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Samsung Galaxy Watch Ultra2 - Besser als ich dachte

  • Okt. 28, 2026 10:41 AM UTC
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Samsung Galaxy Watch Ultra 2 im Test: Meine 5 Erkenntnisse als Watch Ultra 1 Nutzer

Lohnt sich das teure Flaggschiff von Samsung wirklich, wenn man die polierten Marketing-Versprechen einmal komplett ausblendet? Wer auf der Suche nach einer hochgradig autonomen High-End-Smartwatch ist, steht oft vor der Frage, ob der stolze Preis den tatsächlichen Nutzen im rauen Alltag rechtfertigt. Nach mehreren Wochen intensiver Nutzung, Sport und Vitaldatenerfassung zeichnet sich in meinem Test ein erstaunlich positives Bild ab. Die Samsung Galaxy Watch Ultra 2 erweist sich keineswegs als reines Kosmetik-Update, für das ich sie anfangs gehalten habe – sie hält aber sowohl fundamentale Pluspunkte als auch unerwartete Dämpfer bereit. Wer vor einer Kaufentscheidung steht, sollte diese fünf Erkenntnisse zu Preis, Hardware-Autonomie, Outdoor-Ergonomie und künstlichen Software-Hürden kennen.

Mein ausführliches Video findest Du hier auf YouTube: https://youtu.be/H2I79odgQ-c

 

1. Der drastische Preissturz macht das Flaggschiff vom Luxusgut zum echten Deal

Zum Verkaufsstart rollte die Galaxy Watch Ultra 2 mit einer ambitionierten unverbindlichen Preisempfehlung von 750 Euro in die Regale. Für diesen Betrag bot die Uhr zwar erlesene Materialien, wirkte gemessen am überschaubaren Innovationssprung gegenüber dem ersten Ultra-Modell jedoch spürbar überpreist.

Gleiche Gehäusegröße, aber größeres & helleres Display der Galaxy Watch Ultra 2

Das Blatt hat sich knapp vier Monate nach dem Marktstart allerdings gewandelt: Der Straßenpreis ist im Handel drastisch auf rund 450 Euro gefallen (wenn man nach Angeboten etwas sucht). Dieser Preisverfall verändert mein Testurteil fundamental. Was zum Launch als überdehntes Luxusgut kritisiert werden musste, rangiert durch den Preisrutsch plötzlich in einem Marktsegment, das die Uhr zu einem der attraktivsten Smartwatch-Angebote überhaupt macht.

„Zum aktuellen Preis von 450 € ist sie eine Empfehlung [...] 750 € war sie in meinen Augen nicht wert.“

2. Echte Smartwatch statt bloßer Fitness-Tracker – Die Stärke bei autarker Performance, Audio und Sensorik

Der entscheidende Unterschied zwischen einfachen Fitness-Trackern und einer echten Smartwatch liegt in der kompromisslosen Unabhängigkeit vom Smartphone. Die Galaxy Watch Ultra 2 setzt hierbei auf eine kraftvolle Hardware-Basis: Der effiziente Snapdragon W5+ Gen 1 (bzw. Wear Elite) Prozessor in moderner 3-nm-Fertigung mit bis zu 2,1 GHz löst den etwas betagten Exynos-Chip ab und wird von 2 GB Arbeitsspeicher sowie verdoppeltem internen Speicher (64 GB statt bisher 32 GB) flankiert.

In Anbetracht der Nutzbarkeit ohne Smartphone-Verbindung gewinnt das Thema Speicher – das bei einfachen Smartwatches, die lediglich Vitaldaten und ein paar Benachrichtigungen anzeigen, meist vernachlässigbar ist – deutlich an Relevanz. Die Speichererweiterung ergibt vor allem deshalb Sinn, weil die Watch Ultra 2 weitaus vielseitiger aufgestellt ist: Sie kann beispielsweise Musikdienste komplett autark nutzen, wofür lokaler Speicher essenziell ist. Doch dazu gleich mehr.

Schlanker aber etwas schwerer, dass ist die Samsung Galaxy Watch Ultra2

Diese Leistungsdaten übersetzen sich im Alltag in echte Allround-Autonomie:

  • Tiefe WhatsApp-Integration: Ich kann bei der Watch Ultra 2 nicht nur vorgefertigte Textbausteine senden – wie es viele andere Smartwatches von Huawei, Garmin und Co. handhaben –, sondern vollständige Chatverläufe über Wochen hinweg einsehen, empfangene Bilder betrachten sowie Sprachnachrichten direkt über die Uhr abhören und aufnehmen. Und klar: Mit entsprechender eSIM funktioniert das auch komplett ohne Verbindung zum Smartphone. Eine Funktion, die ich täglich intensiv nutze und die mir andere „Smartwatches“ eben nicht bieten.

Nicht nur Whatsapp-Nachrichten beantworten - Hier sind alle Chats, Gruppen und Sprachnachrichten abrufbar, auch ohne Smartphone in der Nähe. 
  • Autarkes Entertainment: Streaming-Dienste wie Spotify, YouTube Music und Audible lassen sich via eSIM völlig ohne Smartphone nutzen oder für den Offline-Betrieb direkt im Speicher ablegen. Über Bluetooth 6 lassen sich natürlich auch Kopfhörer direkt mit der Uhr verbinden. Musik genießen, Telefonate führen – das ist dann alles möglich, selbst unterwegs beim Joggen und ganz ohne riesiges, schweres Smartphone oder das umständliche Übertragen von MP3-Dateien über den Rechner. Die Musik, auf die du Lust hast, wann und wo du willst: Mehr als deine Uhr brauchst du nicht. 

Deine Lieblingsmusik von Spotify, YouTube Music, Audible immer am Handgelenk - Auch ohne Smartphone in der Tasche Musik überall.
  • Profi-Kopplung via Bluetooth 6.0: Dank des aktuellen Funkstandards unterstützt die Uhr die auch native Direktkopplung mit Fahrrad-Powermetern und Trittfrequenzsensoren – ein Feature, für das früher der Umweg über das Smartphone zwingend nötig war.

  • Audiophile Detailerfolge: Der integrierte Lautsprecher liefert eine überraschend deutliche Sprachwiedergabe (spürbar über dem Niveau einer Google Pixel Watch 2 bzw. 3). Zudem erlaubt Samsung im Gegensatz zur PixelWatch das individuelle Anpassen von Benachrichtigungstönen (manchmal sind es Kleinigkeiten). Zum Musikhören empfehle ich den verbauten Lautsprecher natürlich nicht, aber ein kurzes, spontanes Telefonat ist damit allemal angenehm möglich. 😃

Diese Funktionsfülle relativiert auch das Thema Ausdauer. Während schlichte Fitness-Tracker Wochen ohne Steckdose auskommen, erreicht die Watch Ultra 2 mit ihrem 800-mAh-Akku (rund 35 % mehr Nennkapazität als beim Vorgänger) in meinem Testalltag samt Always-On-Display (AOD) verlässliche 48 Stunden Laufzeit bei mir als Vielnutzer. Bei kontinuierlicher Dual-Band-GPS-Aufzeichnung beim Sport hält das Kraftpaket bis zu 20 Stunden durch laut Samsung. Für eine vollwertige Wear-OS-Smartwatch ist das ein grundsolides Ergebnis und liegt auf Augenhöhe der hier öfter verglichenen Google PixelWatch 5.

Mein größter Kritikpunkt im Test ist jedoch die Ladegeschwindigkeit: Geladen wird kabellos mit 10 Watt. In der Praxis lädt der Akku in 30 bis 60 Minuten gerade einmal um rund 40 % nach; eine komplette Ladung zieht sich knapp zwei Stunden hin. Das kontaktlose Laden ohne physische Pin-Kontakte dauert spürbar länger als bei Konkurrenten wie der Pixel Watch, die dank direkter Ladekontakte in etwa 25 Minuten wieder einsatzbereit ist. Wer die Uhr lückenlos für das Schlaftracking nutzen möchte, stößt hier schnell an nervige Zeitfenster. Schade Samsung.

3. Beeindruckendes Display und harte Outdoor-Zertifizierungen, aber eine geänderte Ergonomie

Orange Akzente wie bei der Watch Ultra 1 sind bei der Watch Ultra2 weniger geworden.

In puncto Gehäuse und Anzeige spielt Samsung seine Kernkompetenzen voll aus. Das 1,52 Zoll große Super-AMOLED-Display strahlt mit einer Spitzenhelligkeit von extremen 5.000 Nits (Vorgänger: 3.000 Nits). Da kann selbst die Apple Watch Ultra nur geblendet die Sonnenbrille aufsetzen beim in die Röhre schauen… 😎
Selbst bei gleißendem Sonnenlicht bleibt das Display knackig ablesbar. Braucht man das wirklich? 🤔Also ich behauptet tatsächlich nein. Ich habe die Ultra Version 1 sehr gern und lange Getragen, auch im Sommer hatte ich nie die Situation das das Display nicht ablesbar oder gar zu dunkel war. Also ja, nett das sie Ultra 2 das jetzt kann, aber in der Praxis brauchte ich das nie. 

Der edle Titanrahmen schützt das kratzfeste Saphirglas durch eine leicht überstehende Kante vor direkten Stößen. Zudem ist die Bautiefe auf schlankere 10,7 mm geschrumpft (vorher 12,1 mm), während das Gewicht bei recht wuchtigen 61,5 Gramm liegt.

Deine Aktivitäten der Watch Ultra 2 im Überblick - mit allen Werten die man braucht.

Auch jenseits des Alltags zeigt die Ultra 2 echte Nehmerqualitäten:

  • Normierte Tauchfähigkeit: Dank EN13319-Zertifizierung ist die Uhr für Tauchgänge bis 40 Meter Tiefe gerüstet. Ein dezidierter Tauchcomputer-Modus zeigt automatisch Tauchtiefe, Tauchzeit, Aufstiegsgeschwindigkeit und Dekompressionsstopps an – inklusive Natively-Unterstützung der Mares Dive App zur Stickstoffüberwachung.
  • Erweiterter Wasserschutz: Neben 10 ATM Wasserdichtigkeit bringt die Schutzart IP69K Resistenz gegen Heißwasser und Hochdruckstrahler mit (fragt mich nicht ob man das im Alltag brauch) 
  • Hitzebeständige Thermal-Stabilität: Anders als manche Konkurrenzmodelle neigt die Watch Ultra 2 selbst bei sommerlicher Hitze und direkter Sonneneinstrahlung nicht zum Drosseln oder Überhitzen, wie ich es öfter bei der Google PixelWaatch habe. 

4. Grenzen im Alltag: Wo das Design bei Laden, Schlaftracking und Bedienung stolpert

Bei aller Begeisterung für die Hardware-Power offenbart die Alltagsnutzung Schwachstellen, die vor dem Kauf einkalkuliert werden müssen:

  • Zähe Ladezeiten im Alltag: Samsung wirbt zwar mit 10-W-Schnellladen, doch in der Praxis erfordert das kontaktlose Laden Geduld. Wer die Uhr rund um die Uhr samt Schlaftracking nutzen möchte, stößt auf nervige Zeitfenster-Probleme.
  • Ergonomie-Hürden in der Nacht: Trotz der flacheren Gehäuselinie ist mir das 61,5 Gramm schwere Titangehäuse fürs Bett schlicht viel zu klobig. Die integrierte Schlafapnoe-Erkennung erweist sich in der Praxis zudem als fehleranfällig: Um verlässliche Daten zu liefern, muss die Uhr höher am Unterarm getragen werden. In der Nacht rutscht das Gehäuse an einem schmaleren Handgelenk jedoch unweigerlich nach unten, sofern man das Armband nicht unangenehm eng zuschnallt. Bei mir war die Funktion trotz vieler Nächte genau aus diesem Grund nicht nutzbar.
Meldung der Watch Ultra 2: Schlafapnoe-Erkennung war bei mir leider nicht nutzbar.
...ob es wegen zu wenig “Trinkgeld” nicht funktioniert hat, konnte ich bislang nicht klären. 😅
  • Schwammige digitale Lünette: Während physische Kronen (wie bei der Pixel Watch) ein präzises, mechanisch-taktiles Feedback ohne Latenz liefern, reagiert die digitale Lünette der Ultra 2 schwammig, träge, ruckellig und ungenau. Im Test blieb das Feature, wie bei der Watch Ultra 1 ungenutzt und ist in meinen Augen nicht nutzbar.
  • Ungenaue Diktatfunktion: Wer Nachrichten unterwegs per Spracheingabe verfasst, stößt auf eine spürbar höhere Fehlerquote als bei der präzisen Gemini-Spracherkennung der Konkurrenz.

5. Der künstliche Ökosystem-Zwang und das Vermissen eines echten „Ultra“-Features

Ein bitterer Beigeschmack bleibt beim Blick auf Samsungs Software-Politik. Der Hersteller sperrt nach wie vor eine Reihe essenzieller Gesundheits- und Komfortfunktionen für Nutzer von Fremd-Smartphones. Wer die Uhr mit einem Android-Smartphone eines anderen Herstellers paart, schaut bei folgenden Features in die Röhre:

Alle Vitaldaten auf der Samsung Health-App
  • EKG- und Blutdruckmessung
  • Schlafapnoe-Erkennung
  • Doppel-Tipp-Geste zur Einhand-Steuerung
  • Vorschlag-Antworten bei Benachrichtigungen & Kamera-Remote-Steuerung
  • Sync von Schlafmodi & Bixby-Routinen

Zudem leistet sich Samsung beim Outdoor-Anspruch eine unverständliche Lücke: Es fehlt ein autarker Satelliten-Notruf. Wenn im abgelegenen Terrain kein Mobilfunknetz verfügbar ist, kann die Uhr im Ernstfall keine Notfall-Nachricht per Satellit absetzen – ein Sicherheitsfeature, das im Ultra-Segment eigentlich Pflicht sein sollte und eine Google PixelWatch schon seit zwei Gerätegenerationen anbietet.
Mein Test zur PixelWatch 5 findest du übrigens hier:
 

 

6. Fazit und Ausblick: Für wen lohnt sich der Kauf?

Die Watch Ultra 2 ist keine kleine SmartWatch.

Nach dem drastischen Preisverfall auf rund 450 Euro wandelt sich die Samsung Galaxy Watch Ultra 2 meiner Meinung nach zu einer echten Empfehlung.
Insbesondere Besitzer eines Samsung-Smartphones erhalten eine extrem robuste, überragend helle und funktionell autarke Smartwatch, die im Sport- und Alltagsbetrieb kaum Wünsche offenlässt. Zwar punkten viele Modelle anderer Hersteller mit enorm langen Akkulaufzeiten – doch bieten sie eben nicht diese Fülle an echten smarten Funktionen. Und ist das dann überhaupt noch eine echte Smartwatch, wenn smarte Features fehlen und lediglich die Ausdauer heraussticht? Ich finde: nein.
Die Ultra 2 ist eine vollwertige Smartwatch, kein reiner Fitnesstracker. Dank ihrer neuen Funktionen ist sie für Sportbegeisterte die perfekte Wahl im Outdoor-Bereich.

Wer die Uhr allerdings primär für ein unaufdringliches Schlaftracking sucht, fährt mit einem filigranen Fitnessband oder einem smarten Ring deutlich komfortabler. Android-Nutzer ohne Samsung-Smartphone, die Wert auf uneingeschränkte Gesundheitsdaten, präzise Kronen-Navigation und Satelliten-Sicherheit legen, finden in Modellen wie der Google Pixel Watch 5 eine stimmige Alternative, die aber leider nicht so robust ist, aber muss eine Uhr das immer sein? 

Wie siehst du das? Bist du bereit, für autarke Smartwatch-Features, ein brillantes Display und Top-Lautsprecher etwas längere Ladezeiten in Kauf zu nehmen? Stimmt die Preis- Leistung jetzt bei der Ultra 2? 

Euer Simon

HINWEIS: Dieser Beitrag, mein Videoreview oben, die Bilder … wurden alle ohne jede KI erstellt. Lediglich der Text wurde im Textfluss, Grammatik etc. von einer KI optimiert. Inhaltlich basiert alles zu 100% auf meinen eigenen Erfahrungen mit der Watch Ultra 2.

2 Antworten

o2_Dennis
  • Moderator
  • Okt. 28, 2026 6:51 PM UTC

Ein bitterer Beigeschmack bleibt beim Blick auf Samsungs Software-Politik. Der Hersteller sperrt nach wie vor eine Reihe essenzieller Gesundheits- und Komfortfunktionen für Nutzer von Fremd-Smartphones.

Ein Punkt, der mich vor knapp vier Jahren daran gehindert hatte, mich für eine Galaxy Watch zu entscheiden. Ich hätte nämlich ganz gerne die Funktionen dabei gehabt, wollte mir aber auch kein neues Telefon kaufen. Ich verstehe zwar, dass man die Leute natürlich noch tiefer in das eigene Ökosystem ziehen möchte. Aber ich werde mich in solchen Fällen immer gegen einen Zusatzkauf entscheiden und mich dann einfach woanders umschauen. Die Produktlandschaft da draußen hat schließlich einiges zu bieten. 🙂


FunThomas.de
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  • Autor
  • Legende
  • Okt. 29, 2026 6:44 AM UTC

​@o2_Dennis ja, was soll ich sagen: 100 % Zustimmung! 😅 Es ist wirklich schade, dass Samsung diesen Weg seit einiger Zeit geht. Wie du schon schreibst, in meinen Augen der absolut falsche Ansatz. Wenn das eigene Produkt nicht überzeugt, muss man eben die Daumenschrauben anlegen? Am Ende muss das jeder Nutzer selbst entscheiden – ich kann nur darauf hinweisen. Auch wenn ich ein Samsung-Smartphone nutze, wird die Ultra 2 nicht mein Daily Driver am Handgelenk. Die Konkurrenz da draußen hat einfach zu viel zu bieten (korrket). 😀
Blutdruck- und Schlafapnoe-Erfassung übernimmt bei mir ohnehin der smarte Ring, der für ein 24/7-Tracking viel besser geeignet ist, vor allem im Schlaf geht der Titan-Klopper gar nicht. Ich trauere der Entscheidung, die Ultra 2 zurückzuschicken, also nicht wirklich hinterher. Viele Grüße