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Warum O2
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Willkürlicher einseitiger Vertragsschluss ohne Bestätigung/Annahme, Widerrufsmöglichkeit etc. möglich?


HansDSL
Besucher:in
In dem Beitrag würde ich gerne meine Erfahrung mit O2 teilen, wie ein zufriedener Kunde sowie das Firmenimage kaputt gemacht werden kann.

 

Nach Verhandlungen mit der O2-Verkaufsabteilung habe mich für die Vertragsverlängerung (50Mbit) um weitere 24 Monate entschieden. Die Angebote der Konkurrenz waren zwar etwas besser, eine Zusatzvereinbarung über Nutzung meiner guten Leitungskapazität (ca. 100Mbit) sobald technisch möglich im Rahmen des gleichen Vertrages hat mich dann überzeugt.

Nach dem Telefonat wurde die Verlängerung mit vereinbarten Konditionen (Erlass auf L) per E-Mail bestätigt. Die Bandbreite wurde leider nicht bestätigt aber das Gespräch wurde aufgezeichnet.

Nach ca. 2 Monaten ist mir aufgefallen, dass plötzlich mein Modem tatsächlich mit 100Mbit synchronisiert. Ich war erfreut, dass O2 sein Versprechen einhielt. Nach Messung der Bandbreite stellte ich aber fest, dass die Bandbreite gedrosselt ist und weiterhin 50Mbit möglich sind. Daraufhin habe ich telefonisch (mehrmals) reklamiert. Die Klärungen gingen über ca. 2 weitere Monate, bis mir in einer Rechnung aufgefallen ist, dass für mich ein Produktwechsel von L auf XL durchgeführt wurde, mit einer neuen Vertragslaufzeit (24 Monate) und regulärem Preis für XL (39,99) ohne vereinbarte Nachlässe (!?). Eine Bestätigung, Angebot oder Auftragsbestätigung wie bei der ersten Verlängerung vom Januar gab es dazu nicht. Die Widerrufsfrist war zu diesem Zeitpunkt verstrichen, obwohl die gar nicht eingeräumt war. Offensichtlich scheinen geltende Gesetze O2 egal sein. Rechtlich gesehen kann ohne Angebot und Annahme (Grundlagen Zivilrecht!) kein Vertrag zustande kommen.

 

Nach wiederholter Reklamation auf verschiedenen Wegen (schriftlich und telefonisch) will O2 gar nicht darüber sprechen und besteht auf neuen Vertrag ohne Nachlässe. Entweder hatte ich Pech und meine Angelegenheit immer in inkompetente Hände geraden ist, oder möchte hier O2 tatsächlich auf perfide Art mich abzocken. Nach Rücksprache mit Rechtsabteilung meiner Firma ist das Vorgehen rechtlich sehr fragwürdig. Mir bleibt nichts anderes übrig, als meine Rechte gerichtlich geltend zu machen. Mich würde auch interessieren, wie oft sowas anderen Kunden passiert ist.

Viele Grüße

11 Antworten

Sandroschubert
Legende
Nach Rücksprache mit Rechtsabteilung meiner Firma ist das Vorgehen rechtlich sehr fragwürdig. Mir bleibt nichts anderes übrig, als meine Rechte gerichtlich geltend zu machen. Mich würde auch interessieren, wie oft sowas anderen Kunden passiert ist.

Ab hier stellen sich meine lichten Nackenhaare auf. Wenn es so klar ist dann sollte die Rechtsabteilung doch auch wissen wie weiter zu verfahren ist, oder?

Gruß


o2_Lars
  • Moderator
  • June 15, 2018
Hallo @HansDSL,

ich habe mir das mal angeschaut. Es erfolgte eine Vertragsverlängerung im Januar, im DSL All-In L mit zugesagten Rabatten.

Es erfolgte dann, nach der Verlängerung und davon unabhängig im März der Wunsch, in den XL zu wechseln, um 100MBit/s zu erhalten. Dies wurde auch entsprechend ausgeführt.

Bei einem Tarifwechsel entfallen im regelfall Rabatte, wie dies auch heir passiert ist.

So, wie es sich mir darstellt, scheint alles so gelaufen zu sein, wie es sollte, aber vielleicht übersehe ich ja auch etwas?

Gruß,

Lars


Sächsin
Legende
  • June 15, 2018
Es erfolgte dann, nach der Verlängerung und davon unabhängig im März der Wunsch, in den XL zu wechseln, um 100MBit/s zu erhalten. Dies wurde auch entsprechend ausgeführt.
Der TE bemängelt ja auch, dass er für diesen Wechsel keinerlei Unterlagen erhalten hat.

Eine Bestätigung, Angebot oder Auftragsbestätigung wie bei der ersten Verlängerung vom Januar gab es dazu nicht.

Muckilein79
Stammgast
Da der Kunde einen Gesprächsmitschnitt hat in dem angeblich eingeräumt wurde das er auch die 100Mbit bekommen kann + Rabatte sollte schleunigst eine Promotion nachgebucht werden um eine gerichtlichen Auseinandersetzung aus dem Weg zu gehen. Die Kosten die auf Telefonica dann zukommen müssen doch wirklich nicht sein für so etwas banales oder?


Das hier ist falsch

Die Widerrufsfrist war zu diesem Zeitpunkt verstrichen,

wenn die anderen Angaben zutreffen. Ohne Auftragsbestätigung und Zugang der  Widerrufsbelehrung hast Du 12 Monate Zeit zum Widerruf. Andererseits scheint Deine Willenserklärung für den XL erfolgt zu sein!?

Das sollte Dir die Rechtsabt. der Firma aber auch erklärt haben.


Sächsin
Legende
  • June 15, 2018
Du weißt aber schon, dass sich o2 darauf beruft, die Gesprächmitschnitte seien nur für Trainingszwecke und würden kurz darauf gelöscht?

Bei meinen (wenigen) Telefonaten mit der Hotline wurde bisher immer nur der Text "Zur Qualitätssicherung können Gespräche aufgezeichnet werden, wenn sie damit nicht einverstanden sind, sagen sie dies zu Beginn" (keine originale Wiedergabe, nur aus dem Gedächtnis raus).


HansDSL
Besucher:in
  • Autor
  • Besucher:in
  • June 15, 2018
Danke für die Antworten. Ja das ist richtig, sollte ein Vertrag zustande kommen (was aus meiner Sicht aufgrund von fehlendem Angebot und Annahme, Formmangel etc.), würde die Widerrufsfrist aufgrund von Pflichtverletzung aus § 312f BGB seitens O2 lt. § 356 Abs. 3 nicht beginnen. 

Mit meinem Beitrag habe ich im Titel eine Frage gestellt und die Erfahrung geteilt. Ich Absicht war nicht in dem Forum mit Paragraphen herumzuwerfen und einen Rechtsstreit beginnen. Vermutlich ist für hier auch nicht der richtige Empfängerkreis.

Zu dem Gesprächsmittschnitt: den Hinweis habe ich gehört. Wenn es gelöscht ist, dann hat das O2 nicht. 

Jedoch der Inhalt des Gesprächs wurde in einer der schriftlichen Antwort (vom 15.5) von O2 zusammengefasst. 

(hier der Ausschnitt:)



Das stimmt aber bzgl. der bestätigten Verlängerung vom 5.01. Nicht eines neuen Vertrages zum April ohne diese Bestandteile. Ich hoffe es ist nachvollziehbar, dass es hier etwas schief gelaufen ist. 

Kann jemand auf dem Wege hier etwas bewegen, oder ist der offizielle Rechtsweg die letzte Möglichkeit? Jetzt geht es mir nicht mehr um die Paar Euro, aber um das Prinzip. Ich fühle mich wirklich vera****t. 


Warum widerrufst Du nicht, hilfsweise Abstreiten einer übereinstimmenden Willenserklärung (falsche Konditonen!)?

Gleichzeitig Entziehen der SEPA bis zur Klärung und dann abwarten. Solange diese Art der "Reklamation" nicht abgewiesen wird, besteht auch kein Rechtsstreit.

Moderatoren können meist nur dann korrigierend eingreifen, wenn der Fehler in den Systemen/Kommentaren nachvollziehbar sind.  Da der Zusatzrabatt nicht hinterlegt ist, gibt es auch keinen Rabatt.


HansDSL
Besucher:in
  • Autor
  • Besucher:in
  • June 15, 2018
Der Fehler sollte in meinem letzten Kommentar mit Screenshot der O2-Antwort (Rabatt + 100MBit) erkennbar sein. Der Fehler ist, dass es in den Systemen nicht hinterlegt ist und selbst von O2 als Vertragsbestandteile vom 05.01. bestätigt wird.

Ich drehe dann noch eine Runde mit Schreiben an O2 inkl. Widerruf... Nur bisher hat es wohl keiner so richtig gelesen oder juristisch geprüft, da Standardantworten zurückkamen. Wenn ich den Anwalt beantrage fallen Kosten an, die ich gesamthaft geltend machen muss.


Muckilein79
Stammgast
Ich verstehe das nun so:

Bereits im ersten Angebot wurde der Wechsel auf ALL in XL gewünscht und auch bestätigt incl. Rabatt. Da aber immer erst auf All in L gewechselt wird(und erst danach auf XL) wurde der Produktwechsel mit Rabatten auf All in L per Brief an den Kunden bestätigt und durchgeführt. Der Nachfolgende PW auf ALL in XL ist dann nicht mehr ganz so richtig gelaufen...im ersten Post gibts leider keine zeitlichen genauen Angaben.


Genau so stelle ich mir das auch vor, denn Hans weiss ja scheinbar nichts von einem "Auftrag" im März. Damit aber auch kein Widerrufsrecht. Dafür seine Rabattbestätigung. Langsam wird es klarer.