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Firmenprozesse, die "Kunden" ihre Ohnmacht aufzeigen

  • May 8, 2017
  • 1 Antwort
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Dooks
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Vorgeschichte:

Ich hatte einen 2 Jahre DSL-Vertrag laufen, der sich ab April um ein weiteres Jahr verlängert hätte. Da ich aber nicht einschätzen konnte, wo ich in 10 Monaten bin, habe ich diesen Vertrag vorsorglich 3 Monate zum Kündigungsdatum gekündigt.

Anfang April konnte ich es dann mit Sicherheit sagen, wo ich gegen Dezember 2017 bin und habe mich dann dazu entschieden, den vorherigen Vertrag umschreiben zu lassen, auf einen Vertrag, der sich monatlich kündigen lässt.

Das Problem hierbei war, dass eine Umstellung anscheinend nicht mehr möglich war und ich somit 2 Wochen bis zum 5.5.17 ohne Internet dagesessen bin. - Der alte Vertrag wurde also von Telekommitarbeitern abgesteckt und 2 Wochen später wieder angesteckt. Mein Gott, ist ja nicht die Welt. Die Prozesse bei o2/Telekom sind eben scheiße, das weißt du ja aus den vorhergehenden Jahren, also eben 2 Wochen kein Internet.

Extra mit der Mitarbeiterin, die meine Vertragsunterlagen bearbeitet hat, ausgemacht, dass der mögliche Techniker doch bitte Vormittags kommen soll, weil ich Nachmittags 300km Autobahn fahren muss, um zum Geburtstag meines Vaters zu kommen. (Nettes Gelächter, ja ja, geht klar, machen wir so).

Dann die Email mit den Vertragsdaten zugesendet bekommen: Technikertermin ist Nachmittags 12-16 Uhr. Fuck aber ok, würdest du grad noch so zur Party schaffen.

Paar Tage später kamen die SMSn mit der "Router Zusendung": "Guten Tag Herr X, in den nächsten Tagen erhalten Sie den Router [...], bitte schließen Sie das Gerät am 5.5.17 ab 17:30 Uhr an [...]. Fuck³, was für ein Saftladen.

Erstmal Service anrufen, Termin verschieben: Mir wurde gesagt, dass sich das bei der SMS um einen Fehler im System handelt, 17:30 Uhr arbeitet kein Techniker mehr und überhaupt muss der Techniker wahrscheinlich eh nicht zu mir in die Wohnung. Ausweichtermin wäre 15.05 gewesen, also nochmal 10 Tage ohne Internet. Ich verblieb mit der Mitarbeiterin so, dass ich den Router am 05.05 anstecken soll, der Techniker ruft bestimmt eh nur kurz mal an und sagt "alles klar, Leitung geht jetzt", deshalb soll ich doch ruhig gegen Spätnachmittags zum Geburtstag aufbrechen.

Dann der Tag der Freischaltung:

Ich also den Router angeschlossen, wie es sich gehört. Es fehlte nur noch der Anruf vom Techniker, doch der hatte wohl keine Lust auf mich. Vorsorglich schon mal das Auto gepackt und gegen 15:45 Uhr vor der Wohnungstür gelauert, damit alles nur schnell-schnell geht. Schließlich warten auf mich 300km Autobahn und eine Geburtstagsfeier.

Doch der Techniker kam nie. 16 Uhr bin ich  drei Vater Unser betend losgefahren. War ja alles soweit eingerichtet und der Techniker kann mich ja auch aus der ferne freischalten. Bitte bitte bitte..

08.05. Heimkehr zur internetlosen Wohnung:

Router findet kein Internet. Haha.

Überprüfung des Briefkastens: "Sehr geehrte [...], der Servicemitarbeiter war 5.5. 15:13 Uhr bei Ihnen. Leider haben wir sie nicht angetroffen" Hahahaha. 

Service angerufen, Problem / Vorgeschichte geschildert: "Ja, 16.05 können wir wieder einen Termin für Sie ausmachen."  Warum dachte ich wirklich, o2 würde mich ein einziges Mal nicht enttäuschen?

Aber gut, scheiß drauf. Mach das beste draus. sind ja nur 8 Tage. Das hältst du durch, die junge Frau kann ja auch nichts dafür, ist ja ein Zwischensystem über die Telekom, sei nett. Ändern kannst du eh nichts mehr. Diese Ohnmacht.

Dann kam mir jedoch die Monatsabrechnung in den Sinn: o2 DSL Young, die ersten 3 Monate nur 9,99 Euro Grundgebühr.

Dementsprechend: Der erste Monat (da nur ab 16. des Monats) wird nur zirka halb berechnet, also ~50% auf 9,99 Euro = ~5€. Demnach schenke ich jetzt im Vergleich zu vorher ja Geld her, weil vorher beim 5.5 als Anschlussdatum hätte ich fast den ganzen Monat genutzt und die Grundgebührsenkung des ersten Monates wirkt sich nahezu kaum noch aus. Ich fragte also ganz kokett, ob wir nicht einen 4. Monat Grundgebührsenkung dazuschustern könnten, quasi als kleines Zuckerl, weil ich ja mittlerweile schon wieder genug Ärger für die nächsten paar Jahre mit o2 gehabt hätte. 

Interessant wurde es, als ich am Telefon erklärt habe, dass ich vorhatte den Vertrag nach den 3 Monaten zu kündigen, da er sich ja danach auf 30 Euro monatlich erhöht. Von dem Moment an machte die Servicemitarbeiterin dicht. "Die Kündigung ist ja Ihre Sache, das müssen Sie ganz allein selbst entscheiden." "Aber sie zahlen ja genau das gleiche." "Ist doch egal, wie lange Sie jetzt kein Internet haben, schließlich verdienen wir (o2) ja zu der Zeit auch nichts." "Sie haben kein Internet, wir verdienen nichts."

Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass die Rechnung mit der Grundgebührsenkung auf den ersten Blick recht geizig klingt, aber wenn man sich vor Augen führt, was ich Anfang April eigentlich einmal wollte, kann ich nur noch traurig den Kopf schütteln. Wenn ich nicht bei anderen Anbietern jetzt auch noch so lange warten müsste, wäre ich schon längst über alle Berge und würd' auf dem Weg in jedem Wirtshaus halt machen und meine Geschichte erzählen.

Ich wollte einfach den bestehenden Internetvertrag weiterlaufen lassen, jedoch die Chance diesen monatlich zu kündigen und bestenfalls für einen Effektivpreis von rund um die 20 Euro  im Monat (mit dem Angebot wurde ich ursprünglich geködert).  Dass ich dann schon wieder 10 Euro für einen neuen Router ausgeben sollte (obwohl ich 2 daheimliegen hatte, weil o2 ein vorheriges Problem im Herbst 2016 nicht lösen wollte, sondern mir einfach immer wieder neue Router geschickt hat, bis ich mir selbst für 100 Euro eine FritzBox gekauft habe und mit derer das Problem SELBSTSTÄNDIG lösen konnte - btw. ich warte immer noch auf eine Antwort für die Auswertung der Pathpings und tracerts, die ich o2 per Email senden sollte. kotz.) war mir eigentlich zuvor schon nicht ganz recht, aber mein Gott, so lang ich monatlich kündigen kann und der monatliche Effektivpreis stimmte, war mir das erstmal egal. - Natürlich könnte man an dieser Stelle auch mal anführen, wie ausgesprochen weit o2 den Begriff Nachhaltigkeit dehnt.

Jedenfalls jetzt sitz ich wieder da, in der Unibibliothek, dem letzten Rückzugsort für Internet, schreibe hier meine Geschichte als Warnung an alle, die im Begriff sind mit o2 einen Vertrag abschließen zu wollen oder es noch vorhaben. Ich werde den Text auch auf anderen Portalen hochladen, denn das ist der einzige Weg, er mir bleibt, in der Servicewüste o2 Service zu erdrohen.

Achja, bin gespannt ob ich dann die 29,99€ für den zweiten "Technikertermin" tragen muss oder ob o2 da mal zu seinen beschissenen Prozessen steht und.. ach was schreib ich da. Als ob! 

Falls das hier wirklich mal ein o2-Mitarbeiter lesen sollte, darf ers gern ausdrucken und an die Pinnwand im Büro heften.

P.S Ich kanns hier nicht mal im richtigen Unterforum posten...

Lösung von bielo

Falls du Hilfe benötigst, schildere doch kurz, wie man dir helfen kann. Ansonsten reicht ein Beitrag in einem Forum.

https://hilfe.o2online.de/thread/183182-firmenprozesse-die-kunden-ihre-ohnmacht-aufzeigen 

Daher schließe ich hier.



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1 Antwort

bielo
Legende
  • Lösung
  • May 8, 2017
Falls du Hilfe benötigst, schildere doch kurz, wie man dir helfen kann. Ansonsten reicht ein Beitrag in einem Forum.

https://hilfe.o2online.de/thread/183182-firmenprozesse-die-kunden-ihre-ohnmacht-aufzeigen 

Daher schließe ich hier.