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schwerwiegender eSIM Betrug mit Ungereimtheiten

  • August 7, 2026
  • 6 Antworten
  • 45 Aufrufe

Ich habe einen schwerwiegenden Vorfall mit meinem O2-Vertrag und möchte wissen, ob jemand etwas Ähnliches erlebt hat.

Über meine Rufnummer wurden zahlreiche 0900-Verbindungen zu immer derselben 0900-Nummer abgerechnet. Diese Anrufe habe ich nicht geführt. Der strittige Rechnungsbetrag beläuft sich inzwischen auf 538,20 €.

Bei der Prüfung meines Mein-O2-Kontos stellte ich fest, dass eine zusätzliche eSIM/MultiCard eingerichtet worden war, die ich weder bestellt noch aktiviert habe. Mittlerweile habe ich diese natürlich sperren lassen. 

Dabei sind mir mehrere Ungereimtheiten aufgefallen:

  • Im Mein-O2-Konto wird als Bestelldatum der eSIM der 18.06.2026 angezeigt.
  • Per E-Mail erhielt ich jedoch bereits am 15.06.2026 die Mitteilung „Änderung Ihres Vertrages“, die sich auf die MultiCard/eSIM bezieht.
  • Die Datumsangaben widersprechen sich somit.
  • Auf meiner Rufnummer war nach meiner Kenntnis durchgehend eine Sperre für 0900-Mehrwertdienste eingerichtet. Trotzdem wurden die 0900-Verbindungen berechnet.
  • Zusätzlich habe ich festgestellt, dass O2-SMS in meinem SMS-Ordner gelöscht waren, obwohl ich sie nicht gelöscht habe

Eine weitere Auffälligkeit betrifft meinen O2 my Home (DSL/Festnetz)-Vertrag:

Unter „Meine Bestellungen“ wird eine Meldung mit dem Bestelldatum 19.06.2026 angezeigt:

„Ihre O2-Änderung für O2 my Home M“

Beim Öffnen erscheint:

„Abgeschlossen – Abschluss Ihres DSL-Auftrags“
Auftragsnummer: SALxxxxxxxxx

Ich habe jedoch keine Änderung meines DSL-Vertrags beauftragt. Nach mehrfacher telefonischer Nachfrage wurde mir jedes Mal mitgeteilt, dass an meinem DSL-Vertrag keine Änderungen vorgenommen worden seien. Trotzdem wird dieser Auftrag bis heute im Kundenkonto als abgeschlossen angezeigt.

Ich habe O2 schriftlich aufgefordert, den gesamten Vorgang aufzuklären. Unter anderem habe ich um Auskunft gebeten,

  • über welchen Weg die zusätzliche eSIM bestellt wurde (telefonisch, Shop, Online oder App),
  • wie die Aktivierung erfolgen konnte,
  • warum trotz bestehender 0900-Sperre die Verbindungen möglich waren,
  • weshalb es widersprüchliche Angaben zum Bestelldatum der eSIM gibt,
  • und worauf sich der im Kundenkonto angezeigte DSL-Auftrag bezieht.

Als Antwort erhielt ich jedoch lediglich ein Schreiben vom 31.07.2026, in dem ausgeführt wird, das Rechnungssystem habe die Verbindungen korrekt erfasst und anhand der eindeutigen Seriennummer der SIM-Karte zugeordnet. Außerdem wurde gefragt, ob mein Handy möglicherweise von einer dritten Person genutzt worden sei.

Nach meinem Verständnis geht diese Antwort jedoch an meinem eigentlichen Anliegen vorbei. Ich bestreite nicht, dass die Verbindungen technisch erfasst wurden. Vielmehr geht es um die Frage, wie eine von mir nicht beauftragte zusätzliche eSIM/MultiCard eingerichtet werden konnte und über welchen Weg diese bestellt und aktiviert wurde.

Insgesamt machen mich die zahlreichen Widersprüche und unterschiedlichen Angaben sehr nachdenklich. Bis heute konnte mir niemand nachvollziehbar erklären,

 

  • warum unterschiedliche Bestelldaten genannt werden,
  • warum ein DSL-Auftrag in meinem Kundenkonto erscheint, obwohl angeblich keine Änderung erfolgt ist,
  • wie trotz einer eingerichteten 0900-Sperre kostenpflichtige Verbindungen möglich waren,
  • und wie eine zusätzliche eSIM eingerichtet werden konnte, ohne dass ich dies veranlasst habe.

Der Vorgang wurde inzwischen der Bundesnetzagentur gemeldet. Außerdem habe ich Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet (Vorgangsnummer: XXXXXX).

Hat jemand schon einmal einen vergleichbaren Fall mit einer unautorisierten eSIM oder widersprüchlichen Vertrags- bzw. Bestellinformationen bei O2 erlebt? Ich wäre für Hinweise dankbar, wie O2 den Sachverhalt letztlich aufgeklärt hat.
edit o2_Solveig 07.08.2026 pers. Daten, verschoben vom Digitalen Wohnzimmer → o2 Mobilfunk: Rechnung 

o2_Giulia, 07.08..2026, 13:21: Vorgangsnummer verborgen

6 Antworten

o2_Solveig
  • Moderatorin
  • August 7, 2026

Hallo ​@Matthiew ,
herzlich willkommen in unserer o2 Community 😀
Ich kann verstehen, dass man geschockt ist, wenn man so eine hohe Rechnung erhält. 
Wir haben dir aufgrund deiner Reklamation noch einen weiteren Brief geschickt. 
Hier wurde erklärt, dass du auf einer deiner Mobilfunknummern eine Phishing SMS/Mail erhalten
und den darin enthaltenen Link aktiviert, eine Schadsoftware auf deinem Gerät durch Herunterladen einer App bekommen
oder einen Vishing Anruf (Abkürzung für „Voice Phishing”) erhalten hast und sensible Daten an Dritte herausgegeben hast.
Wie eine dritte Personen in deinem konkreten Fall an die entsprechenden TAN-Codes gelangt ist, wissen wir nicht.
Die Anrufe zu Sonderrufnummern wurden direkt nach der Aktivierung einer eSIM über unseren Selfservice getätigt.
Die Anmeldung in der App „Mein o2” oder unter „www.o2online.de” ist nur mit einer 2-Faktor-Authentifizierung (TAN-Code) per SMS,
E-Mail oder zusätzlichen Eingabe der persönlichen Kundenkennzahl (PKK) möglich ist.
Auch die Aktivierung einer SIM-Karte ist ausschließlich über einen TAN-SMS-Code möglich, der an die zu diesem Zeitpunkt aktive SIM-Karte versandt wird.
Der eSIM Tausch erfolgte am 15.06.2026. 
Am 18.06.2026 wurde eine Multicard deaktiviert. 
Eine Sperre der 0900 Rufnummern erolgte am 15.06.2026 abends.
Vorher war keine Sperre hinterlegt. 
Direkt als wir eine überhohe Nutzung auf deinem Mobilfunkvertrag bemerkt haben. 
die Änderung bei deinme DSL Vertrasg betraf den Kombi-Vorteil. 
Dieser wurde am 19,06,2026 deaktiviert. 
Dieser ist weggefallen, weil eine Tarifwechsel auf einen o2 Free S Boot Plus veranlasst worden ist. 
War dieser Tarifwechsel von dir vernanlasst oder von den “Hackern” ? 
Gruß, Solveig 


Sächsin
Legende
  • August 7, 2026

"Dieser wurde am 19,06,2026 deaktiviert. 
Dieser ist weggefallen, weil eine Tarifwechsel auf einen o2 Free S Boot Plus veranlasst worden ist."

 

@o2_Solveig ein Wechsel in einen "Free"-Tarif in 2026 ... sowas geht? 🤔

 

Der KV hätte dann aber trotzdem nicht wegfallen dürfen...


  • Autor
  • Besucher:in
  • August 7, 2026

Hallo Solveig,

danke für die Antwort. Würde dies konkret bedeuten, dass der strittige Betrag in Höhe von 538,20 Euro von mir beglichen werden soll? 

 

 


  • Autor
  • Besucher:in
  • August 7, 2026

Sollte O2 davon ausgehen, dass mir eine fahrlässige Verletzung von Sorgfaltspflichten vorzuwerfen ist, bitte ich um eine konkrete Darlegung, welche Handlung ich wann vorgenommen haben soll und welche Nachweise hierfür vorliegen.

Die allgemeine Möglichkeit eines Phishing- oder Vishing-Vorgangs erklärt den konkreten Ablauf aus meiner Sicht nicht und stellt für sich genommen keinen Nachweis einer von mir zu vertretenden Pflichtverletzung dar.


poales
Legende
  • Legende
  • August 7, 2026

@Matthiew 

hast du O2 die Vorgangsnummer zur Anzeige mitgeteilt?

falls nicht nutze das Kontaktformular

 

Sollte O2 davon ausgehen, dass mir eine fahrlässige Verletzung von Sorgfaltspflichten vorzuwerfen ist, bitte ich um eine konkrete Darlegung, welche Handlung ich wann vorgenommen haben soll und welche Nachweise hierfür vorliegen.

das solltest du schriftlich und nachweisbar anfordern

und dem Schreiben vom  31.07.2026 widersprechen,

das geht auch über das Kontaktformular.

 

wurden im meinO2 bereich die Mailadresse oder andere Daten geändert?

hilfreich sind dann immer screenshots zur Dokumentation,

hast du die PKK geändert?

schau hier mal rein

 

 


  • Autor
  • Besucher:in
  • August 7, 2026

@poales 

ja, ich habe die Vorgangsnummer mitgeteilt und dem Schreiben vom 31.07 widersprochen. 

Danke für die weiteren Hinweise.