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Nintendo Switch - egal wo, zu wievielt & wie groß!

Blog-Eintrag wurde erstellt von antonell_a_ in 07.11.2017

Einen knappen Monat lang hatte ich das Vergnügen, die neuste Konsole aus dem Hause Nintendo zu testen – die Nintendo Switch. Und wenn ich von Konsole spreche, dann meine ich natürlich eigentlich KonsoleN, denn das ist ja genau das, was die Switch so besonders macht:

Die Nintendo Switch im TV-ModusZum einem lässt sie sich als Handheld-Konsole problemlos überall hin mitnehmen, wo man sie aber auch rasch von ihren seitlichen Bedienelementen („Joy-Cons“) trennen und wie ein Tablet auf den Tisch stellen kann. Zum anderen ist es aber auch möglich, sie in die mitgelieferte Docking Station zu stecken, an den Fernseher anzuschließen, die Joy-Con Elemente in einen Controller zu schieben und sie somit ganz klassisch als stationäre Konsole am TV zu benutzen.

 

Für mich gab es dabei einen bedeutenden weiteren Grund, weshalb ich die Switch so gerne testen wollte – auf jeder denkbaren Nintendo-Konsole habe ich bis jetzt den kleinen Italiener mit Schnurrbart und rotem Outfit durch verschiedene Welten gejagt – und da darf die Ninentdo Switch natürlich nicht fehlen.

 

Der folgende Testbericht handelt also sowohl von der Nintendo Switch, als auch ein klein bisschen vom entsprechenden „Mario Kart 8 Deluxe“-Spiel. An der Stelle sei noch kurz gesagt, dass ich euch ihr keine ausführlichen technischen Details auflisten werde (die könnt ihr ja überall anders finden) .

 

 

Erster und zweiter Eindruck

Als ich sie zum ersten Mal in den Händen gehalten habe, sind mir gleich mehrere Dinge auf einmal aufgefallen: Erstens hat man es hier mit hochwertigen Materialien im simplen aber ansprechenden Design zu tun. Zweitens ist die Größe im Handheld-Modus gerade richtig: als Frau mit kleinen Händen kann ich sie problemlos bedienen, ein meiner Meinung nach großer Bildschirm von 6,2-Zoll wird dennoch geboten. Des Weiteren war ich allerdings etwas vom Gewicht überrascht, das ich mit knapp 400g schon als schwer (für eine Konsole) empfand.

 

Aus dem Standby aufgeweckt, ist die Switch wirklich extrem intuitiv – ich behaupte, dass sie jeder der ein Smartphone besitzt, sowohl mithilfe des Touch-Screens, also auch über die Tasten der Joy-Cons kinderleicht bedienen kann. Appropos Smartphone – im Gegensatz zu dessen Bildschirm, ist der der Switch kaum Fingerabdruck-empfindlich!

Für was das allerdings nicht unbedingt gilt, sind kleine Kratzer, die sowohl auf dem Touch-Screen, als auch auf dem Gehäuse mit der Zeit sichtbar werden. 

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Ein Sache, die mir auf dem Gerät leider wirklich fehlt: es gibt keine optische Akkuanzeige, z.B. durch LEDs. Den Stand kann man nur in der Statusleiste auf dem Touch-Screen finden, welche während eines Spiels dann nicht mehr sichtbar ist. Dafür gibt es einen extra Button vorne auf dem Joy-Con, mit welchem Screenshots erzeugt werden können. Ich persönlich könnte auf diesen verzichten und hätte mir an der Stelle lieber die Akku-Anzeige gewünscht.

 

Wenn ich weiter zur Akustik gehe, dann gibt es hier eher keine positiven Highlights: die eingebauten Lautsprecher können zwar relativ laut über die Tasten am oberen Rand des Displays eingestellt werden, was man allerdings dem Klangempfinden zu Liebe besser nicht tun sollte. Da wird es dann wirklich sehr blechern und unangenehm für die Ohren. Für mich ist das hier jedoch kein No-Go, da man unterwegs ja wenn überhaupt eh Kopfhörer benutzt und im stationären Modus die Töne ja aus den Fernseher Boxen kommen.

 

Zuletzt möchte ich in diesem Abschnitt noch auf die Akkuleistung eingehen, von welcher man sich keine Wunder erhoffen darf. Im ersten Moment war ich als ehemalige Nintendo DS-Spielerin schon negativ überrascht. Aus den gewohnten Tagen ohne Aufladen wurde hier bei intensiver Nutzung ein Tag daraus. Dies ist natürlich der fortgeschrittenen Grafik und Bildschirmgröße geschuldet. 

 

Im Folgenden möchte ich jetzt noch genauer auf die unterschiedlichen Modi der Switch eingehen.

 

Handheld-Modus

Die Switch "als Ganzes"

Auf diesen Modus bin ich ja schon „im ersten Eindruck“ eingegangen, als es um die einfache Bedienbarkeit und das etwas hohe Gewicht ging. Alles in allem ist sie so auf jeden Fall „mitnehmtauglich“. Schaut man sich die Switch etwas genauer an und dreht sie ein paar Mal hin und her, entdeckt man auf der Rückseite die zwei kleinen Buttons, welche beim Gedrückt-halten die Joy-Cons rechts und links vom Bildschirm aus ihren Schienen lösen. Man schiebt sie also nach oben weg und übrig bleibt der Bildschirm und die beiden Bedienelemente, welche mich zum folgenden Modus führen.

 

 

Tisch-Modus

Die Joy-Cons bilden zusammen einen komfortablen ControllerWidmen wir uns erst den beiden Joy-Cons, mit welchen sich jetzt zwei Möglichkeiten bieten: Zum einen kann man diese in den im Lieferumfang enthaltenen Griff integrieren und erhält somit einen einwandfreien Kontroller. Dieser erinnert an die der Nintendo Game Cube (kabellos versteht sich natürlich). Für mich ist dieser völlig ausreichend, da er super in der Hand liegt und sich an der Bedienung gegenüber zum Handheld-Modus auch nichts verändert hat. Nintendo bietet aber auch einen sogenannten Pro Controller für um die 70€ an, welcher es wahrscheinlich eher mit denen der Konkurrenz aufnehmen kann. Dieser wird natürlich auch dann interessant, wenn man mit mehreren „richtigen“ Controllern an einer Switch spielen möchte.

 

 

Aus Eins mach Zwei - jeder Joy-Con kann als eigener Controller genutzt werdenWarum ich „richtigen“ Controllern schreibe, liegt daran, dass man bereits an einer Switch zu zweit spielen kann und das indem jeder Spieler nur einen der beiden Joy-Cons erhält und diese um 90-Grad gekippt, zwei kleine und simple Controller für sich darstellen. Hierfür muss man die beiden Elemente allerdings jeweils in die mitgelieferten Joy-Con-Straps schieben, damit jedem Spieler die „L“- und „R“ -Tasten am oberen Rand erhalten bleiben – Sicherheitsschlaufe inklusive.

Für mich war diese Option das Highlight schlecht hin! Natürlich sind die Controller etwas mickriger und ich kann mir vorstellen, dass jemand mit großen Händen nicht so glücklich darüber ist, aber wie cool ist diese Idee bitte?! Und da spanne ich zum ersten Mal den Bogen zu Mario Kart, da dieses Spiel natürlich immer lustiger wird, je mehr „Reallife“-Spieler im gleichen Raum daran teilnehmen. Dabei ist mir auch aufgefallen, dass sich die Controller ebenfalls wie die der Nintendo Wii verhalten können: durch Kippen nach rechts und links kann auch gelenkt werden – sofern man das möchte. Man darf nur nicht vergessen, die Joy-Cons ab und zu mal wieder an der Switch anzubringen, da ihr Akku so wieder aufgeladen wird.

 

Schwache Leistung: Der Ständer auf der Rückseite der SwitchDer letzte Punkt, welcher im Tisch-Modus unbedingt noch erwähnt werden muss, ist der Bildschirm. Und zwar mit dem aus meiner Sicht größten Minus meines Berichtes. Um den Screen auf dem Tisch aufstellen zu können, befindet sich auf der Rückseite ein klitzekleiner, wackeliger Ständer. Und hier wird TISCH-Modus auch extra betont, weil das Ganze ausschließlich auf einem Tisch (oder sagen wir einer glatten und exakt ausgerichteten Oberfläche) funktioniert. Soll heißen, dass der kleine Ständer mit steilem Winkel seine Aufgabe auf weichen Oberflächen wie Matratzen, Sofalehnen oder auch dem Oberschenkel nicht erfüllt. Hinzu kommt, dass die Switch aufgrund ihres Gewichtes auch sofort nach Vorne umfällt, sollte die Fläche nicht 100% horizontal verlaufen. Ich kann wirklich nicht verstehen, wie es zu so einer Konstruktion kommen konnte, wo doch ein (oder sogar ein zweiter) längerer und breiterer Ständer mit genau dem gleichen Mechanismus problemlos möglich gewesen wäre….

 

 

TV-Modus

Unabhängig von der Nutzungsweise der Joy-Cons kann der Bildschirm der Switch in die mitgelieferte Docking Station gesteckt und per HDMI Kabel an den Fernseher angeschlossen werden. Zusätzlich wird die Station natürlich auch ans Netz angeschlossen. Auf der Rückseite der Station ist eine extra Klappe vorhanden, mit welcher die Einsteckbüchsen verdeckt werden – die Kabel macht das aber leider trotzdem nicht unsichtbar, also netter Gedanke... aber Mehrwert naja?

Beim Einführen der Switch in die Station gibt es leider kein Einrasten oder Klicken, weshalb mir nie sofort klar war, ob sie denn jetzt wirklich schon verbunden ist. Ich habe gelesen, dass der Touch-Screen durch diesen Handgriff (Ein- und Ausdocken) schnell Kratzer abbekommt, da er an der Innenseite der Station entlang schlittert. Nicht besonders clever gelöst also…Nichts desto trotz ist das Feeling einer stationären Konsole auf jeden Fall erfüllt! 

Die Station zum Andocken an den FernseherDurch eine Klappe lassen sich die Anschlüsse verstecken

 

 

Mario Kart 8 Deluxe

Ich habe euch ja auch noch ein paar Worte zu Mario Kart versprochen und eigentlich reicht eines völlig aus: megaoberaffengeil!

Das Spiel ist mit 48 Strecken ausgestattet, welche sofort von Beginn an zur Verfügung stehen und nicht erst freigeschalten werden müssen. Seit der Nintendo 64 bin ich mit Ausnahme der Version für den Nintendo DS 3D alle Mario-Kart Strecken gefahren und kann euch sagen: alle 48 Rennen sind neu! Die Namen und die „Grundidee“ mancher Strecken erinnern zwar an die alten, wurden aber manchmal weniger, manchmal mehr abgeändert und sorgen somit für Überraschungen.

Unzählige Charaktere lassen sich auswählen (sogar aus der Animal Crossing- und Zelda-Welt) und die Karts konfigurieren sich sowohl durch Karosserie, den Reifen als auch ihrem Flug-Modus. Hier werden (durch Münzensammeln) mit der Zeit immer mehr Komponenten freigeschalten. Das Spiel mit seiner weiterentwickelten Grafik, neuen Items, zusätzlichen Fahrmodi aber auch seinem unverkennbaren Spaß-Faktor war für mich wirklich ein Highlight und wäre für einen Fan wie mich auf jeden Fall ein Kaufgrund für die Nintendo Switch!  

 

Zusammenfassung

 Viele verschiedene Spielmodi sorgen für Spaß egal wo, zu wievielt und wie groß. 

 Ansprechendes Design gewährleistet einwandfreie Handhabung 

 Intuitive Menü Führung unter top Touch-Screen 

 

 Fehlkonstruktion des Ständers für den Tisch-Modus 

 Akkustand schwer einsehbar, -leistung kurzlebig 

 

Fazit

Wer die letzten Nintendo-Geräte noch nicht zu Hause liegen hat und auf Spielspaß mit mehreren Freunden steht, der sollte meiner Meinung nach zur Switch greifen! Mario Kart alleine ist den Kauf schon wert und die innovative Vielfalt der Spielmodi begeistern einen sofort. 

 

Ergebnisse