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Schutz kritischer Infrastruktur: Deutsche fordern mehr Sicherheit

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Wie sicher ist Deutschlands kritische Infrastruktur? Eine aktuelle Studie von Telefónica zeigt: Die Mehrheit der Deutschen sieht Handlungsbedarf. Besonders beim Schutz von Energieversorgung, Gesundheitswesen und Kommunikationsnetzen wünschen sich viele mehr Investitionen. Gleichzeitig sehen zahlreiche Befragte Chancen in der Digitalisierung von Behörden.

Nur jeder Fünfte hält den Schutz für ausreichend

Was passiert, wenn Strom, Wasser oder das Internet ausfallen? Solche Szenarien zeigen, wie wichtig eine zuverlässige Infrastruktur für unseren Alltag ist. Doch wie gut ist Deutschland aus Sicht der Menschen auf mögliche Krisen vorbereitet?

Eine Onlinebefragung von Telefónica Market Intelligence & Research aus dem September 2026 zeigt, dass viele Menschen den Schutz der kritischen Infrastruktur für unzureichend halten. Nur 20 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die kritische Infrastruktur in Deutschland ausreichend geschützt ist. 67 Prozent wünschen sich, dass Bund, Länder und Kommunen mehr Geld in entsprechende Schutzmaßnahmen investieren.

Besonders interessant ist die Einschätzung zur Bedeutung der Kommunikationsnetze: Obwohl 76 Prozent der Befragten erwarten, dass ein Ausfall von Mobilfunk und Internet zu erheblichen Versorgungsproblemen führen würde, zählen nur 30 Prozent die Kommunikationsnetze zu den besonders schützenswerten Infrastrukturen.

Am häufigsten nennen die Befragten die Energieversorgung mit 70 Prozent sowie die Wasserversorgung und das Gesundheitswesen mit jeweils 60 Prozent.

Dabei sind gerade diese Bereiche auf funktionierende Kommunikationsnetze angewiesen. Sie ermöglichen beispielsweise die digitale Steuerung von Stromnetzen, die Überwachung von Wasserwerken und die Übermittlung medizinischer Informationen im Rettungsdienst.

Warum sichere Kommunikationsnetze so wichtig sind

Wir sind überzeugt: Eine leistungsfähige und sichere digitale Infrastruktur ist eine wesentliche Voraussetzung für die Versorgungssicherheit. Denn viele kritische Bereiche sind heute eng miteinander vernetzt.

„Wer diese Grundversorgungen sichern will, muss beim Kommunikationsnetz anfangen“, erklärt Andreas Schönfeld, Director Enterprises und Mitglied des Executive Committees bei Telefónica Deutschland.

Neben der Absicherung bestehender Systeme spielt auch die Digitalisierung eine wichtige Rolle. Leistungsfähige Kommunikationsnetze bilden die Grundlage für Anwendungen rund um Künstliche Intelligenz (KI) und das Internet der Dinge (IoT). So können Behörden und Versorgungsunternehmen digitale Plattformen nutzen, um Prozesse miteinander zu verbinden und effizienter zu gestalten.

Sichere Vernetzung für Kommunen

Wie sich digitale Verwaltung und Sicherheit miteinander verbinden lassen, zeigt ein Projekt in Hessen. Wir von Telefónica bauen dort gemeinsam mit dem kommunalen IT-Dienstleister ekom21 ein modernes, softwaregesteuertes Weitverkehrsnetz auf – ein sogenanntes Software-Defined Wide Area Network (SD-WAN).

Über das Netz sind inzwischen rund 500 Kommunen und kommunale Standorte angebunden. Weitere sollen folgen.

Die Lösung bietet unter anderem folgende Vorteile:

  • Zentrale Sicherheitsverwaltung: Sicherheitsfunktionen wie Firewalls lassen sich standortübergreifend verwalten.

  • Einfache Cloud-Integration: Digitale Dienste können leichter in die bestehende Infrastruktur eingebunden werden.

  • Schnelle Anbindung neuer Standorte: Neue Verwaltungseinheiten lassen sich effizient integrieren.

  • Schnellere Bereitstellung digitaler Services: Anwendungen können einfacher für Beschäftigte, Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen verfügbar gemacht werden.

Damit schaffen wir die Grundlage für eine moderne und sicher vernetzte Verwaltung.

E-Government: Mehr Chance als Risiko

Auch die Digitalisierung von Behörden wird von vielen Menschen positiv bewertet. Ob Kfz-Zulassung, Gewerbeanmeldung oder andere Verwaltungsleistungen: Immer mehr Vorgänge lassen sich online erledigen.

Laut der Studie sehen 39 Prozent der Befragten in der weiteren Digitalisierung der Verwaltung eine Chance. Lediglich 19 Prozent betrachten sie als Risiko.

Die Bedenken der Skeptiker drehen sich vor allem um mögliche Hackerangriffe und den Diebstahl persönlicher Daten. Für viele Menschen ist Datenschutz ein wichtiger Faktor: Rund zwei Drittel messen ihm mehr Bedeutung bei als dem Komfort.

Andreas Schönfeld betont deshalb die Bedeutung einer sicheren Digitalisierung. Wenn Cloud-Dienste, KI und Smart-City-Anwendungen auf leistungsfähige und geschützte Kommunikationsnetze treffen, können Verwaltungsabläufe einfacher und schneller werden – sowohl für die Behörden selbst als auch für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen.

Digitalisierung live erleben: Smart Country Convention 2026

Wie digitale Lösungen für Städte, Gemeinden und öffentliche Einrichtungen in der Praxis aussehen können, zeigen wir auf der Smart Country Convention 2026 in Berlin.

Die Veranstaltung findet vom 13. bis zum 15. Oktober 2026 statt. Ihr findet uns in Halle 25, Stand 111.

Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es auf der offiziellen Website der Smart Country Convention.

Über die Studie

Die Ergebnisse basieren auf einer Onlinebefragung von Telefónica Market Intelligence & Research. Befragt wurden vom 14. bis zum 17. September 2026 insgesamt 1.000 Menschen in Deutschland im Alter zwischen 18 und 75 Jahren. Die Stichprobe wurde nach relevanten Bevölkerungsmerkmalen gewichtet und entspricht damit dem Standard repräsentativer Onlinebefragungen.

Was meint ihr? Wie gut ist Deutschland eurer Meinung nach auf den Ausfall kritischer Infrastruktur vorbereitet? Und welche Rolle spielen sichere Mobilfunk- und Internetnetze für unseren Alltag?

Bild: o2