Skip to main content
Warum O2
Warenkorb
Service

Glasfaser Aktivierung lässt monatelang auf sich warten


Drei Monate Glasfaser-Odyssee: Wie aus einer einfachen Aktivierung viele Servicekontakte, diverse Faxe, einem Schreiben und über 200 Minuten Hotline wurden
 

Am 08.05.2026 bestellte ich voller Vorfreude einen O₂ Home L 300 Glasfaseranschluss. Die Auftragsbestätigung klang vielversprechend: Aktivierung bereits am 18.05.2026, keine Erschließungskosten dank vollständigem Rabatt und nur 9,99 Euro einmalige Kosten. Was danach folgte, war jedoch eine mehrmonatige Odyssee.

Der angekündigte Aktivierungstermin verstrich ohne funktionierenden Anschluss. Auch der angekündigte Aktivierungslink traf nicht ein. Da die Glasfaserleitung nicht nutzbar war, behielt ich meinen bestehenden VDSL-Anschluss bei, um weiterhin arbeiten und kommunizieren zu können.

Wochen wurden zu Monaten. Zwischendurch erklärte ich sogar einen Widerruf, der jedoch offensichtlich nie bearbeitet wurde. Statt einer Lösung erhielt ich weiterhin Rechnungen für einen Anschluss, der technisch nicht funktionierte.

Am 14.08.2026 rief ich erneut bei O₂ an. Dabei stellte sich heraus, dass die Bestellung immer noch offen war. Zu diesem Zeitpunkt war ich längst nicht mehr Kunde, sondern bereits Projektmanager meines eigenen Anschlusses geworden.

Es folgten weitere Anrufe, Rückfragen und technische Prüfungen. Insgesamt summierten sich die Kontakte auf über 10 Servicegespräche und diverse Faxsendungen; ein Brief. Die dokumentierte Gesprächszeit betrug mehr als 200 Minuten. Das längste Telefonat dauerte fast 60 Minuten; ohne Erfolg. Allein am 07.10.2026 verbrachte ich weitere 1 ½ Stunden mit drei Servicegesprächen. Am Ende wurde ich durch einen xt’Mitarbeiter unfreundlich in der Leitung hängen gelassen, so das ich zum Auflegen gezwungen wurde. 

Der entscheidende Hinweis kam schließlich Ende August. Am 26.08.2026 meldete sich ein Techniker wegen einer fehlerhaften Reaktivierung. Im Verlauf des Tages stellte sich heraus, dass die hinterlegte 1. Modem-ID nach dem 19.08.2026 (bis dahin bestand gar keine Leistung von o2) nicht korrekt war. Erst nachdem die richtige Kennung eingetragen wurde, funktionierte die GPON-Synchronisation und die Glasfaserleitung war erstmals nutzbar.

Besonders bemerkenswert fand ich den späteren Schriftverkehr. Einerseits erstattete O₂ die Grundgebühren mehrerer Monate zurück und erkannte damit faktisch an, dass die Leistung über einen längeren Zeitraum nicht vertragsgemäß erbracht worden war. Andererseits wurde eine Entschädigung zunächst mit dem Hinweis auf einen angeblichen Störungszeitraum von lediglich zwei Tagen begründet.

Positiv hervorheben möchte ich, dass O₂ die unberechtigt berechneten Grundgebühren letztlich korrigierte. Ohne Hartnäckigkeit, detaillierte Dokumentation und zahlreiche Nachfragen wäre dies jedoch vermutlich deutlich schwieriger geworden.

Mein Fazit nach fast vier Monaten Glasfaseraktivierung: Die Technik war am Ende nicht das eigentliche Problem. Die größte Herausforderung war die Kommunikation zwischen den beteiligten Stellen und die korrekte Bearbeitung des Vorgangs.

Vielleicht hilft dieser Erfahrungsbericht anderen Betroffenen. Wer sich in einer ähnlichen Situation befindet, sollte sämtliche Kontakte dokumentieren, Gesprächszeiten notieren, E-Mails und Faxe aufbewahren und sich nicht mit pauschalen Standardantworten zufriedengeben. In meinem Fall führte erst konsequentes Nachfassen letztlich zum Ziel.