iPhone 11 Pro - Ein erster Testbericht

  • 6 Oktober 2019
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iPhone 11 Pro - Ein erster Testbericht
Benutzerebene 7

Ich habe mir das iPhone 11 Pro mit 256 GB in der Farbe Nightgreen bestellt. Eigentlich aus einer spontanen Laune heraus nach der Keynote im September. Mein Ursprünglicher Plan, mein iPhone X noch 1 Jahr zu behalten, wurde damit über Bord geworfen. Aber warum das Ganze?
Ich bin privat oft mit meiner Kamera unterwegs, wer meinen User-Name auf Instagram eingibt, kann sich dort einen Überblick darüber verschaffen, was mir in meiner Freizeit so vor die Linse läuft.
Oft habe ich mich schon aufgeregt, dass ich meine Kamera daheim vergessen habe und die Bilder mit dem iPhone X einfach nicht den gewünschten Look erfüllen, hier fehlt es am Weitwinkel, da wäre ein optischer Zoom nicht verkehrt… Ich denke wer sich intensiver mit der Fotografie auseinander setzt, kann mir folgen.
Das iPhone 11 Pro soll meine Kamera bestimmt nicht ersetzten, aber manchmal hat man einfach grad keine Kamera zur Hand. Hier soll das iPhone 11 Pro für mich ansetzen. Ob das so funktioniert? Das wird die Zeit zeigen, einen ersten Einblick gebe ich euch weiter unten im Testbericht.

Lieferumfang
iPhone 11 Pro 256 GB Nightgreen
18 Watt USB-C Charger
USB-C auf Lightning Kabel
Lightning EarPods
Booklet mit Schnellstart Anleitung, Sim-Ejecting-Tool und 2 Apple Sticker (Weiß)

Wichtige Neuerungen im Überblick
A13 Bionic Chip, 4 GB Ram, Wahlweise 64, 256 oder 512 GB, Space Grey, Silber, Gold oder Nightgreen, 5,8 oder 6,5 Zoll (Max) Bildschirmdiagonale, 4 bzw. 5h (Max) längere Akkulaufzeit, usw.
Ganz ehrlich? Die technischen Daten könnt ihr hier nachlesen, ich will hier kein Tech-Review geben, sondern einen Einblick aus meinem Alltag mit dem neuen iPhone in Bezug auf die wesentlichen Neuerungen.

FaceID – Jetzt noch besser
Apple hat es bereits in der Keynote angekündigt: FaceID soll jetzt noch besser funktionieren. Dies kann ich so bestätigen, abends im Bett erkennt er mein Gesicht ohne Verrenkungen einwandfrei, dies war bei meinem iPhone X nicht immer so. Selbiges habe ich auch im Auto gemerkt, will ich das iPhone reaktivieren, solang es in der Halterung steckt, reicht nun ein leichtes nach rechts schauen, beim iPhone X musste ich hier immer die wildesten Verrenkungen machen.
Aber denkt dran: Kopf hoch – das Handy kann warten!

Kamera – Alle guten Dinge sind 3?
Die wildesten Memes und Anspielungen tauchten kurz nach der Pressekonferenz im Netz auf, mal wurde aus dem Kamera Modul des iPhone 11 Pro ein Rasierer, mal ein Kochfeld. Doch was genau verbirgt sich dahinter?

 

 

 

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©️Unsplash - George Beridze

Meine Erklärung beginnt oben links, hier verbirgt sich das 26mm Weitwinkelobjektiv. Es löst mit 12 Megapixel auf, hat eine f1.8 Blende und ist optisch stabilisiert.
Darunter folgt das 52mm Teleobjektiv. Es löst ebenfalls mit 12 Megapixel auf, ist auch optisch Stabilisiert, bietet aber eine etwas geringere Blende von f2.0.
Rechts, mittig der beiden linken Linsen folgt noch das 13mm Ultraweitwinkelobjektiv. Es löst, wie die anderen beiden Objektive, ebenfalls mit 12 Megapixel auf, kommt allerdings ohne optische Stabilisierung daher. Die Blende fällt mit f2.4 nochmal etwas geringer aus. Dafür bietet es ein Sichtfeld von 120 Grad und somit bis zu viermal mehr Umgebung auf den Fotos.
Über der Ultraweitwinkellinse ist noch der Blitz integriert, allerdings wird er von mir zu 99% nur als Taschenlampe benutzt.
Die Anordnung der Linsen ist klug durchdacht. Durch sie ermöglicht Apple beim Wechsel auf das nächste Objektiv einen fast unveränderten Betrachtungswinkel auf das Motiv, wodurch in der Kamera App ein Nahtloser Zoom von 0,5 bis 10,0 (Kombination von digitalem Zoom und optischem Zoom) ermöglicht wird.

 

 

 

 

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Gefilmt wird beim iPhone 11 Pro mit 4k 60fps. Apple selbst wirbt mit der höchsten Video Qualität in einem Smartphone. Da ich kein Video-Mensch bin und meine einzigen Smartphone-Video-Aufnahmen sich auf die typischen Konzert Mitschnitte beschränken, kann ich hier nicht viel dazu sagen, werde den Bericht aber gegebenenfalls in Zukunft noch anpassen.
Wozu ich aber definitiv etwas sagen kann, ist der Nachtmodus. Hier war ich anfangs echt skeptisch. Wenn ich daran denke, dass man bei einer normalen Kamera ab ca. 0,5s Belichtungszeit lieber aufs Stativ wechselt, bekommt Apple das ganze erstaunlich gut hin.

 

 

 

 

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Links: Normale Aufnahme Rechts: Aufnahme im Nachtmodus mit automatischer Belichtungszeit (3 Sec.)

Akku – keine Suche mehr, nach einer Steckdose
Bis zu 4h mehr Akkulaufzeit, beim Max Modell sogar bis zu 5h. Wahnsinn. Apple hat hier gut gearbeitet und das ganze Paket aus Hard und Software weiter aufeinander abgestimmt. Meist kam ich mit meinem iPhone X nach einem Arbeitstag nach Hause und musste spätestens dann eine Steckdose aufsuchen. An normalen Arbeitstagen komme ich mit dem iPhone 11 Pro meist noch bis zum schlafen gehen mit einer Akku Ladung aus. Und wenn es doch mal knapp wird, lädt das neue iPhone dank des 18 Watt Netzteil in einer halben Stunde rund 50% nach.

Display – Heller und leuchtender?
Zugegeben, im ersten Vergleich zwischen iPhone X und iPhone 11 Pro sind mir keine nennenswerten Unterschiede aufgefallen. Als ich dann aber mit dem neuen iPhone das erste Mal draußen war, überzeugte die gesteigerte Helligkeit des Displays. Inhalte waren selbst bei direkter Sonneneinstrahlung noch gut zu erkennen und dabei keinesfalls arm an Farben. Insgesamt löst das Display gestochen scharf auf.

3D Touch – Weg war er
Auf der Keynote wurde zum 3D Touch nichts gesagt, aber aufgrund des neuen OLED Displays musste dieser weichen. Apple hat die Funktionen von 3D Touch nun durch Haptic Touch (langes Drücken) implementiert. Ich selber vermisse 3D Touch nicht, habe ich ihn sowieso mehr zufällig als gezielt genutzt.

IP68 – Her mit euren Getränken!
Das iPhone 11 Pro ist laut Apple das am besten geschützteste iPhone aller Zeiten. Bis zu 4 Meter kann euer iPhone für maximal 30 min auf Tauchstation gehen, ausprobieren würde ich das Ganze aber nicht bis aufs äußerste. Des Weiteren gibt Apple an, dass das iPhone auch Angriffe durch Kaffee, Tee oder ähnlichen Flüssigkeiten überstehen soll. Staubschutz ist durch die präzise Versiegelung natürlich auch gewährleistet, solang das iPhone nicht durch Einwirkungen von außen demoliert wurde.

Fazit – Ein Spontan-Kauf der überzeugt
Nun, nach 2 Wochen mit dem Gerät lässt sich sicher noch nicht endgültig sagen, ob alles wirklich so top ist, wie es jetzt auf den ersten Blick klingen mag, ich selbst bereue den Wechsel aber nicht. Allein die gesteigerte Akku Kapazität gepaart mit dem neuen Kamera Modul erleichtert mir meinen Alltag ungemein. Ob man das ganze wirklich braucht, vor allem in Anbetracht der nicht ganz geringen Preise, sei mal dahingestellt.
Ich selbst bereue meine spontane Entscheidung jedenfalls nicht und freue mich auf die nächste Zeit mit dem neuen iPhone 11 Pro. Gut, ein USB-C Anschluss hätte jetzt langsam wirklich den Einzug verdient, aber darauf kann ich auch noch warten.
Bis jetzt hat es im Freundes Kreis auch immer zu Begeisterung geführt, wenn sie es mal im direkten Vergleich zu ihrem iPhone X/XS sehen konnten. Besonders die Matte Glas Rückseite kommt immer wieder gut an!
Jetzt bin ich aber auf eure Meinung gespannt, was gefällt euch am neuen iPhone? Was vermisst ihr? Soll ich nochmal genauer auf eine Neuerung eingehen?
Lasst es mich und o2 in den Kommentaren wissen!

 

 


6 Antworten

Benutzerebene 7
Abzeichen
@zeit_frei_fotografie netter Testbericht. Kannst Du vielleicht sagen, wieviel Stunden Du aktiv mit Display on das IPhone durchschnittlich benutzt? Und wie ist die Netzempfindlichkeit im 3G/4G Bereich? Danke.
Vielen Dank für den tollen Testbericht!

Da ich zwar viel fotografiere, aber eigentlich nur knipse, und mir nur Mühe gebe, wenn ich auftragsgemäß, pflichtschuldigst und untertänigst meine Süße ablichte (und hierfür zum Glück Weitwinkel noch nicht nötig ist), und mir bei meinem Nutzungsverhalten der Akku vom XS Max reicht, bleibe ich bei meinem derzeitigen iPhone.

Das einzige, was für mich durchaus einen Mehrwert bedeuten könnte, wäre das hellere Display. Das merke ich grade in den sonnigen Gefilden (besser: Gewässern), in denen ich diese Zeilen auf meinem iPhone schreibe.
Benutzerebene 7
@zeit_frei_fotografie netter Testbericht. Kannst Du vielleicht sagen, wieviel Stunden Du aktiv mit Display on das IPhone durchschnittlich benutzt? Und wie ist die Netzempfindlichkeit im 3G/4G Bereich? Danke.
Hey @Joe Doe 🙂

im Durchschnitt komme ich auf ca. 9-10h Display On im „Alltagsgeschäft“. Bezüglich der Netzempfindlichkeit kann ich noch nicht viel sagen, da ich bisher nur im Umkreis ~ 10km von daheim unterwegs war, evtl. zeigt sich da nächste Woche mehr. Was ich aber sagen kann: der Wechsel zwischen Wlan-Call und LTE klappt reibungslos, beim X ist hier immer die Verbindung kurz unterbrochen worden, sodass man neu anrufen musste...
Benutzerebene 7
Hey @Omikron,

ich bin halt viel in Städten unterwegs, da ist das Weitwinkel gar nicht verkehrt 😉
Für „meine Süße“, die sich meist eh nicht fotografieren lässt, brauche ich zum Glück auch kein Weitwinkel, hier würde ich eher zu einer 85mm Linse greifen 😬

Aber wo treibst du dich denn aktuell rum? Bei uns ist zur Zeit alles Grau in Grau... Da würdest du selbst bei dunkelster Einstellung noch alles erkennen.
Aber wo treibst du dich denn aktuell rum? Bei uns ist zur Zeit alles Grau in Grau... Da würdest du selbst bei dunkelster Einstellung noch alles erkennen.
Ja, OK, bessere Aufnahmen bei Nacht oder miesem Novemberwetter wären natürlich auch fein. Mein XS schwächelt da manchmal.

Ich bin grad auf einem Schiff im Atlantik von Marokko nach Gibraltar unterwegs: Sonne ohne Ende...
Benutzerebene 7
Ich bin grad auf einem Schiff im Atlantik von Marokko nach Gibraltar unterwegs: Sonne ohne Ende...
Ich hoffe, du bringst die Sonne mit nach Deutschland!

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