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Testbericht: BRAUN Scouting Cam BLACK 1320 WiFi Solar 4K DS – Die autarke Wildkamera im Großstadt-Check

  • January 23, 2026
  • 2 Antworten
  • 16 Aufrufe

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Wildkameras sind längst nicht mehr nur für Förster und Jäger interessant. Auch Naturfreunde im urbanen Raum greifen immer öfter zu den „Scouting Cams“, um zu sehen, was sich nachts im Garten oder – wie in diesem Test – auf dem heimischen Balkon abspielt. Ich habe das aktuelle Flaggschiff von BRAUN, die Black 1320, unter die Lupe genommen.

1. Unboxing und Verpackungsinhalt

Schon beim Auspacken fällt die hochwertige Präsentation auf. Die Kamera kommt in einem stabilen Karton, der alle wichtigen Features auf einen Blick zeigt. Besonders positiv: Das Zubehör ist komplett, sodass man sofort (nach Einlegen einer SD-Karte) starten kann.

Der Lieferumfang:

  • BRAUN Scouting Cam BLACK 1320

  • Externes Solarmodul (inkl. Halterung)

  • Baumhalterung / Wandhalterung (Metall)

  • Befestigungsgurt (für Bäume oder Pfosten)

  • Mini-USB-Kabel

  • Bedienungsanleitung

2. Technische Daten (Highlights)

Die „1320“ ist vollgestopft mit Technik, wobei das „DS“ im Namen für Dual Sensor steht – ein Sensor ist optimiert für den Tag, einer speziell für die Nacht.

  • Videoauflösung: Bis zu 4K bei 30 fps

  • Fotoauflösung: Bis zu 13 MP (nativ)

  • Sensoren: Dual-Sensor-Technologie für bessere Tag-/Nacht-Qualität

  • Display: 2,4" TFT LCD (integriert)

  • Reaktion: 0,4 Sekunden Auslösezeit

  • Reichweite: Bis zu 22 Meter (PIR-Sensor)

  • Schutzklasse: IP65 (staub- und strahlwassergeschützt)

  • Speicher: SD/SDHC bis 128 GB

  • Konnektivität: WiFi und Bluetooth (Steuerung per „Hunting 4K Pro“ App)

3. Das Energie-Konzept: Solarmodul vs. AA-Batterien

Das Highlight dieses Modells ist das mitgelieferte Solarmodul. Herkömmliche Wildkameras „fressen“ oft bis zu 8 AA-Batterien, was auf Dauer teuer und umweltschädlich ist.

Die BRAUN Cam besitzt einen internen 1800mAh Akku, der primär über das Solarpanel gespeist wird. In meinem Test zeigte sich: Bei halbwegs sonniger Lage bleibt die Kamera komplett autark. Für extrem schattige Plätze oder den tiefen Winter können optional trotzdem 8 AA-Batterien als Backup eingelegt werden – im Normalfall ist das aber dank Solar nicht nötig. Ein riesiger Pluspunkt für die Wartungsfreiheit!

4. Setup auf dem Balkon: Eine Herausforderung

Ich wohne in einer Großstadt und verfüge über keinen Garten, sondern „nur“ über einen Balkon. Hier muss man ehrlich sein: Eine Wildkamera ist eigentlich für die Montage an Bäumen oder in weitläufigen Gärten konzipiert.

Die Montage: Dank der mitgelieferten Metallhalterung konnte ich die Kamera stabil am Balkongeländer fixieren. Das Tarnmuster (Camouflage) ist in der Stadt zwar weniger effektiv als im Wald, sieht aber dennoch professionell aus.

Das Problem: In der Großstadt ist der Sichtbereich auf dem Balkon oft eingeschränkt. Während man im Wald 100° Weitwinkel voll ausnutzt, stößt man auf dem Balkon schnell an Mauern oder sieht nur den gegenüberliegenden Wohnblock. Zudem ist die künstliche Stadtbeleuchtung (Straßenlaternen) eine Herausforderung für die Infrarotsensoren, die eigentlich für totale Finsternis gebaut sind.

5. Bild- und Videoqualität im Test

Die Kamera wurde so ausgerichtet, dass keine Passanten oder Nachbarn gefilmt wurden (Datenschutz!). Im Fokus standen Vögel am Futterplatz und der nächtliche „Besuch“ einer neugierigen Stadtkatze.

  • Tagaufnahmen: Die 4K-Videos sind knackscharf. Die Farben wirken natürlich und der Dual-Sensor leistet hier hervorragende Arbeit. Die Details der Federn bei Vögeln sind selbst beim Zoomen am PC noch gut erkennbar.

  • Nachtaufnahmen: Hier kommen die „Black LEDs“ (940nm) zum Einsatz. Diese sind für das menschliche und tierische Auge absolut unsichtbar – es gibt kein rotes Glimmen. Die Ausleuchtung ist gleichmäßig. Die Schwarz-Weiß-Aufnahmen sind kontrastreich und deutlich weniger verrauscht als bei günstigeren Modellen ohne dedizierten Nachtsensor.

  • Auslöseverhalten: Die Kamera reagierte im Test zuverlässig. Fehlalarm durch wehende Blätter gab es dank einstellbarer Sensitivität kaum.

6. Fazit: Für wen lohnt sich die Kamera?

Die BRAUN Scouting Cam BLACK 1320 ist ein technisches Kraftpaket. Besonders das autarke Solarsystem und die 4K-Qualität überzeugen auf ganzer Linie.

Aber: Wer wie ich in einer Stadtwohnung mit Balkon lebt, nutzt nur etwa 30 % des Potenzials dieser Kamera. Sie braucht Platz, Weite und im Idealfall einen Baum oder eine Hecke, um ihre Stärken (PIR-Reichweite, Weitwinkel, Tarnung) voll auszuspielen.

Kaufempfehlung:

  • JA, für Gartenbesitzer, Waldbesitzer oder Naturschützer, die eine wartungsfreie Profi-Lösung suchen.

  • BEDINGT, für Balkonbesitzer. Hier ist sie fast „zu viel des Guten“, macht aber dennoch Spaß, wenn man wissen will, welcher gefiederte Gast morgens um 5 Uhr das Vogelfutter stiehlt.

Hinweis: Beim Betrieb in der Stadt unbedingt auf die Privatsphäre Dritter achten – nur den eigenen privaten Bereich filmen!

2 Antworten

o2_Bianca
  • Moderatorin
  • January 24, 2026

Hey ​@skulldragonXT, vielen Dank für den tollen Bericht 😍 


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  • Autor
  • Mitgestalter:in
  • January 24, 2026

Danke ​@o2_Bianca !