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Ständiger Wechsel zwischen LTE und 5G SA ...

  • March 20, 2026
  • 4 Antworten
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Hallo liebes o2-Team,

heute mal eine Frage an Eure Netztechnik: Ist der mir nächstgelegene (300m entfernt, Sichtkontakt) o2-Mobilfunktower [eNB 2EA17, gNB CID 190999] eigentlich schon 5G NSA- oder sogar 5G SA-fähig?

Meine Beobachtung: Auch nachdem die 5G-Netzabdeckungskarte sich an meinem Standort erst vor kurzem von „gelb“ (5G nur outdoor) in „lila“ (5G outdoor immer, indoor teilweise) geändert hat und der Live-Check nun meldet, dass das Netz am meinem Standort störungsfrei funktioniere, verbinden sich meine Endgeräte [u.a. Samsung Galaxy S24 Ultra, FRITZ!Box 6860 5G] in „meiner“ Mobilfunkzelle [LCID 27 bzw. 0x1B, ECI 48895771, PCI 67] aktuell weiterhin primär mit einem durchaus relativ starken LTE-Anker [RSRP max -74dBm, RSRQ max -10dB, SINR max 14dB, Latenz <20ms, alle Werte jedoch stark schwankend] auf einer Frequenz um 1.800 MHz [B3 FDD, Bandbreite 20 MHz]. Dann werden für die Datenübertragung Mobilfunkzellen [vorzugsweise entweder LCID173 bzw. 0xAD, ECI7703511213, PCI 14, n78 TDD, Bandbreite 70MHz; und/oder LCID 113 bzw. 0x71, ECI 7703511153, PCI 860, n28 FDD, Bandbreite 10MHz] eines deutlich weiter (3.500m) entfernt gelegenen Mobilfunktowers [eNB 1CB2A40, gNB CID 470185] hinzugenommen, deren Signale bei mir relativ schwach ankommen [RSRP max. -100dBm].

In der Folge, und das hat meine Beobachtung erst ausgelöst, habe ich zwar insgesamt stabilen Empfang, aber meine Endgeräte wechseln ständig zwischen LTE (mit oder ohne 5G NSA) und 5G SA hin und her. Ich führe die nicht durchgehend ausreichende Stabilität einer 5G SA – Verbindung [SINR tagsüber kaum über 14dB, dagegen nachts teilweise kurzfristig sogar über 20dB] weniger auf die Distanz (Entfernung ist zwar hoch, sollte aber für n78-Empfang ausreichen) oder die (durch ein demnächst in Betrieb gehendes Resort-Hotel perspektivisch deutlich steigende) Zelllast, als vielmehr auf Interferenzen durch andere/Nachbar-Zellen (mehrere in der Abdeckung sich überlappende Zellen anderer im unmittelbaren Umfeld stehender Mobilfunktowers sowohl von o2 als auch von Telekom und Vodafone; Überlagerung von n28 und n78) und Reflexionen zurück, aufgrund derer meist nur mit 64QAM oder darunter moduliert werden und n78 nur ineffizient genutzt werden kann.

Schlussfolgerung und Frage:

Wenn der eingangs beschriebene nahegelegene Mobilfunktower (noch) nicht 5G SA-fähig ist: ist eine Aufrüstung geplant, und wenn ja, wann? Würde sich der Empfang durch die Möglichkeit einer 5G SA - Verbindung mit einer deutlich näher gelegenen Mobilfunkzelle nachhaltig verbessern oder behalten die Interferenzen dennoch die Oberhand? Und was kann ich bis dahin tun, um den schon jetzt grundsätzlich nicht schlechten Datendurchsatz inkrementell in Richtung des tariflichen Limits von derzeit 300 Mbps zu verbessern?

Wenn der Mobilfunktower jedoch bereits 5G SA-fähig ist: warum verbinden sich meine Endgeräte nicht über diesen Tower dauerhaft direkt mit dem 5G Plus-Netz? Eine Inkompatibilität der Endgeräte mit den vom Netz kombinierten Bändern kann m.E. nicht die Ursache sein, denn die Aggregation von B3 und n28/n78 funktioniert ja auch jetzt schon (wenngleich schwach).

Vielen Dank im Voraus für eine kurze Rückmeldung hierzu!

Herzliche Grüße

4 Antworten

o2_Bianca
  • Moderatorin
  • March 22, 2026

Hallo ​@kucko ,
schön, dass du dich mit deiner Fragen wieder hier bei uns in der Community meldest. Ich habe direkt nachgeschaut, die Basisstation in deiner Nähe unterstützt aktuell ausschließlich LTE. Ob und wann es zu einer Umrüstung auf 5G kommt, kann ich dir derzeit nicht sagen. 
Liebe Grüße Bianca


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  • Autor
  • Besucher:in
  • March 22, 2026

Hallo Bianca,

erstmal Danke für Deine Antwort!

Nun, dass aktuell nur LTE funktioniert, war mir aufgrund meiner bewusst sehr ausführlich geschilderten eigenen Beobachtungen durchaus schon klar...

Eine Zeit lang (zuletzt am 08.03.26) sah es mal so aus, als ob es an diesem Tower eine weitere Mobilfunkzelle gäbe [angezeigt als PCI 133], die sich zumindest auf 5G NSA verstünde. Diesbezüglich herrscht seither jedoch die sprichwörtliche Funkstille. Zu dieser passend zeigte der Live-Check einige Zeit eine Störung und Wartungsarbeiten an, die bis 10.03.26 beendet werden sollten. Nun funktioniert das Netz laut Live-Check angeblich wieder störungsfrei, allerdings ohne dass die 5G NSA-Zelle wieder aufgetaucht wäre.

Mit meinen an Eure Netztechnik gerichteten Fragen hatte ich natürlich bezüglich einer möglichen Verbesserung der Empfangsqualität auf eine Perspektive gehofft und gern gewusst, was Ihr in meiner Umgebung in nächster Zeit so vorhabt (das o2-Netz ist ja schließlich auch nicht mehr das, was es mal war - tolle Werbekampagne!). Quasi nebenbei hätte ich gern auch mein Verständnis für das nicht ganz triviale Zusammenspiel der zahlreichen Mobilfunkzellen ein wenig verbessert. Vielleicht “geht” da ja noch was...

Viele Grüße

kucko


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  • Autor
  • Besucher:in
  • March 24, 2026

Hallo Bianca, hallo Team,

vermutlich habt Ihr gerade so viel zu tun, dass Ihr einfach noch nicht dazu gekommen seid, mein Anliegen nochmal aufzunehmen; ich möchte keinesfalls ungeduldig erscheinen. Vielleicht bin ich bei Euch aber auch an der falschen Adresse – dann verweist mich gern an jemand, der sich mit der Netztechnik besser auskennt als ich.

Natürlich würde ich die Möglichkeiten, die mir das „neue“ o2-Netz bietet, gern optimal nutzen. Mangels feedback von Eurer Seite (zumindest bis jetzt) habe ich inzwischen nochmal versucht, meine derzeitige Anbindung an das o2-Netz zu optimieren:

Ausgehend von der momentan gegebenen Kombination aus LTE und 5G habe ich zunächst angestrebt, mich optimal auf den (einzigen, leider 3.300m entfernten) SA-Tower auszurichten, um das entfernte, aber ja brauchbare 5G/n78-Signal möglichst gut zu empfangen (das starke LTE/B3-Signal des anderen, 300m nahegelegenen Towers kommt ja ohnehin stark genug an). Ergebnis: RSRP grenzwertig bis mittel, die Distanz ist anscheinend nicht das Hauptproblem; RSRQ leicht belastet; SINR mittel bei hohen Interferenzen durch andere Zellen/Reflexionen, erlaubt vermutlich nur 64QAM, zu niedrig für n78-Effizienz – das scheint mir der limitierende Teil zu sein.

Im nächsten Schritt habe ich bewusst die LTE-Anbindung „abgewählt“ und somit quasi mein Endgerät dem Netz vorgaukeln lassen, dass ich ausschließlich 5G SA (n28 und n78) empfangen könne – in der Hoffnung, damit nur noch 5G SA-Ressourcen zugewiesen zu bekommen. Ergebnis: der Download steigt tatsächlich sogar über das tarifliche Limit, ist also absolut OK, der Upload dagegen wird katastrophal schlecht. Ich denke, dies könnte einerseits darauf zurückzuführen sein, dass mein Endgerät natürlich eine vergleichsweise sehr geringe Sendeleistung hat, andererseits aber auch darauf, dass netzseitig der Upload im n78-Band aufgrund der Entfernung stark gedämpft ist, während im n28-Band nur wenig Bandbreite zur Verfügung steht.

Schlussfolgerung: Solange ich mich nicht mit einem näher gelegenen SA-fähigen Tower verbinden kann, ist das vielbeworbene 5G SA- (oder im o2-Jargon: 5G Plus-)Netz für mich vermutlich (vorerst noch) keine Alternative. Ich muss wohl zunächst bei 5G NSA bleiben, weil ich für den Upload stets einen starken LTE-Anker benötige. Das alles muss ja nicht inakzeptabel schlecht sein, aber deshalb meine Frage nach den Ausbauplänen.

Im nächsten Schritt habe ich nicht nur den 5G SA-Empfang „abgewählt“, sondern dem Netz „vorgegeben“ (soweit das überhaupt möglich ist), dass eine Carrier Aggregation nur auf n78 und b3 stattfinden können soll; mein Ziel war es, dadurch mögliche Interferenzen u.a. mit anderen Zellen und Bändern zu reduzieren und gleichzeitig zu verhindern, dass das Netz mich auf die langsameren Bänder (n28 und B20) verweist. Ergebnis dieser Kombination (zumindest nachts, tagsüber bleibt noch zu testen): RSRP exzellent, RSRQ sehr sauber, und SINR praktisch ideal. Dementsprechend hat ein Speedtest die besten Empfangswerte ergeben, die ich bisher im o2-Netz erhalten habe. Das ist doch schon mal was …

Nächste Überlegung: Während ich mich auf die optimale Ausrichtung auf das einzige verfügbare n78-Band konzentriert habe, stehen dem Scheduler in meiner Umgebung immer noch mehrere erreichbare, sich an meinem Standort überlappende B3-Zellen zur Auswahl zur Verfügung. Auf diese Auswahl kann ich meines Erachtens keinen Einfluss nehmen, weil ich weder die Endgeräte-Position verändern kann, ohne die Ausrichtung auf das n78-Band wieder zu beeinträchtigen, noch ich die Zellauswahl innerhalb eines Bandes (B3) einschränken kann.

Mein vorläufiges Endergebnis lautet daher: Es sieht für mich gerade so aus, als ob ich - mit optimierter Standortwahl, NSA statt SA (leider?), konsequenter geographischer Ausrichtung auf n78, Bandselektion (nur B3 und n78) und Interferenzreduktion - am Ende der von mir sinnvoll beeinflussbaren Parameter angekommen wäre, weil ich Netzpriorisierung und Scheduler-Verhalten (z.B. die LTE-PCI-Auswahl) ebenso wenig beeinflussen kann wie die nicht zu unterschätzende und im Tagesverlauf stark schwankende Zelllast (Mobilfunk bleibt, anders als eine Glasfaser, nun mal ein shared medium). Mit den auf diese Weise erzielbaren Datenraten (nachts exzellent, tagsüber mittelmäßig-akzeptabel) bin ich möglicherweise am derzeitigen systemischen Limits Eures Netzes angekommen. Mit dem Hintergrundwissen, das ich mir nun selbst erarbeitet habe (wenn es denn so stimmt!), kann ich damit aber vorerst auch ganz gut leben. Alles Weitere wäre dann Sache des „neuen“ Netzes: “If you can walk, you can dance; if you can talk, you can sing”, wie man in Zimbabwe sagt …

Am Ende bleibt meine Eingangsfrage: Seht Ihr das alles auch so, oder kann ich (oder könnt Ihr) sonst noch etwas für mich tun?

Danke, dass Ihr bis hier gelesen habt, und beste Grüße

kucko


o2_Solveig
  • Moderatorin
  • March 26, 2026

Hallo ​@kucko ,
da hast du dich sehr ausführlich mit dem Thema beschäftigt. 
Wir haben leider keinen Einfluß darauf, an welchem Sendemast sich dein Handy einbucht. 
Es ist immer der mit dem stärksten Empfang. 
An deiner Kontaktadresse ist aktuell 5G, wie du es auch schon beschrieben hast, in Gebäuden nur eingeschränkt verfügbar. 
Einen geplanten Ausbau sehen wir immer nur für einige Wochen im Vorraus. 
Hier sind im Umkreis von 5-8 km, im Zeitraum 19.04. bis 17.05.2026, 5 neue Basisstationen geplant. 
Inwieweit das dann an deinem Standort für Entlastung oder besseren 5G Empfang sorgt, werden wir dann sehen.
Gruß, Solveig