Smart Home: Es könnte so einfach sein (Teil 6)


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Die anderen Teile verpasst?

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https://hilfe.o2online.de/community/lesenswert/blog/2018/02/05/smart-home-die-suche-nach-einem-system-teil-2 

https://hilfe.o2online.de/community/lesenswert/blog/2018/02/12/smart-home-wir-brauchen-teil-3 

https://hilfe.o2online.de/community/lesenswert/blog/2018/02/19/smart-home-erste-gehversuche-teil-4 

https://hilfe.o2online.de/community/lesenswert/blog/2018/02/26/smart-home-die-chaostheorie-teil-5 

Die Zukunft wird groß. Sie wird revolutionär. Und die zweite Staffel von Star Trek Discovery wird ganz bestimmt voll gut und so.

Ok, wir werden nicht alles haben können. Jedoch bin ich mir sicher, dass wir mit der Vielzahl von Geräten, die wir uns im Winter-Sale, Januar-Sale oder beim Sale-Sale in den Einkaufskorb geschleudert haben, irgendwann noch viel mehr ausrichten können, als es jetzt der Fall ist. Oder doch nicht?

 

 

Wird die Zukunft wirklich smart?

 

Ja, wird sie. Da bin ich mir sicher. Wer hätte denn vor 10 Jahren gedacht, dass wir heute sagen werden: „Alexa, schalte das Licht im Wohnzimmer an.“ 

 

Nun sind diese Dinge noch in den Kinderschuhen. Die Heizung oder das Licht zu schalten, ist noch nichts, was in meinen Augen ein smartes zu Hause ausmacht. Es sind die Automatismen und die allgemeine Vernetzung zwischen den Geräten. Dafür wird es aber notwendig sein, dass ich mich mit meinen Daten beim jeweiligen Anbieter gut aufgehoben fühle. Ich habe kein Interesse daran, dass meine Überwachungskamera nur über eine Cloud erreicht werden kann. Ich will meine eigenen Wege etablieren können und ich will, dass mir die Unternehmen dieses auch gestatten. Wenn ich keine Ahnung von dem habe, was ich da tue, bin ich aber gerne bereit, dass mich der Anbieter an die Hand nimmt und mir zeigt, wie es funktioniert.

 

In meinen Augen, ist die heutige Problematik immer noch der Kostenfaktor und die Einrichtung. Am Ende ist es nämlich notwendig, gerade wenn ich komplexere Aktionen durchführen will, in Kleinstarbeit zu prüfen, ob die von mir im System hinterlegte Logik auch wirklich sinnvoll ist und nicht durch irgendwelche anderen Aktionen aufgehoben wird.

 

Es braucht ein System, welches einem auch tatsächlich Arbeit abnimmt. Vielleicht braucht es eine Revolution bei der Erstellung einer KI, die tatsächlich lernt und sich an unsere Gewohnheiten anpasst. Dann besteht die Möglichkeit, den Aufwand einer Einrichtung so gering wie möglich zu halten.

Das bringt uns jedoch gleich zum nächsten Punkt. Was wird mir eine KI bringen, die nur 4 von 20 Geräten ins System einbinden kann, weil die übrigen 16 nicht erkannt werden?

Es braucht einen Standard. Es ist natürlich toll, dass viele Hersteller von Smart Home Zentralen auf Z-Wave setzen. Doch es reicht nicht aus, dass ich zig Steckdosen oder Lampen verbaut habe. Das ist am Ende nicht mehr als eine Spielerei, wenn die richtig guten Sachen nur über eine App zu bedienen sind.

Für jemanden der in einer Mietwohnung lebt, sind ohnehin schnell die Grenzen erreicht. Denn wenn ich es nicht zufällig schaffe, meinem Vermieter zu erklären, warum es notwendig ist nun eine Rundumerneuerung durchzuführen, damit auch jeder kleine Schalter in der Bude smart ist, komme ich eh ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht weiter. 

Für Hausbesitzer ist das sicherlich schon wieder etwas leichter. Dennoch ist es absolut verständlich, wenn ich, anstatt einer smarten Lösung, lieber die kostengünstigere Alternative vorziehe. Die kann am Ende genau das gleiche. Nur mit meiner Zentrale kann sie nicht umgehen. Kostet dafür aber auch einige tausend Euro weniger.

Aus Sicherheitsgründen kann ich teilweise nachvollziehen, dass einige Hersteller ihr System nicht für alles und jeden öffnen wollen. Und sicherlich würde ich aktuell nicht mal im Traum darüber nachdenken, mir ein Türschloss anzuschaffen, welches automatisch für mich ab- oder aufschließt.

Ein Smart Home sollte stets etwas sein, was im Hintergrund läuft. Ich will es bei meinen täglichen Abläufen eigentlich gar nicht wahrnehmen. Sowas funktioniert aber nur dann, wenn der Grundstein ein vernünftiger ist und ich mich auf das System verlassen kann. Solange ich aber als "Betatester" erstmal nur kaufe, um dann festzustellen, dass das alles "Schrott" ist, was ich mir da zusammengebaut habe, bleibe ich bei zig Apps hängen, die unabhängig voneinander irgendwas in meiner Wohnung erledigen.

Gibt es ein Fazit?

Gefühlt kommen die großen Hersteller nur langsam voran. Das, was wir aktuell noch als intelligentes zu Hause betiteln, ist nichts weiter als irgendwelche Apps zu sammeln und an der Kompatibilität zu verzweifeln. Dabei sind die Möglichkeiten riesig. Und ich bin mir sicher, dass sich das alles auch machen lässt, ohne das ich von fünf Herstellern eine Zentrale benötige, weil der Staubsauger nur über das Protokoll EnOcean, der Kühlschrank nur per Wi-Fi und der Rasenmäher nur über ZigBee angesteuert werden kann. Wenn sie denn überhaupt eines dieser Protokolle unterstützen.

Wer es klein angehen will, der wird jedoch schnell fündig. Es bleibt dann nur noch die Aufgabe, sich für ein zentrales Produkt zu entscheiden.

Und die, die es komplex haben wollen?

Ich fürchte, es wird noch einige Jahre dauern, bis die Umsetzung "einfach", bezahlbar und fast nahezu einheitlich durchgeführt werden kann.

Und bis dahin? 

Betreiben wir halt noch ein bisschen App-Hopping. In dem Sinne ...

„Je komplizierter der Mechanismus, desto einfacher ist es, etwas Verwirrung zu stiften."

                                                     (Zitat: Scotty, Star Trek III - Auf der Suche nach Mr. Spock)

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