Testbericht Samsung Galaxy Note 10 - Der optimale Alltagsbegleiter

  • 17 Oktober 2019
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Testbericht Samsung Galaxy Note 10 - Der optimale Alltagsbegleiter
Benutzerebene 1

Einleitung

 

Ich habe das Note 10 drei Wochen lang testen dürfen. Zu diesem Zweck habe ich das Gerät von O2 zur Verfügung gestellt bekommen. Dies hat meine Beurteilung in keinster Weise beeinflusst und ich habe nachfolgend ehrlich meine Meinung dokumentiert. Beginnen wir nun mit den Tops und Flops.


 

Tops und Flops


 

:white_check_mark: Die Kombination aus großem Akku und schneller Hardware machen das Handy zu einem optimalen Alltagsbegleiter.

 

:white_check_mark: Die Kamera kann unglaublich gute Bilder machen und beeindruckt durch das Triple-Kamera-Setup.

 

:white_check_mark: Man bekommt das Gefühl, dass die gesamte Front nur aus Bildschirm besteht und keine Ränder existieren. Für mich manchmal etwas unangenehm zu halten, aber ich habe mir sagen lassen, dass andere genau das bevorzugen. Deswegen Daumen hoch!


 

:negative_squared_cross_mark: DER KLINKENANSCHLUSS FEHLT. Auch wenn der Trend zur Kabellosigkeit geht; aktuell sind wir nun mal noch nicht. Viele Geräte haben eben nur einen Klinkenanschluss oder man vergisst seine Kabellosen Kopfhörer zu laden. Technisch hätte die Klinke platz gefunden, Samsung geht aber leider den Apple-weg und stellt die Galaxy Buds in den Vordergrund.

 

:negative_squared_cross_mark: Das Handy kann auf Dauer sehr heiß werden. Das ist besonders unangenehm, wenn man keine Hülle benutzt und eine längere Spiele-Session am laufen hat. Mit einer Hülle sollte es angenehmer werden, jedoch vermutlich der Leistung schaden.

 

:negative_squared_cross_mark: Für mich persönlich ist der Stift leider nutzlos gewesen. Ich kann mir kaum Szenarios vorstellen, in dem der Stift einen großen Nutzen hat, jedoch funktioniert er grundsätzlich gut und wird sehr fein vom Bildschirm erkannt.

 

Das Samsung Galaxy Note 10 auch bereits im Online-Shop erhältlich

 

Erster Eindruck und Unboxing


 

 

Der Karton, in dem das Note 10 kommt ist nichts besonderes. Die Besonderheit beginnt innerhalb des Kartons. Neben dem Smartphone beeinhaltet dieser nämlich ein USB Typ C zu USB Typ C Kabel, ein USB Typ A zu Typ C Adapter und ein Quick Charge Adapter. Fast Charging ist mittlerweile zu einem Standard für Smartphones geworden, welchen man nicht mehr missen möchte. Zwar gehört der 25 Watt Quick Charge nicht zu den besten ( Huawei Supercharge 40 W) dennoch ist der große Akku schnell geladen.

 

Nun zum eigentlichen Gerät. Das erste was einem auffällt ist, dass das Note 10 um einiges kleiner ist als dessen Vorgänger. Dies liegt an dem sehr großen Screen to Body Ratio. Meiner Meinung nach liegt hier bereits der erste Nachteil des Geräts. Es lässt sich dank der geringen größe zwar sehr angenehm in der Hand halten, doch wegen des fast randlosen Displays und dem gebogenem Glas an den Seiten hat man immer Teile der Hand auf dem Display. Dies führt öfter dazu, dass ungewollte Tastendrücke registriert werden.

 

Die Software fühlt sich schnell an und ist kaum mit Bloatware beladen, wie noch vor einigen Jahren bei Samsung üblich. Allerdings gefällt mir persönlich der etwas kindische Android Skin von Samsung nicht ansatzweise so gut wie die Skins meines Xioami Pocophone F1 oder zuvor meines OnePlus 3.


 

Hardware und Benchmarks


 

Auf die blanke Theorie soll hier verzichtet werden, da dies jeder im Internet nachlesen kann. Verglichen wird das Note 10 mit meinem Pocophone F1. Als Benchmark benutze ich die aktuelle Version des Antutu Benchmarks. Der Test wird bei beiden Geräten im Akku-Betrieb durchgeführt bei ca. 50% Akkustand. Das Note 10 konnte bei dem Benchmark 333013 Punkte erreichen und somit mehr als die 292819 des Pocophone F1. Dies ist ein eher geringer Unterschied. Das liegt daran, dass das Pocophone F1 und das Note 10 technisch kaum auseinander liegen.

Der Bildschirm hat ähnlich wie mein Pocophone eine FHD+ Auflösung. Dies ist meiner Meinung nach eine schwache Leistung von Samsung, da bereits mein altes LG G3 eine WQHD Auflösung besaß. Ein so teures Gerät darf gerne auch die entsprechende Hardware aufweisen.

Ebenfalls sehr einfallslos ist die Lösung der Front-Kamera. Die sogenannte Hole-Punch Lösung vereinigt die Nachteile aller Lösungen. Die elegante Lösung der Konkurenz mit motorisierten Pop-Up-Kameras hat den Vorteil, dass der Bildschirm keine Ausschnitte aufweist. Der Nachteil dieser Lösung ist, dass keine weiteren Sensoren neben die Kamera passen. Mein Pocophone F1 hat die Kamera in einer sogenannten Notch. Dies führt dazu, dass zwar ein Ausschnitt auf dem Bildschrim ist, jedoch ist platz für allerhand Sensoren. Das Note 10 hat einen Ausschnitt im Bildschirm und nur ein Kamera Sensor. Dies ist auch der Grund, warum der Face-Unlock des Note 10 nicht mit dem meines Pocophones mithalten kann, da die nötigen Infrarot Sensoren und Strahler fehlen.

Kommen wir nun zu der alternativen Entsperr-Methode, dem Fingerabdruck-Scanner. Dieser befindet sich unter dem Display des Geräts. Dieser kann von Natur aus nicht mit dem Keramik-Scanner meines Pocophone mithalten. Doch leider ist dieser auch um einiges langsamer und unzuverlässiger als der Underscreen Scanner des OnePlus 7.

Der Speicher des Note 10 lässt sich nicht erweitern, jedoch sehe ich das nicht als Nachteil, da der integrierte Speicher völlig aussreicht. Was mich jedoch sehr stört, ist die Tatsache, dass das Note 10 keine 3,5mm Klinke mehr besitzt… Keiner kann ernsthaft sagen, dass dieser rausgelassen wurde aus Platzgründen. Andere Hersteller beweisen, dass dies nicht wahr ist. Der wahre Grund liegt in der Vermarktung der neuen Galaxy Earbuds. Somit ist Samsung dem dämlichen Trend Apples gefolgt.


 

Spiele-Performance


 

Zum testen der Spiele-Leistung habe ich das Spiel PUBG verwendet. Der große Display sorgt für ein gutes Spielerlebnis. Das Spiel stellt sich automatisch auf die höchste Grafik Einstellung ein. Da ich keine Kopfhörer in das Handy stecken konnte, habe ich das Spiel auf Lautsprechern gespielt. Die Lautsprecher können sehr laut werden und haben trotzdem einen guten Klang. Leider vibriert das Handy bei höherer Lautstärke sehr stark, was beim spielen unangenehm wird.

Verglichen habe ich die Spiele-Leistung wieder mit meinem Pocophone F1. Leistungstechnsich sind die beiden Geräte auf einer Höhe. Allerdings wird das Note 10 beim spielen sehr heiß, sodass die Hände anfangen zu schwitzen und das Handy schwer in der Hand zu halten ist.


 

Kamera


 

Nun kommen wir zum Teil, in dem das Note 10 strahlen kann, der Kamera. Die drei Kameras sind in der perfekten Kombination! Neben der normalen Kamera hat das Handy eine 2x Telephoto Kamera und ein Weitwinkel Objektiv. Somit kann man mit dem Handy in jeder Lage perfekte Fotos schießen. Wie man anhan der Vergleichsbilder sehen kann, ist die Qualität dieser überragend und übertrift die des Pocophone F1.

Pocophone F1

 

Pocophone F1

 

Note 10
Note 10

 

Ein besonderes Extra der Kamera ist der Stabilisations-Modus. In diesem Modus kann man gestochen scharfe Bilder trotz starker Bewegungen schießen. Dies ist dank des Triple-Kamera-Setups möglich.

 

Note 10


 

Der Stift


 

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich schon immer ein Samsung Galaxy Note Gerät ausprobieren wollte wegen des grandiosen Stiftes. Doch stellt sich sehr schnell heraus, dass der Stift garnicht mal so nützlich ist, wie zu beginn vermutet. So lassen sich mit ihm zwar die Kamera auslösen und einige Gesten ausüben, jedoch nutzt man dies im Alltag sehr selten bis garnicht.

Die zuvor erwähnten Gesten funktionieren zudem nur bei sehr wenigen Apps und auch dort eher schlecht als recht.

Will man mal schnelle Notizen machen und meint man ist schneller mit dem Stift als mit der Tastatur, scheitert man daran, dass der Stift nicht allzu schnell aus dem Gerät zu holen ist.

Alles in allem muss ich persönlich sagen, dass ich den Stift im Alltag nie gebraucht habe und den Platz den dieser eingenommen hat gerne gegen eine 3,5mm Klinke getauscht hätte.


 

Konnektivität


 

Eigentlich wäre mir das Thema Konnektivität kein eigenes Kapitel wert gewesen, wenn es nicht eine starke Schwäche des Geräts gewesen wäre. Bei wiederholten Tests zeigt sich das Muster, dass das Note 10 viel langsamer mit dem Wlan-Router kommuniziert als mein Pocophone. An Stellen, an denen mein Pocophone exzellenten Empfang hat schwächelt das Note 10. Für ein modernes Smartphone ist die Konnektivität allerdings sehr wichtig, da diese stark das gesamte Verhalten des Geräts verlangsamt.


 

Note 10


 

Pocophone F1

 

Fazit


 

Falls mein Test ein eher negativen Ton besitzt, liegt das daran, dass ich beim testen immer im Hinterkopf hatte, dass das Note 10 preislich in der Luxusklasse liegt. Mit einem Preis von durchschnittlich 800€ ist das Gerät nämlich fast dreimal so teuer wie mein Pocophone.

Bei solch einem Preis erwarte ich von meinem Gerät eine exzellente Leistung auf allen Ebenen. Dies ist meiner Meinung nach bei dem Note 10 leider nicht gegeben. Dies liegt nicht zuletzt an dem Ende von Moores Law, nachdem die Steigerung der Leistung der SoCs immer kleiner ausfällt und somit alte Hardware fast genauso stark ist wie die Neuste. So sind Mittelklasse Handys wie mein Pocophone in einer Position, in der sie Luxusklasse Geräte nahezu obsolet machen.

Der Kauf des Note 10 lohnt sich nur für eine geringe Zielgruppe. Jemanden, der unbedingt einen Eingabestift braucht. Jemanden der genug Geld hat und ein Smartphone haben möchte, was in allen Gebieten eine solide Leistung hervorbringt. Oder schlicht jemand, der mehr Wert auf die Eleganz des Gerätes legt.


Zum Schluss des Berichts noch ein Bild von der süßen Mia! (Natürlich mit dem Note 10 aufgenommen)

 

 


1 Antwort

Benutzerebene 7

Dogcontent  :heart_eyes::dog2:

 

Yeah cool, vielen Dank für diesen tollen ersten Testbericht. Bei einem Kurztest hier im Büro, fand ich den S-Pen ganz cool. Interessant, eine andere Meinung mit längerem Test zu lesen.

 

 

 

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