Skip to main content
Warum O2
Warenkorb
Service
Angepinnt

Luftreiniger/Luftbefeuchter - Ein Erfahrungsbericht

  • April 17, 2026
  • 0 Antworten
  • 20 Aufrufe
o2_Michi

Vor einiger Zeit ist mir aufgefallen, dass sich die Luftqualität an meinem Wohnort mit der Zeit immer weiter verschlechtert hat. Es ging so weit, dass ich nur noch an bestimmten Tagen lüften konnte, um die Luftqualität in der Wohnung zu verbessern. Schon morgens roch die Luft auf meinem Balkon, als würde in der Gegend Holz verbrannt werden - also nicht gerade ideal, um frische Luft in die Räume zu bringen. Dazu kamen obendrein Grillabende der Nachbarn im Sommer und trockene Heizungsluft im Winter.

Ein kleiner Luftreiniger zum Einstieg

Als ersten Schritt der schlechten Luft entgegenzuwirken, bestellte ich einen kleinen und günstigen Luftreiniger mit Basisfunktionen, die es erlauben den Luftreiniger für sechs oder zwölf Stunden laufen zu lassen, bevor er sich abschaltet. Dazu gab es die Möglichkeit den Luftstrom mit ätherischen Ölen anzureichern, was ich persönlich aber nicht möchte.

An den Tagen, wo die Luftqualität draußen schlecht war, nutzte ich also den kleinen Luftreiniger. Von da an war die Luft zwar besser, aber das Gerät musste durch die kleine Größe stundenlang laufen und war dabei auch nicht gerade leise. Aufgestellt hatte ich einen im Arbeitszimmer, wo die Lautstärke sehr störte und einen im Schlafzimmer, der neben der verbrauchten Luft noch Kochgerüche entfernen sollte, die, bedingt durch die Aufteilung der Wohnung, sich dort sammelten.

Fazit nach einigen Monaten

Die Luftqualität steigerte sich, da ich über Nacht die zwei Luftreiniger über sechs Stunden laufen ließ. Die benötigte frische Luft ersetzten sie aber natürlich nicht und eine schnelle Reinigung nach dem Stoßlüften war auch nicht kurzfristig möglich. Im Winter kam noch die trockene Luft durch die Heizung dazu und im Sommer die unerträgliche Hitze im eher kleinen Arbeitszimmer.

Upgrade auf einen größeren Luftreiniger mit Luftbefeuchter

Wie sehr gute Luft die Lebensqualität steigern kann, hatte ich nun gemerkt, es musste aber ein passenderes Modell her, dass den Anforderungen genügt. Ich bestellte einen smarten Luftreiniger/Luftbefeuchter von einer Firma, die für tolle Geräte, aber ebenso für ihre Preise bekannt ist. Der neue Luftreiniger war wesentlich größer, brachte dafür aber eine eigenen App mit, mit der ich eigene Programme erstellen kann, die die Luftfeuchtigkeit regeln, die Laufzeiten, die Luftstromstärke und ob die eingebauten Sensoren selbständig die Luftreinigung steuern sollen.

Hierbei sollte man beachten, dass eine Befeuchtung der Luft nur Sinn macht, wenn der integrierte Wasserbehälter immer sauber gehalten wird, da er ansonsten schnell selbst zur Bakterienschleuder wird, die Atemwegserkrankungen verursachen kann.

Welche Schadstoffe werden gefiltert?

Mein neuer Luftreiniger erkennt Feinstaub (PM 2.5), das sind Partikel, die kleiner als 2,5 Mikrometer sind (Rauch, brennende Kerzen usw.), Feinstaub (PM 10) wie Pollen und Allergene, Formaldehyd aus Möbeln, Farbe, Klebstoff etc., flüchtige organische Verbindungen wie Parfüm, Kochgerüche oder Reinigungsprodukte und Stickstoffdioxyd/oxidierende Gase (Fahrzeugabgase, Gasherde usw.).

Der jeweils aktuelle Wert wird mir neben der Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit über eine eigene App angezeigt. Entweder stelle ich mir dann mein eigenes Reinigungsprogramm zusammen oder ich lasse den automatischen Reinigungsmodus laufen. Im Automatik-Modus skaliert die App den Luftreiniger in zehn verschiedenen Stufen, je nach Bedarf und Intensivität. Außerdem lassen sich Laufzeiten und das Reinigungsprogramm anpassen.

Besonders die Reinigung von Feinstaub (PM 10) hilft mir sehr, da ich mit Heuschnupfen und Pollenflug im Sommer immer etwas zu kämpfen habe.

Lautstärke und Reinigungsprogramm

Der neue, größere Luftreiniger ist bei voller Leistung deutlich zu hören, braucht allerdings auch nur noch rund 15 Minuten auf höchster Stufe (10), um mein Arbeitszimmer komplett von Schadstoffen zu befreien. Nach dem Einsatz von Reinigungsmitteln kann es ein paar Minuten länger dauern, der Dampf meiner E-Zigarette ist ungefähr nach zehn bis zwölf Minuten weg. Danach schalte ich den Luftreiniger entweder ganz aus oder lasse ihn auf kleiner Stufe oder im automatischen Modus laufen, wobei er dann so gut wie nicht mehr hörbar ist und nur anspringt, wenn die Luft wieder schlechter wird. Die Stufen 0-5 sind dabei kaum bis gar nicht hörbar, ab Stufe 6-10 stört es mit der Zeit - diese laufen aber durch die rasche Reinigung nur ein paar Minuten.

Mein Reinigungsprogramm startet täglich, läuft 30 Minuten auf voller Stufe (10) und endet zehn Minuten bevor ich das erste Mal den Raum morgens betrete. Die Luftfeuchtigkeit stelle ich auf 50%, da ich es so als angenehmsten empfinde. Sollte diese mal unter 50% sinken, springt der Luftbefeuchter an, bis die Luft die 50% wieder erreicht. Im Sommer ist das meistens hier nicht der Fall, im Winter aber öfter, denn hier kommt die trockene Heizungsluft wieder ins Spiel. Der Tank fasst mehrere Liter und reicht bei vollem Einsatz ungefähr drei Tage aus, bis frisches Wasser nachgefüllt werden muss.

Filter zum Austauschen

Je nachdem wie stark die Luftverschmutzung ist, hält auch der austauschbare Filter. Bei meinem Modell soll dies bei normalem Gebrauch um die 24 Monate sein, was bei mir auch hinkommt. Ein neuer Filter liegt hier bei 99,00 Euro und kommt komplett mit den verschiedenen Schichten für die jeweiligen Schadstoffe. Rechnerisch komme ich daher ungefähr bei Kosten von rund vier Euro pro Monat heraus, was ich okay finde. Der Austausch funktioniert genau wie beim Wassertank über zwei Tasten, die man einfach herunterdrücken kann und der Tausch in wenigen Sekunden vollbracht ist.

Drei verschiedene Modelle im Einsatz für Wohn-, Arbeits- und Schlafzimmer

Ihr merkt schon, ich bin begeistert und voll im Luftreiniger-Game drin. Das war auch der Grund, warum ich mittlerweile drei verschiedene Luftreiniger im Einsatz habe.

Arbeitszimmer, Luftreiniger + Luftbefeuchter

Hier ist der Luftreiniger mit integriertem Luftbefeuchter im Einsatz, hält die Luftfeuchtigkeit im Winter auf 50% und sorgt im Sommer durch den einstellbaren Luftstrom (Winkel, verschiedene Modi) für angenehmes Arbeiten.

Schlafzimmer, Luftreiniger + Heizlüfter

Heizungsluft möchte ich beim Schlafen unbedingt vermeiden, zu kalt sollte es aber auch nicht sein. Hier ist die Luftfeuchtigkeit okay, kurzfristig ein wenig mehr Grad im Zimmer um nicht mit kalten Füßen einzuschlafen ist ein netter Luxus, daher habe ich hier einen Luftreiniger mit integriertem Heizlüfter am Start, der die Luft auf bis zu 37 Grad aufheizen kann. Auch hier reichen mir ca. 15 Minuten, bis der Raum eine angenehme Temperatur erreicht und die Luft gereinigt ist. Im Automatik-Modus ist das Gerät kaum hörbar und kann so mit wenig Stromverbrauch die ganze Nacht laufen.

Wohnzimmer, normale Luftreinigung

Dieser Luftreiniger kommt bei meiner Mutti zum Einsatz. Sie friert immer relativ schnell, wenn das Fenster geöffnet ist und lüftet deshalb weniger, als es vielleicht sinnvoll wäre. Da die App auf Wunsch auch 24/7 die Luftfeuchtigkeit und Schadstoffe registriert, ist mir aufgefallen, dass der Formaldehyd-Gehalt an einem Tag mal außerhalb des grünen Bereichs angestiegen ist - wahrscheinlich weil nicht gelüftet wurde und selbst ältere Möbel mit der Zeit doch noch Schadstoffe abgeben können . Nach wenigen Minuten waren diese allerdings dann auch wieder herausgefiltert. Hier lasse ich die Luftreinigung über Nacht für rund eine Stunde laufen, damit das Wohnzimmer morgens wieder die bestmögliche Luftqualität bietet. Es sei aber angemerkt, dass Luftreiniger keinesfalls das Lüften ersetzen und frischer Sauerstoff wichtig ist.

Smart Home und Apps

Vom Hersteller meiner Geräte, gibt es eine intuitiv bedienbare App, die alle Funktionen und Informationen strukturiert und klar bereitstellt. Alle Geräte sind von hier aus weltweit bedienbar solange sich alle Luftreiniger im heimischen Netzwerk (WLAN) befinden. Man kann auch Sprachbefehle definieren, um erstellte Reinigungsprogramme zu starten - dies klappt beispielsweise über Alexa (Android) und Siri (iOS) und man kann die Lüfter mit verschiedenen Home Kits verbinden. Das ist besonders praktisch, wenn die Raumluft schon gereinigt sein soll, bevor man nach Hause kommt oder den Raum betritt. Wer das nicht braucht, kann einfach die jeweils beiliegende Fernbedienung nutzen, um den Betrieb der Lüfter direkt im Raum zu steuern.

Fazit

Ich möchte Luftreiniger nicht mehr missen und bereue es, mir nicht schon viel früher einen gekauft zu haben. Die Lebensqualität wurde deutlich gesteigert und ich habe das Gefühl morgens einen Tick erholter aufzustehen. Ob ihr einen großen, smarten Luftreiniger braucht oder ein 40,00 Euro Gerät ausreicht, welches über Nacht ohne viele Funktionen ein paar Stunden die Luft reinigt, müsst ihr selber herausfinden. Vielleicht reicht auch einfaches Lüften. Wenn ihr allerdings merkt, dass die Luftqualität sich nicht jeden Tag durch Fenster öffnen erreichen lässt, denkt einmal über einen oder sogar mehrere Luftreiniger nach.

Habt ihr auch schon Luftreiniger im Einsatz oder plant einen zu kaufen? 🤔

Bild: midory_therapy_studio @ pixabay