Skip to main content
Warum O2
Warenkorb
Service
Testbericht

Google Pixel Watch 5 (45 mm LTE) im Test: Alltag top, Sport flop? (Vergleich mit Garmin Venu 4)

TMoney
Legende
Forum|alt.badge.img+21

Lange habe ich darauf gewartet, die Pixel Watch 5 – hier explizit in der 45-mm-Variante mit LTE-Funktion - zwischen die Finger zu bekommen und zu testen. Es wird viel Text geben, aber auch sehr viele Vergleichsbilder. Ich werde versuchen, euch alles so gut wie möglich näherzubringen.

Eines noch vorweg: Sollte ich öfters mal negativ über die Pixel Watch 5 (Watch 5) schreiben, liegt dies einzig und allein daran, dass ich vom Funktionsumfang der Pixel Watch 5 enttäuscht bin – hauptsächlich im Sportbereich. Und ich erwarte hier von so einem großen Player wie Google einfach mehr.

Wie habe ich getestet? Um relativ gute Vergleiche ziehen zu können, habe ich die Pixel Watch 5 - 24 Stunden durchgetragen. Zum Vergleich hatte ich nachts und tagsüber ein Garmin-Cirqa-Band am anderen Handgelenk. Beim Sport habe ich aktiv meine Garmin Venu 4 (45 mm) gegen die Watch 5 antreten lassen. Dieser Test war somit auch für mich sehr spannend, um einfach mal zu sehen: Wo sind denn die Stärken und Schwächen von Google - oder natürlich auch von Garmin? Natürlich wird es aber hauptsächlich um die Pixel Watch 5 gehen.
 

Meine verwendeten Testgeräte (Garmin Venu 4 & Garmin Cirqa Band) für einen präzisen Vergleichstest mit der Pixel Watch 5

 

1. Performance, Empfang & Sprachqualität

Warum kein Unboxing und keine technischen Daten? Macht er doch immer! „Ja, das kannst du dir sparen“, war hier meine Intention. Es hat sich schlichtweg an der Verpackung und am Inhalt nichts geändert im Vergleich zur Pixel Watch 4 aus dem Vorjahr. Bei den technischen Daten auch nicht wirklich viel:

  • Mehr Speicher: Wir haben jetzt 64 GB im Vergleich zu 32 GB aus dem Vorjahr.
  • Mehr Arbeitsspeicher (RAM): 3 GB statt 2 GB aus dem Vorjahr.
  • Display: Die Displays der Watch 4 und der Watch 5 sind identisch bei der Pixeldichte und auch bei der Helligkeit – 3000 Nits (ist immer noch mega 😎). Das war es auch schon.

Performance Kommen wir zur Performance der Pixel Watch 5. Hier gibt es aus meiner Sicht leichte Verbesserungen im Vergleich zum Vorjahr, was wohl an dem 1 GB mehr Arbeitsspeicher liegt. Es läuft alles sehr flüssig beim Wischen über das Display. Ruckler oder Verzögerungen sind Geschichte und fast überhaupt nicht mehr zu bemerken. Klar, habt ihr die Watch gerade gestartet oder zieht neue Updates aus dem Play Store, braucht sie kurz, bis sie sich wieder gefangen hat und normal läuft.

Was sehr geil ist, ist die Gestensteuerung der Pixel Watch 5 (und auch der 4er). Zwei Finger zusammenziehen (ihr tippt mit eurem Zeigefinger auf euren Daumen), um Nachrichten zu scrollen, und dann einfach das Handgelenk schnell nach außen drehen, wenn ihr die Nachricht fertig gelesen habt - schon seid ihr wieder auf dem Startbildschirm der Watch, ohne auch nur einmal aktiv über das Display gewischt zu haben. Hier geht Google für mich genau den richtigen Weg, was die smarte Bedienung einer Smartwatch betrifft - weiter so, Google!

Empfang & eSIM Der Empfang der Watch 5 ist stabil und funktioniert nach dem Disconnecten (Bluetooth & WLAN) des Smartphones sehr schnell. Das Einrichten einer eSIM über die eigene Google Pixel Watch App ist aus meiner Sicht sehr einfach: Lesen, verstehen, tippen, einrichten, fertig – echt easy. Nach dem Einrichten der eSIM könnt ihr die Watch 5 quasi IMMER ohne Smartphone nutzen, das ist schon sehr cool. WhatsApp, Telefonieren, Messages und Musikhören – alles ohne Smartphone. Dass dies natürlich massiv die Akkulaufzeit der Watch 5 belastet, dürfte jedem von euch klar sein.

Sprachqualität & Lautsprecher Kommen wir zur Sprachqualität und dem Lautsprecher der Watch 5. Nehme ich den Vergleich zum Vorgänger, der Watch 4, ist es etwas besser geworden - und bei weitem nicht mal annähernd so schlecht, wie der Lautsprecher der Pixel Watch 3 war. Beim Telefonieren macht die Watch 5 genau das, was sie soll: Man hört sein Gegenüber laut und klar und auch dieser versteht alles, was man über das Mikro der Pixel Watch 5 von sich gibt.

Aber: Nehme ich den Lautsprecher meiner Garmin Venu 4, dann kann die Watch 5 leider einpacken. Hier muss sich Google bei der Pixel-Watch-Reihe deutlich verbessern. Ein Beispiel hierzu aus meinem Sport-Alltag: Bei Ansagen während des Laufens kann ich meine Garmin Watch locker durchschwingen lassen und verstehe alles, was sie sagt. Bei der Watch 5 muss ich diese aktiv an mein Ohr halten, um zu verstehen, was sie sagt. Definitiv verbesserungswürdig, Google.
 

2. Nutzung im Alltag mit Coach (Premium)

Die Nutzung im Alltag macht einfach Spaß. Messages kommen rein und du kannst sie einfach mit Speech-to-Text (Spracheingabe) beantworten, ohne lästiges Tippen auf der Watch 5. Im Vergleich zu meiner Garmin Watch ist das eine echte Erleichterung im Alltag. Auf der Garmin Uhr kann ich zwar auch antworten, aber halt nur mit Tippen auf einer kleinen Tastatur. Übrigens geht dies nicht bei iOS: Antworten sind bei einer mit einem iPhone gekoppelten Garmin Uhr nicht möglich. Nur das Empfangen und Lesen von Messages wird auf der Watch unterstützt.

  • Widgets: Wische ich von rechts nach links auf der Watch 5, habe ich die Möglichkeit, mir verschiedene Widgets auf den Bildschirm zu legen. Ob die Fernbedienung für meinen gekoppelten Google TV oder einfach „Wann geht die Sonne heute unter?“ – hier ist vieles möglich und macht es einfacher, euer Smartphone einfach mal nicht in die Hand zu nehmen, da du fast alles über die Watch 5 machen kannst. Auch hier geht Google den richtigen Weg und verbessert sich meiner Ansicht nach stetig.
  • Der Coach: Kommen wir zum Coach – der ist smart und macht mir sehr viel Spaß. Nach dem entsprechenden Füttern mit Daten (Wie viel Sport möchtest du in einer Woche machen? – „Cardio-Load“ nennt dies Google Health –, Was machst du so in deiner Freizeit?) berücksichtigt der Coach beim Erstellen eines Wochenplans so ziemlich alles. Sogar, ob du gerade eine Verletzung hast oder einfach nur langsam machen möchtest, da du dich noch von einer Erkältung erholst. Aber er ist halt hinter der Bezahlschranke. Da ich ein Google-One-Abo der entsprechenden Stufe habe, ist Google Health Premium darin enthalten und ich nutze es einfach mit – warum auch nicht. Ich könnte euch noch so viel zum Coach schreiben, dies würde hier aber den Rahmen des Berichtes sprengen. Solltet ihr explizite Fragen zum Coach haben, dann schreibt einfach unten in die Kommentare und ich werde versuchen, euch diese zu beantworten.

3. Akku

Ja, der Akku einer Smartwatch – ein leidiges Thema und für mich persönlich einer der Hauptgründe, warum ich eine Garmin Watch nutze. Wobei man hier ganz klar sagen kann, dass es sich schon sehr gebessert hat. Denken wir an die Pixel Watch 1 zurück: Hier musste man tatsächlich noch täglich laden - eine Katastrophe war das 😅.

Bei der Pixel Watch 5 komme ich mit aktiviertem LTE, GPS und Satelliten-Gedöns während eines 45-minütigen Laufes an zwei aufeinanderfolgenden Tagen auf eine Akkulaufzeit von 2 vollen Tagen – wohlgemerkt mit Schlaftracking, aber ohne Always-on-Display. Dies finde ich tatsächlich gut, wenn du bedenkst, was die Watch 5 alles an smarten Funktionen hat. Und wenn du diese dann zwei volle Tage nutzen kannst, ist das schon sehr viel besser im Vergleich zur Watch 1.

  • Aber: Meine Garmin Venu 4 lächelt das halt einfach weg. 7 volle Tage bei 5 bis 6 Sportaktivitäten und Schlaftracking in dieser Zeitspanne sind für ’ne Garmin Watch halt Pillepalle.

Hier kommt für mich sogar die Psyche ins Spiel: Nutzt du eine Smartwatch – egal ob Google, Apple oder Samsung, hast du immer im Hinterkopf, dass du bald wieder laden musst. Nutzt du eine Garmin, Coros oder Suunto, nutzt du diese einfach und vergisst irgendwann, dass du sie trägst. Mental ist dies für viele Menschen einfach sehr viel entspannter und unbelasteter. Einfach mal drüber nachdenken! 😉

Die nackten Daten und Fakten zur Akkulaufzeit: Die Watch 5 verbraucht bei einem 45-minütigen Lauf über 7 km gute 9 % Akku (natürlich mit aktiviertem LTE und GPS). Heißt, ich könnte gut 77 km mit der Uhr laufen gehen. Das war dann wohl auch der Grund, warum Arda Saatçi bei seinem Rekordlauf eine Garmin Uhr genutzt hat. 😛

Beim Laden geht das alles sehr viel flotter als bei Garmin (1,5 Stunden bis vollständig geladen). Da hat Google echte Verbesserungen seit der Watch 3 eingeführt. Durch die zwei Pins an der Seite und das Ladekissen bekommt ihr die Watch 5 innerhalb von 50 Minuten von 10 % auf 100 % voll aufgepumpt. Ja, so geht das, Samsung🤣! Bedeutet: Hier nutzt man die sogenannte Dusch-Routine. Ihr geht duschen (min. 10-minuten), ladet in dieser Zeit die Watch 5 und schon kommt ihr wieder auf einen vollen Tag Nutzung mit zugehörigem Schlaftracking.

4. Sport

Nun geht’s ins Eingemachte. Direkte Vergleiche zu Garmin erspare ich euch hier aber größtenteils, das wäre sehr unfair gegenüber Google. Ich möchte nur so viel dazu sagen: Google ist auf einem guten Weg.

Google Health Coach (basierend auf Gemini)

Der Google Health Coach kann euch so ziemlich alles, was ihr geleistet habt, in einer schönen Text-Zusammenfassung anzeigen und vor allem deutlich und einfach erklären. Ich habe hier verschiedene Screenshots, die dies sehr schön verdeutlichen. Bitte immer daran denken, dass alles, was den Coach betrifft, hinter der Bezahlschranke ist.

Als Beispiel möchte ich wissen: Was bedeutet „Herzfrequenzvariabilität“? Der Coach erklärt euch das in einer Zusammenfassung und fügt gleich noch mit an, wo ihr dies in der Google Health App findet. Ich finde das einfach nur mega und absolut genial. Tatsächlich ist es für mich einer der Hauptgründe, warum ich meine Garmin-Daten über die Health-Connect-Schnittstelle zu Google Health transferiere. Der Coach nimmt zwar nicht alle Garmin-Daten, da Garmin nicht alles freigibt, aber die wichtigsten: Schlaf, Aktivitäten, Schritte und deine Herzfrequenz. Das reicht mir, um es in einer schönen Zusammenfassung in der Google Health App anzuschauen. Die Google Health App ist deutlich schöner und strukturierter im Vergleich zur Garmin Connect App.

Laufen

Hier habe ich verschiedene Test-Szenarien durchgeführt: einmal mit einem gekoppelten Smartphone und einmal ohne. Hier war auffällig, dass das GPS der Watch 5 bessere Daten liefert als das meines Google Pixel 11 Pro. Erstaunlich - hierzu muss man aber vor jedem Lauf immer erst das gekoppelte Smartphone entkoppeln, also aktiv die Bluetooth-Verbindung zum Smartphone deaktivieren. Ziemlich nervig, ich will doch nur laufen gehen!
 

Hier ist eine Zusammenfassung meines Laufes. Ich finde diese Darstellung sehr gelungen, übersichtlich und gut verständlich.

Nutzt ihr die Watch 5 mit einem gekoppelten Smartphone und geht nach eurem Lauf in die Google Health App, seht ihr schon eine der wenigen Neuerungen der Watch 5: In der dargestellten Karte, die eure gelaufene Strecke anzeigt, ist ein kleiner Hinweis: „GPS-Route wird optimiert“. Wie lange diese Optimierung genau dauert, kann ich euch leider nicht sagen. Leider geschieht das erst nach dem Lauf, was für mich als Hobbyläufer aber nicht so dolle ist.
 

Hier seht ihr deutlich im Bild - GPS Route wird optimiert
Blick auf die Google Health App mit der Trainingsübersicht meiner Laufeinheit
Blick auf die Google Health App mit der Trainingsübersicht meiner Laufeinheit
Blick auf die Google Health App mit der Trainingsübersicht meiner Laufeinheit


Warum? Das ist ganz einfach: Während eines Laufes schaust du auf deine Pace. Die Pace ist aber nur so genau wie der GPS-Empfang der Uhr, die ihr nutzt. Bedeutet explizit für die Watch 5 - und das war leider auch in meinem Testverlauf eindeutig feststellbar: Der allgemeine GPS-Empfang der Garmin Venu 4 war eindeutig genauer im Vergleich zur Watch 5. Du kannst dich also als ambitionierter Läufer leider nicht zu 100 % auf die angezeigte Pace der Watch 5 verlassen. Schade, Google, das muss eindeutig besser werden. Und das ist übrigens einer der Gründe, warum ambitionierte Läufer keine Google, Apple oder Samsung Watch nutzen.

Aufgefallen ist mir auch noch, dass die sogenannten Datenfelder (das sind die Felder, die auf dem Display der jeweiligen Watch angezeigt werden, während man eine Aktivität ausführt) bei der Watch 5 in ihrer Darstellung sehr klein sind. Bei Garmin ist das etwas größer dargestellt.

Oben im Bild: Die Datenfelder auf dem Display der Pixel Watch 5
Unten im Bild: Die Datenfelder im Vergleich auf der Garmin Venu 4

Warum ist das wichtig? Während eines Laufes ist dein Körper am Auf- und Abschwingen. Jetzt versuche hier mal, das Display einer Smartwatch abzulesen. Genau, bei der Darstellung auf der Watch 5 ist dies für mich sehr schwierig. Ich hoffe, dass Google hier schnellstmöglich nachbessert. Leider ist es auch nicht möglich, im Google Play Store entsprechende Datenfelder herunterzuladen.
 

Kraftsport

Ja, das ist mit der Watch 5 möglich. Google hat in die Google Health App mittlerweile einen Baukasten für die Erstellung von Trainings/Workouts integriert. Hier könnt ihr euch verschiedene Workouts selbst erstellen oder einfach dem Coach per Chat erklären (Bezahlschranke), was ihr gerne machen möchtet, und dieser erstellt dann das Training für euch.

Was leider noch nicht möglich ist – obwohl die Watch 5 & 4 die technischen Voraussetzungen dafür schon mitbringen –, ist das Zählen von Wiederholungen bei Push-ups, Kurzhantel-Training usw. Dies soll aber per Update später in diesem Jahr noch nachgeliefert werden. Ich brauche euch jetzt nicht zu sagen, was bei Garmin schon lange möglich ist ;-)

Bisher ist dies so gelöst, dass ihr an eurer Watch 5 einfach „Krafttraining“ auswählt und startet. Gleichzeitig geht ihr in eure Google Health App, startet dort das erstellte Training und werdet dann schön durch das Programm geführt – auch mit Videoanleitung für die verschiedenen Übungen. Hier ist es für mich halt nervig, dass du doch wieder immer dein Smartphone in die Hand nehmen musst und am Trainingsende an beiden Geräten (Watch 5 und Smartphone) die laufenden Aktivitäten beenden musst. Die anschließende Synchronisierung der von der Watch 5 erfassten Trainingsdaten in der Google Health App funktioniert dann aber wunderbar.
 

Ein paralleler Trainingsstart auf der Pixel Watch 5 und dem Smartphone lässt sich aktuell leider noch nicht durchführen.

Schwimmen

Beim Schwimmen ist mir aufgefallen, dass auch hier das Datenfeld der laufenden Aktivität einfach zu unübersichtlich ist. Meistens ist die Uhr ja unter Wasser und das Ablesen des Datenfeldes ist eh schon schwierig. Was jedoch sehr gut funktioniert hat, ist, dass die Watch 5 sofort erkannt hat, dass sie unter Wasser ist, und automatisch die Wassersperre aktiviert hat.

Was dann das reine Schwimmen betrifft, hat die Watch 5 eine solide Leistung abgeliefert. Im Vergleich zu meiner Garmin Uhr hat sie bei meinen 1000 Metern aber eine Bahn unterschlagen. Hierzu sollte ich erwähnen, dass ihr vor dem Schwimmen in die Einstellungen der Uhr (explizit beim Schwimm-Profil) gehen und die Bahnlänge des Beckens, in dem ihr schwimmt, einstellen solltet. Was ihr von einer Smartwatch beim Schwimmen aber nicht erwarten dürft, ist eine präzise Erfassung eurer Herzfrequenz. Das ist für Smartwatches durch die Lichtbrechung des Wassers zum Sensor der jeweiligen Watch sehr schwierig – egal bei welchem Hersteller.
 

Fazit des Google Health Coachs zu meiner Schwimmeinheit
Blick auf die Google Health App mit der Trainingsübersicht meiner Schwimmeinheit



5. Schlaftracking

Hier war ich durch die lange Nutzung meiner alten Pixel Watch 4 (das war vor Garmin) ja schon sehr positiv gegenüber der Watch 5 eingestellt. Leider hat sich das etwas geändert! Wie schon ganz oben erwähnt, habe ich beim Schlafen die Watch 5 und ein Garmin-Circa-Band getragen. Auffällig war dann, dass ich laut Google immer 5 Minuten vor meinem Wecker aufgestanden bin. Beim Einschlafen war dann aber wieder Google genauer.
 

Schlaftracking-Vergleich:
• Oben: Google Pixel Watch 5
• Unten: Garmin Cirqa Band

Schön ist hier zu erwähnen, dass ihr euch mit der Watch 5 einfach ins Bett legen könnt und diese automatisch erkennt, wann ihr schlaft. Daraufhin geht die Watch 5 von selbst in den Schlafmodus, dunkelt das Display ab und startet den „Nicht stören“-Modus. Das alles bleibt so, bis die Watch 5 merkt, dass ihr aufgewacht oder halt einfach aufgestanden seid. Zusätzlich könnt ihr diesen Schlafenszeit-Modus auch mit einem kompatiblen Google Pixel synchronisieren. Heißt: Die Watch 5 stellt fest, dass ihr schlaft, und das Google Pixel Smartphone geht ebenfalls in den „Nicht stören“-Modus. Finde ich einfach genial.
 

6. Fazit

Kommen wir zum Schlussstrich. Für wen ist die Google Pixel Watch 5 (45 mm LTE) denn nun eigentlich gemacht?

Sucht ihr eine echte, reine Smartwatch für den Alltag, die perfekt mit eurem Google Pixel Smartphone harmoniert, dann liefert Google hier wirklich ab. Die Performance ist dank der 3 GB RAM super flüssig, die Gestensteuerung im Alltag einfach nur geil und durch die LTE-Funktion könnt ihr das Smartphone auch einfach mal entspannt zu Hause liegen lassen. Dazu kommt die Google Health App in Verbindung mit dem Gemini-Coach (wenn auch hinter der Bezahlschranke) – wie die Daten hier aufbereitet und verständlich erklärt werden, ist für mich aktuell absolut genial und optisch deutlich schöner gelöst als bei Garmin. Auch die zwei vollen Tage Akkulaufzeit und das rasend schnelle Laden während der „Dusch-Routine“ zeigen, dass Google im Vergleich zu den ersten Generationen ordentlich dazugelernt hat.

Aber: Sobald der Fokus ernsthaft auf Sport und Fitness liegt, wendet sich das Blatt leider ziemlich schnell. Und genau hier bin ich von einem Giganten wie Google einfach enttäuscht. Zu kleine und beim Laufen schwer ablesbare Datenfelder, ein GPS, das im direkten Vergleich zur Garmin Venu 4 bei der Live-Pace einfach den Kürzeren zieht, ein beim Sport viel zu leiser Lautsprecher und ein Krafttraining, bei dem ich am Ende doch wieder das Smartphone in die Hand nehmen muss und noch nicht mal meine Wiederholungen automatisch gezählt werden – das reicht für ambitionierte Hobbysportler einfach noch nicht.

Dazu kommt für mich der mentale Faktor beim Akku: Zwei Tage sind für eine Smartwatch mit diesem Funktionsumfang zwar gut, aber im Vergleich zu den 7 Tagen meiner Garmin Venu 4 hast du bei der Pixel Watch halt trotzdem immer im Hinterkopf, dass du bald wieder ans Ladekissen musst.

Für mich persönlich bleibt die Garmin Venu 4 beim Sport und im Alltag daher ganz klar die Nummer eins am Handgelenk – kombiniert mit dem Datentransfer zu Google Health hole ich mir einfach das Beste aus beiden Welten. Wer hauptsächlich einen schicken, extrem smarten Alltagsbegleiter sucht und nur ab und zu mal ohne große Ambitionen eine Runde joggen geht, wird mit der Pixel Watch 5 definitiv seinen Spaß haben. Wer allerdings schon eine Pixel Watch 4 besitzt, kann sich das Upgrade aus meiner Sicht getrost sparen – dafür ist der Sprung einfach zu klein. Und an Google geht der Appell: Beim Thema Sport müsst ihr für die Watch 6 noch eine ordentliche Schippe drauflegen!

Wie seht ihr das? Reicht euch der Funktionsumfang einer klassischen Smartwatch beim Sport völlig aus oder setzt ihr beim Training auch lieber auf reine Sportuhren wie Garmin & Co.? Schreibt es mir gerne unten in die Kommentare!

Wie immer zum Schluss: Ich hoffe, euch hat mein Testbericht/Erfahrungsbericht gefallen! Solltet ihr noch Fragen haben, ab damit in die Kommentare.

Mein Dank geht an ​@o2_Angetestet Team vom Testgeräte-Bereich, dass ich die Google Pixel Watch 5 ausgiebig für euch Testen durfte!

Euer TMoney

 

Ein kleiner Hinweis am Rande: Für die bessere Lesbarkeit habe ich diesen Text mithilfe der KI Gemini auf Rechtschreibung prüfen lassen. Der Inhalt und die Meinung basieren aber zu 100 % auf meinem persönlichen Test!