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Alter Internetvertrag nicht wie versprochen gekündigt

  • August 27, 2026
  • 19 Antworten
  • 197 Aufrufe

Ein o2 Mitarbeiter kontaktierte mich telefonisch. Ich bin schon seit 20 Jahren Handykundin bei o2 und er wollte mir ein Angebot für einen Internetvertrag machen. Er sagte mir, ich müsste mich dabei auch um nichts kümmern, mein laufender Vertrag bei Vodafone würde seitens o2 gekündigt und der gesamte Wechselprozess durch o2 durchgeführt. Da das Angebot des o2 Mitarbeiters für mich gut klang, stimmte ich zu. 

Der mitgeteilte Anschlusstermin rückte näher und ich hatte noch keine Kündigungsbestätigung von Vodafone, was mich veranlasste bei o2 anzurufen. Ich fragte explizit, ob die Kündigung ordnungsgemäß und pünktlich stattfände, da ich natürlich keine Lust hatte am Ende mit zwei Internetverträgen dazustehen. o2 versicherte mir erneut, dass ich mir keine Sorgen machen müsse, es laufe alles nach Plan und die Kündigung sei in Bearbeitung.

Seit Mai habe ich nun zwei Internetverträge, weil o2 offensichtlich nicht meinen Vodafone Vertrag gekündigt hat. Ich habe wieder bei o2 angerufen und man verwies mich auf die Beschwerde-Mailadresse. Auf meine Beschwerde erhielt ich keine Antwort. In der Folge habe ich eine außerordentliche Kündigung geschrieben, da seitens o2 die versprochenen Vertragsbedingungen nicht eingehalten und mein Vertrauensverhältnis erheblich erschüttert ist. Zunächst erhielt ich wieder keine Antwort und setzte eine Frist zur Bearbeitung meiner Anliegen. Daraufhin erhielt ich eine Bestätigung für eine ordentliche Kündigung zum Mai 2028. Scheinbar findet o2 es in Ordnung, seine Kunden aufgrund eigener Fehler doppelt zahlen zu lassen. 

Ich habe der ordentlichen Kündigung widersprochen und nochmals um eine Klärung der offenen Fragen gebeten. Gleichzeitig kündigte ich an, die strittigen Forderungen für den Internetvertrag nicht weiter zu zahlen, bis der Sachverhalt geklärt ist. Meinen Handyvertrag habe ich pünktlich und ohne Unterbrechung gezahlt. 

Trotzdem hat o2 aufgrund der offenen Forderungen aus dem Internetstreit nun seit 10 Tagen mein Handy gesperrt.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und eine Idee, was ich noch tun könnte, da o2 auf keine meiner Emails an die Beschwerdestelle reagiert?

Die Bundesnetzagentur ist zu dem Thema bereits eingeschaltet. 

Ich bin dankbar für jede Hilfe/Idee!

19 Antworten

Frau Bollermann
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@Sahara M. 

Zu wann sollte der Vertrag bei Vodafone fristgerecht enden? Warum hast du seit Mai nicht selbst gekündigt? 


  • Autor
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  • August 27, 2026

Weil ich darauf vertraut habe, dass die o2 Mitarbeiter am Telefon die Wahrheit sagen,wenn ich anrufe und nachfrage, ob mit der Kündigung alles läuft. o2 hätte den Internetvertrag nicht aktivieren dürfen, solange nicht bei Vodafone gekündigt ist. Ich habe mehrfach am Telefon bestätigt bekommen, dass es zu keiner Überschneidung kommt. 

o2 hat hier einen Fehler gemacht und sollte dafür auch die Verantwortung übernehmen. Ich habe jedes Vertrauen in die Glaubwürdigkeit von o2 verloren und möchte, dass meine außerordentliche Kündigung akzeptiert wird. 


bs0
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  • Legende
  • August 27, 2026

Die Bundesnetzagentur ist für Vertragsangelegenheiten nicht zuständig, höchstens für Probleme beim Wechselprozess.

Wohin hast du E-Mails geschickt?

Welche Vertragsbedingungen hat o2 nicht eingehalten?

Wann war / ist bei Vodafone Laufzeitende?


  • Autor
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  • August 27, 2026

Die Bundesnetzagentur hat eine Schlichtungsstelle für solche Fälle und ist in diesem Sinn zuständig.

Die Mails habe ich an impressum@cc.o2online.de geschickt. Diese Mailadresse wurde mir von o2 mitgeteilt. 

Der Vertrag wurde in dem Sinne nicht eingehalten, als dass vereinbart war, dass der Wechsel inklusive Kündigung beim vorherigen Anbieter durch o2 stattfindet und zudem zugesichert wurde, dass sich die Laufzeiten der Verträge nicht überschneiden. 


Bumer
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  • August 27, 2026

So wie es aussieht, wurde kein Anbieterwechsel beauftragt, sondern nur ein einfacher Neuvertrag angelegt? 🤔


  • Autor
  • Besucher:in
  • August 27, 2026

So oder so. Es enttäuscht mich wahnsinnig, dass ich als so langjährige Kundin von o2 keinerlei Antworten oder Lösungen bekomme. Fehler passieren, das ist nicht das Problem. Es ist der Umgang damit. In einem so lange bestehenden Kundenverhältnis erwarte ich die Integrität, sich dafür gerade zu machen, den Fehler zu beheben und zu entschädigen, statt alle Schreiben zu ignorieren und den Handyvertrag zu sperren.


Bumer
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  • August 27, 2026

Was hast du denn damals für E-Mails oder Briefe erhalten? Eigentlich steht da was von Anbieterwechsel. Auch hätte dir Vodafone eine Kündigungsbestätigung zugesendet, kurz nach Beauftragung!


bs0
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  • Legende
  • August 27, 2026

Die Bundesnetzagentur hat eine Schlichtungsstelle für solche Fälle und ist in diesem Sinn zuständig.

 

Klar, aber mit derzeit 6 Monate Wartezeit für die Prüfung des Antrags und dann bis zu 3 Monaten für das Verfahren. Bei dem hier geschilderten Sachverhalt eher nicht sinnvoll.

 

Die Mails habe ich an impressum@cc.o2online.de geschickt. Diese Mailadresse wurde mir von o2 mitgeteilt. 

 

Habe ich befürchtet. Nutze lieber das Kontaktformular. Das ist keine Adresse für die Kundenbetreuung.

Die Vereinbarung einer Kündigung durch den Anbieter ist keine vertragliche Vereinbarung in dem Sinne. Natürlich sollte man sich darauf verlassen können, allerdings nur wenn dies tatsächlich bestätigt wurde. Daher ist es wichtig zu prüfen was in den E-Mails oder Briefen steht.

Aktuell hast du unabhängig von irgendwelchen telefonischen Versprechungen oder Fehlern beim Wechsel einen gültigen Vertrag, den du nicht bezahlst. Die Sperrung des Mobilfunkvertrags ist allerdings nur dann rechtens wenn die Verträge miteinander verbunden sind (z.B. aufgrund eines Kombivorteils). Ist das so? Wenn nicht solltest du o2 schriftlich auffordern, den Mobilfunkvertrag zu entsperren. Wenn ja, dann bleibt dir erstmal nichts anderes üblich als das Konto auszugleichen. Bei einer eventuellen Rückabwicklung würdest du die Beträge erstattet bekommen, bei der Zustimmung einer außerordentlichen Kündigung sind die Rechnungen bis zum Wirksamwerden der Kündigung zu begleichen.


Frau Bollermann
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@Sahara M. 

Magst du bitte die Frage zur Mindestvertragslaufzeit bei Vodafone beantworten? 


  • Autor
  • Besucher:in
  • August 27, 2026

@Frau Bollermann Kündigungsfrist 4 Wochen (Mindestvertragslaufzeit schon ewig um)


Frau Bollermann
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Wenn nicht ausdrücklich ein Anbieterwechsel mit schriftlicher Bestätigung beauftragt wurde, darf der neue Anbieter nicht kündigen. 


  • Autor
  • Besucher:in
  • August 27, 2026

Das ist doch absurd. o2 hat mich doch angerufen und mir in dem Beratungsgespräch zum abgeschlossen Vertrag gesagt, dass der alte Vertrag durch o2 gekündigt wird und das auf meine telefonische Nachfrage nochmal bestätigt...


poales
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  • August 27, 2026

Seit Mai habe ich nun zwei Internetverträge, weil o2 offensichtlich nicht meinen Vodafone Vertrag gekündigt hat.

dann kündige Vodafone doch schnellstmöglich selbst.

 

alternativ könntest du den O2 Vertrag anfechten , 

wenn du diesem nicht in Textform zugestimmt hast. 

das ist vielleicht  unkomplizierter als auf telefonische Angaben 

zu klopfen . 


Bumer
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  • August 27, 2026

@Sahara M. 

Was hast du denn damals für E-Mails oder Briefe erhalten? Eigentlich steht da was von Anbieterwechsel.


bs0
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  • August 27, 2026

Mit einer Kündigungsfrist von 4 Wochen würde ich jetzt einfach schnell bei Vodafone kündigen um den "Schaden" zu minimieren. Ansprüche hast du nur wenn die Kündigung ausdrücklich vereinbart und im Auftrag nachweislich festgehalten wurde.


Joe Doe
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  • August 27, 2026

@Sahara M. Die Festnetznummer von Vodafone wird nicht benötigt?


  • Autor
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  • August 28, 2026

@Joe Doe brauche ich nicht. 

@bs0 habe ich gemacht.

War heute bei der Verbraucherzentrale. Mal sehen, ob die noch was erreichen. Aber innerlich habe ich resigniert. 

@poales der Verbraucherzentrale zufolge stimmt das nur teilweise mit der Möglichkeit der Anfechtung. Wenn o2 eine Zusammenfassung der Vertragsdaten per Email gesendet hat, lässt sich da nicht viel machen. 

Es ist unterirdisch, dass o2 offensichtlich schlecht ausgebildete Hotline-Mitarbeitende und Vorspiegelung falscher Versprechen Verträge verkaufen lässt und sich dann stur stellt, wenn die Kunden unzufrieden sind und einen Haufen Geld für deren Fehler zahlen.

War lange zufriedene Kundin, habe nun aber auch den Mobilfunkvertrag gekündigt und werde wohl im Leben nichts mehr bei o2 abschließen.

Und nächstes Mal bin ich hoffentlich schlauer. 


bs0
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  • August 28, 2026

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht wirklich warum du in dieser Situation noch Geld für eine Beratung bei der Verbraucherzentrale ausgeben wolltest. Auch wenn ich natürlich verstehen kann, dass du frustriert bist, dass du bei o2 einen gültigen Vertrag hast wurde bereits festgestellt.

Du wurdest übrigens mit ziemlicher Sicherheit nicht von einem o2-Mitarbeiter kontaktiert, sondern von einem auf Provision angewiesenen Callcenter-Mitarbeiter eines externen Dienstleisters. Macht die Gesamtsituation nicht besser, sollte aber nicht unerwähnt bleiben.


poales
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  • August 28, 2026

@poales der Verbraucherzentrale zufolge stimmt das nur teilweise mit der Möglichkeit der Anfechtung. Wenn o2 eine Zusammenfassung der Vertragsdaten per Email gesendet hat, lässt sich da nicht viel machen. 

@Sahara M. 

es geht hier nicht um die einefehlende Vertragszusammenfassung,

sondern um die Zustimmung in Textform,

das sind zwei verschiedene Begründungen.

 

wenn du dem Vertrag nicht in Textform zugestimmt hast,

fechte den Vertrag wegen der fehlenden Zustimmung in Textform an.

 

Verbraucherzentrale:

Um einen telefonisch geschlossenen Vertrag wirksam abzuschließen, müssen Sie die Vertragszusammenfassung in Textform genehmigen. Das kann auch per E-Mail erfolgen.

https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/digitale-welt/mobilfunk-und-festnetz/vor-dem-abschluss-telefonanbieter-muessen-vertragsdetails-bereitstellen-65491