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Mein erstes Jahr mit o2 Glasfaser

  • February 17, 2026
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Mein erstes Jahr mit o2 Glasfaser:

Installation & Einrichtung

Die Bestellung verlief telefonisch unkompliziert. Vor Ort gab es am Anfang Schwierigkeiten, da ich die erste Person war, die den Glasfaseranschluss in meiner Wohnung genutzt hat. Wir haben aber auch keine Standardinstallation. Erst nach dem dritten Technikerbesuch konnte der Anschluss geschaltet werden.

Das lag allerdings nicht an o2, da die Techniker ja von der Telekom kamen. Der o2 Support hat mich während des Prozesses gut unterstützt

Die Einrichtung selbst einfach und unterscheidet sich kaum von einem DSL-Anschluss: Zugangsdaten in die Fritz!Box eingeben und lossurfen. Der einzige zusätzliche Schritt war, die Router-ID auf der „Mein o2"-Seite zu hinterlegen.

Ich habe die FRITZ!Box 5530 Fiber über o2 gemietet. Inzwischen ist die Box aber deutlich günstiger, weshalb sich ein Kauf mittlerweile eher lohnt als die monatliche Miete.

Geschwindigkeit & Latenz

Die beworbenen 1000 Mbit/s im Download werden dauerhaft erreicht. Der durchschnittliche Ping liegt bei 6 ms. Ich habe auf meinen Homeserver das ganze 24/7 überwacht 😉Einbrüche oder Schwankungen zu Stoßzeiten konnte ich nicht feststellen.

Peering:

Was ist Peering überhaupt?

Das Internet besteht nicht aus einem einzigen großen Netz, sondern aus tausenden einzelnen Netzwerken, die von verschiedenen Anbietern betrieben werden. Damit Daten von einem Dienst wie YouTube, Discord oder Instagram zu dir nach Hause gelangen, müssen diese Netzwerke an bestimmten Punkten miteinander verbunden sein den sogenannten Peering-Punkten. Der Vorgang, bei dem zwei Netzwerke direkt miteinander verbunden werden und Daten austauschen, heißt Peering.

Beim kostenlosen „Open Peering" verbinden sich Anbieter gegenseitig ohne Bezahlung nach dem Prinzip: Ich lass deinen Traffic durch, du lässt meinen durch.

Beim „Paid Peering" hingegen verlangt ein Anbieter Geld für den direkten Zugang zu seinem Netz. Wer nicht zahlt, wird über längere, langsamere Umwege geleitet die Folge sind dann Paketverluste und hohe Pings.

Wer Wert auf gutes Peering legt, ist bei o2 deutlich besser aufgehoben als bei anderen Anbietern. Der Unterschied ist auch im Alltag spürbar.

Während o2 eine offene Peering-Policy verfolgt und an öffentlichen Internet-Austauschknoten präsent ist, betreiben viele Anbieter ein „Paid Peering"-Modell. Das bedeutet: Die Telekom verlangt von großen Contentanbietern wie Meta, Cloudflare oder Netflix Gebühren für direkte Verbindungen in ihr Netz.

Wer diese Gebühren nicht zahlt, wird über teure Umwege geroutet. Das Ergebnis: Ladeprobleme bei Diensten hinter Cloudflare (Discord, viele Shops, GitHub Pages),  erhöhte Latenzen im Online-Gaming.

Bei o2 merkt man von all dem nichts. Dank des offenen Peering-Ansatzes werden Dienste direkt und ohne künstliche Umwege angebunden.

Bei Interesse hier sind noch ein paar Links:

https://stadt-bremerhaven.de/meta-muss-der-telekom-rund-30-millionen-euro-nachzahlen/
https://www.peeringdb.com/net/115
https://www.heise.de/news/Vodafone-verlaesst-oeffentliche-Internetknoten-11068819.html
https://netzbremse.de/


Falls Interesse besteht, kann ich gerne noch einen separaten Beitrag zur FRITZ!Box 5530 Fiber erstellen

Kritik:

Das einzige was ich zum meckern habe ist die Zwangstrennung, die bei mir regelmäßig um 04:25 Uhr stattfindet. Für die meisten Nutzer dürfte das kaum auffallen, aber wer nachts Downloads laufen hat, einen Server betreibt oder auf eine durchgehende Verbindung angewiesen ist, wird davon gestört. Bei einem Business Tarif habt ihr das Problem nicht.

Fazit:
Nach einem Jahr läuft der Anschluss stabil. Die 1000 Mbit/s kommen konstant an, der Ping bleibt auch zu Stoßzeiten bei 6ms, und dank des offenen Peerings merkt man nichts von den Problemen, die man bei anderen Anbietern kennt.