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Testbericht

Das Samsung Galaxy Z Flip8: Die Farbe stammt aus dem klassischen Stiftportfolios

  • Nov. 2, 2026 8:22 AM UTC
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tech4one
Legende

 

Dank ​@o2_Angetestet durfte ich für einige Wochen das Samsung Galaxy Z Flip8 in der Farbe Pink mit 12 GB RAM und 256 GB Speicher ausführlich testen und nun folgen meine Erfahrungen hierzu.

 

Lieferumfang

 

Der Lieferumfang enthält neben dem Flip8 noch ein USB-C auf C Kabel, ein SIM Karten Eject-Tool sowie Informationen zu Garantie und Regulatorische Hinweise.

 

Verpackung mit Erkennungsmerkmal der Farbe

 

Die Farbe erscheint in Echt wie die Hautfarbe eines klassischen Stiftportfolios; ist jetzt nicht so meins, muss ich gestehen. Neben Graphite und Cream (Weiß) gibt es noch das Samsung Online exklusive Mint.

 

AMOLED - Hauptdisplay

 

Das Flip8 wiegt nur noch 180g und ist hervorragend verarbeitet, der Rahmen besteht aus Aluminium, das Frontdisplay aus Corning Gorilla Glass Victus 2; die Wasserbeständigkeit liegt bei IP48; aufgeklappt ist es nur noch 6,1mm dünn. Der Faltmechanismus schließt bündig und fühlt sich stabil an. Im Gegensatz zu meinem damaligen Flip6 Test gibt es beim Öffnen und Schließen bzw. Tippen nahe der Crease kein Plastikgeräusch. In der Box sieht man die Crease noch kaum, aber schon beim ersten Faltvorgang wird sie ersichtlich. Die Bedienung auf dem inneren Display auf dem Plastik fühlt sich gut und flüssig an. Echtes Glas bevorzuge ich nach wie vor, dies ist aber bei einem Foldable nicht möglich. Durch das Zusammenfalten wird das Gerät schön kompakt und ist damit perfekt für die Hosentasche geeignet. Wie die Crease nach einigen Jahren aussieht kann ich natürlich nicht beurteilen. Die Vergangenheit lehrt eine gewisse Variabilität, wo häufig nach drei Jahren die Folie durch den Hersteller getauscht werden musste. Ein Staubmagnet ist das Flip ohnehin, so hat man sich an das ständige Putzen schon fast gewöhnt.

 

Crease

 

In dem Z Flip8 steckt der durch 2nm gefertigte Exynos 2600, welcher auch im S26 und S26+ verbaut wurde. Das Foldable läuft sehr flüssig von App zu App. Der Samsung eigene Prozessor kann fast mit dem vergleichbaren Snapdragon 8 Elite Gen. 5 mithalten, welcher in der Effizienz noch mal die Nase vorne hat. Eine Wärmeentwicklung gab es nur nach dem Einrichtungsprozess und nach Updates, welche das Flip8 mal kurz stottern ließen. Ansonsten ist es sehr rapide, egal ob im Browser oder in Social Media Apps. Die Benchmarkwerte von Geekbench 7: CPU Single Score: 2502 // Multi Score: 9026 // GPU Score: 16532.

 

CPU Benchmark via Geekbench 7
GPU Benchmark via Geekbench 7

 

Farbe Pink

 

Softwareupdates und Sicherheitspatches gibt es sieben Jahre lang. Ausgeliefert wird es mit One UI 9, welches Android 17 darstellt. Leistungsreserven gibt es hier schätzungsweise noch einige.

 

 

Das Hauptdisplay besteht aus einem 6,9“ großen Full HD AMOLED-isplay mit einer Auflösung von 2520 x 1080 und einer adaptiven Bildwiederholrate zwischen 1-120 Hz. Es wirkt sehr scharf mit lebendigen und kontrastreichen Farben sowie guten Blickwinkeln. Das 4,1“ Frontdisplay besteht auch aus AMOLED mit einer Auflösung von 1048 x 948 mit zwei festen Bildwiederholraten von 60 oder 120 Hz. Beide Displays können eine Spitzenhelligkeit von 2600 Nits erreichen. Beim Hauptdisplay hätte ich gerne eine 1440p Auflösung gesehen, speziell bei fast 7 Zoll.

 

Außendisplay

 

Das Außendisplay kann durch Good Lock und dem Modul MultiStar viele Apps anzeigen lassen, wobei man hier sagen muss - sie bedecken nicht immer das komplett randlose Display. Wobei nur Samsungs eigene Apps vollständig ausgereizt werden. Widgets sind bisher auch nur auf Samsungs eigene Apps beschränkt. Beim Flip6 war das Außendisplay noch nicht randlos, sondern in einer Art Ordnerform „File“ gehalten. Seit dem Flip7 sind die Ränder echt dünn und auch um die Kameralinsen präzise herumgebaut, welches absolut futuristisch erscheint.

 

Außendisplay mit kicker App

 

Die 50MP Weitwinkel-Hauptkamera mit einer f/1,8 Blende erzielt bei guten Lichtbedingungen scharfe und farbenfrohe Aufnahmen. Bei weniger Licht wird das Bildrauschen mehr. Die Linse unterstützt durch Cropping einen 2-fachen Zoom und einen digitalen Zoom bei 10x, die 12MP Ultraweitwinkelkamera mit f/2,2 Blende ist ordentlich, aber nicht mit anderen Flaggschiffen vergleichbar. Die 10MP Frontkamera mit f/2,2 Blende geht für Videotelefonate in Ordnung, bei Selfies würde ich direkt die Hauptkamera nehmen. Es wird eine Videoaufnahme von 4K 60fps unterstützt, welche sich optisch im Mittelfeld befindet. Leider wird hier seit Jahren die gleiche Hardware verbaut und diese kann unter anderem immer noch nicht mit einem S26 Ultra mithalten. Eine echte Zoomkamera sucht man vergebens.

 

 

Die Akku-Kapazität beträgt 4300 mAh; drahtloses Aufladen wird unterstützt; die maximale Ladeleistung befindet sich gerade mal bei nur 25 Watt. Bei einer Normalbenutzung reicht es über den Tag hinweg locker aus, aber wenn man Intensivnutzer ist, bekommt man es auch wirklich schnell wieder leer. Die Ladeleistung im Stande 2026 ist einfach nur enttäuschend und dies bei zwei parallel zu ladenden Batterieteilen.

 

Die Stereolautsprecher sind leider nur durchschnittlich, diese klingen eher dünn und verzerren bei lauterer Volume. Das S26+ hatte hier deutlich bessere Ergebnisse zu verzeichnen. Die Mikrofone gehen in Ordnung, hier darf man keine Studioqualität erwarten.

 

Das Gerät unterstützt Dual SIM (SIM + eSIM oder Dual eSIM); NFC ist dabei und die Verbindungsqualitäten zu 5G/LTE, Bluetooth, WiFi, GPS waren unauffällig. Der USB-C Port unterstützt USB 3.2 Gen. 1 Geschwindigkeiten, Bluetooth 5.4 (kein 6) und WiFi 7 werden supportet. Seine Daten kann man unter anderem mit Smart Switch auf einem PC lokal sichern und synchronisieren. Samsung DeX über einen externen Monitor wird ebenfalls unterstützt, aber wirkliche Neuerungen gibt es hier schon seit einigen Jahren nicht.

 

Now Brief kann unter anderem Wissenswertes zu Wetter, Fitness etc. personalisiert zusammenfassen. Insgesamt ist Galaxy AI, welches einen Samsung Account mit Zwei-Faktor-Authentifizierung benötigt und z.B. Fotos anhand von Beschreibungen bearbeiten kann, eher eine kleine Spielerei. Objekte entfernen kann es vergleichsweise gut, der Übersetzer dagegen liefert schon teilweise unterirdische Ergebnisse, wobei komplette Wörter hinzuerfunden worden sind und dies in der Realität beim Gesprächspartner für reichlich Verwirrung sorgen wird. Weitere fragwürdige Sinnhaftigkeit liefert das im Flex Modus erscheinende Trackpad, wo man im senkrecht stehenden Displayteil den Text scrollen kann. Allein die Größenunterschiede der Aufteilung hinterlässt Fragezeichen.

 

Galaxy AI

 

FAZIT:

 

Das Samsung Galaxy Z Flip8 findet man aktuell für einen Preis zwischen 730-750€, kurzzeitig war es sogar für 680€ erhältlich. Welches im Vergleich zur damaligen UVP ein angemessener Preis ist. Positiv lässt sich die Prozessorperformance, Display und Hardwarequalität festhalten. Bei der Kamera und der Akkulaufzeit wird man unter dem Strich zufrieden sein, wobei bei ersterem ein Upgrade auf der Zukunftsliste stehen muss. Schwächen dagegen sehe ich nur bei einigen Galaxy AI Features, der Ladeleistung und möglicherweise bei der Langlebigkeit des Falt-Displays. Man muss das Flip Style Foldable schon bewusst auswählen wollen und dessen Kompaktheit zu schätzen wissen.