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5G als Booster für Augmented und Virtual Reality

5G als Booster für Augmented und Virtual Reality
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Ihr habt als fleißige Leser unserer Artikelreihe über 5G schon viel über den Mobilfunkstandard der fünften Generation erfahren: Mobiles Surfen, Gaming, Smart-Home-Anwendungen und Energieverbrauch – 5G hat auf viele Bereiche unseres Lebens großen Einfluss. Im sechsten Teil unserer 5G-Serie tauchen wir mit euch in die spannende Welt der Augmented und Virtual Reality ein. Eines vorweg: 5G wird beide Technologien auf ein neues Level pushen.

Im Sommer 2016 stürmten Millionen von Menschen weltweit auf die Straßen. Jung und Alt hatte plötzlich das „Pokémon Go“-Fieber gepackt. Mit dem Smartphone ging es auf die virtuelle Jagd nach den beliebten Taschenmonstern wie Pikachu, Mauzi und Co.  Schnell wurde „Pokémon Go“ als Durchbruch für Augmented Reality (AR) gefeiert. Bei der “erweiterten Realität” geht es darum, virtuelle Dinge wie Grafiken, Objekte oder Animationen in die echte Welt einzubinden. So entsteht für die Nutzer eine Mischung aus realer Umgebung und digital ergänzten Inhalten.

Demgegenüber versteht man unter Virtual Reality (VR) eine computergenerierte Wirklichkeit mit Bild und in vielen Fällen auch Ton. Die “virtuelle Realität” blendet die Außenwelt komplett aus und beeinflusst die menschlichen Sinne durch computeranimierte Videos oder Animationen. Mithilfe von Virtual-Reality-Brillen könnt ihr in diese künstliche Welt eintauchen.

Über die Jahre haben sich die AR- und VR-Technologie weiterentwickelt. Nicht nur im Gaming-Bereich, sondern auch in der Medizin, der Industrie, in der Bildung oder im Journalismus werden VR und AR bereits erfolgreich eingesetzt. 2020 traf diese Technik nun auf das leistungsstärkste Mobilfunknetz aller Zeiten.  Alle Infos zu unserem Launch von 5G am 3. Oktober 2020 findet ihr in diesem Beitrag.

 

Bild: Getty Images

VR trainiert Körper und Geist

Unser Gesprächspartner, der Münchner Software-Entwickler Max Aigner, erkannte früh, welches Potenzial in der Augmented und Virtual Reality steckt. So gründete er 2017 das Virtual-Reality-Startup BraveYourself. 2018 entwickelte er mit seinem Team eine VR-Software, mit der die Nutzer auf einer virtuellen Bühne vor einem virtuellen Publikum eine Rede halten können. Die Anwendung dient also als Trainingsprogramm für Vorträge und Präsentationen. Sprich – eine super Sache für all diejenigen unter uns, die vor der nächsten Uni-Präsentation oder dem nächsten Pitch im Büro noch etwas Bammel haben.

Von der VR-Technologie profitieren aber zum Beispiel auch die Sportbegeisterten unter euch. VR ermöglicht es euch, zu jeder Tages- und Nachtzeit durch grüne Wälder zu joggen. Wind und Wetter gelten also nicht mehr als Ausrede. Aber auch Leseratten dürfen gespannt sein. So experimentiert die Onlineausgabe der New York Times schon seit einigen Jahren mit Augmented Reality. Virtuelle Rundgänge und 3D-Konstruktionen werten doch jeden noch so trockenen Artikel auf, oder?

 

5G bringt AR und VR in eine neue Dimension

VR-Brillen sind inzwischen in jedem gut sortierten Elektronikfachgeschäft zu finden. Kein Wunder, die Gaming-Branche baut mehr und mehr auf VR-Games wie den Ego-Shooter „Half-Live: Alyx“ oder das Reaktionsspiel „Beat Saber“. Wie uns Max Aigner erklärt, zeigt sich gerade bei Reaktionsspielen der Vorteil von 5G gegenüber seinen Vorgänger-Netzen: „Die Latenzzeit bei 5G liegt bei unter einer Millisekunde. Bei Games wie zum Beispiel Tischtennis ist das natürlich ein Vorteil, wenn man bedenkt, dass die Latenzzeit selbst bei 4G noch um die 40 Millisekunden liegt.“

 

Max Aigner gründete 2017 das VR-Startup “BraveYourself”

Diese beeindruckende Latenzzeit machten sich Aigner und sein Team auch bei ihrem Mini-Multiplayer-Spiel „Game of Drones“ zunutze. Das Game erinnert an das Ballspiel Quiddich aus Harry Potter: Zwei Teams aus bis zu zwei Spielern steuern virtuell Drohnen, mit denen sie im dreidimensionalen Raum mit einem Ball Punkte erspielen wollen. „Für eine realistische Drohnensteuerung muss das ganze System sehr schnell reagieren. Die Vernetzung der bis zu vier Spieler darf so gut wie keine Verzögerung verursachen, sonst können die dahinter liegenden Physikmodelle nicht funktionieren“, erklärte der Entwickler gegenüber dem IOT & 5G BLOG der Telefonica.

Auf was sich die Zocker unter euch dank 5G noch so freuen dürfen, hat uns einer der ältesten Let’s Player in Deutschland, PhunkRoyal, im Interview verraten.

 

5G sorgt endlich für handliche VR-Brillen

5G sorgt aber nicht nur für weniger Frust auf der virtuellen Tischtennisplatte. Die AR- und VR-Technologien sind komplex und bedürfen hoher Rechen- und Grafikleistung. Diese Tatsache sorgt dafür, dass die bisher erhältlichen VR-Brillen noch relativ groß und schwer sind. Schließlich sind diese Hightech-Brillen im Grunde nichts anderes als enorm leistungsstarke Computer. 5G schafft hier Abhilfe. Der neue Mobilfunkstandard lässt die Brillen schrumpfen.

Wie 5G dieses Kunststück gelingt, erklärt uns Max Aigner: „Mit 5G können wir Prozesse von der VR-Brille im Bruchteil einer Sekunde auslagern.“ Die Daten werden laut dem Startup-Gründer dann nicht mehr vom Gerät selbst verarbeitet, sondern in einem ausgelagerten Rechenzentrum oder Server. Daher werden VR-Brillen künftig aller Voraussicht nach kleiner ausfallen, sodass sie zum Beispiel auch in unseren herkömmlichen Sehhilfen integriert werden können. Im Zuge dessen wird es in Zukunft auch normal sein, dass Inhalte von unserem Smartphone auf unseren Brillen angezeigt werden.

Lust, per 5G selbst in die virtuelle Welt einzutauchen? Unsere besten 5G Tarife gibt’s hier.

 

Habt ihr schon eine VR-Brille zuhause oder sonstige Erfahrungen mit AR und VR gemacht? Dann berichtet uns davon in den Kommentaren – wir sind gespannt.

 

Titelbild: Shutterstock / Adam Hoglund


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