist, freut man sich geradezu, wenn Google Chrome und der Brave Browser fertig installiert wurden.

 

Leider wird eine ganze Reihe an Spielen und Software noch nicht auf ARM-Basis nativ (nur durch Emulation) bzw. gar nicht unterstützt. Letzteres hier unter anderem die Spiele Destiny 2 oder Shadow of the Tomb Raider.

Bei Software ist es via Emulation Adobe Premiere Pro (ARM Beta Version ist unterwegs – trotzdem fehlen viele Plug-ins), Apple Music (ziemlich buggy); nativ unterstützt wird unter anderem DaVinci Resolve (läuft sehr flüssig), Microsoft Office 2024 etc.

 

 

Was gibt es noch zum Betriebssystem Windows 11 Home zu sagen?

 

Optisch sieht Windows 11 im Vergleich zu seinem Vorgänger sehr ansprechend aus. Die Einstellungen sind deutlich besser geordnet und man hat sich hier auch sehr von macOS inspirieren lassen. Leider wurden manche Optionen von der Plattform gestrichen, wie das beliebige Anordnen der Taskleiste. Dann sind gewisse Vorgänge, wie das Hinzufügen von Verknüpfungen auf dem Desktop leicht versteckt. Und ebenso wird viel Werbung für Microsoft 365 ausgespielt. Man muss sich zu Beginn durch die Einstellungen durchtanken und zahlreiche Reiter ändern, wie das Ausschalten von Bildchen neben der Suchleiste, die vielen wenig hilfreichen Empfehlungen, die Microsoft Widgets mit Wetter und boulevardisierter News usw. Eine Besonderheit gibt es in der Suchleiste zu sehen, diese hat neben der Lupe zwei Sterne und wird beim Anklicken blau-lila: Copilot+ PC. Insgesamt ist die Software recht flüssig und intuitiv gestaltet. Meine Empfehlung ist: bei Ersteinrichtung einen lokalen Account anzulegen, dies ist möglich nach der Eingabe eines Befehls, selbiger erwirkt auch das Einrichten ohne Internet. Damit umgeht man einem langen, nervigen Einrichtungsprozess mit zahlreichen Fragen zu Abonnements, Cloud Speicher usw. Die McAfee Testversion würde ich sofort deinstallieren.

 

Lohnt sich der Kauf eines Copilot+ PCs auf ARM Basis im Vergleich zu herkömmlichen Intel und AMD x86 Modellen?

 

Wer sich nur zwischen Browseraktivitäten wie Streaming und Recherchen, Office Arbeiten, File Management, leichte Videobearbeitung, Cloud Gaming bewegt und einen rapiden Alltagsrechner mit sehr guter Akkulaufzeit und robuster Bauart benötigt und dem macOS nicht zusagt, dem kann ich das Lenovo mit seinem OLE-Display absolut ans Herz legen. Mein Highlight ist klar die hervorragende Tastatur (fehlt nur noch der ThinkPad typische Trackball 😉), die Prozessorleistung inkl. Akkuverbrauch und das gute OLE-Display. Preislich ist dieses gerade bei 729€ angesiedelt, welches meiner Meinung nach ein angemessener Preis ist.

2 Antworten

TMoney
Legende
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  • Legende
  • September 5, 2025

@tech4one 

Man muss sich zu Beginn durch die Einstellungen durchtanken und zahlreiche Reiter ändern, wie das Ausschalten von Bildchen neben der Suchleiste, die vielen wenig hilfreichen Empfehlungen, die Microsoft Widgets mit Wetter und boulevardisierter News usw.
 

Sehr nervig bei Windows, aber danke für die Tipps.
Übrigens sehr guter und ausführlicher Testbericht 😊

Danke hierfür


o2_Dennis
  • Moderator
  • September 8, 2025

@tech4one 

Danke für deinen ausführlichen Testbericht. 🙂

Ich richte eigentlich neue Geräte immer ganz gerne ein. Ich muss aber auch sagen, dass das bei Microsoft inzwischen eher etwas “nervig” geworden ist. Um irgendwas im Nachhinein dann noch so anzupassen, wie ich es gerne hätte, finde ich die Übersicht mit den Einstellungen teilweise nicht intuitiv genug. Dann suche ich Einstellungen, die ich noch aus anderen Versionen kenne, die dann plötzlich nicht mehr da sind. Ja, es kann ein Zeitfresser sein. 😕