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Warum ist die Akzeptanz von Glasfaser so gering in Deutschland

  • July 4, 2025
  • 7 Antworten
  • 70 Aufrufe

Joe Doe
Legende
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Ich weiß nicht, warum mir dieses Thema in den Kopf kam.

Hat wohl was damit zu tun gehabt, dass ich mich die Tage um einen Anschluss gekümmert hatte, wo mehr Upload benötigt wird, welcher über VDSL nicht möglich ist. Mit Glasfaser halt schon.

Nur warum gibt es dort keinen Glasfaseranschluss. Nein, nicht wegen des Preises. 

Problem ist: Mehrfamilienhaus ohne Kabelkanal zu den einzelenen Wohnungen.

Es gibt nur Telefon und Coixal (Kabel-TV). Es hat niemand daran gedacht einen Kabelkanal bei Bau des Komplexes in den 90er mit einzuplanen. Jetzt wäre dies per Aufputz im Treppenhaus zu machen. Zusätzlich würde dann bei der ersten Bohrung auch noch keine Steckdose in der Wohnung sein.

Also Rote Karte vom Eigentümer.

Es muss also die bestehende Infrastruktur benutzt werden. Telefonkabel oder Coixal. 

Eine Lösung wäre dies vielleicht.

 

https://www.gigacopper.net/wp/glasfaser-weiterleitung-im-einfamilienhaus/

 

Diese Lösung ist zwar nett, wird aber auch in einen Mehrfamilienhäusern scheitern, weil dort wo der HÜP dann ist, nur wenig Platz ist, um dort 7, 8 oder mehr von den Adaptern zu plazieren oder der Hausstrom fehlt an dem Platz.

Glasfaser ist z.B. in Südostasian das Medium. Man hat es dort auch kurz mit (V)DSL versucht, aber wegen den ganzen Problemen (Überlandtelefonleitungen, Temperaturen, Monsunregen) relativ schnell wieder eingestampft. Zudem wird wie gesagt alles Überland verlegt und ein Loch in der Wand zu jedem Appartment stört da keinen großartig. Im Gegensatz zu hier.

Meiner Meinung muss eine kleinere, preisgünstige Lösung zum Verteilen des Internets über die bestehende Hausverkabelung in großen Mehrfamilienhäusern / Komplexen von irgendjemanden auf den Markt gebracht werden.

Ich bin der Meinung, dass o2 hierrauf intern auch mal ein Auge werfen sollte.

 

Wie ist eure Meinung zu dem Thema?

7 Antworten

Klaus_VoIP
Legende

Tja, kann in der Tat heikel sein.

Ich hatte vermutet, das ein ONT im Keller und Weiterleitung über Ethernet (einziehen statt DSL-Kabel) die Lösung für solche Objekte sein könnte. Aber aus irgendwelchen Gründen will selbst die Telekom mit aller Gewalt mit GF bis in die Wohneinheit. Vielleicht ist es meist so einfacher und transparenter? 


o2_Matze
  • Moderator
  • July 4, 2025

Ich glaube versemmelt wurde das ganze schon vor fast 50 Jahren… 😄

Danke, Helmut Kohl: Kabelfernsehen statt Glasfaserausbau 


Joe Doe
Legende
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  • Autor
  • Legende
  • July 4, 2025

@Klaus_VoIP Wie gesagt, wie GF / Ethernet einziehen wenn es nicht geht.

Telefonkabel und Coxialkabel sind fest vermauert (80/90/00).

Wäre in unserem Objekt genau so. Hoffe auf eine kostengünstige Master / Slave Lösung für große Mietkomplexe. Hier ist sonst noch ein schöner Artikel von so einer Lösung.

Sowas würde aber ein ästhetisch denkender Eigentümer niemals durch gehen lassen.

Besonders bei >6 Parteien und es muss später technisches KnowHow beim Eigentümer vorliegen. Telekom & Co wären raus.

https://www.glasfaserinfo-neckarbischofsheim.de/2021/12/04/wie-man-eine-bestehende-telefonleitung-fuer-schnelles-glasfaser-nutzt/


Was Du meinst ist FTTB, z.B. mit G.fast und einer G.fast DPU im Keller (DPU ist bei G.fast, das was ein DSLAM bei DSL ist), solche DPUs gibt es bis zu 16 Anschluessen und die koennen unter optimalen Bedingungen symmetrisches Gigabit ueber normale Kupferdoppeladern transportieren.

ABER man muss sich klar sein, dass das nur eine Brueckenloesung ist die >% 50% der Kosten von FTTH mit dem Stromverbrauch und der hoeheren RF-Empfindlichkeit von DSL kombiniert… man sollte sich klar machen, dass die Zukunft auch bei der Netzebene4 (also im Haus) der Glasfaser gehoert, dass also FTTB immer nur ein Zwischenschritt ist, der nicht ewig halten wird. Mag immer noch attraktiv sein um die NE$ Ertuechtigung etwas heraus schieben zu koennen (z.B. wenn in ein paar Jahren so wie so eine Sanierung ansteht). Ich fuerchte aber viele wuerden das als Dauerloesung ansehen…

Ach ja, die Telekom baut das zur Not aus, aber versucht das wohl wenn moeglich zu vermeiden und direkt echtes FTTH zu bauen.

 


Joe Doe
Legende
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  • Autor
  • Legende
  • July 4, 2025

@pufferueberlauf0 Korrekt. Ich weiß nicht, wie z.B. nicht wie GF relativ kostengünstig und ästhetisch in unsere Wohnung bekommen könnte. Über den von Dir schon angesprochenen zusätzlichen Stromverbrauch spreche ich erst garnicht.

Mal sehen, vielleicht habe ich in 10 Jahren 6G Router in der Wohnung stehen. 😉

 


Klaus_VoIP
Legende

Eigentlich sollte es für einen Bauprofi genügend Lösungen geben. Ich denke da an ungenutze Kaminzüge der Gas- oder Ofenheizungen nach Sanierungen, Leitungsverlegung auf der Fassade unter einer Außenisolierung, vorhandene, aber betongefüllte Installationsschächte - für Diamantbohrer kein Problem! Spätestens nach einer energetischen Sanierung sollte für ein GF-Leerrohr genügend Platz sein. 

Und wenn heute ein Koax- oder CuDA-Kabel futsch geht, dann haben die Techniker eigentlich auch immer einen Weg gefunden.
Allerdings würde ich die Diskussion mit den Mietern nicht führen mögen bei einer GF-Aufrüstung. Da benötigt man viel Valium.  


o2_Giulia
  • Moderatorin
  • July 5, 2025

Hallo zusammen,

bei uns im Haus (zwei Parteien) wurden noch bei der Sanierung vor fünf Jahren alle Kabel (Strom,Telefon und COAX) durch den leeren Kamin nach oben gezogen. Platz für Glasfaser wäre da noch allemal.

Diese Modems scheinen aber bei baulichen Herausforderungen zumindest eine passable Lösung zu sein, wenn die vorhandenen Kupfer- oder Coax-Leitungen in Ordnung sind.

Wir haben uns vorläufig aufgrund der deutlich viel höheren Kosten bei unserem lokalen Stromversorger, der hier ausgebaut hatte, gegen die Glasfaser entschieden.

Viele Grüße

Giulia