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Testbericht

Das neue MacBook Neo - Nicht nur für Couch-Surfer

saykopath
Mentor:in
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Die letzten Wochen durfte ich das neue Einsteiger-Modell von Apple testen: Das MacBook Neo. Wenn es nach dem Hersteller geht, soll es eine der ersten süßen Früchte sein, die einen möglichst früh und danach möglichst lange an das Apple-eigene Ökosystem bindet. Und so viel vorweg: Das MacBook Neo ist in der Tat die zarteste Versuchung, seit es den angebissenen Apfel gibt. Aber lest selbst.

Unboxing

Begrüßt wird man nach Öffnen der Box mit einem „hello“ auf dem Papierwickler, welcher wohl immer in der Farbe des MacBooks erstrahlt. Hier in nüchternem Silber. Da war das o2-Team sehr konservativ bei der Auswahl 😜

Zum Lieferumfang gehört ansonsten nur ein USB-Kabel. Um ein Netzteil darf man sich wie so oft selbst kümmern.

 

Erster Eindruck

Der erste Test folgte sogleich: Wie bei Apple üblich, lässt sich das MacBook aufklappen, ohne dass man die Unterseite auf dem Tisch festhalten muss. Klingt komisch, fühlt sich aber direkt sehr wertig an. Für den wertigen Eindruck sorgt ebenso das Aluminium-Gehäuse.

Was wiederum so gar nicht wertig wirkt, ist das Trackpad. Im Gegensatz zu anderen MacBooks arbeitet hier keine Haptic-Engine, welche Tastendrucke simuliert, sondern zum klicken muss man wirklich auf das Trackpad drücken. Das klingt und fühlt sich ein wenig billig an.

Da es sich um das Modell mit 256GB Speicher handelt, gibt es auch kein Touch-ID oben rechts auf der Tastatur, sondern nur eine Taste zum sperren des Macs. Die Tastatur selber hat aber ein sehr angenehmes Tippgefühl und ist auch sehr leise beim tippen. Großes Manko: Sie hat keine Tastaturbeleuchtung.

Die Lautsprecher sind vorne links und rechts an der Seite verbaut, ebenso der Klinkenanschluss. Letzteres ist wirklich schlau gemacht, da man so das Maximum aus seinen Kopfhörerkabeln rauskitzeln kann. Die Qualität der eingebauten Lautsprecher ist überraschend gut.

 

Display

Nach der ursprünglichen Ankündigung des Neo dachte ich mit als erstes: Schade, dass es nur ein 13-Zoll-Display ist. Das ist mir leider zu klein. Nach dem Testzeitraum muss ich nun sagen: Das stimmt überhaupt nicht. Die Displaygröße ist für den täglichen (privaten!) Gebrauch genau richtig. Im Gegensatz zum geschäftlichen Umfeld, wo ich persönlich zumindest immer mit zig parallelen Fenstern auf teilweise mehreren Bildschirmen zu tun habe, konzentriert man sich daheim in der Regel eh auf eine Sache. Und die 13 Zoll fühlen sich auch gar nicht so klein an, wie ich vermutet habe. Wer „ernsthafte“ Arbeit auf dem privaten Laptop vorhat, wird vermutlich auf einem externen Display am Schreibtisch arbeiten. Für unterwegs, auf der Couch oder auf der Terrasse ist die Größe echt perfekt. Sogar draußen bei dem aktuellen Sommerwetter ist das Display auf vollster Helligkeit sehr angenehm abzulesen. Dunkle Filmszenen kann man draußen allerdings am Tag gar nicht genießen. Dafür reicht die Helligkeit dann nicht aus.

 

Formfaktor

Mit knapp über 1kg Gewicht ist das Neo der perfekte Reisebegleiter. Ich war im Testzeitraum auf zwei Kurztrips unterwegs und habe nicht eine Sekunde das extra Gewicht im Rucksack bemerkt. Im Zug oder der Hotel-Lobby war das Neo mit seinem kleinen „Fußabdruck“ eine echte Bereicherung.

Vor einiger Zeit hatte ich mal für einen kurzen Zeitraum ein 13’’-iPad und das war mir in der Handhabung immer viel zu schwer (das sogar bei halbem Gewicht im Vergleich zum MacBook Neo wohlgemerkt). Einen Laptop setzt man hingegen immer irgendwo auf einer Unterlage ab. So habe ich im Vergleich zum iPad dieselbe Displaygröße, kann aber viel angenehmer bspw. längere Zeit YouTube & Co. schauen.

 

Akkulaufzeit

Ein wichtiger Punkt vor allem als Reisebegleitung ist natürlich die Akkulaufzeit. Und die ist wirklich phänomenal. Bei normaler täglicher Nutzung, sprich: Nach dem Feierabend ein wenig rumgesurfe im Netz, ein paar Videos schauen, ein paar Fotos bearbeiten und Mails checken, reicht es locker einmal die Woche (!) den Akku zu laden.
Apple spricht von 11 Std. Surfen bzw. 16 Std. Videostreaming. Ich habe an einem Morgen mal spaßeshalber ein 12-stündiges 4K-Video auf YouTube eingeschaltet. Am Ende waren nach den 12 Stunden noch 25% Akku übrig. Damit käme ich also auf exakt denselben Wert, mit dem Apple wirbt (bin ich vielleicht zufällig auf ihren offiziellen Akku-Test gestoßen? 😜).
Nach zwei Stunden Testbericht schreiben, draußen bei über 20°C mit voller Helligkeit, Musik und Recherche-Tabs im Hintergrund, gehen wiederum knapp unter 20% Akku drauf. Hochgerechnet ist auch das erschreckend nahe an Apples beworbenen 11 Std.

 

Performance

Dass das MacBook Neo aber nicht nur für Couchsurfer optimal ist, sondern auch ein ernsthaftes Arbeitstier sein kann, wird einem schon beim Blick auf das Spec-Sheet klar.

Als Ende 2020 Apples M1-Prozessor veröffentlicht wurde, hat dieser von Tag 1 an im Vergleich sämtliche Konkurrenz alt aussehen lassen. Seitdem jagt Apple mit jeder Generation einen Rekord nach dem anderen. Noch heute liest man auf Reddit & Co. Kommentare von M1-MacBook-Besitzern, welche im Alltag nicht mal ansatzweise bemerken würden, dass sie höhere Performance benötigen würden (meine Frau gehört da übrigens auch zu, daher weiß ich dass es auch wirklich nicht übertrieben ist).

Im MacBook Neo werkelt wiederum „nur“ Apples eigener A18 Pro, welcher erstmals im iPhone 16 Pro zum Einsatz kam. Dieser liegt in Benchmarks aber nicht nur über der Performance des M1, auch nicht nur über der des M2, sondern er übertrifft teilweise auch den M3 und liegt recht nahe an der Performance des M4.

Was bedeutet das? Unzählige Chrome-Tabs parallel geöffnet? Kein Problem. 4K-Streaming? Kein Problem. RAW-Foto-Bearbeitung? Kein Problem. 4K-Videoschnitt in Final Cut Pro? Kein Problem. Achja und nebenbei habe ich noch eine Linux-VM laufen lassen. Ohne. Einen. Einzigen. Ruckler.
Wo es mit dem Stottern anfing war der Export von 6K-RAW-Videos in DaVinci Resolve. Zumindest wenn man neben dem Export noch andere Dinge erledigen muss. Der Export selbst läuft mit 10-15 Bildern die Sekunde sogar recht flott. Solche rechenintensiven Aufgaben auf einem „Studenten-Laptop“…Noch vor wenigen Jahren wäre sowas absolut undenkbar gewesen.

Und als wäre das nicht genug, wird das Teil bei längerer Volllast auch nur minimal warm. Genau wie das MacBook Air besitzt das Neo übrigens keinen Lüfter. Mit dem Laser-Thermometer habe ich hier unter Volllast nie mehr als 40°C gemessen. Auf meinem alten Intel-Macbook konnte man damals schon Eier braten, während man nur eine Präsentation in PowerPoint bastelt. Die Effizienz von Apples Prozessoren ist nicht von dieser Welt.

Es ist echt erschreckend wie viel Leistung heutzutage schon in Smartphones steckt, dass sowas mit einem Prozessor möglich ist, der bisher nur in iPhones verbaut wurde. Theoretisch ist ein iPhone also in der Lage ein vollwertiges macOS zu betreiben - mit der Leistung mancher Workstations. Wie großartig wäre es bitte, wenn man sich ein iPhone mit bspw. 1TB Speicher so konfigurieren könnte, dass 50% des Speichers für iOS und die anderen 50% für macOS genutzt werden. Das Handy einfach an einen Monitor anschließen und fertig ist der mobile Mac? Wird Apple sicher niemals machen, aber dass es von der Leistung her in der Theorie möglich ist, macht selbst mich als IT-ler sprachlos.

 

Fazit

So viele Superlative, das klingt doch alles viel zu schön um wahr zu sein, oder? Einen großen faden Beigeschmack gibt es schon noch: Den Preis des MacBook Neo hierzulande (rein bezogen auf den UVP).

Im Vergleich zu den USA ist der Preis bei uns auf den ersten Blick etwas ärgerlich strukturiert. In den USA sind 599$ bzw. als Student sogar nur 499$ ein absoluter No-Brainer. Okay, da käme meines Wissens nach eh noch die MwSt. drauf, aber nichtsdestotrotz sind unsere 699€ schon wahnsinnig viel Geld für das was man am Ende bekommt. Bei dem Preis bekomme ich nur 256GB Speicher und die laufen in meinen Augen viel zu schnell voll, weshalb eigentlich nur die 512GB-Variante empfehlenswert ist. Und dann liegt man schon direkt bei 800€. Nur ein paar Hundert Euro mehr und schon bekomme ich einen „vollwertigeres“ MacBook Air mit M5 Prozessor gleichem Speicher, mehr RAM, noch besserem Display, etc. - während sich in den USA hierbei der Preis direkt verdoppeln würde.

Nichtsdestotrotz ist natürlich auch der Unterschied zwischen 799€ für ein MacBook Neo und 1.199€ für ein MacBook Air enorm - gerade wenn man bedenkt welche Zielgruppe dieser Laptop eigentlich anspricht. Aus diesem Grund würde ich dennoch auf jeden Fall jedem uneingeschränkt das MacBook Neo als Einstieg in den Mac-Kosmos empfehlen. Man bekommt einen echt hochwertigen Laptop, mit überragender Performance an dem man mit Sicherheit viele Jahre Spaß haben wird.

3 Antworten

o2_Ines
  • Moderatorin
  • May 4, 2026

Dankeschön für den wunderbaren Testbericht. Da sind viele Pro und Contra dabei, die auch mir wichtig sind bei einem Neukauf.

Hier in nüchternem Silber. Da war das o2-Team sehr konservativ bei der Auswahl 😜

Danke, dass du das sagst. Ja ich hatte mir auch eine der anderen Farben gewünscht. 😄Ich persönlich hätte Rosa genommen aber auch Zitrus oder Indigo sind schön. Die Farben hatten jedoch eine lange Lieferzeit. Da hatten wir uns dann gegen coole Farbe und für schnelle Lieferung entschieden.

 


o2_Dennis
  • Moderator
  • May 5, 2026

@saykopath 

Danke für deine Einordnung des Preises. 🙂

Ich muss zugeben, dass ich mich im Vorfeld mit dem MacBook Neo gar nicht großartig beschäftigt hatte. Das war aus meiner Perspektive plötzlich da und als ich dann den Preis gesehen habe, dachte ich noch: Hä? 699 Euro? Wurde der Apfel auf der falschen Seite angebissen?

Nachdem man mich zu der Prozessor-Thematik abgeholt hatte, war ich dann auch etwas schlauer, fand den Preis aber leider dann doch nicht mehr so überzeugend. Vom Gefühl her gibt es bei dem Gerät Abstriche, die nicht unbedingt notwendig gewesen wären. Gerade die Speicherthematik hält mich dann etwas zurück. Mit 256 GB kommt man nicht weit. Das reicht für mich auf einem Tablet und auch auf einem Smartphone. Auf einem Laptop aber eben nicht mehr. Kann man zwar machen, dann bewegt man sich mit dem Gerät aber von einer Cloud zur nächsten. Lokales Arbeiten wird dann echt schwer. Dann kann ich auch Richtung Chromebook schielen. Obwohl mich das Neo echt reizt. 😬

Da die Geräte von Apple aber einen ähnlichen Wertverlust wie ein Goldnugget aufweisen, kann ich wohl lange warten, bis der Preis in passendere Gefilde wandert.😄


saykopath
Mentor:in
Forum|alt.badge.img+7
  • Autor
  • Mentor:in
  • May 5, 2026

Was den Speicher angeht bin ich ganz bei dir. Selbst bei bei nem Smartphone reichen bei mir schon nicht mehr 256GB. Allerdings habe ich jetzt schon EDU-Angebote für die 512GB Variante des Neo von knapp über 600€ gesehen (zB. mit Rabattcode bei mac-trade). Und ich bin zwar gar kein Fan von Ratenkäufen, aber bei euch gibt’s das Teil auch für 33€/Monat auf 24 Monate Laufzeit. Als Student ist das jetzt auch nicht sooo verkehrt, wenn man bedenkt dass man deutlich mehr als 2 Jahre Spaß damit haben wird.