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Internetstörung seit über 3 Monaten – Chronologie eines ungelösten Falls


Hallo zusammen, 

im folgenden mal ein schönes Beispiel wie man mit einem langjährigen Mobilfunkkunden (>15 Jahre) umgeht der nun zusätzlich den Internetanschluss von Vodafone zu O2 umgelegt hat. Grund Umzug in neue Wohnung. Hintergrundinfo: Der Hausanschluss muss aufgrund Kernsanierung neu hergestellt werden. Um das dem O2 Kundenservice klar zu machen, braucht es sage und schreibe 5-10 Anrufe bei der Hotline. Der Service beharrt darauf, dass laut deren Infos kein Techniker notwendig ist. Es wird dann irgendwann ein Technikertermin für den 22.06. (Aktivierungsdatum) versprochen.

22.06.2026: Vereinbarter Aktivierungs-/Installationstermin für den o2 Home XL 600-Vertrag. Kein Techniker erscheint. Grund laut Rückmeldung des Kundenservice: Der Termin war nicht ordnungsgemäß im System gebucht worden. Störungsticket 9915672 wird am selben Tag eröffnet.

03.07.2026: Ersatztermin. Der Hausanschluss wird physisch hergestellt, es wird jedoch ein zu schwaches Signal auf der Leitung festgestellt.

09.07.2026: Messtermin. Ein Messtechniker stellt als Ursache einen Kabelschaden unter der Straße fest, der Tiefbauarbeiten erforderlich macht.

03.08.2026: Weiterer Messtermin. Trotz zuvor angeblich erfolgter Tiefbauarbeiten werden zusätzliche Schäden an der Infrastruktur festgestellt. Neue Maßnahme auf der Straße erfolgte im Laufe des August aber ab nun keine Kontaktaufnahme mehr durch Techniker oder O2.

16.09.2026: Schriftliche Mängelrüge per Einschreiben an o2, mit Fristsetzung zur vollständigen Vertragserfüllung bis zum 30.09.2026 sowie Forderung nach einer gleichwertigen Übergangslösung (Mobilfunkkarte oder 5G Router mit unbegrenztem Datenvolumen).

21.09.2026: Einschreiben geht laut o2 im Unternehmen ein.

22.09.2026: Schriftliche Antwort von o2: Es wird um weitere Zeit zur Prüfung und Behebung der Störung gebeten. Eine Klärung zu Umfang, Dauer oder Übergangslösung wird nicht vorgenommen; es wird lediglich auf eine spätere Klärung verwiesen.

28.09.2026: SMS-Ankündigung eines Technikertermins für den 29.09.2026 zwischen 7:45 und 11:00 Uhr. Kein Anruf, keine Terminabklärung.

29.09.2026, vormittags: Zum angekündigten Termin erscheint erneut kein Techniker. Dies ist der zweite Urlaubstag, der für einen angekündigten, letztlich nicht wahrgenommenen Termin genommen wurde.

29.09.2026, nachmittags: Kontaktaufnahme über den o2-Chat. Im System ist fälschlich vermerkt, der Kunde sei beim Termin nicht anwesend gewesen; dieser Status wird vom Mitarbeiter als Fehler anerkannt und eine Korrektur zugesagt. Als Sofortmaßnahme wird zusätzliches mobiles Datenvolumen angeboten, das als keine gleichwertige Ersatzlösung für den ausgefallenen Festnetzanschluss abgelehnt wird. Die Bitte um Weiterleitung an eine Stelle, die über eine Übergangslösung (5G-Router) entscheiden kann, führt zu mehreren Weiterleitungen, unter anderem fälschlich an die Prepaid-Abteilung. Der Chat endet ohne Ergebnis.

Seit 29.09.2026: Keine weitere Kontaktaufnahme durch o2.

Stand 05.10.2026: Der Anschluss ist weiterhin nicht nutzbar, die gesetzte Frist ist ohne Lösung verstrichen.

Auffällig: O2 informiert nicht proaktiv, hat keine Strategie wie langfristige Störungen aufgefangen werden und auch keine Möglichkeit einem Kunden anderweitig eine Ersatzlösung zu beschaffen. Obwohl es denkbar viele gäbe. Einziger Ansatz des Kundenservice: 200 GB Datenvolumen auf die Mobilfunkkarte. Wie das in Zeiten von Streaming und Homeoffice funktionieren soll erschließt sich mir nicht.

Fazit: O2 ist nicht proaktiv und wartet lieber ab wie oft man sich beschwert.

Einziger Lösungsweg: Sonderkündigung, Ausfallentschädigung einfordern. Warten macht keinen Sinn. Einziger Vorteil: Die Ausfallentschädigung steigt mit jedem Tag. 

Damit bleibt aus meiner Sicht nur der Umzug aller Verträge zur Marktbegleitung. O2 kann zwar nichts für ein beschädigtes Erdkabel aber die Art und Weiße wie damit umgegangen wird ist nicht sehr “Can Do” oder “Besser-als-du-denkst-Netz”. 

 

Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? 

8 Antworten

o2_Solveig

Hallo ​@JaHaun ,
herzlich willkommen in unserer o2 Community 😀
Das ist eine lange Leidensgeschichte. 
Es tut mir leid, dass hier die Kommunikation so schlecht ist. 
Ich kann dich verstehen, dass du verärgert bist. 
Ich habe intern Kolleginnen und Kollegen angeschrieben, ob die helfen können oder zumindest verbindlich sagen können, wie es nun weiter geht. 
Ich melde mich, sobald ich etwas höre. 
Gruß, Solveig 


o2_Solveig

Hallo ​@JaHaun ,
ich habe gerade die Antwort von der Fachabteilung erhalten, dass sie Vodafone angeschrieben haben und sich wieder melden.
Ich bleibe dran. 
Ich wünsche dir noch eine schönen Abend. 🌜
Gruß, Solveig 


  • Autor
  • Besucher:in
  • October 13, 2026

Hallo ​@o2_Solveig 

danke für die Mühe.

Ich bin nun leider an dem Punkt den Vertrag außerordentlich zu Kündigen, bzw habe das schon getan.

 Es erfolgt trotz vieler Versprechen keine Reaktion, kein Kontakt, kein Melden. Jeder Service Mitarbeiter verspricht sich zu melden und sich zu kümmern. Aber das scheinen ja nur die Wording Vorlagen für die Kollegen an der Hotline zu sein ;)

Mein Unverständnis beruht eigentlich auf der Tatsache, dass man keine Übergangslösung bereit stellt. 

Ein o2 Marktbegleiter hat mir jetzt eine entsprechende Übergangslösung präsentiert, ohne großes hin und her. Dorthin werde ich wechseln. 


o2_Solveig
  • Moderatorin
  • October 13, 2026

Hallo ​@JaHaun ,
ich kann dich verstehen. 
Schade, dass es so glaufen ist. 
Die einzige Möglichkeit, die wir hier haben ist, dir Datenvolumen auf deinen Mobilfunkvertrag zu buchen. 
Und das ist bereits passiert. 
Gruß, Solveig 


  • Autor
  • Besucher:in
  • October 13, 2026

​@o2_Solveig Der Wettbewerb stellt einen 5G Router mit unbegrenzten Volumen der bei Störungsbehebung wieder zurück geschickt wird. Warum kann o2 das nicht?

Für 5 € im Monat würde es übrigens gehen -nach Aussage einer Ihrer Kollegen.

Ich verstehe die Rechnung von O2 nicht: 5G Router stellen und alles gut oder nichts machen und täglich 10 € Ausfallentschädigung zahlen. 


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Servus,

naja, ich denke dass das ein sowohl als auch ist, also dass die temporäre Lösung den Vertragspartner nicht von der Entschädigungsleistung befreit, aber ich bin kein Jurist und das ist lediglich meine eigene Einschätzung.

Aber das wäre trotzdem ein Punkt, den die Moderatoren mitnehmen können, mit etwas Glück wird das auch künftig angeboten.


  • Autor
  • Besucher:in
  • October 13, 2026

Ich bin auch kein Jurist, so wie ich es interpretiere, ist die Entschädigung nur fällig wenn ein Komplettausfall besteht und man gar keine Ersatzlösung bereitgestellt bekommt.

 

in meinem persönlichen Fall wäre ich nicht mal auf die Idee gekommen, dass mir da eine Entschädigung zusteht wenn o2 proaktiv gewesen wäre. Aber auf Frust folgt Recherche und eigene Lösungsfindung, dann stößt man drauf :D

Mittlerweile sind es über 1000 € Entschädigung. Aus wirtschaftlicher Sicht ist es für o2 komplett sinnlos so zu agieren. Deswegen bin ich auch so überrascht und enttäuscht. In den vielen Jahren als Mobilfunkkunde hab ich das so nicht erlebt. 


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Naja, wenn man meint sparen zu wollen, merkt man vielleicht doch, dass es manchmal am ende mehr kostet :)

Die Entschädigung steht dir zu, das ist dann halt so. Ich bin gespannt, ob die wirklich gänzlich ausgezahlt wird. Solte ja prinzipiell so sein…

Letztendlich ist o2 bzw. Telefonica aber lediglich Internetanbieter*, die Infrastruktur wird von einem Infrastrukturbetreiber (bei 600mbit/s kommt ja nur Kabel oder Glasfaser Infrage, die Infrastrukturbetreibern sind dann in der Regel Vodafone oder Telekom, hier in dem Fall Vodafone), ich denke dass die Entschädigung dort weitergereicht wird, da der Fehler so wie ich das Thema verstehe ja auf Infrastrukturbetreiberseite liegt.

*) die 10% Anteil am Infrastrukturbetreiber Unsere Grüne Glasfaser mal der Einfachkeits halber weggelassen