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Testbericht des Monats

Google Pixel 5 - Ein schickes und kompaktes Smartphone mit einem besonderen Display und einer tollen Kamera

Google Pixel 5 - Ein schickes und kompaktes Smartphone mit einem besonderen Display und einer tollen Kamera
Benutzerebene 2

Das Google Pixel 5 ist ein Smartphone vom Suchmaschinengiganten Google, das im Gegensatz zu Smartphones von Samsung, Xiaomi usw. mit einem reinen Android 11 daherkommt, d.h. es gibt keine spezielle Oberfläche über Android. Als weitere Besonderheit ist das Gerät mit einem 6 Zoll Displaydiagonale recht klein und bietet ein sehr flüssiges 90 Hz Display. Mit einem Qualcomm Snapdragon 765G Prozessor ist es zudem in der Mittelklasse angesiedelt.

Google Pixel 5 - Vorderseite

Ich bin gespannt, was das Google Pixel 5 so kann.

Hier vorab die technischen Daten:

- ein fast randloses 6 Zoll OLED Display mit FHD+ Auflösung und 90 Hz Bildwiederholrate

- eine 765G CPU mit 8 GB RAM und 128 GB Festspeicher

- eine Hauptkamera mit 12,2 sowie 16 MP

- eine 8 MP Frontkamera, die sich auf der vorderen Seite, links oben im Punchhole befindet

- ein Akku mit 4080 mAh, welcher per USB-C oder kabellos geladen wird

- WLAN-AC mit 2,4 + 5 Ghz, 5G Mobilfunk, Nano-Sim + eSim

- Stereolautsprecher + 3 Mikrofone

- und das 144,7 (Höhe) x 70,4 (Breite) x 8 (Tiefe) mm große und 151 g schwere Gerät hat ein Aluminium Gehäuse mit einer matten, kunststoffartigen Beschichtung.

Google Pixel 5 - Rückseite

Von den Abmessungen sowie der 6 Zoll Displaygröße ist das Gerät tatsächlich sehr kompakt und lässt sich mit meinen durchschnittlich großen Männerhänden recht gut bedienen. Ganz oben komme ich aber nicht ran und muss dazu etwas umgreifen. An der rechten Seite des mobilen Begleiters gibt es die Lautstärke- und darüber die Einschalttaste.

Beide Tasten sind gut erreichbar, wobei ich es sinnvoller finde, wenn die Einschalttaste unter der Lautstärketaste wäre, da ich diese deutlich häufiger nutze als die Lautstärketaste. An der oberen Seite ist ein Mikrofonloch, an der linken Seite der Simkartenslot (Nano-Sim) und unten befinden sich die Stereolausprecher sowie der USB-C Anschluss.

Hinten befinden sich die Kamera sowie ein gut platzierter Fingerabdruckscanner und vorne das Display mit der Selfie-Kamera.

Das Pixel 5 besteht aus einem Alu-Gehäuse, welches mit einer matten Kunststoffbeschichtung überzogen ist. Die Haptik der Beschichtung fühlt sich andersartig, aber richtig gut an. Außerdem ist das Gehäuse dadurch kein Fingerabdruckmagnet und überhaupt nicht anfällig für Kratzer – super gemacht! Die beiden Tasten haben einen guten Druckpunkt und wackeln nicht.

Google Pixel 5 - Kamera und Fingerabdruckscanner

Das Google-Smartphone macht einen gut verarbeiteten und robusten Eindruck.

Die Einrichtung ist, typisch für Android, sehr einfach gehalten und innerhalb von Minuten erledigt.

Nach der Einrichtung befindet man sich auf dem Homescreen und hier fällt auf, dass nur Googles eigene Apps vorinstalliert sind. Keine Spur von Apps wie Facebook, WPS-Office, Opera, Candy-Crush und anderen Apps, die man von Samsung, Xiaomi, Huawei u.a. im Voraus serviert bekommt.

Das System ist schön schlank gehalten und läuft sehr flüssig.

Und zu Android muss ich eigentlich nicht viel sagen. Android 11 ist nach einigen Updates auf dem neuesten Patchstand und läuft fehlerfrei. Der Vorteil bei einem Pixel Smartphone von Google ist natürlich, dass man seitens des Herstellers immer die neuesten Android-Versionen als Erster bekommt. Bei den anderen Herstellern dauert es meist einige Monate, bis die neueste Version verfügbar ist, da meistens eine eigene Oberfläche entwickelt und die ganze Sache in die Länge gezogen wird.

Zur Nutzung eines reinen Androids kann ich sagen, dass ich im Grunde nichts vermisse. Fast alles funktioniert so wie gewohnt. Es gibt aber doch einige liebgewonnene Funktionen, die ich von meinem Xiaomi Smartphone gewohnt bin, welche hier zwar nicht vorhanden, aber via Apps nachrüstbar sind. Ansonsten läuft das pure Android aber richtig gut.

Google Pixel 5 - Android 11

Nach dem ersten Ausprobieren fällt zudem auf, dass die Farben dank OLED Technik schön kräftig und schwarze Flächen, wie z.B. die vorinstallierten Hintergründe, tatsächlich schwarz sind und nicht gräulich. Die Helligkeit ist zudem sehr hoch und draußen, bei Sonnenschein, konnte ich alles ohne Probleme erkennen. Die Schärfe des Displays ist mit 2.340 x 1.080 Pixeln vollkommen ausreichend. Alles sieht sehr scharf aus. Sicherlich gibt es noch etwas schärfere Bildschirme, aber bei dieser Größe reicht m.M.n. FHD+ vollkommen aus. Das Display macht einfach einen großartigen Eindruck.

Dann zu einem weiteren Highlight des Pixel 5. Das ganze System ist nicht nur aufgrund des reinen Android-Systems so schön schnell und flüssig, sondern natürlich auch aufgrund der Tatsache, dass es sich um ein 90 Hz Display handelt. Der bisherige Standard war 60 Hz und bei Weitem nicht schlecht, aber sobald man 90 Hz gesehen bzw. gefühlt, hat will man nicht zurück. Heutzutage gibt es auch schon Smartphones mit 120 Hz Display und sicherlich ist es noch flüssiger, aber 90 Hz sind vollkommen ausreichend. Die ganze Bedienung des Smartphones, also Surfen, Spielen usw., fühlt sich sehr direkt an und das Pixel 5 scheint performanter als ein Smartphone, dass zwar einen schnelleren Prozessor, aber ein 60 Hz Display hat.

Dann kommen wir zur Leistung. Obwohl es sich „nur“ um ein Smartphone mit Mittelklasse-CPU handelt, kann ich sagen, dass alles sehr flüssig läuft und ich im Alltag keinen nennenswerten Unterschied zu schnelleren Smartphones feststellen konnte. Das reine Android 11, das 90 Hz Display und die Optimierung von Google scheinen hier einfach zu funktionieren. 3D Spiele laufen ruckelfrei, Surfen mit mehreren Tabs geht ohne Probleme und das Wechseln von einer App zur nächsten geht auch superschnell.

Nun zur Kamera und ich zeige Euch einfach mal einige Fotos.

Google Pixel 5 - Hauptkamera
Google Pixel 5 - Weitwinkel
Google Pixel 5 - Hautkamera - Portraitmodus

Im Großen und Ganzen bin ich mit den Aufnahmen sehr zufrieden. Alles sieht schön scharf und natürlich aus. Selbstverständlich benötigt das Gerät aber, wie jedes Smartphone, viel Licht, um gute Ergebnisse abzuliefern. Bei nicht optimalem Licht gibt es wiederum eine Softwarehilfe. Das Pixel 5 erkennt schlechte Lichtverhältnisse und aktiviert automatisch einen Nachtmodus. Man muss das Gerät dann nach dem Auslösen einige Sekunden ruhig halten, weil die Kamera so viel Licht wie möglich sammelt und nochmal alles aus der Szene herausholt. Während dieser Prozedur kann man zusehen, wie aus der dunklen Szene ein immer helleres Foto entsteht. Diese Nachtfotos haben mich sehr beeindruckt. Wenn man mal ein Vergleichsfoto mit und ohne Nachtmodus schießt, dann erkennt man einen sehr großen Unterschied. Unscharf wurde nebenbei keines meiner Fotos, da ein optischer und elektrischer Bildstabilisator verbaut wurde.

Google Pixel 5 - Hauptkamera - im dunklen Badezimmer
Google Pixel 5 - Hauptkamera - Nachtmodus

Filmen kann man natürlich auch mit dem Gerät und zwar mit bis zu 4K bei 60 Bildern pro Sekunde. Die Aufnahmen sind gut und der Ton kann sich auch hören lassen.

Die Selfie-Kamera ist für einen Schnappschuss sehr geeignet. Einzig der Porträt-Modus, der ein künstliches Bokeh (Objekt/Person scharf, Hintergrund unscharf) erzeugt, ist nicht so gut. Je nachdem wieviel im Hintergrund zu sehen ist, hat das System mehr oder weniger viele Probleme, die Person scharf und den Hintergrund unscharf zu stellen. Sehen kann man es an meinen Fotos.

Google Pixel 5 - Selfiekamera - Portraitmodus
Google Pixel 5 - Selfiekamera - Portraitmodus Fail

Nun zu den Stereo-Lautsprechern. Diese sind laut und klar. Musik und Gesprochenes hören sich einwandfrei an. Das gilt jedoch nur bis zu ungefähr 80% Lautstärke und ab da wird es dann hörbar schlechter.

Dann zur Bedienung über das Display. Durch die 90 Hz Bildwiederholrate werden Eingaben sehr präzise erfasst. Ich konnte meine Texte sehr schnell und genau tippen. Scrollen auf dem Display ist sehr angenehm und macht einfach Spaß.

Auch der Fingerabdruckscanner ist sehr genau und schnell. Fehlerkennungen hatte ich keine.

Jetzt zum Akku. Ich kam in einer Mischnutzung aus Surfen, Fotografieren, E-Mailen, Whatsappen und etwas Zocken auf ca. anderthalb Tage. Das hängt natürlich alles von der persönlichen Nutzung ab, aber ich bin sehr zufrieden von der Akkuleistung. Überrascht war ich vom geringen Energieverbrauch des Geräts im Standby und auch beim Filmen. Hier macht sich vermutlich der sparsame Prozessor bemerkbar.

Das Aufladen des Akkus erfolgt sehr zügig und drahtloses Aufladen per Qi-Standard ist sehr praktisch und bequem.

Dann zur Kommunikation. Natürlich konnte ich mit dem Gerät ohne Probleme telefonieren. Mein Gegenüber und ich haben uns sehr gut verstanden. Auch LTE sowie 5G funktionierten schnell und stabil. Einen Geschwindigkeitstest habe ich nicht gemacht. WLAN und Bluetooth arbeiteten zügig und zuverlässig.

Was mir im Laufe der Zeit negativ aufgefallen ist und mich auch etwas genervt hat, ist die Tatsache, dass ich zum Aus- bzw. Anschalten des Displays immer wieder auf die Lautstärkewippe gedrückt habe. Wieso befindet sich nicht der Powerknopf an diesem Platz?

Dann komme ich abschließend zum Preis. Das Gerät kostet 629€ UVP und bei verschiedenen Onlinehändlern nur einige Euros weniger. Dafür erhält man ein kompaktes und sehr gutes Allround-Smartphone ohne nennenswerte Schwächen und einer langen Update-Garantie (mindestens 3 Jahre ab Veröffentlichung) seitens Googles. Alternativen gibt es im Grunde nicht, da diese Gerätegröße mit sehr aktueller und guter Hardware selten geworden ist.

Google Pixel 5 - Kamera-App

Als Fazit kann ich sagen, dass das Google Pixel 5 ein hervorragendes, kompaktes Smartphone mit aktueller Hardware, vielen Stärken und einem ausgewogenen Preis-Leistungs-Verhältnis ist.


3 Antworten

Benutzerebene 7

Vielen Dank für den schönen Bericht. Das Foto mit dem Tulpen ist echt sehr gut. Könnte glatt aus einem Hochglanzmagazin stammen. 

Benutzerebene 2

Hallo und danke für die positive Kritik.

Leider habe ich den Test in “Fragen” veröffentlicht. Kann man das eventuell ändern?

 

 

Benutzerebene 7

Hallo und danke für die positive Kritik.

Leider habe ich den Test in “Fragen” veröffentlicht. Kann man das eventuell ändern?

 

 

Du bist zumindest schonmal in der richtigen Rubrik gelandet. Vielleicht können @o2_Ines oder @o2_Steffen noch den richtigen Typ setzen?

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