Testbericht

6000 mA durch den Tag - Mein Test zum Motorola G9 Power

6000 mA durch den Tag - Mein Test zum Motorola G9 Power
Benutzerebene 3

Hallo in die Community,

 

ich durfte für euch das Motorola G9 Power testen und sage vielen Dank für die Teststellung an o2.

Da es sich bei diesem Test um meine ersten Berührungen mit der Marke Motorola handelt war ich sehr gespannt, wie Motorola seine Telefone baut und die Software aufbaut.

Bisher habe ich nur Telefone der Marke Samsung und Honor besessen.

Das Motorola G9 Power ist ein Telefon, dass aus meiner Sicht einen Nutzenden erreichen soll, der neben dem reinen telefonieren insbesondere Wert auf eine lange Akkulaufzeit, gute Bedienung und eine gute Kamera Wert legt.

Für einen aktuellen Preis um 200 Euro wurden jedoch auch Kompromisse vom Hersteller getroffen, auf die ich in meinem Bericht noch eingehen werde.

 

Unboxing/ erste Eindrücke:

Neben dem G9 Power liefert Motorola ein 20 Watt Ladegerät mit. Neben dem Ladestecker wird noch ein USB-C Ladekabel sowie eine transparente Silikonhülle mitgeliefert.

Ich persönlich finde es sehr gut, dass der Hersteller hier auf USB-C setzt und dem Nutzer gleich eine Schutzhülle mitliefert. Die Hülle ist bereits ab Werk am Telefon angebracht und schützt somit das Telefon bereits auf dem Transportweg.

 

Das Design des G9 Power finde ich sehr gelungen. Die abgerundeten Kanten auf der Rückseite lassen das Telefon gut in meinen Händen liegen und die geriffelte Rückseite trägt dazu bei, dass das Telefon nicht all zu sehr hin und her „flutscht“. Auch mit Silikonhülle hatte ich zu keiner Zeit Angst, dass sich das Telefon selbstständig machen könnte. Die Hülle hat eine sich stumpf anfühlende Oberfläche.

Die Tasten des Telefons sind gut zu erreichen.

Der An und Ausschalter ist mit der Lautstärkewippe rechts verbaut. Links befindet sich der Google Assistent-Button und auf der Rückseite befindet sich der Fingerabdruck Sensor.

 

Auf dem Display ist oben links die Frontkamera verbaut und auf der Rückseite ist eine Triple-Sensor-Kamera verbaut. Mehr zum Display und den Kameras im Verlauf meines Tests.

 

Einrichtung und erste Schritte:

Wie mittlerweile gewohnt, wurde ich als Nutzer durch die Inbetriebnahme/Einrichtung des Telefons geführt. Alle wichtigen Schritte wurden mir sehr gut erklärt und wenn ich ein Telefon mit GMS vorher in Nutzung hätte, könnte ich sogar die Apps von einem zum anderen Telefon transferieren. Aber hier bietet Motorola eine hauseigene Lösung mit der Motorola Migrate App.

(Anmerk.: Ich nutze seit gut 1 Jahr das Honor 9X Pro mit HMS)

Nach der Einrichtung musste ich mich erst einmal an den Aufbau der installierten Software gewöhnen und war positiv überrascht, wie aufgeräumt Android daherkommt. Und die „hauseigenen“ Apps von Motorola ergänzen das App-Portfolio aus meiner Sicht sehr gut.

 

Technische Daten:

Prozessor Qualcomm Snapdragon 662 8x1,8-2 GHz, Kryo 260
Grafik Qualcomm Adreno 610
Hauptspeicher 4096 MB 
Bildschirm 6.80 Zoll 20.5:9, 1640 x 720 Pixel 263 PPI, capacitive touchscreen, IPS, spiegelnd: ja, 60 Hz
Massenspeicher 128 GB eMMC Flash, 128 GB , 108 GB verfügbar
Gewicht 221 g, Netzteil: 80 g

 

Benchmark:

Ich habe das Telefon mir zwei Benchmarks getestet und im AnTuTu Benchmark erreicht das Motorola G9 Power 176030 Punkte und belegt somit laut Rangliste den Platz 108 und verdrängt das Readme Note 8 auf Platz 109 und sortiert sich unterhalb vom Samsung Galaxy M21 ein.

Im 3D Mark Wild life erreicht das Motorola 375 Gesamtpunkte bei 2,3 FPS. Im Wildlife Stresstest war der beste Lauf mit 374 Punkten und somit reicht sich das Motorola auf dem 374. Platz zusammen mit dem Nokia 5.4 und dem Xiaomi Mi 8 Lite ein.

 

Display & Kamera:

Das Display verfügt über eine Glasfront und ist komplett in Kunststoff eingefasst. Das IPS-Display ist 6,8 Zoll groß und verfügt über eine HD+ Auflösung. Hier ist aus meiner Sicht einer der Kompromisse, den Motorola bei diesem Telefon eingegangen ist. Das Display kann gut abgelesen werden und auch von ein wenig weiter weg ist alles zu erkennen. Es ist und bleibt HD+. Zumindest Full HD-Auflösung beim Display hätte ich mir gewünscht.

Die Dreifachkamera ist in einem leicht hervorstehenden Glasstück auf der oberen linken Ecke der Rückseite verbaut. Die Linsen an sich sind um einen LED-Blitz ergänzt und im Quadrat angeordnet. Die 48MP Hauptkamera wird durch eine 2MP Makrolinse und eine 2MP Tiefenlinse ergänzt. Die Linsen erzeugen bei gutem Licht hervorragende Bilder jedoch wird es etwas kribbelig, wenn die Lichtverhältnisse nicht mehr so gegeben sind.

Die Kamerasoftware ist leicht verständlich und hat sogar eine Funktion, die ich bisher so noch nicht gesehen hatte. Es ist in der Software möglich, Objekte freistellen zu lassen. Das finde ich sehr interessant und habe damit auch ein wenig gespielt. Selbst bei „unruhigem“ Hintergrund liefert das G9 Power dort sehr gute Ergebnisse.

 

Akku:

Ich habe den Akku nach dem ersten auspacken einmal komplett geladen und auch sämtliche Benchmarks und weiteren Tests genutzt um den Akku maximal zu belasten.

Am Ende des Tages kann ich feststellen, dass der Akku nicht wirklich leer zu bekommen ist.

Erst dauerhaftes schauen von Streamingangeboten via Browser brachte den Batteriestand dann Richtung Null.

Hier eine kleine Auflistung:

Google Playstore 2 Min. Verwendung 1% Akkuverbrauch

Kamera 12 Min Verwendung 1% Akkuverbrauch

Antutu Benchmark 27 Min. Verwendung 2%

3D Mark 59 Minuten Verwendung 4%

Youtube-App 1 Stunde Verwendung 5%

Chrome (Streaming) 10Stunden und 8 Minuten 84%

Die restlichen fehlenden Prozent der Akkunutzung fallen auf die restlichen von mir genutzten Anwendungen, werden jedoch in der Detailansicht nicht mehr ausgegeben.

 

Nun stellt sich natürlich noch die Frage, wie lange benötige ich denn für eine komplette Akkuladung:

Hier habe ich für euch unterschiedliche Tests angestellt.

Nach 30 Minuten Ladung von Null wurden mir 27% Ladestand und nach 1 Stunde 46% angezeigt.

Ein vollständiger Ladezyklus war nach 2:27 Stunden durchgeführt.

 

Täglicher Gebrauch:

Im Alltag macht das Motorola G9 Power eine gute Figur. Der Fingerabdrucksensor erkennt meine einprogrammierten Finger tadellos. Das Display reagiert prompt auf Eingaben meinerseits. Die von mir genutzten Apps starten ohne größere Verzögerung und auch für das eine oder andere Spiel zwischendurch ist das G9 nutzbar. Hierfür ist das Telefon aus meiner Sicht aber nicht gebaut und spätestens bei aufwendigen Rennspielen wird es zügig ruckelig. Point and Click Spiele oder Kartenspiele funktionieren ohne Probleme. Andere Genre habe ich nicht getestet.

Die Sprachqualität und auch das Audioerlebnis ist für ein Telefon dieser Preisklasse in Ordnung.

Mit dem Motorola bin ich bei „normaler“ Nutzung mit einer kompletten Ladung gut drei Tage ausgekommen. Ich finde das ist ein sehr gutes Ergebnis.

Motorola gibt an, dass das Telefon staub und wasserabweisend sein soll. Da ich das Telefon ja wieder an o2 schicke, habe ich diese Aussagen nicht getestet.

 

Fazit:

Für rund 200 Euro bekommt der Nutzer ein grundsolides Smartphone um im Alltag alle Anforderungen des „normalen“ Lebens durchführen zu können. Wer auf umfangreiche Ausflüge in die Spielewelt und auch auf den letzten Pixel und die beste Lichtausbeute beim Fotografieren verzichten kann ist aus meiner Sicht beim Motorola G9 Power gut aufgehoben.

Besser geht zwar immer, aber ist dann auch teurer.

 

Ich freue mich auf eure Rückmeldungen und nun setzte ich das G9 auf  Werkseinstellung und schick es zurück an o2.

 

Viele Grüße

Stephan


2 Antworten

Benutzerebene 7

Hi @silenter72, vielen Dank für deinen schönen Bericht.

Wenn man sich den Verbrauch so anschaut, scheint das moto g9 Power seinem Namen alle Ehre zu machen. Für diesen Preis auf jeden Fall.

Mir ist die Kamera ja auch sehr wichtig. Was hat es denn damit auf sich? “Es ist in der Software möglich, Objekte freistellen zu lassen.” Hört sich interessant an.

LG, Ines.

Benutzerebene 3

Mir ist die Kamera ja auch sehr wichtig. Was hat es denn damit auf sich? “Es ist in der Software möglich, Objekte freistellen zu lassen.” Hört sich interessant an.

 

Ja genau darum geht es. Und für eine Kamerasoftware sogar sehr gut. Leider habe ich kein Bild von mir mit Ausschnitt gemacht, sonst würde ich es posten.

Ich habe meine Freundin vor einem recht belebten Spielplatz mit ca. 1 Meter Abstand zur Linse aufgenommen und der komplette Hintergund wurde ausgeschnitten. Also eine sehr gute Grundlage für Fotomontagen.

Hab ich so noch bei keinem Telefon gesehen.

 

Viele Grüße

Stephan

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