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UGG Anschluss, extrem hoher Ping


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181 Antworten

12 ist die Zahl der Messungen… die minimale Latenz (Best) lag im ersten Trace bei 18, im zweiten bei 18 Millisekunden. Das ist natuerlich der Hin-und-Rueckweg vom Testrechner zum O2-Hop, d.h. im Mittel vergehen nur 9 Millisekunden “bis [der] Glasfaser Anschluss den ersten Punkt bei O2 erreicht”, aber das ist eine Spiztfindigkeit, RTT um die 18 Millisekunden zum ersten Hop sind zwar kein Weltuntergang, aber auch keine Empfehlung fuer das UGG/O2 Netz.

Warum erfolgt keine Übergabe in Berlin aus dem Telefonica Netz um dann schneller zu routen?

Na ja, Routing folgt meist dem Weg der geringsten Kosten… und da ist wohl der Weg im internen Netz bei O2 bis Frankfurt guenstiger…

Allerdings war beim 2. Trace bereits die RTT zum ersten O2-Hop 1 Millisekunde kuerzer, daher liegt der relevante Unzerschied hier eher bei 3 als bei 4 Millisekunden.


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12 ist die Zahl der Messungen… die minimale Latenz (Best) lag im ersten Trace bei 18

Ah danke, kam wegen den Zeilenumbruch durcheinander.

Na ja, Routing folgt meist dem Weg der geringsten Kosten… und da ist wohl der Weg im internen Netz bei O2 bis Frankfurt guenstiger…

Anscheinend, wobei das ja hier Wohortunabhängig so zu sein scheint, was überraschend ist. Ich sehe das schon (auch) so, dass der Infrastrukturbetreiber lokaler übergeben könnte bzw. der Internetanbieter lokaler abholen könnte, so dass die Route nicht (z.B.) erst durch Frankfurt muss, um dann nach Berlin zu gehen (und dann im Beispiel wieder nach Frankfurt)… da man aber nicht sehen kann wo der Traffic hingeht bevor es am ersten Hop bei o2 ankommt, ist es halt etwas intransparent.

Allerdings war beim 2. Trace bereits die RTT zum ersten O2-Hop 1 Millisekunde kuerzer

Nicht ganz, das erste Hop ist der VPN endpoint in diesem Fall, das heisst unten drunter eben die ganze Strecke schon “durchgearbeitet”

Das zeigt dass das VPN endpoint einerseits recht nah an der Übergabe des Netzbetreibers (in Berlin) ist und dass die Strecke von der Übergabe bis zum VPN endpoint auch recht kurz ist, aber auch dass das VPN endpoint eine 4ms kürzere Route hat zum Ziel.


Ich sehe das schon (auch) so, dass der Infrastrukturbetreiber lokaler übergeben könnte, so dass die Route nicht (z.B.) erst durch Frankfurt muss, um dann nach Berlin zu gehen…

Keine Ahnung wie der Traffic zwischen UGG<->O2 fliesst, oder wo da die Zwischenstationen liegen… 

Mir ging es mehr um den Unterschied in der Latenz zum Endpunkt und zum ersten Hop… und da ist im zweiten Trace halt die RTT zum ersten HOP schon geringer (gilt auch fuer den zweiten Hop, mit ber-ipb-cr1-v11.31173.se im Namen, den ich wie den ersten O2 Hop in Berlin verorte)… 


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Mmh ja ich habe auch in der Zwischenzeit den Absatz ein wenig umformuliert

Das zeigt auch, dass die Route von Telefonica selbst zwischen Berlin und Frankfurt auch ein paar millisekunden schneller sein könnte (zwischen Hop 2 und 3, bei beiden, liegt der Gros vom Unterschied. Für mich ist das “Berlin → Frankfurt”).


Da duerften MPLS Links dabei sein*… aber ja der VPN Provider ist etwas kuerzer angebunden 25-17 = 8, als O2 29-18 = 11, aber ich komme da immer noch auf 11-8 = 3 Millisekunden Unterschied ;)

 

Ist bei O2 nicht unueblich, unixMTR, Trippy, unix traceroute koennen das auch schoener zeigen als Win MTR, aber wenn nur WinMTR funktioniert ist das natuerlich besser als nichts… egal, bei MPLS links ist es oft so, dass zwar Zwischenhops reportiert werden, aber der edge-Router die RTT bestimmt und fuer die MPLS-Nodes dazwischen ausfuellt und zwar mit der von ihm gemessenen RTT, daher sieht es da gerne so aus als haetten eine Serie von HOPs quasi die gleiche RTT, so wie hier...


o2_Matze
  • Moderator
  • July 22, 2026

Hallo zusammen.

Herausforderungen beim Ping sind immer so eine Sache. 

Also ich weiß nicht was O2 macht oder nicht macht inzwischen bin ich mit ner 600er Glasfaserleitung mit dem Ping bei 29 ms :-( das ist schlechter als mein 16000er DSL vor gefühlt 10 Jahren

Ich messe meinen Ping eher selten, daher weiß ich nicht, wie der vor 10 Jahren aussah, wenn ich aber die Suchmaschine frage, was ein guter Ping ist lautet die Antwort das 20 bis 50 ms sehr gut sind und somit für die meisten Online-Aktivitäten und Spiele ohne spürbare Verzögerungen geeignet seien. 

Bemerkst du im Daily Business denn hin und wieder Einschränkungen ​@FunThomasIT, oder stört dich nur der Wert an sich?

Änderungen am Routing sind meines Wissens immer komplex und mit sehr viel Aufwand verbunden und finden generell nur statt, wenn ein Fehler vorliegt, der zu massiven Einschränkungen führt und diese kann ich hier so nicht direkt erkennen. 

VG Matze 


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  • Einsteiger:in
  • July 23, 2026

@o2_Matze also gefühlt sind die meist knapp 30 ms im Online-Gaming deutlich lahmer als die 14ms bei der Telekom , K/D Ratio ist mit O2 leider nicht mehr zu halten bei Shootern und wenn man mehrere kleine Dateien per FTP transferiert oder per Home Office Scripte laufen lässt die hier lokal gestartet werden und remote ausgeführt werden merkt man schon deutlich die höhere Latenz beim Durchlauf.

Also wenn es demnächst möglich ist die Glasfaserleitung per Telekom zu nutzen, wären es mir die 10€ mehr Wert für die deutlich schnellere Leitung ehh Latenzärmere meinte ich ;-).

 


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also gefühlt sind die meist knapp 30 ms im Online-Gaming deutlich lahmer als die 14ms

Mmh… haben Spiele keinen Latenz-ausgleich mechanismus? Meines Wissens ist das üblich… was eher Probleme bringt ist Jitter, aber das ist etwas anderes.

Zu Internetanbietern allgemein, kann ich dir zumindest nahelegen dich über deren Anbindung an “das Internet” zu informieren.

Es gibt leider auf dem deutschen Markt manche Internetanbieter, die sich in dieser Thematik negativ bemerkbar machen (o2 zählt nicht dazu) und man sollte es sich dann schon überlegen ob das dann für einen der richtige Internetanbieter ist.

Also wenn es demnächst möglich ist die Glasfaserleitung per Telekom zu nutzen

Du kannst gerne den Anbieter deiner Wahl darauf ansprechen, ob bzw. wann sie vor haben ihre Produkte auf der Infrastruktur des bei dir vor Ort vorhandenen Infrastrukturbetreibers anzubieten. Je mehr Auswahl desto besser für die Kunden.


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  • Einsteiger:in
  • July 24, 2026

also ja Spiele haben üblicherweise einen Latenz-Ausgleich aber es spielt sich mit meiner aktuellen O2/UGG Leitung schlechter als mit 200er Telekom VDSL, woran das liegt kann ich nicht sagen aber die Zahlen für K/D sinken mit dem neuen Anschluss und meine Hardware ist alles unverändert, also wirds irgendwas mit der Leitung zu tun haben.

Ja leider ist die Telekom bisher noch kein Partner von UGG (das wird wohl auch Gründe haben) und dann wird es schwer was anderes (besseres) zu finden oder halt wieder zurück auf VDSL gehen, ne 200er Leitung reicht ja auch für 2 Personen wenn die Kids aus dem Haus sind ;-)

Die Glasfaser liegt ja im Haus und kann ja immer wieder zurück

 


o2_Matze
  • Moderator
  • July 24, 2026

Es gibt leider auf dem deutschen Markt manche Internetanbieter, die sich in dieser Thematik negativ bemerkbar machen

Peering ist da das Stichwort ☝😄

also gefühlt sind die meist knapp 30 ms im Online-Gaming deutlich lahmer als die 14ms bei der Telekom 

@FunThomasIT Ich kann verstehen, das du aktuell nicht vollendest zufrieden bist, bei diesen Werten wird es aber auch schwer bei der Technik was zu erreichen. Wir sprechen aber gerne noch mal mit den Kollegen, wo wir da ggf. ansetzen können, manchmal haben ja auch kleine Änderungen große Auswirkungen, versprechen möchte ich aber erst mal nichts, wir hören uns aber noch mal um.

VG Matze 


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  • Einsteiger:in
  • July 24, 2026

Es wäre ja auch schön wenn O2 mal erklären könnte warum UGG oder der erste blinde Tunnel so lang braucht → hat UGG/O2 nur Übergabepunkte in Berlin oder warum muss man erst nach Berlin routen um dann wieder nach Frankfurt zu routen? Wo gäbe es da überhaupt Übergabepunkte in Mitteldeutschland (ca. 50km südlich von Magdeburg)?

wenn am Anfang 18 ms verloren gehen wirds schwer am Ende der Kette groß was aufzuholen ;-)

nen bisschen mehr Transparenz zum Verständnis wäre echt toll

 


  • Einsteiger:in
  • August 18, 2026

Auch ich habe dieses Problem. Ping liegt im besten Fall bei 14ms. Meist aber zwischen 15-20ms. Ich frage mich ebenfalls, warum man über Berlin oder Leipzig routen muss. Beim Leipzig-Routing leidet sogar die Internetgeschwindigkeit. Bitte mal prüfen was hier los ist und warum der Bereich süd-westlich von Magdeburg über die o.g. Hops geleitet wird. Die Geräte (Router/Gateway/Kabel ect.) sind in Ordnung. Es liegt am Routing. Das zeigen auch die unterschiedlichen Ergebnisse beim Messen der verschiedenen Hops.


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dieses Problem

Naja, Latenz ist ein Indikator, kein Problem an sich.

Ping liegt im besten Fall bei 14ms. Meist aber zwischen 15-20ms

Das sind keine ungewöhnlich hohen Werte

Beim Leipzig-Routing leidet sogar die Internetgeschwindigkeit.

Die Geräte (Router/Gateway/Kabel ect.) sind in Ordnung. Es liegt am Routing. Das zeigen auch die unterschiedlichen Ergebnisse beim Messen der verschiedenen Hops.

Hast du Messergebnisse, die du hier teilen kannst?

Bitte mal prüfen was hier los ist

über die Community können keine Störungen aufgenommen werden.

Siehe

 


o2_Rebecca
  • Moderatorin
  • August 18, 2026

Hey ​@HelloHUY , 

An sich sind das noch immer gute Ping-Zeiten, wie almightyloaf auch schon beschrieben hat. Haben sich die Werte denn in letzter Zeit stark verändert?

Wenn du eine Störung vermutest, dann folge am besten der Anleitung aus dem FAQ, um sie zu melden. Unser technischer Service schaut sich das gerne mit dir an 🔧

LG, Rebecca


  • Einsteiger:in
  • August 18, 2026

Finde ich schon! Das dürfte DSL Niveau sein. Glasfaser hat in der Regel bis max 15ms, und ob das ein Problem darstellt, liegt beim (im Auge des Betrachters) Enduser und seinen konkreten, individuellen Anwendungsfall.  

Wie bereits der Ein oder Andere hier beschrieben hat, macht sich das insbesondere beim Gaming ect. schon bemerkbar.

Ich kann auch nicht verstehen, dass nach all den Jahren der Ping besonders bei Glasfaser immer noch so hoch liegt. Schließlich hat man schon zu Zeiten von DSL und Fast Path gleich gute Ergebnisse erzielt.

Mich würde es im übrigen auch sehr freuen, wenn wir auf die Frage eine Antwort bekommen, warum denn nun unbedingt nach Berlin oder Leipzig geroutet wird. 

Die Messergebnisse kann ich gerne zeigen. Dazu werde ich die Tage, sobald die IP wechselt und der Hop sich damit auch wieder wieder verändert Screenshots machen.

Naja, Latenz ist ein Indikator, kein Problem an sich.

Das sind keine ungewöhnlich hohen Werte


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Das dürfte DSL Niveau sein. Glasfaser hat in der Regel bis max 15ms

Nein. So funktioniert Latenz nicht.

Davon abgesehen

Ping liegt im besten Fall bei 14ms

Passt doch? 15ms > 14ms.

und seinen konkreten, individuellen Anwendungsfall.

Welche Anwendung benötigt eine Latenz <20ms?

macht sich das insbesondere beim Gaming

Inwiefern? Spiele können mit unterschiedlicher Latenz zwischen Spieler umgehen. Was problematisch ist, ist Jitter, da dies nicht vorhersehbar ist. Das ist aber bei xDSL und Glasfaser eher nicht das Problem.

ect. schon bemerkbar

Welche anderen Anwendungen sind beeinträchtigt?

Ich kann auch nicht verstehen, dass nach all den Jahren der Ping besonders bei Glasfaser immer noch so hoch liegt.

Nochmal

Naja, Latenz ist ein Indikator, kein Problem an sich.

 

Mich würde es im übrigen auch sehr freuen, wenn wir auf die Frage eine Antwort bekommen, warum denn nun unbedingt nach Berlin oder Leipzig geroutet wird.

Es gibt keinen Anrecht auf bestimmte Routen. Was du bezahlst ist ein Zugang zu “das Internet”. Ob dieser nun über eine bestimmte Route realisiert wird, obliegt dem Internetanbieter.

Solange die vertraglichen Bedingungen erfüllt sind, ist der Vertrag erfüllt. Sollte es bei bestimmten Routen zu Einschränkungen kommen, handelt es sich dann um eine Störung die den Internetanbieter als dein Vertragspartner eben beheben muss. Ein Recht auf bestimmte Routen resultiert daraus trotzdem nicht.

Die Antwort ist also eher “warum denn nicht?”.


  • Einsteiger:in
  • August 18, 2026

,, Nein. So funktioniert Latenz nicht “

 

Wie funktioniert sie denn?

 

,, Passt doch? 15ms > 14ms “

 

Ich schrieb (,,Meist aber zwischen 15-20ms”) = Ergo, es ist in der Regel nicht so!

 

,, Nochmal” Naja, Latenz ist ein Indikator, kein Problem an sich “

 

Latenz ist durchaus eine messbare Eigenschaft einer Netzwerkverbindung und kann selbstverständlich ein Problem sein, insbesondere bei kompetitivem Gaming können zusätzliche Millisekunden durchaus relevant sein. Nicht im Sinne von unspielbar, aber wenige Millisekunden können  eine Rolle spielen zum Beispiel, wenn beide Spieler ansonsten ähnlich schnell reagieren.

 

,, Es gibt keinen Anrecht auf bestimmte Routen. Was du bezahlst ist ein Zugang zu “das Internet”. Ob dieser nun über eine bestimmte Route realisiert wird, obliegt dem Internetanbieter. ”

 

Ist mir schon klar, man wird dennoch mal fragen dürfen, oder?

 

Nun ja, stimmt schon. Störung melden ist ein Anfang👍


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Wie funktioniert sie denn?

Die Latenz ist lediglich ein Indikator, eine Messgrösse einer Zeitverzögerung. In diesem Kontext eben die Zeit die zwischen Frage und Antwort vergeht. Dein Client fragt den Server “antworte”, der Server antwortet “antwort” und den Zeitabstand zwischen das absenden der Frage und das eintreffen der Antwort ist dann die Latenz.

Die benötigte Zeit ist von der Distanz zwischen Quelle und Ziel abhängig. Einen Glasfaseranschluss reduziert diese Distanz, und somit die Latenz, nicht.

und kann selbstverständlich ein Problem sein, insbesondere bei kompetitivem Gaming können zusätzliche Millisekunden durchaus relevant sein.

1/60 einer Sekunde (z.B. einen Frame bei 60 Frames pro Sekunde) sind (rund) 17ms, das sollte man in dem Kontext vielleicht erwähnen.

Nicht im Sinne von unspielbar, aber wenige Millisekunden können  eine Rolle spielen zum Beispiel, wenn beide Spieler ansonsten ähnlich schnell reagieren.

Und da greift entsprechend auch den Ausgleichsmechanismus des Spiels um unterschiedliche Latenzen zu berücksichtigen. Nicht “jeder” auf einem Spielserver wohnt in Amsterdam, Paris oder Warschau, um eine Latenz von <5ms zu erreichen. Das wäre auch für die anderen Spieler unfair, gäbe es keinen Ausgleich.

Nun ja, stimmt schon. Störung melden ist ein Anfang

Definitiv, aber die Frage bleibt offen, was ist denn gestört? Eine Latenz die du als “hoch” empfindest ist keine Störung, wenn nichts “kaputt” ist.


ch kann auch nicht verstehen, dass nach all den Jahren der Ping besonders bei Glasfaser immer noch so hoch liegt. Schließlich hat man schon zu Zeiten von DSL und Fast Pathgleich gute Ergebnisse erzielt.

Na ja, die Informationsgeschwindigkeit von Elektronen in Kupferkabel liegt aehnlich wie die von Photonen in typischen Glasfasern bei etwa 2/3 der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum. Und was die reinen Zugangslatenzen angeht liegen Kabel, VDSL2 mit G.INP und FTTH/Glasfaser alle im niedrig einstelligen Millisekundenbereich…. 

Aber die reine Zugangslatenz ist eine Nebelkerze, was relevanter ist, wie der Traffic geroutet wird, bzw. wie er vom Vorleister getunnelt wird. Und da kommt es dann halt auf den Netzwerkpfad zur Gegenstelle an.


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  • Einsteiger:in
  • September 3, 2026

@almightyloaf Du machst es Dir mit deinen Erklärungen vielleicht auch etwas leicht und teilweise echt fern der Realität

Die Latenz ist lediglich ein Indikator, eine Messgrösse einer Zeitverzögerung. In diesem Kontext eben die Zeit die zwischen Frage und Antwort vergeht. Dein Client fragt den Server “antworte”, der Server antwortet “antwort” und den Zeitabstand zwischen das absenden der Frage und das eintreffen der Antwort ist dann die Latenz.

Die benötigte Zeit ist von der Distanz zwischen Quelle und Ziel abhängig. Einen Glasfaseranschluss reduziert diese Distanz, und somit die Latenz, nicht.

 

Die Latenz ist leider nicht nur ein Indikator der die Distanz zwischen Quelle und Ziel wiederspiegelt, auch Signalverarbeitung und Routing spielen eine Rolle.

Sie ist auch wie schon geschrieben in Relation zur Zeit für Frage und Antwort relevant und leider ist jegliche TCP-Kommunikation im Netz ein Frage und Antwort-Spiel und wenn Du das mehrfach hintereinanderschachteln musst weil es nicht zu parallelisieren ist weil die Antwort die nächste Anfrage beeinflusst, verändert das schon die Laufzeit bei mehreren 1000 Pakets.

Deine Aussage dass die Latenz nur die Distanz wiederspiegelt ist auch sehr vereinfacht. Leider schaffen aber andere Provider (z.B. Telekom) dann anscheinend selbst mit DSL ihre Routen kurz zu halten und haben somit eine geringere Latenz.

Wenn ich nen Berliner VPN nehme und dann schneller als im O2 Netz bin (geringere Latenz erreiche) dann ist der Weg von O2/UGG einfach schlecht geroutet und anscheinend viel zu lang (Distanz des Routingwegs) und da kann dann leider auch Glasfaser nichts mehr retten wenn Start und Ziel bei beiden Versuchen das gleiche ist. Und ich glaube es will mir keiner erzählen dass ne schnelle Glasfaserleitung von Magdeburg nach Berlin 20 ms Latenz hat (der erste blinde Tunnel).

 

Und dein Beispiel zu “kompetitivem Gaming” hinkt sowas von…

Kein kompetitiver Gamer zockt im Jahre 2026 auf nem 60 Hz Monitor mehr, das war mal vor 30 Jahren, ich glaube 160 Hz aufwärts sollte man da eher als Grundlage für deine Berechnung nehmen. Dann sind wir bei 6,25 ms pro Frame und bei nem 30 ms Ping bei mir sind das schon einige Frames die andere schneller sein könnten.

Und ja einige Gamer spüren den Unterschied von 15 ms im Ping.

 

Ja die Probleme mit hoher Latenz sind keine Störung weil das Paket ankommt und nicht verloren geht aber von hoher Qualität des Routings kann man mit solcher Latenz auch nicht reden...


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  • Legende
  • September 4, 2026

Die Latenz ist leider nicht nur ein Indikator der die Distanz zwischen Quelle und Ziel wiederspiegelt, auch Signalverarbeitung und Routing spielen eine Rolle.

Doch.

Distanz = zurückgelegte Strecke, somit auch abhängig der gewählten Route.

Signalverarbeitung ist bei xPON, so wie bei xDSL keinen nennenswerten Punkt (mehr). Wenn dann ist die Zeit, die das Ziel selbst auf die Anfrage zum antworten braucht noch eine Option, aber auch das fällt i.d.R. nicht ins Gewicht.

Wenn ich nen Berliner VPN nehme und dann schneller als im O2 Netz bin (geringere Latenz erreiche) dann ist der Weg von O2/UGG einfach schlecht geroutet

Exakt, die zurückgelegte Strecke ist länger, somit ist die Distanz höher und dementsprechend die Latenz.

Ich denke, du überbewertest die Kapazität eines xPON Access Netzes die Latenz zu reduzieren im Vergleich zu xDSL oder Low Latency DOCSIS.

Kein kompetitiver Gamer zockt im Jahre 2026 auf nem 60 Hz Monitor mehr, das war mal vor 30 Jahren, ich glaube 160 Hz aufwärts sollte man da eher als Grundlage für deine Berechnung nehmen

Ich glaube man bewegt sich vom bereich prüfbare Fakten zu Gefühle und Annahmen. Das ist in Ordnung, aber erlaube mir wenigstens dies zu bestreiten. Ich denke nicht, dass man bei Spiele, die so oder so einen Latenzausgleichsmechanismus haben (sonst müssten ja alle nähe Paris/Amsterdam/Warschau/… wohnen) derartige Unterschiede merkt, wenn kein/kaum Jitter vorhanden ist. Ich bestreite nicht die Wahl der Hardware, was ich bestreite ist dass es einen derart nennenswerten Unterschied macht, wenn man über das Internet spielt. Werden derartige Events nicht so oder so auf (beinah-)lokale Server ausgetragen, damit jeder auch eine vergleichbare Latenz hat?

Dann sind wir bei 6,25 ms pro Frame und bei nem 30 ms Ping bei mir

Dabei ist die Latenz mit VPN bei dir etwas kürzer, aber keine 6.25ms kürzer, somit macht es selbst bei deinem Rechenbeispiel noch kein einziges Frame aus.

Diesen Krampf von “ping muss möglichst nahe 0 sein” ist einfach nicht realistisch, für einige der Spieleteilnehmer wird die Latenz zwangsläufig höher sein als für andere, das ist reine Physik. Ansonsten, macht eine LAN-Party, da ist die Latenz dann auch wirklich für alle nahe 0. Auch das ist reine Physik.

Ich bin ebenso für, dass Telefonica hier gerne mal lokaler Traffic abholt, genau das spreche ich auch hier ab und zu an wenn sich die Gelegenheit ergibt. Trotzdem ändert das nichts daran, dass Latenz im Prinzip ein Indikator der Distanz zwischen Quelle und Ziel ist, da andere Effekte (Antwortzeit des Ziels, verarbeitungszeit der Antwort von der Quelle, …) heute eigentlich keine Rolle mehr spielen, da schnell genug (und Telefonica nicht wie manche andere Internetanbieter diese schlechte Angewohnheit hat, die Anbindungen an “das Internet” künstlich klein zu halten, damit diese zu Stosszeiten schön voll laufen...).


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  • Einsteiger:in
  • September 4, 2026

eigentlich wollte ich nur anmerken dass bei der gleichen Strecke Magdeburg → Frankfurt unterschiedliche Leitungen und Anbieter unterschiedlich schnell sind obwohl es die gleiche Distanz ist ;-)

Und da sind meine Erfahrungen dass die alte Telekom VDSL geringere Latenz hatte und mit O2 Glasfaser jetzt doppelt so hoch ist (so lang dauert) obwohl der Weg der gleiche wäre wenn man nicht erst noch Umwege bis Berlin nimmt um dann wieder nach Frankfurt den nächsten Umweg nimmt.

Hatte mit VDSL auch keine Angewohnheit, die Anbindungen an “das Internet” künstlich klein zu halten, damit diese zu Stosszeiten schön voll laufen...

 


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  • Legende
  • September 4, 2026

unterschiedliche Leitungen und Anbieter unterschiedlich schnell sind obwohl es die gleiche Distanz ist

Die physische Distanz (Luftlinie auf einer Karte) wird ganz gewiss gleich sein. Die (nenne ich jetzt mal) “technische Distanz” sehr wohl unterschiedlich, ansonsten wäre die Latenz gleich bzw. vergleichbar.

Das bedeutet also, dass die Route die o2 nimmt, entsprechend länger ist, was eben auch die erhöhte Latenz erklärt. Latenz bleibt jedoch trotzdem ein Indikator der Distanz, die ist nun mal eben länger.

wenn man nicht erst noch Umwege bis Berlin nimmt um dann wieder nach Frankfurt den nächsten Umweg nimmt

Definitiv, da kommt eben auch die Distanz daher, weshalb die Latenz höher ist. Die Routen und Anbindungen sind, wie sie sind. Die Latenz ist aber weiterhin an sich lediglich der Indikator, das “Problem” ist hier doch der vermeintliche Umweg, nicht die Latenz. Genau genommen wird (i.d.R.) immer die kürzeste verfügbare Route genommen, es gibt dann für den Weg Quelle ↔ Ziel in diesem Netz zurzeit eben keine kürzere.

Hatte mit VDSL auch keine Angewohnheit, die Anbindungen an “das Internet” künstlich klein zu halten

Das ist kein Thema, der auf dem Access Netz passiert, das ist ein Thema für den Teil der Strecke zwischen deinem Internetanbieter und “das Internet” (wo sich dein Ziel i.d.R. auch befindet). Was ich damit sagen will, ist dass Telefonica ihr Netz ausreichend an “das Internet” anbindet, so dass es auch zu Stosszeiten nicht zu engpässen kommt (die aufgrund der Auslastung die Latenz negativ beeinflussen können). An der Stelle sind wir vom DSLAM oder vom OLT schon sehr weit entfernt.

Sicherlich kann ein Moderator im Fachbereich nachfragen, wie es um das Thema “traffic lokaler abholen” geht, so dass derartige Umwege reduziert werden, aber ob es dazu überhaupt eine Antwort gibt, geschweige davon die, die du lesen möchtest, bleibt ungewiss. Vertraglich ist die Leistung erbracht und das Thema Latenz bei Spiele etc. ist im Prinzip über deren Ausgleichmechanismen berücksichtigt.

Ich hatte letztens etwas spekuliert, aber auf der Basis der Anschlüsse die über die Infrastruktur der Telekom realisiert werden und folgende “Traffic-Abhol-Stationen” ermittelt: Ahrensburg (ahr), Berlin (ber), Düsseldorf (dus), Frankfurt (fra), Hamburg (ham),  Hilden (hid), Heimstetten (htt), München (muc), Offenbach (off), Ratingen (rat).

Ob meine Spekulation überhaupt der Realität entspricht, ob diese auch für alle Infrastrukturbetreiber gilt, kann ich dir nicht sagen. Ebenso vermute ich, dass das o2 bzw. Telefonica nicht bestätigen, ergänzen oder verneinen wird.

Letztendlich gibt es meiner Ansicht nach auch deutlich dringendere/wichtigere Baustellen als das, auch wenn das zweifelsfrei angenehm wäre, wenn das Netz etwas (viel?) engmaschiger wäre.


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  • Einsteiger:in
  • September 5, 2026

Also ich weiß nicht ob ich jetzt so ein Unterschied zwischen “Indikator” Latenz oder “riesen Umweg “ machen muss, beides bedeutet für den Endkunden es ist schlechter als es andere machen oder gut wäre. Also weiß nicht welche Provider Du mit dem künstlichen klein halten meinst und die zu Stoßzeiten dann voll laufen. Also Telekom lief hier bisher immer bestens und hatte auch am Wochenende abends besten Ping.

Also da würde ich lieber die ganze Woche guten Ping (unter 15 ms) haben und am Wochenende dann zu den Hochzeiten 5ms mehr als wie jetzt die 29ms die ganze Woche und am Wochenende nochmal 6ms drauf, das klingt eher nach deinem zu Stoßzeiten volllaufen Problem bei O2/UGG.

Hatte mal vor ca. 15 Jahren bei 1&1 nen Problem da war unser Landkreis zu gering angebunden und hatte dann über CT-Magazin vom Heise Verlag da mal nachfragen lassen, weil man auf Kundenfragen nicht reagiert hatte (wie aktuell auch bei O2, Ticket wurde ohne Rückfrage oder Rückmeldung einfach geschlossen) und von den 16 MBit am Wochenende abends nur noch 0,5 MBit ankamen und der Ping bei knapp 60 lag. Es war auch in deren Monitoring bekannt und die hatten schon die Hardware für den Ausbau bestellt aber es dauerte dann knapp 5 Monate bis das wieder super lief. Aber in der heutigen Zeit wird es glaube nirgends mehr so drastisch am Wochenende einbrechen.

Aber ich hätte vor O2 auch nie geglaubt dass ein aktueller Glasfaser Provider hunderte bis tausend Kilometer Umweg in sein Routing einbaut und das nicht als Fehler sieht.

Also weiß ja nicht wie das aktuell mit der Bezahlung der Trafficeinleitung ist aber wenn es möglich ist nen Berliner VPN direkt und schnell zu connecten warum schiebt O2 den Traffic nicht in Berlin raus ins globale Internet wenn das 37% schneller nach Frankfurt ist dann trotzdem doch weiter im eigenen Netz wieder zig Umwege nehmen und dann für Berlin nach Frankfurt 11ms zu brauchen statt mit Berliner VPN nur 8ms? Und warum schafft man es von Berlin nach Frankfurt in 8ms und von kurz vor Magdeburg bis Berlin braucht man 19-20 ms? Also “ausreichend anbinden” sieht für mich anders aus wenn man dafür hunderte bis tausend Kilometer Umweg nehmen muss und alles eher künstlich zwingend verlangsamen muss, damit es dann zur Hochzeit am Wochenende nicht auffällt weil eh alles total lahm (von der Latenz her) auch in der Woche ist ;-)

Das es die meisten Benutzer nicht stört, ist weil es für einen Menschen der unbedarft mit der Technik umgeht und nur rudimentäre Dienste nutzt nicht auffällt weil die Verzögerung im Bereich von ms liegt und meist der PC auch nicht der neueste ist und man ja von Windows auch kennt das man da öfter warten muss.

Für technikaffine Nutzer ist es hingegen ein Unterschied und wenn man im Homeoffice Skripte laufen lässt die Remote Aufgaben ausführen und wo der Datentransfer eher gering ist aber die Steuerung häufiger etwas mehr Datenverkehr ausmacht fällt es schon auf wenn der Ping höher ist und dann ist das in dem Fall nicht nur ein Indikator sondern ein Problem wenn man weiß es geht besser und schneller und war bei VDSL besser und könnte auch bei Glasfaser/O2/UGG genau so gut oder besser sein. Egal auf wen/was man es schieben mag.

Es bringt leider auch hier nichts da weiter drüber herzuziehen, da weder O2 noch ein Moderator hier Licht ins dunkel bringen wird. Es wurde schon so oft geschrieben, ja ich gebe das weiter und wir kümmern uns aber passiert ist nix und Fragen zu Übergabepunkten oder sonstigen Netzrelevanten Sachen wurden nie beantwortet. Wir können das hier leider nur Aussitzen oder zurück zu VDSL wechseln.

Also meine Hoffnung ist einfach irgendwann ein Angebot der Telekom wieder zu bekommen mit toller Glasfaser-Leitung und auch zig mal besserem Service auch wenn es natürlich teurer ist aber das wäre es mir Wert.


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  • Legende
  • September 6, 2026

Also ich weiß nicht ob ich jetzt so ein Unterschied zwischen “Indikator” Latenz oder “riesen Umweg “ machen muss

Naja, schon, Latenz bleibt in diesem Kontext ein Indikator der Distanz, die Frage ist doch, weshalb wird eine derart lange Route verwendet. Aber wie gesagt, auch da ist es i.d.R. nicht wirklich kritisch, aus den bereits genannten Gründen (sofern man sich im humanen Mass befindet, also nicht jetzt >50ms für ein Ziel innerhalb Deutschland oder so, wie beim Themenstarter).

Also da würde ich lieber die ganze Woche guten Ping (unter 15 ms) haben und am Wochenende dann zu den Hochzeiten 5ms mehr als wie jetzt die 29ms die ganze Woche und am Wochenende nochmal 6ms drauf

Bei den von mir genannten Engpässen sind es dann nicht “nur” wenige Millisekunden dazu, wenn eine Übergabe voll ist, ist es i.d.R. so um die 100ms dazu und Paketverlust.

Es freut mich natürlich für dich dass du keine von diesem Problem betroffenen Ziele verwendet hattest und somit die Problematik an dir vorbei ging, trotzdem gibt es eben manche Internetanbieter, die diese Praxis weiterhin betreiben (und manche die beschlossen haben damit anzufangen).

da war unser Landkreis zu gering angebunden

Du musst zwischen Kapazität und Latenz (ergo Distanz) schon unterscheiden, siehe oben. Das sind halt im Normalfall 2 verschiedene Themen (es sei denn die Kapazität ist ausgereizt, auch da siehe oben, aber sowas macht Telefonica zum Glück nicht).

und von den 16 MBit am Wochenende abends nur noch 0,5 MBit ankamen

Eben, ein Kapazitätsthema, kein Latenzthema per se. Kapazität ist aber ausreichend vorhanden, oder nicht?

und der Ping bei knapp 60 lag

Eben, weil die Kapazität ausgereizt war und dementsprechend auch die Latenz aus diesem Grund zu Stosszeiten stieg (wenn ich dich korrekt gelesen habe).

Aber ich hätte vor O2 auch nie geglaubt dass ein aktueller Glasfaser Provider hunderte bis tausend Kilometer Umweg in sein Routing einbaut und das nicht als Fehler sieht.

Naja, die Route ist zweifelsfrei lang, das ist ja durch die gemessene Latenz prinzipiell belegt. Ein Fehler ist es jedoch erst, wenn die Vertraglichen und/oder Regulatorischen Vorgaben nicht mehr erreicht werden, das ist hier aber soweit ich weiss nicht der Fall.

aber wenn es möglich ist nen Berliner VPN direkt und schnell zu connecten

Allerdings haben deine Messergebnisse einen Unterschied von 1ms zwischen deinem Client und den Berliner PoP ergeben, das ist jetzt nicht besonders viel. Zum Endziel war der Unterschied etwas grösser, der Grund hatte man aber meines Wissens aber auch bereits ermittelt, nämlich dass ab Berlin der VPN Anbieter eine kürzere Route (um 3 ms) als o2 hatte. Klar, das zeigt dass luft nach Oben ist, aber 3 ms sind meines Erachtens nicht bahnbrechend.

Und warum schafft man es von Berlin nach Frankfurt in 8ms und von kurz vor Magdeburg bis Berlin braucht man 19-20 ms?

Genau da liegt doch die Grundlage der Diskussion, nicht was ab den PoP (Point of Presence) passiert, aber auch dazu wurde meines Wissens alles geschrieben was man dazu schreiben kann (auch wenn das sicherlich nicht das ist was du gerne lesen würdest und auch nicht viel ist).

da man aber nicht sehen kann wo der Traffic hingeht bevor es am ersten Hop bei o2 ankommt, ist es halt etwas intransparent.

Man kann ab da doch nur spekulieren, aber was vor dem o2 PoP ist i.d.R. Infrastrukturbetreibersache. Auch da, keiner von uns hier hat Einblicke was zwischen den verschiedenen Infrastrukturbetreibern und Internetanbietern vereinbart ist, weshalb es bis zum PoP eine derart lange Route “benötigt” und weshalb man keine kürzere realisieren kann/will (oder wenn man es kann und will, welche Priorität das hat).

Also “ausreichend anbinden”

Kapazität und Latenz bitte nicht vermischen, das eine ist die Anbindung selbst (bzw. dessen Kapazität Daten zu übertragen) das andere die Distanz zwischen Quelle und Ziel, abhängig der gewählten Route. Dass “niemand” auf dem Weg von Magdeburg nach Berlin zuerst über Rom fährt, ist ja nicht bestreitbar. Aber das liegt auch daran, dass es eine entsprechende Strasse von Magdeburg nach Berlin gibt. Übertragen wir das auf “das Internet”, könnte man spekulieren, dass es eben (mutmasslich beim Infrastrukturbetreiber(?)) keine solche Route gibt, und dementsprechend die kürzeste mögliche Route dann eben doch über Rom ist. Wenn die Kapazität vorhanden ist, kann man von “ausreichend anbinden” sprechen, da die Daten transportiert werden können, anders gesagt kein “Stau” entsteht.

und alles eher künstlich zwingend verlangsamen muss

Es wird eben nicht künstlich verlangsamt, noch weniger “damit es am Wochenende nicht auffällt”, ich hoffe ich konnte mit meiner obigen Erklärungen erklären warum das nicht korrekt ist. Künstlich verlangsamen wäre eine nicht ausreichende Anbindung, die zu Stosszeiten zu “Stau” führt, was aber hier nicht der Fall ist, die Latenz bleibt ja auch recht konstant, richtig?

Für technikaffine Nutzer ist es hingegen ein Unterschied und wenn man im Homeoffice Skripte laufen lässt die Remote Aufgaben ausführen

Lass mich raten… auf einen 160Hz Monitor, weil wenn man den Output auch derart schnell sehen muss? ;) Sorry, aber ich fürchte du überbewertest wie “lang” 30ms sind… das wollte ich auch unter anderem mit meine Aussage zu 60Hz Monitore kundtun.

wenn der Ping höher ist und dann ist das in dem Fall nicht nur ein Indikator sondern ein Problem

Du kannst das 999x schreiben, das macht die Aussage dennoch nicht korrekt. Das Problem was du hier beschreibst ist immer noch der lange Weg (oder ein “Stau”, der bisher aber nicht belegt ist), den man mit der Latenz als Indikator (!) messen kann. Die Latenz ist aber kein Problem, auch das schreibe ich, wenn es sein muss, dann eben 1000x.

wenn man weiß es geht besser und schneller und war bei VDSL besser und könnte auch bei Glasfaser/O2/UGG genau so gut oder besser sein. Egal auf wen/was man es schieben mag.

Was ich auch nicht bestritten habe, im Gegenteil habe ich (erneut und weil es die Gelegenheit dazu gab) mich ausdrücklich dafür ausgesprochen, hier engmaschiger Traffic abzuholen. Ich bemühe mich jedoch Transparenz zu bieten um den Sachverhalt besser und vor allem korrekt zu verstehen.

Also meine Hoffnung ist einfach irgendwann ein Angebot der Telekom wieder zu bekommen mit toller Glasfaser-Leitung

Und vor Allem schön klein dimentionierte Anbindungen an “das Internet”, wobei ich dir natürlich trotzdem wünsche dass du dessen Auswirkungen nicht bemerken wirst, weil das macht wirklich kein Spass.

Wie ich schon schrieb,

Du kannst gerne den Anbieter deiner Wahl darauf ansprechen, ob bzw. wann sie vor haben ihre Produkte auf der Infrastruktur des bei dir vor Ort vorhandenen Infrastrukturbetreibers anzubieten. Je mehr Auswahl desto besser für die Kunden.

Ich denke es ist eher unwahrscheinlich, dass bei bereits vorhandenen Glasfasernetzen einen Überbau stattfindet, gerade im ländlichen Bereich (wo Unsere Grüne Glasfaser meines Wissens vorrangig den Fokus legt) lohnt sich das dann wirklich nicht.