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Testbericht

iPad Pro M4 & Pencil Pro im Test: Starkes Duo, aber nicht für mich

  • March 8, 2026
  • 2 Antworten
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Hallo liebe O₂ Community. Ich durfte mehrere Wochen das Apple iPad Pro M4 in der 11 Zoll-Variante + den Apple Pencil Pro testen. Hier kommt mein Erfahrungsbericht. Für den schnellen Überblick habe ich in den Kapiteln Bewertungssterne genutzt (1 = schlecht / 5 = top).

 

Vorbemerkung:
Ich hatte bis zum Test noch nie ein iPad in der Hand und bisher immer nur Android-Tablets genutzt, insbesondere von Samsung. Sonst nutze ich auch nur Android-Smartphones. Da ich aber schon mal ein Apple iPhone SE (2020) als Diensthandy hatte, ist mir das Bedienkonzept von Apple-Geräten nicht ganz neu.

 

Auspacken und Verarbeitung (5 von 5 Sternen):
Schon beim Auspacken merkt man, Apple will bereits mit der Packung überzeugen. Obwohl es auch nur eine Pappschachtel ist, sieht diese hochwertig designt aus und die Packung selbst lässt sich geschmeidig öffnen. Sowohl das iPad als auch der Pencil Pro sind sauber verarbeitet und wirken in der Hand hochwertig. Ich konnte keine Kanten, Spalten oder andere Verarbeitungsmängel sehen oder fühlen.

Was mich beeindruckt hat, war die geringe Dicke des iPad. Ich hatte zuerst Angst, dass es mir gleich aus der Hand rutscht, so dünn ist es. Ich würde mir daher immer eine Hülle kaufen, damit man das Gerät besser greifen/halten kann. Die 3 physischen Tasten am iPad haben einen guten Druckpunkt, lassen sich auch blind gut finden und bedienen.

 

Konnektivität (5 von 5 Sternen):
Hier funktioniert beim iPad Pro alles reibungslos. Das WLAN war mittels QR-Code schnell eingerichtet und funkte ohne Unterbrechung mit meiner FritzBox immer im schnellen 5-GHz-Band. Meine billigen Noname-Bluetooth-Kopfhörer wurden ebenfalls sehr schnell gefunden und haben sich danach immer innerhalb von 2 Sekunden mit dem iPad verbunden. Der Pencil Pro wurde auch sofort erkannt und wird an der Seite des iPad mit Magneten festgehalten und geladen. Dank USB-C-Standard konnte ich auch meine vorhandenen USB-C-Ladekabel problemlos fürs Laden nutzen. An der Rückseite sind noch Anschlüsse für den „Smart Connector“, die ich aber nicht genutzt habe. Zufällig habe ich mitbekommen, dass das iPad Pro einen LiDAR-Sensor auf der Rückseite hat. Mit Hilfe dieses Sensors konnte ich in Sekunden mit einer Raumplaner-App meine Wohnung abscannen und einen Grundriss anfertigen.

 

Bedienung und Leistung (4 von 5 Sternen):
Das Einrichten von iPadOS war einfach, ging schnell und die Einrichtungsschritte waren verständlich/selbsterklärend. Die Apple-Standardprogramme wurden gleich eingerichtet. Ich musste nur noch meine Alternativ-Apps wie Browser und E-Mail-App installieren, da ich ungern die Standard-Apps der Gerätehersteller nutze.

Die Performance des iPad Pro war immer sehr herausragend. Selbst bei mehreren geöffneten Apps hat nichts geruckelt oder gelahmt. Auch beim Scrollen durch meine sehr großen ePaper-Zeitschriften PDFs lief alles flüssig. Nur bei einem iPadOS-Update wurde das Gerät mal leicht warm auf der Rückseite. Insgesamt macht das iPad Pro einen sehr flotten Eindruck.

Was ich bei iOS/iPadOS vermisse, ist die feste Navigationsleiste wie bei Android (Zurück, Home, Übersicht). Ich kann das Bedienkonzept verstehen, finde die Android-Bedienung persönlich aber praktischer.

 

Display (4 von 5 Sternen):
Was mir bei der ersten Nutzung sofort auffiel, war der doch relativ breite, schwarze Rand des Displays. Nach einiger Zeit habe ich das aber im Kopf ausgeblendet. Die Farbwiedergabe inklusive Schwarzwert bei dunklen Filmen sowie der Kontrast sind tadellos. Das Display leuchtet selbst bei sonniger Umgebung hell genug. Ich musste die Helligkeit im Innenraum sogar etwas heruntersetzen, damit ich nicht zu sehr geblendet werde. Nicht ganz so gut fand ich die Spiegelungen des glänzenden Displays bei direkter Sonneneinstrahlung. Auf der glänzenden Oberfläche konnte man auch sehr gut meine Fingerabdrücke sehen. Hier musste ich doch öfter zum Reinigungstuch greifen. 😊

 

Kamera (4 von 5 Sternen):
Die Kamera-App löste sehr schnell und auch bei mehreren Fotos sehr schnell aus. Die Farben der Fotos sind satt und hell. Für normale Schnappschüsse zwischendurch reicht die Qualität völlig aus. Im Alltag würde ich aber aufgrund der (Un)Handlichkeit des iPad eher zum Smartphone greifen.
 

Foto - aufgenommen mit dem Apple iPad Pro M4
Foto - aufgenommen mit dem Apple iPad Pro M4

Ton (3 von 5 Sternen):
Beim Ton habe ich von Apple mehr erwartet. Bei der Lautstärke und beim Stereoton gibt es nichts zu meckern. Auch kann man über die Tasten am Gerät die Lautstärke sehr in präzisen Stufen einstellen. Trotzdem hört sich der Ton für mein Empfinden etwas blechern/flach an. Ich vermute, dass das an der extrem flachen Bauform des iPad liegt.


Akku/Laden (3 von 5 Sternen):
Das Aufladen des iPad geht zügig, auch mit meinem 3 m Ladekabel kam genug Saft am Gerät an. Auch der Pencil Pro war schnell über die seitliche Magnethalterung am iPad aufgeladen. Vom iPad und auch vom Pencil Pro hätte ich mehr Durchhaltevermögen erwartet. Das iPad hat sich im Flugmodus über Nacht mal um 0 % selbst entladen, mal aber auch mit 10-15 % über Nacht. Woran die so unterschiedliche Schwankungsbreite bei der Selbstentladung über Nacht lag, konnte ich nicht nachvollziehen. Der Pencil Pro war nach 4-5 Tagen komplett entladen, wenn er nicht genutzt wurde und nicht am iPad klemmte. Der Pencil Pro hat auch keinen Schalter o. ä., womit man ihn komplett ausschalten kann.

 

Nutzung des Pencil Pro (5 von 5 Sternen):
Der Pencil Pro liegt mit einer gewissen Schwere sehr gut in der Hand. Auch mit großen Händen ist er sehr gut zu halten. Die Spitze des Pencil Pro, wofür es auch Ersatzspitzen gibt, gleitet angenehm und sehr präzise über das Display. Im geladenen Zustand kann man durch das Drücken auf den Stift u. a. die Stift- und Pinselauswahl aufrufen. Hierfür gibt der Stift ein haptisches Feedback (kurzer Impuls/Vibration) ab. Das ist sehr cool.

Ich habe den Pencil Pro größtenteils für Notizen verwendet und in der Notizen-App gleich meine Handschrift in Text umwandeln lassen. Die Handschriftenerkennung funktioniert erstaunlich gut und ohne Anlernphase. Nur bei sehr unleserlicher Schreibweise wurden einzelne Wörter nicht richtig erkannt. Aber diese Worte hätte ich auch selbst nach 5 Minuten nicht mehr entziffern können. Ich habe die Notizen-App auch als Mal-/Zeichenpapier genutzt. Es hat Spaß gemacht, etwas mit den Stiften und Pinseln zu krakeln. Der Pencil Pro hat bei dickeren Stiften und Pinseln sogar erkannt, wenn ich den Stift gedreht habe und hat entsprechend die Linien dicker oder dünner gezeichnet. Aber auch mit dem Pencil Pro werde ich wohl nicht zum Künstler. 🤣 Es war aber eine sehr interessante Erfahrung, damit zu arbeiten. Künstler werden sicher vom Pencil Pro begeistert sein.

Gekrakel mit dem Apple Pencil Pro auf dem Apple iPad Pro M4 

Mein Fazit:
Auch wenn das Apple iPad Pro ein tolles, leistungsstarkes und durchdachtes Gerät ist, würde ich mir privat kein iPad Pro kaufen. Dafür ist mir der Preis für Apple-Produkte einfach zu hoch. Wer in der Kreativbranche tätig ist, wird aber bestimmt mit einem iPad Pro und dem Pencil Pro viel Freude haben. 🎨 

2 Antworten

TMoney
Legende
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  • Legende
  • March 8, 2026

Sehr schöner Testbericht ​@BärBerlin 👍


o2_Senay
  • Moderatorin
  • March 8, 2026

Hallo ​@BärBerlin, ich schließe mich mal direkt TMoney an. 😊 Herzlichen Dank für den tollen Testbericht. 

Liebe Grüße,

Senay