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O2 übertrifft sein Plansoll und wird sozialistischer Musterbetrieb

  • June 27, 2016
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Mad Mace
Besucher:in
Hallo,

bei all dem Gemecker hier im Forum möchte ich für O2 mal eine Lanze brechen.

Ich habe erst am 30.04.2016 meinen Antrag auf Zuteilung eines Fernsprechanschlusses gestellt. Danach musste ich nur gelegentlich mal beim Büro des Verbindungsgenossen anrufen und schon nach wenigen Wochen hatte der VEB O2 dann auch begriffen, dass mein Antrag weder ein Versehen noch ein Scherz war und diesen dann in den sozialistischen Einheitsverwaltungskreislauf gespeist.

Und was soll ich sagen? Kaum acht Tage nach meinem letzten Telefonat mit der diensthabenden Genossin bekam ich heute doch tatsächlich bereits die Meldung, dass mein Antrag jetzt eingegangen sei und sich in der Bearbeitung befände. Sobald also der Klassenfeind T-Com eine Telefonendanschlussziffer bereitgestellt hätte, würde sich der VEB O2 in aller gebotenen sozialistischen Arbeitsamkeit weitere Arbeitsschritte einleiten.

Da soll nochmal einer sagen, der Sozialismus funktioniere nicht. Bekäme ich kaum 12 Wochen nach meiner Antragstellung eine Fernsprechleitung geschaltet, wäre das sicherlich ein neuer Rekord! Immerhin wartet man in der DDR sonst jahrelang auf eine Anbindung ans volkseigene Fernsprechnetz. Die Unterbrechung meiner Versorgung besteht auch erst seit dem 03.06.2016, da wäre ich also kaum 7 Wochen ohne Fernsprechanschluss und digitale Datenverbindung.

Da gehen die Genossen vom VEB O2 aber wirklich mit gutem Beispiel voran. Ich werde sie daher für die Auszeichnung als sozialistischer Musterbetrieb vorschlagen.

Mal im Ernst, was stimmt denn nicht mit Ihnen? Sie benötigen 8 Tage um einen Vertrag, der ihnen seit dem 30.04.2016 vorliegt, so weit zu bearbeiten, dass sie dann erst die Schaltung des Anschlusses bei der T-Com beantragen, was dann offenbar 3 Wochen dauert? Und diese Bearbeitung kam auch nur deshalb zustande, weil ich selbst zum wiederholten mal bei der Hotline angerufen habe. Dass die junge, aber offenbar völlig untaugliche Mitarbeiterin sich nicht - wie versprochen - zurückgemeldet hat, fällt dabei ja schon gar nicht mehr ins Gewicht. Mit echtem Kundendienst hatte ich ohnehin nicht gerechnet.

Was muss ich denn unternehmen, damit man bei O2 begreift, dass ich wirklich, wirklich einen DSL-Anschluss haben will? Aufgrund der äußerst eingeschränkten Möglichkeiten der Kontaktaufnahme mit dem sog. Kundendienst bei O2 sollte dieser zumindest so kompetent ausgestattet werden, dass die Mitarbeiter geistig auch in der Lage sind, Probleme zu erkennen UND deren Beseitigung halbwegs effizient in die Wege zu leiten.

Ich habe ja nun schon mit so manchen Unternehmen zu tun gehabt, die eine abenteuerliche Auffassung von Dienstleistung und Kundenorientierung haben, aber O2 gehört auf jeden Fall zu den herausragenden Beispielen.

Herausragend im Sinne von herausragend schlecht, versteht sich.