Skip to main content
Warum O2
Warenkorb
Service
Frage

Provider dürfen den Internetanschluss nur unter bestimmten Voraussetzungen sperren

  • May 20, 2017
  • 6 Antworten
  • 1090 Aufrufe

Marmaduke
Besucher:in
Hallo, im Monat Mai hat sich die Zahlung für das Internet verzögert.

Am 18.05.2017 bekam ich ein Schreiben vom 15.05.2017 das ein Betrag von 34,20 offen ist und Ich diesen in 3Tagen begleichen soll oder man sperre mir meinen Anschluss.

Der telefonische Kontakt zur Mahnabteilung hat mir einzig 2 Stunden warten eingebracht ohne jemanden zu erreichen.

Die Zahlung ist erfolgt jedoch nicht in drei Tagen bei O2 gebucht auch wenn eingegangen.

Provider dürfen den Internetanschluss nur unter bestimmten Voraussetzungen sperren

Laut Telekommunikationsgesetz ist der Provider dann zur Sperrung eines Anschlusses berechtigt, wenn die ausstehenden Zahlungen einen Gesamtbetrag von 75 Euro oder mehr aufweisen. Der Dienstleister ist allerdings verpflichtet, den Kunden zwei  Wochen vor Inkrafttreten der Sperre über diese Maßnahme zu informieren und ihn über die Möglichkeit des Rechtsweges zu informieren. Eingehende Anrufe sollten dann weiterhin für einen Zeitraum von einer Woche möglich sein; als Kunde sind Sie sind außerdem verpflichtet, weiterhin Ihre Grundgebühr zu entrichten.

Im Paragraphen § 45k Abs. 2 des Telekommunikationsgesetzes heißt es konkret, dass ein Anbieter Ihren Internetanschluss nur sperren darf, "wenn der Teilnehmer nach Abzug etwaiger Anzahlungen mit Zahlungsverpflichtungen von mindestens 75 Euro in Verzug ist und der Anbieter die Sperre mindestens zwei Wochen zuvor schriftlich angedroht und dabei auf die Möglichkeit des Teilnehmers, Rechtsschutz vor den Gerichten zu suchen, hingewiesen hat."

In einer Verfahrensklage hat das Landgericht Baden-Baden in einem Urteil vom Dezember 2012 zu Gunsten eines Klägers entschieden, dessen Anschluss vom Provider aufgrund von Nichtbezahlung einer Rechnung in Höhe von 33,43 Euro gesperrt wurde. Das Gericht begründete sein Urteil damit, dass dem Kläger durch den Ausfall des Internets hohe Nachteile entstanden sind. Zudem urteilte das Landgericht auch, dass der Telekommunikationsanbieter rechtswidrig gehandelt und gegen das Telekommunikationsgesetz (TKG) verstoßen hat. Der Internet-Provider wurde daher verpflichtet, die Sperrung aufzuheben und die Nutzung des Anschlusses in vollem Umfang wiederherzustellen.

Hält der Provider sich nicht an diese gesetzlichen Vorgaben, können Sie juristisch dagegen vorgehen. Denn seit dem 03.12.2012 sind Anbieter verpflichtet, die im TKG definierten Voraussetzungen einhalten.

Wieso hält sich O2 nicht an bestehendes Recht?

6 Antworten

  • May 20, 2017
Ist denn Dein Anschluss bereits ganz oder teilweise gesperrt worden?

Nenne doch bitte, wenn Du irgendwas zitierst, auch die Quelle.

Zur rechtlichen Frage: o2 steht da offenbar auf einem anderen Standpunkt, legt das Gesetz anders aus und unterscheidet z.B. zwischen Telefonie und Internet. Solange kein höchstrichterliches und somit bindendes Urteil vorliegt, das etwas Anderes aussagt, wird o2 wahrscheinlich weiterhin so verfahren.


Marmaduke
Besucher:in
  • Autor
  • Besucher:in
  • May 20, 2017
Hier der Link zum Text:Internetanschluss gesperrt: So wird er frei | schlaubi 

Dejure Gesetz: § 45k TKG Sperre - dejure.org 

Das ist gesetzlich vorgegeben und nicht frei wählbar


  • May 20, 2017
Danke für die Nennung der Quelle.

Marmaduke schrieb:

Das ist gesetzlich vorgegeben und nicht frei wählbar



Diese Aussage ist leider nicht so ganz richtig, denn das TKG ist in diesem Punkt leider nicht so eindeutig formuliert, dass es keinen Interpretationsspielraum gäbe. Dass ein Gericht zugunsten des Klägers entschieden hat, bedeutet leider nicht, dass es für alle anderen Fälle auch gälte, denn Gerichtsurteile sind jeweils auf den konkreten, individuellen Fall bezogen. Nur höchstrichterliche Urteile können eine allgemein bindende Wirkung entfalten.

Du hast jetzt also folgende Möglichkeiten: Du wartest einfach ab, bis Dein Anschluss wieder entsperrt ist (was wahrscheinlich die einfachste Lösung ist, denn Du hast ja nun bezahlt und dann dürfte das nicht allzu lange dauern).

Und/oder Du bzw. Deine Rechtsschutzversicherung nimmst Geld in die Hand, marschierst zu einem Anwalt Deiner Wahl, erhebst Schadensersatzanspruch und ggfs. klagst gegen o2 durch alle Instanzen bis hin zum Bundesgerichtshof, gewinnst (wahrscheinlich, würde ich sagen) und hilfst damit anderen Kunden, die mal in eine ähnliche Situation geraten. Vermutlich wirst Du das genauso wenig tun wie all die anderen User, die schon vorher wie Du das alles ungerecht fanden, fleißig aus dem Internet zitierten und in vielen Threads darüber kritisch diskutierten.  😉


Marmaduke
Besucher:in
  • Autor
  • Besucher:in
  • May 20, 2017
Fassung aufgrund des Gesetzes zur Änderung telekommunikationsrechtlicher Regelungen vom 03.05.2012 (BGBl. I S. 958), in Kraft getreten am 10.05.2012

§ 45k TKG Sperre - dejure.org 


  • May 20, 2017
Einfach nur immer wieder dasselbe zu posten, nämlich den Paragrafen, ist keine Diskussion. Schade.

Ich habe dazu alles gesagt, was dazu aus meiner Sicht zu sagen war.

Da von Dir leider nix kommt, mit dem man was anfangen kann, bin ich hier raus.

Schönes Wochenende!

Gruß,

Fuchs


Klaus_VoIP
Legende
Wieso hält sich O2 nicht an bestehendes Recht?

Für solche abweichenden Rechtsauffassungen gibt es Rechtsanwälte und Mittel wie einstweilige Verfügung.

Das ist effektiver als eine Stammtischdiskussion zu dem Thema.